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Angst vor Veränderung - wie damit umgehen?

Alles verändert sich ständig. Wir verändern uns, indem wir älter werden, indem sich unser Äußeres ändert, in dem unsere Leistungsfähigkeit nachlässt, indem wir neue Interessen und Hobbies entdecken und andere ablegen.

Auch unsere Mitmenschen ändern sich, unsere Lebensbedingungen, die Arbeitswelt, die Technik, mit der wir uns umgeben, das Klima und die Gesetze. Alles ist im Fluss. Ob es uns gefällt oder nicht, das ist so. Wir müssen lernen, mit den Veränderungen umzugehen und Schritt zu halten.

Manche dieser Veränderungen sind vorhersehbar und so können wir uns auf sie einstellen und an sie gewöhnen. Andere Veränderungen kommen relativ überraschend und unerwartet, so dass sie uns unvorbereitet treffen. Wir werden ins kalte Wasser geworfen und müssen schwimmen, wenn wir nicht untergehen wollen.

Veränderungen als solche machen keine Angst.

Wir haben nur dann Angst vor Veränderungen, wenn wir denken, diese nicht bewältigen zu können, wenn wir uns schwach oder hilflos fühlen, uns also nicht zutrauen, mit dem Neuen und Unbekannten umgehen zu können. Schätzen wir unsere Fähigkeiten, mit neuen Situationen umzugehen, als gering ein oder überschätzen die tatsächlichen Gefahren, die auf uns zukommen könnten, dann haben wir Angst vor den Veränderungen.

Strategien, mit der Angst vor Veränderung umzugehen

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie überzeugt wären, dass Sie mit jedem Problem fertig werden können, ja dass Veränderungen auch ihr Gutes haben und Ihr Leben bereichern können? Sie hätten sicher keine Angst vor Veränderungen, richtig?

Wenn wir uns also zu schwach oder überfordert fühlen, mit Neuem umzugehen, dann müssen wir lernen, unser Selbstvertrauen in unsere Fähigkeiten zu stärken. Hier ein paar Tipps, was man gegen die Angst vor Veränderungen tun kann.

Eignen Sie sich zunächst einmal eine generelle positive Haltung gegenüber Problemen an, derart: "Es gibt für fast alles eine Lösung. Wenn ich diese nicht kenne, dann kann ich mich schlau machen. Es gibt für alles Experten. Also frage ich die. Ich muss nicht alles wissen."

Eine Möglichkeit, Ihr Selbstvertrauen zu stärken, ist sich vergangene Erfahrungen bewusst zu machen, bei denen Sie erfolgreich mit einer neuen Situation umgegangen sind. Die gibt es, auch wenn Ihnen spontan keine einfallen. So haben Sie z.B. in Ihrem Leben schon viele Prüfungen erfolgreich hinter sich gebracht. Gehen Sie in Ihrem Leben zurück und überlegen, welche großen und kleinen Probleme Sie bereits gelöst haben, welche Veränderungen in Ihrem Leben Sie gemeistert haben. Machen Sie sich eine Liste. Und seien Sie nicht allzu kritisch mit sich, indem Sie sich einreden, dieses oder jenes sei doch nichts Besonderes gewesen, was Sie da geleistet oder erreicht haben.

Eine andere Möglichkeit ist die, dass Sie einmal nachschauen, bei welchen Veränderungen in Ihrem Leben Sie hinterher besser dastanden, als vorher. Oft ist es nämlich so, dass sich unser Leben zum Besseren gewendet hat, wenn wir gezwungen waren, uns auf eine neue Situation einzustellen.

Es ist doch so, dass wir aus Bequemlichkeit oder Angst nichts an einer Situation ändern, mit der wir nicht hundertprozentig zufrieden sind. Werden wir jedoch vor vollendete Tatsachen gestellt, dann müssen wir handeln und das kommt uns oft zugute.

Schauen Sie also mal nach kleinen oder großen Wendepunkten in Ihrem Leben und überlegen, was Ihnen diese an Vorteilen gebracht haben. Sie werden erkennen: Veränderungen haben meist auch ihre guten Seiten.

Und schließlich ist es ganz wichtig, dass Sie mehr Ihre Gefühle steuern lernen. Wenn Sie sich von Ihren Gefühlen überwältigen und lähmen lassen, weil Sie glauben, keinen Einfluss auf diese zu haben, dann fühlen Sie sich häufig hilflos und das macht Angst. Sie können lernen, Ihre Gefühle zu beeinflussen und diese zu steuern. Schauen Sie sich einmal die Gute Laune Strategien an, mit denen Sie Ihre Gefühle in Sekundenschnelle verändern können.

Dr. Doris Wolf, Dr. Rolf Merkle - Experten für Gefühle und Gefühlsmanagement


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