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S

SansSouci147
Gast

Hallo,

ich bin 15 Jahre alt, weiblich und gehe z. Z. in die 10. Klasse einer Realschule in Bayern.

Mein Problem ist, dass ich sehr einsam bin. Ich bin in meiner Klasse zwar kein Außenseiter und habe eine Clique gefunden, aber nachmittags bin ich immer allein. Dann interessiert sich einfach keiner für mich, keiner ruft mich an, keiner lädt mich auf seine Party ein, nix. Also sitze ich Tag für Tag alleine vor dem PC, oder ich lerne.

Meine Eltern behandeln mich, wenn sie nicht gerade wegen Kleinigkeiten mit mir streiten, wie Luft. Deswegen kann ich ihnen auch nicht davon erzählen, was mich belastet. Ich habe einfach kein Vertrauen.

Dennoch belastet mich diese ständige Einsamkeit sehr. Ich habe ja versucht was dagegen zu tun. Habe ständig irgendjemanden angerufen und gefragt ob er was mit mir unternimmt. Aber ergreife ich nicht die Initiative ist nichts los und immer anfangen will ich auch nicht. Bei Vereien ist das Problem, dass mich niemand hinbringen könnte und von hier auch kein Bus fährt. Außerdem wäre ich da zu 100% genauso der Außenseiter.

Ich hab schon in so vielen Internetforen gepostet und es tut mir gut darüber zu schreiben, aber es hilft mir nicht. Ich kann einfach nichts ändern, ich finde immer irgendwas warum etwas nicht geht.

In letzter Zeit habe ich jetzt immer öfter Selbstmordgedanken. Würde ja auch keiner merken, wenn ich nicht mehr wäre. Im Moment sehe ich zwei Möglichkeiten für mein weiteres Leben: entweder es ändert sich etwas und ich kann "normal" sein, oder (das Wahrscheinlichere) ich werde für immer alleine sein, nie einen Freund, eine Beziehung, eine Familie und einen Beruf haben bzw. ich bringe mich um.

Für mich ist es einfach ein Teufelskreis. Ich komme nie raus, finde also auch keine neuen Freunde und ohne Freunde komme ich nicht raus.

lg
Sans

14.04.2019 #1


612 Antworten ↓
B

berliner
Gast

Hallo,

erstmal herzlich Willkommen im Forum,

aber Dein Bericht macht mir ein bisschen Sorgen , weil Du ja schreibst, dass Du Selbstmordgedanken hast. Wie ernst meinst Du das denn ? Wenn Du das wirklich ernst meinst, wäre es vielleicht besser, wenn Du Dich mal an einen Psychotherapeuten oder so etwas in der Art wendest, oder wenn es ganz akut sein sollte, an die nächste Klinik.

Allerdings haben wir natürlich alle mal solche Gedanken, die dann auch wieder vorübergehen, man ist deshalb ja nicht gleich völlig verrückt oder so, das meine ich nicht, aber wenn Du es wirklich ernst meinen solltest, wäre es wohl besser, wenn Du Dir Hilfe holst.
Denn wenn Du Dich umbringen würdest, hättest Du ja keine Chance mehr, dass sich Dein Leben verbessert, wer weiß, vielleicht musst Du ja nur noch ein bisschen durchhalten und bald wird es viel besser - kann doch sein oder nicht ?
Es gibt viele Menschen, denen es so geht wie Dir, Du bist nicht allein mit Deinem Problem.
Es ist doch aber positiv, dass Du Freunde hast, manchen hier im Forum geht es noch viel schlechter, die haben gar keine Freunde .
Und schwierige (traurige) Phasen haben wir auch alle mal, oft muss man nur ein bisschen "durchhalten", dann wird es wieder besser .

Alles Gute und liebe Grüße Berliner

05.12.2009 19:26 • x 1 #4


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Ich bin einsam

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G

GastB
Gast

Mädle ....

Du stellst dir also einerseits eine "Therapie" vor, die dich so macht, wie du eigentlich gar nicht sein möchtest, ja?
Und andererseits möchtest du dann - natürlich! - dagegen opponieren, ja?

Die Frage ist nicht, was du alles "resigniert akzeptieren" möchtest, sondern: Wie MÖCHTEST du sein? Wie MÖCHTEST du leben?

Mit der Art, wie man ist und sein und leben will, ist natürlich auch die Verantwortung verbunden, die Konsequenzen davon ebenfalls zu tragen und zu akzeptieren.

Aber wenn man wirklich so ist, wie man sein will, wie man wirklich von innen her ist, dann ist man damit auch glücklich, Sans. Du bist im Moment nicht glücklich. Das weist darauf hin, dass du in Wirklichkeit nicht so bist, wie du jetzt lebst. Oder auch: Dass du nicht so lebst, wie du eigentlich bist.
Oder auch, dass du falsche Ansprüche an dich und das Leben stellst und dich so selber unglücklich machst.
Das herauszusortieren, wäre auch eine Aufgabe deiner Threapie.

Manches von deinem Unglücklichsein ist möglicherweise einfach durch deine jetzigen Lebensumstände bedingt. Wenn man z.B. keine zu einem passenden Menschen in seiner Umgebung hat und auch sonst nirgendwo (z.B. im Internet), dann kann man sich unglücklich fühlen, ohne dass das therapierbar oder therapie-würdig wäre. Dann sollte man/frau das aber erkennen und es, soweit im Augenblick möglich, ändern oder akzeptieren.

Da trifft die Regel zu: "Andere, was du ändern kannst, und akzeptiere, was du nicht ändern kannst. Und lerne, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Aber auch das ist meistens relativ, ob man etwas an seiner Lebenssituation ändern "kann" oder nicht. Meistens muss man abwägen, was einem wichtiger ist, und dann entscheiden, ob man seine äußere Lebenssituation ändern will oder nicht. Bei dir z.B., kurz vor einem Schulabschluss, wäre es wohl nicht sinnvoll, in eine andere Stadt zu ziehen. Es ist sicherlich besser, die Durststrecke der mangelnden adäquaten Kontakte durchzustehen, bis du mit dieser Schule fertig bist.

Zitat von SansSouci147:
Zitat:
Kannst du das bitte näher erklären? Ich verstehe es nicht.
Ehm.. Was verstehst du daran nicht? Beruf, Freundschaft und Partnerschaft sind meiner Ansicht nach das, was man für ein glückliches Leben braucht

Nein, "brauchen" tut man gar nichts. Man "braucht" nur das, was man auch wirklich selber von innen heraus will. Vielleicht bist du gar kein Typ für eine Partnerschaft, oder noch nicht jetzt, sondern in späterem Alter, z.B.

Und einen "Beruf" zu haben ist natürlich normalerweise praktisch und es macht es wahrscheinlicher, dass man seine Brötchen damit verdienen kann. Aber was dieser "Beruf" eigentlich sein wird und ob du damit nachher wirklich Geld verdienen wirst (also mit dem Beruf, in dem du dich ausbildest), oder ob es nachher doch ganz anders kommt, weil du dich anders entwickelst oder die Umstände sich anders entwickeln, kannst du trotzdem nicht wissen. Am besten ist eine Berufsausbildung, bei der du mit dem Herzen dabei bist. Etwas, das dir wirklich ein Anliegen ist. Alles weitere wird sich im Laufe deines Lebens ergeben. Das Leben ist ein Abenteuer, ein Spiel. Wenn man alles im Voraus wüsste und alles planen könnte, wäre es langweilig. Manche planen es und schaffen es sogar eine Zeitlang genau so wie geplant, manche sind so auch glücklich, aber oft eben auch nicht, und manchmal geht das Schicksal dann doch eigene Wege (wie man so sagt). D.h. man kommt immer wieder an Scheidewege, an denen man eine neue Entscheidung über seine weitere Zeit treffen muss.

Zitat:
Zitat:
Gibt es "ein allgemeines Ziel einer Therapie"? Wer soll das Ziel festlegen?
Nunja, im allgemeinen Sinne erhofft man sich wohl eine Besserung einer momentanen psychischen Verfassung.

Das ist kein "Ziel", SansSouci. Sondern das ist die Folge, wenn du zu einem deiner Ziele gelangt bist.

Die Frage ist wirklich immer wieder ganz einfach:
"Wer bin ich?" "Wer bin ich wirklich?"
Und Hilfsfrage: "Wie will ich sein?" (Das geht nur in dem Ausmaß, wie man das wirklich in sich trägt. Aber es hilft einem, draufzukommen und hinzukommen.)

Zitat:
Zitat:
Also, langer Rede kurzer Sinn: Du musst erstmal selber wissen, was du "therapiert" haben willst.
Naja, das... Was will ich denn therapiert haben? Ich sehe das "Therapieren" immer noch als eine Form von "Verstellen" und eigentlich will ich mich nicht verstellen...

Nun ja, wenn du es immer weiter so (falsch) sehen willst - was kann man dagegen tun?
Sich zu verstellen ist das Gegenteil des Ziels einer Therapie.

Zitat:
Vielleicht will ich auch überhaupt nicht "therapiert" werden im Sinne von ich möchte mich ändern, sonder ich will die Dinge so nehmen können wie sie sind. Es einfach hinnehmen, dass es wohl immer so bleiben wird (wovon ich immer noch ausgehe)

Das ist in gewissem Sinne auch völlig okay. Du brauchst und sollst dich nicht ändern, Sans. Sondern du sollst herausfinden, wie und wer du überhaupt bist, und danach dein Leben ausrichten.

Glaub mir, das macht glücklich und zufrieden, es herausgefunden zu haben und dann sein Leben so zu führen, dass es zu dir passt. Dann ist es dein Leben.

Dazu gehört auch, wie schon gesagt, dass man bereit wird, Dinge zu akzeptieren, die man wirklich nicht ändern kann. Z.B. wenn man körperlich so gebaut ist, dass man im Turnunterricht nicht über ein "Pferd" springen kann, dann ist das eben so.

Du brauchst un solltest auch keine Therapie zu machen, nur weil andere das wollen. Nur wenn du selber spürst, dass du Bereiche hast, in denen du blockiert bist, in denen du dich nicht so verhalten kannst, wie du es eigentlich möchtest, dann kannst du mit Hilfe einer Therapie daran arbeiten, diese Blockaden oder auch Verwirrungen aufzulösen.
Nur wenn du das Gefühl hast, dass das, wie du jetzt scheinbar "bist", nicht dein eigentliches Ich ist. Wenn du dein eigentliches Ich ausgraben und befreien möchtest.

Also, Sans: Was meinst du, wie ist dein wahres Wesen?

(Ich weiß, diese Frage frei zu beantworten würde fast schon deine Therapie unnötig machen - denn dafür musst du durch einige Unterdrückungsschichten durch. Und durch einige Tränen. Aber wenn du dabei den Gegendruck spürst, den Unwillen, deine eigentlichen positiven, ehrlich erwünschten und erhofften Eigenschaften hier hinzuschreiben und offenzulegen, dann spürst du zumindest dabei, wo deine unterdrückten Anteile liegen. Woran du arbeiten kannst.)

Ich hoffe, ich habe mich ein wenig verständlich und dir etwas Lust auf eine Therapie machen können, Sans.

03.01.2010 03:18 • #269


Zum Beitrag im Thema ↓


S
Hallo Du,

Du bist erst 15 Jahre alt und da kann sich noch soviel ändern.
ich hatte damals als Jugendlicher auch so eine Phase gehabt.
Du wirst es noch schaffen!
Ich habe Dir mal ne PN geschrieben!

x 1 #2


S
Mh, ich glaube nicht, dass das nur eine "Phase" ist. Ich mache schon seit ca. 4 Jahren nichts anderes als zu Hause zu sitzen.

Ich kann mir einfach nicht mehr vorstellen, dass sich etwas ändern wird. Wie auch?

lg
Sans

#3


B
Hallo,

erstmal herzlich Willkommen im Forum,

aber Dein Bericht macht mir ein bisschen Sorgen , weil Du ja schreibst, dass Du Selbstmordgedanken hast. Wie ernst meinst Du das denn ? Wenn Du das wirklich ernst meinst, wäre es vielleicht besser, wenn Du Dich mal an einen Psychotherapeuten oder so etwas in der Art wendest, oder wenn es ganz akut sein sollte, an die nächste Klinik.

Allerdings haben wir natürlich alle mal solche Gedanken, die dann auch wieder vorübergehen, man ist deshalb ja nicht gleich völlig verrückt oder so, das meine ich nicht, aber wenn Du es wirklich ernst meinen solltest, wäre es wohl besser, wenn Du Dir Hilfe holst.
Denn wenn Du Dich umbringen würdest, hättest Du ja keine Chance mehr, dass sich Dein Leben verbessert, wer weiß, vielleicht musst Du ja nur noch ein bisschen durchhalten und bald wird es viel besser - kann doch sein oder nicht ?
Es gibt viele Menschen, denen es so geht wie Dir, Du bist nicht allein mit Deinem Problem.
Es ist doch aber positiv, dass Du Freunde hast, manchen hier im Forum geht es noch viel schlechter, die haben gar keine Freunde .
Und schwierige (traurige) Phasen haben wir auch alle mal, oft muss man nur ein bisschen "durchhalten", dann wird es wieder besser .

Alles Gute und liebe Grüße Berliner

x 1 #4


S
Zitat:
Wie ernst meinst Du das denn ?

Sehr ernst.

Aber ich kann nicht einfach zu einem Psychiater oder so gehen, denn meine Eltern müssten davon wissen (wegen der Bezahlung & Krankenkasse). Außerdem kenne ich mich gut genug um zu wissen, dass ich vor dem stumm wie ein Fisch sitzen würde. Ich kann nicht darüber reden.

Zitat:
Denn wenn Du Dich umbringen würdest, hättest Du ja keine Chance mehr, dass sich Dein Leben verbessert, wer weiß, vielleicht musst Du ja nur noch ein bisschen durchhalten und bald wird es viel besser - kann doch sein oder nicht ?

Wie lange solll ich denn noch durchhalten? 4 Jahre lebe ich jetzt so und meine Kraft lässt nach. Ich glaube nicht, dass ich durch ein bisschen warten aufgeschlossener oder beliebter werden kann. Es ist so eine lange Zeit nichts passiert.

Sans

#5


B
Gibt es denn keine Chance, dass Du mit Deinen Eltern mal darüber reden kannst, vielleicht wenigstens mit einem Elternteil ? Oder vielleicht mit einem anderen Verwandten, Freund oder Lehrer ?
Ich bin mir nicht ganz sicher, wie das ist mit der Versicherung, aber ich denke schon, das man mit 15 allein zum Arzt gehen kann. Und erstrecht, wenn es dringend ist.
Ja, es ist bestimmt schwer, darüber zu sprechen, dass versteh ich schon. Aber man kann es auch schaffen. Ein guter Arzt oder Therapeut würde Dir vermutlich auch dabei helfen.

Wie lange Du noch "aushalten" musst, weiß ich natürlich nicht, aber vielleicht ändert sich ja bald etwas oder Du schaffst es etwas zum positiven zu ändern.
Außerdem gibt es doch auch jetzt bestimmt irgendetwas positives in Deinem Leben, was Dir wenigstens ein bisschen gefällt und wofür es sich lohnt, auszuhalten oder nicht ?
Irgendwie macht mir das hier echt ein bisschen Sorgen, Du bist bestimmt total nett und hast bestimmt viele gute Eigenschaften und es wäre doch schlimm, wenn Du Dir etwas antun würdest.

Liebe Grüße Berliner

#6


S
Zitat:
Gibt es denn keine Chance, dass Du mit Deinen Eltern mal darüber reden kannst, vielleicht wenigstens mit einem Elternteil ? Oder vielleicht mit einem anderen Verwandten, Freund oder Lehrer ?

Mit meinen Eltern auf keinen Fall, ich will das einfach nicht. Sie würden sich drüber lustig machen oder es überall rumerzählen. Ich habe vor kurzem einem Lehrer geschrieben, ob ich mich mit Problemen an ihn wenden könne - ich warte noch auf Antwort.

Zitat:
Ich bin mir nicht ganz sicher, wie das ist mit der Versicherung, aber ich denke schon, das man mit 15 allein zum Arzt gehen kann. Und erstrecht, wenn es dringend ist.

Ja, aber sie würden es zwangsläufig über die Versicherung (bin ja noch bei ihnen mitversichert) erfahren.

Zitat:
Außerdem gibt es doch auch jetzt bestimmt irgendetwas positives in Deinem Leben, was Dir wenigstens ein bisschen gefällt und wofür es sich lohnt, auszuhalten oder nicht ?

Nein, es gibt gar nichts. Meinen Eltern & Freunden bin ich egal, ich kann mich für nichts interessieren oder begeistert und in der Schule bin ich schlecht.

Zitat:
Du bist bestimmt total nett und hast bestimmt viele gute Eigenschaften und es wäre doch schlimm, wenn Du Dir etwas antun würdest.

Ich bin bestimmt nicht "nett" oder so. Sonst hätte ich ja Freunde, oder? Ich glaube auch nicht, dass ich gute Eigenschaften habe... Und es wäre auch nicht schlimm, wenn ich mir etwas antun würde, vermissen würde mich niemand.

Sans

#7


B
Na, dann hoffe ich, dass wenigstens dieser Lehrer Dir helfen kann. Ich hoffe, er antwortet Dir.
Mein Vater macht sich auch manchmal über mich lustig, das ist auch nicht schön und ich kann mit ihm auch nicht über meine Probleme reden. Aber mit meiner Mutter schon. Bei meinem Vater ist das so, dass er wohl einfach nichts an sich heranlassen kann, vielleicht Angst vor seinen eigenen Gefühlen hat und sich deshalb über alles lustig machen muss.

Zitat:
Nein, es gibt gar nichts. Meinen Eltern & Freunden bin ich egal, ich kann mich für nichts interessieren oder begeistert und in der Schule bin ich schlecht.

Aber es macht Dir doch vielleicht zumindest ein bisschen Freude, dich mit Deinem Computer zu beschäftigen oder ? Wenigstens das. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die doch schön sein können - wirklich. Und sei es mal ein Film im Fernsehen oder manchmal reicht ja vielleicht schon ein Vogel, den man beobachtet - klingt jetzt vielleicht komisch, aber es gibt im Laufe eines Tages oft viele kleine - vielleicht klitzekleine - Momente, die das Leben doch zumindest ein bisschen schön machen können. Vielleicht mal spazieren gehen oder Fahrrad fahren ?

Zitat:
Ich bin bestimmt nicht "nett" oder so. Sonst hätte ich ja Freunde, oder? Ich glaube auch nicht, dass ich gute Eigenschaften habe... Und es wäre auch nicht schlimm, wenn ich mir etwas antun würde, vermissen würde mich niemand.


Warum solltest Du nicht nett sein ? Es gibt viele Menschen, die einsam sind, und trotzdem nett, aber es gibt halt vielleicht andere Gründe, warum sie einsam sind. Ich bin glaube ich auch manchmal ganz nett und habe aber auch nicht wirklich Freunde...
Ich glaube schon, dass Du gute Eigenschaften hast, Du schreibst doch hier z.B. total gut verständliche Texte - also kannst Du Dich gut ausdrücken, bist intelligent, kannst gut schreiben, da fängst es doch schon an. Und Du hast bestimmt noch viel mehr gute Eigenschaften, vielleicht bist Du Dir darüber gar nicht bewusst. Ich denke auch manchmal ich kann gar nichts und wäre zu blöd für diese Welt, aber wenn ich dann überlege, kann ich doch einiges. Und genauso ist das sicher auch bei Dir.
Und es würden Dich bestimmt auch Leute vermissen, z.B. die aus Deiner Clique, oder Deine Lehrer, und sicher auch wir hier im Forum, auch wenn wir Dich noch nicht lange kennen.

Liebe Grüße Berliner

#8


S
Zitat:
Aber es macht Dir doch vielleicht zumindest ein bisschen Freude, dich mit Deinem Computer zu beschäftigen oder ? Wenigstens das. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die doch schön sein können - wirklich. Und sei es mal ein Film im Fernsehen oder manchmal reicht ja vielleicht schon ein Vogel, den man beobachtet - klingt jetzt vielleicht komisch, aber es gibt im Laufe eines Tages oft viele kleine - vielleicht klitzekleine - Momente, die das Leben doch zumindest ein bisschen schön machen können. Vielleicht mal spazieren gehen oder Fahrrad fahren ?

Ja, aber das wäre nichts was mich im Ernstfall am Leben halten könnte.

Zitat:
Warum solltest Du nicht nett sein ?

Naja, ich wirke nach außen bestimmt genauso deprimiert wie ich es nach innen bin.

Zitat:
Ich glaube schon, dass Du gute Eigenschaften hast

Die helfen mir aber nicht, wenn ich nie rauskomme um jemanden kenenzulernen.

Zitat:
Und es würden Dich bestimmt auch Leute vermissen, z.B. die aus Deiner Clique, oder Deine Lehrer, und sicher auch wir hier im Forum, auch wenn wir Dich noch nicht lange kennen.

Ja "vermissen" im Sinne von aus Anstand "Och Gott die Arme, der ging's so schlecht und keiner hat was gemerkt" sagen. Oder vor meinem Grab stehen und sich denkend "Ja endlich hab ich die nervige Störerin der letzten Reihe aus meinem überfüllten Klassenzimmer los".

Man ich will einfach nur ganz normal sein.

Sans

#9


B
Du denkst scheinbar sehr negativ über Dich. Vielleicht hat das ja auch was mit Deinen Eltern zu tun, weil sie Dich - wie Du ja sagst - nicht so gut behandeln. Aber sicher bist Du lange nicht so schlimm, wie Du denkst, das geht hier im Forum sicher ganz vielen ganz ähnlich, dass sie sich selbst total unterschätzen, ich auch, da müssen wir lernen umzudenken !

...
Zitat:
Die helfen mir aber nicht, wenn ich nie rauskomme um jemanden kenenzulernen.


Natürlich helfen Dir Deine guten Eigenschaften weiter und es ist doch schön, wenn Du doch wenigsten ab und zu mal was erlebst, was zumindest ein bisschen schön ist.
Du hast doch aber wie Du gesagt hast zumindest in der Schule ein paar Freunde oder Bekanntschaften. Das ist doch schon mal was !
Tja, wie man neue Leute kennenlernen kann, ist jetzt leider auch nicht meine Spezialität, da tue ich mich ja auch sehr schwer, aber da gibt es bestimme Möglichkeiten, und sei es erstmal im Internet. O.K. das ist zwar auch nicht optimal, aber mir tut es im Moment glaube ich ganz gut, dass ich zumindest hier im Internet ein paar Kontakte knüpfen kann.

Es gibt auch Menschen, die haben nicht viele Freunde, aber sind allein zufrieden, beschäftigen sich gern allein.

Zitat:
Naja, ich wirke nach außen bestimmt genauso deprimiert wie ich es nach innen bin.


Vielleicht, vielleicht auch nicht - aber trotzdem kannst Du doch auch nett sein oder positive Eigenschaften haben, vielleicht wirkst Du ja auch gar nicht so, wie Du befürchtest. Ich denke auch oft, ich würde komisch wirken, aber stelle fest, dass mich doch ab und zu Menschen zu mögen scheinen... So ist das sicher auch bei Dir.

Lg Berliner

#10


S
ach man es wird sich nie was ändern

#11


B
Mir ist gerade noch was eingefallen :

Erstens wäre ich mir nicht so sicher, ob Deine Eltern überhaupt etwas erfahren sollten von der Krankenkasse, zu welchem Arzt oder Therapeuten Du gehst. Nagut, könnte sein, dass sie für eine Therapie unterschreiben müssten, ja vermutlich.
Aber, selbst wenn sie es rumerzählen würden (was ja vielleicht noch nicht mal garantiert ist), wäre das nicht vielleicht trotzdem weniger schlimm, als wenn alles so bliebe wie es ist oder Du Dir gar schlimmstenfalls etwas antun würdest ?
Ich denke, es ist zwar blöd, wenn Deine Eltern das herumerzählen, aber vielleicht immernoch besser, als wenn Du weiter so deprimiert bist. Oder was meinst Du ?
Und vielleicht - das weiß ich aber natürlich nicht - würden sie ja auch gar nichts rumerzählen und sich nicht lustig machen, wenn Du ihnen erklärst, wie ernst Deine Lage ist.

Zitat:
ach man es wird sich nie was ändern


Es gibt immer Chancen, manchmal braucht man Geduld, aber ich denke schon, dass es besser werden wird .

#12


S
Zitat:
Aber, selbst wenn sie es rumerzählen würden (was ja vielleicht noch nicht mal garantiert ist), wäre das nicht vielleicht trotzdem weniger schlimm, als wenn alles so bliebe wie es ist oder Du Dir gar schlimmstenfalls etwas antun würdest ?
Ich denke, es ist zwar blöd, wenn Deine Eltern das herumerzählen, aber vielleicht immernoch besser, als wenn Du weiter so deprimiert bist. Oder was meinst Du ?

Ne finde ich nicht. Dann wäre ich wieder "peinlich" und was weiß ich..

#13


B
Das ist wirklich eine blöde Situation mit Deinen Eltern. Vielleicht würden sie ja ganz anders handeln, wenn sie davon wüssten, wie schlecht es Dir geht. Vielleicht würden sie dann ja merken, dass sie sich blöd verhalten. Wie gesagt, vielleicht - ich kenne Deine Eltern ja nicht.

#14


S
Ne des is denen sch-egal wie's mir geht. Genauso wie allen anderen in meinem näheren Umfeld...

#15


B
Naja, ich wünsche Dir, dass wenigstens der Lehrer mal mit Dir redet oder schreibt, falls er es nicht tun sollte, kannst Du es ja auch noch mal bei einem anderen Lehrer probieren.
Im allergrößten Notfall, wenn Dich Deine Eltern wirklich schlecht behandeln bzw. nicht beachten, könntest Du Dich evtl. als Notlösung auch an das Jugendamt wenden. Und falls es ganz schlimm kommen sollte und es Dir ganz schlecht gehen sollte, kannst Du auch jederzeit den Notarzt/die Feuerwehr rufen, immernoch besser, als sich etwas anzutun. Denn Du hast ganz bestimmt die Chance vielleicht in ein paar Jahren oder auch schon eher ein glückliches Leben zu führen, ganz bestimmt hast Du darauf eine Chance. Auch wenn Du Dir das jetzt vielleicht nicht vorstellen kannst.

Lg Berliner

#16


S
Zitat:
Denn Du hast ganz bestimmt die Chance vielleicht in ein paar Jahren oder auch schon eher ein glückliches Leben zu führen, ganz bestimmt hast Du darauf eine Chance. Auch wenn Du Dir das jetzt vielleicht nicht vorstellen kannst.

Dafür muss ich aber was tun. Und das kann ich nicht. Ich kann mit niemanden darüber reden, der vor mir steht. Und ich kann auch von alleine nix ändern.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

B
Zitat:
Ich kann mit niemanden darüber reden, der vor mir steht.


Vielleicht hast Du ja Angst, dass der, der dann da vor dir steht, so reagieren könnte wie Deine Eltern - aber zum Glück machen sich nicht alle Menschen lustig, sondern Du würdest bestimmt auch auf Menschen treffen, die Dich sehr ernst nehmen und Dir wirklich helfen wollen. Insbesondere Psychotherapeuten usw., schließlich ist da ja ihr Job. Aber auch andere nette Leute oder gute Lehrer werden Dich ernst nehmen.
Leute, die sich lustig machen, wissen oft auch selbst nicht weiter und wissen sich nicht anders aus der Situation zu helfen, als Scherze zu machen (vermutlich wie mein Vater ).

#18


S
Zitat:
Vielleicht hast Du ja Angst, dass der, der dann da vor dir steht, so reagieren könnte wie Deine Eltern

Ja, ich hab Angst davor sie könnten anders reagieren als erhofft oder sie könnten sich sowas denken wie böse gesagt: "Die ist doch nicht mehr ganz dicht" oder so.

Vermutlich habt ihr Recht. Ich muss es jemanden erzählen. Das kann ich nicht. Wahrscheinlich verbau ich mir gerade mein ganzes Leben. Naja.

Sans

#19


B
Hallo,

ich hab Dich nicht vergessen... Hat sich denn dieser Lehrer inzwischen schon gemeldet und konntest Du mit ihm reden ?

Lg, Berliner

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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