▷ Psychotherapeuten - Behandlung, Medikamente und Krankenkasse

Psychotherapeuten

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Psychotherapeuten - Behandlung, Medikamente & Kosten

Der Beruf des Psychotherapeuten ist ein oft schwieriger, aber sehr nützlicher Beruf, denn psychologische Beratung wird immer wichtiger, um psychische Probleme in den Griff zu bekommen.

Das liegt nicht nur daran, dass die Behandlungsmethoden der Psychotherapeuten ständig verbessert werden, sondern hat auch damit zu tun, dass die psychologische Beratung aus ihrem Schattendasein herauskommt, welches sie lange Zeit führte, als Psychologen noch als „Seelenklempner“ und psychologische Behandlungen als „Wischiwaschi“ oder „für Verrückte“ abgestempelt wurden.

Unterschied Psychologischer Psychotherapeut und Psychologe

Psychologische Psychotherapeuten sind Diplom Psychologen. Im Anschluss an das Studium wurde noch eine Ausbildung für ein psychotherapeutischen Verfahren erlernt. z. B. der Verhaltenstherapie.

Der Unterschied ist also die weitere Spezialisierung des Psychotherapeuten.

Welche Behandlungsmethoden wendet ein Psychotherapeut an?

Psychotherapie ist nicht gleich Psychotherapie – es gibt verschiedenste Formen.

  • Medikamentöse Therapie mit Antipsychotika oder anderen Medikamenten>
  • Psychosoziale Therapie in Einzel- oder Gruppensitzungen
  • Psychoedukation
  • Kognitive Verhaltenstherapie, oft mit Konfrontationstherapie
  • Gesprächspsychotherapie und Tiefenpsychologie
  • Suchttherapie

Dies sind wohl die wichtigsten Therapien, allerdings gibt es auch noch weitere Therapien, die oft Unterformen darstellen können. Dazu gehören:

  • Familientherapeutische Behandlungen
  • Ergotherapeutische Behandlungen
  • Soziotherapie
  • Soziales Kompetenztraining
  • Metakognitives Training
  • Kunst- oder Tanztherapie

Werden immer Medikamente gegeben?

Keinesfalls werden bei einer Psychotherapie immer Medikamente gegeben. Es gibt psychische Probleme, bei deren Behandlung unterstützend Medikamente gegeben werden sollten, andere wiederum kommen völlig ohne Medikamente aus oder diese würden sich sogar kontraproduktiv auswirken.

» Mehr zu Medikamente in der Psychotherapie

Kosten für eine Sitzung und die Übernahme durch die Krankenkasse

Was kosten die Sitzungen und werden diese von den Krankenkassen übernommen? Wie lange sollte behandelt werden?

Hier kommt es sehr auf die Art der Therapie und das Problem an. Grob lässt sich sagen, dass eine Psychotherapie normalerweise 25 bis 50 Sitzungen umfasst. Eine Sitzung dauert etwa 50 Minuten und kostet ca. 50 bis 150 Euro. Es lässt sich nicht pauschal sagen, wie lange behandelt werden sollte, da die einzelnen Therapieformen tendenziell unterschiedlich viele Sitzungen umfassen.

Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen, wenn die psychische Störung „Krankheitswert“ hat also beispielsweise:

  • Angst- und Panikstörung
  • Depression
  • Essstörung
  • Persönlichkeitsstörung
  • Störung psychosomatischer Natur
  • Abhängigkeit und Sucht
  • Verhaltensstörung
  • Zwangsstörung

Private Krankenkasse (PKV)

Hinweis: Wenn Sie eine Therapie bei einem Psychologen hatten, müssen Sie dies natürlich ebenfalls bei der Gesundheitsprüfung durch die private Krankenversicherung angeben. In der Regel werden Sie dann von der PKV nicht mehr aufgenommen und wenn, dann nur mit einem deutlich höheren monatlichen Grundbetrag.

Durch kassenzugelassene Psychotherapeuten oder Ärzte wird festgestellt, ob und welche Störung vorliegt. Die Krankenkasse bezahlt „wissenschaftlich anerkannte“ Verfahren:

Auf was sollte man achten? Tipps

Zu achten ist vor allem auf das Verhältnis zum Therapeuten. Wenn der Betroffene das Gefühl hat, dass ihm nicht zugehört wird, er nicht ernst genommen wird oder dass er nicht mitreden darf, dann sollte dies dem Therapeuten auf jeden Fall mitgeteilt werden. Sehr wichtig ist, dass sich sowohl Therapeut als auch Patient gemeinsam darum kümmern, Behandlungsziele zu formulieren und regelmäßig zu prüfen, welche Fortschritte erzielt werden.

Eine Psychotherapie sollte dann in Erwägung gezogen werden, wenn die Betroffenen einen Leidensdruck verspüren. Sich einmal beraten zu lassen ist auf keinen Fall verkehrt. Wichtig ist aber, dass sich die Betroffenen darüber im Klaren sind, dass eine Psychotherapie niemals den eigenen Willen, etwas zu verändern, ersetzen kann. Wer seine Situation ändern möchte und bereit ist, gut mitzuarbeiten, hat gute Chancen auf einen Behandlungserfolg.

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