::::::: Angst Panik
Hilfe Forum ::::::::
Soziale Ängste
Soziale Phobie
Redeangst
Angst, zu zittern
Angst vor Ablehnung
Panikstörungen
Panikattacken
Agoraphobie
Video Agoraphobie
Spezifische Phobien
Phobien
Angst vorm Erröten Erythrophobie
Dysmorphophobie
Angst, hässlich zu sein
Höhenangst
Klaustrophobie
Emetophobie
Angst, zu erbrechen
Herzphobie - Herzneurose
Angst Ratgeber Auflage 210.000 Exemplare
Doris Wolf
Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Weitere Angststörungen
Generalisierte Angststörung
Zukunftsangst
Angst vor Krankheiten
Hypochondrie
Angst vor Veränderung
Weitere Themen
Einsamkeit
Psychotherapeuten
Anschriften von Kassenpsychologen
Verhaltenstherapie
Lebenshilfe Lexikon
Surftipps
Impressum
Copyright Haftung
|
Was ist die Angst vor dem Zittern?
Die Angst zu zittern, ist eine Form der sozialen Phobie. Das Zittern bezieht sich in der Hauptsache auf das Händezittern. Wer von der Angst vor dem Zittern betroffen ist, fürchtet sich davor, bei bestimmten Tätigkeiten im Beisein anderer an den Händen zu zittern.
Die Betroffenen haben Angst vorm Zittern, weil sie befürchten, ihr Zittern könnte ihnen als Unsicherheit ausgelegt und sie dafür belächelt und abgelehnt werden. Um sich nicht zu blamieren, meiden sie Situationen, in denen sie unter der Beobachtung anderer etwas essen und trinken oder mit den Händen machen müssen. Dies führt nicht selten zu Isolation und Einsamkeit.
Situationen, in denen die Angst, zu zittern, auftritt
Die Angst zu zittern steht immer in Verbindung mit anderen Menschen. Ob bei Familienfeiern, Festen oder beruflichen Verpflichtungen, die Betroffenen haben immer Angst, zu zittern und sich lächerlich zu machen,
- wenn sie im Mittelpunkt stehen und glauben, beobachtet zu werden,
- wenn sie ein Glas halten und trinken wollen,
- wenn sie in Gesellschaft essen müssen,
- wenn sie etwas schreiben oder unterschreiben sollen,
- wenn sie bezahlen oder Wechselgeld entgegennehmen sollen oder
- wenn sie anderen etwas aushändigen müssen.
Welche Ursachen stecken hinter der Angst, zu zittern?
Das Zittern an Händen und Körper ist eine normale körperliche Reaktion bei freudiger, ärgerlicher oder ängstlicher Erregung. Jeder kennt und weiß das. Wenn wir emotional sehr erregt sind, dann zittern wir.
Das Zittern kann natürlich auch ein Hinweis auf eine Krankheit sein, etwa eine Parkinson-Erkrankung oder eine Überfunktion der Schilddrüse. Wenn Ihr Zittern jedoch nur im Beisein anderer auftritt, d.h. wenn Sie sich beobachtet fühlen, dann ist die Ursache für Ihr Zittern wohl eher seelischer Natur und eine organische Ursache ist ziemlich ausgeschlossen. Im Zweifelsfall suchen Sie einen Neurologen auf.
Das Zittern selbst macht keine Angst. Erst wenn wir das Zittern als furchtbar, als Versagen, als Schwäche oder als peinlich bewerten, bekommen wir Angst vor dem Zittern. D.h. Es sind unsere Gedanken über das Zittern und die möglichen negativen Reaktionen unserer Umwelt, mit denen wir uns in Angst versetzen.
Unsere Angst zu zittern beginnt vielleicht mit einem Erlebnis in der Schulzeit oder Pubertät, das wir als sehr peinlich erlebt haben: Wir sollen z.B. ein Referat in der Schule halten und zittern vor Aufregung. Die Mitschüler oder Lehrer merken, dass wir zittern, unsicher und verängstigt sind und sagen "Du brauchst doch nicht zu zittern".
Wir fühlen uns ertappt, erleben unsere Unsicherheit als Schwäche und haben den Eindruck, uns zu blamieren. Wir ärgern uns über uns selbst, dass wir so unsicher sind und schämen uns. In die nächste ähnliche Situation gehen wir mit ängstlicher Erwartung. Wir stellen uns vor, dass uns dies wieder passiert. Wir verkrampfen uns und die Wahrscheinlichkeit, dass wir erneut zittern und eine aus unserer Sicht so traurige Vorstellung abgeben, ist groß.
Wir beginnen, Situationen, in denen es uns ähnlich ergehen könnte, mehr und mehr zu vermeiden und bauen so eine immer größere Angst vor dem Zittern auf. Und da unsere Hände wichtige Werkzeuge sind, die wir für viele Gelegenheiten brauchen, gibt es natürlich auch viele Situationen im Alltag, in denen wir durch die Angst, zu zittern, behindert sein können.
Neben traumatischen Erlebnissen spielt auch noch eine Rolle, wie sich unsere Eltern uns gegenüber verhalten haben. Wenig emotionale Zuwendung, starke Kontrolle und Überbehütung können eine soziale Angst begünstigen.
Wie die Angst, zu zittern, überwinden?
Das Zittern an Händen und Körper ist eine normale körperliche Reaktion, die dann einsetzt, wenn wir freudig, ärgerlich oder ängstlich erregt sind. Wenn wir emotional erregt sind, dann zittern wir. D.h. wir können uns die Fähigkeit zu zittern, nicht abtrainieren.
In einer Therapie können Sie jedoch lernen, die Angst vor dem Händezittern zu überwinden. Nicht das Zittern ist das Problem, sondern dass Sie dieses für extrem peinlich halten, es als eine Schwäche ansehen und deshalb Angst haben, von Ihren Mitmenschen belächelt und abgelehnt zu werden.
Indem Sie lernen, die Angst vor dem Zittern und vor den möglichen negativen Urteilen Ihrer Umwelt zu überwinden, werden Sie auch weniger oder gar nicht mehr zittern, da Sie durch die Angst und Anspannung erheblich dazu beitragen, dass Sie zittern.
Wenn Sie zu einem verhaltenstherapeutisch orientierten Psychologen gehen, dann lernen Sie sehr wahrscheinlich, Ihre Angst vor dem Zittern dadurch abzubauen, dass Sie lernen,
Ihre Angst vor Ablehnung zu überwinden,
sich weniger Sorgen um Ihr Ansehen zu machen,
das Zittern nicht mehr als Katastrophe anzusehen, sondern nur noch als lästige aber harmlose Erscheinung,
und mit Kritik und Ablehnung umzugehen.
Kurzum: Sie lernen Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Selbstvertrauen zu stärken.
Mit Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und Verhaltensexperimenten lernen Sie, Ihre negativen Gedanken und Phantasien darüber, wie Sie wirken und wie andere reagieren, zu überprüfen und zu korrigieren. Möglicherweise setzt Ihr Therapeut auch Videofeedback ein, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, zu erfahren, wie Sie auf einen Beobachter wirken.
Parallel zur Stärkung Ihres Selbstvertrauens wird Ihr Therapeut Sie auffordern, wieder solche Situationen aufzusuchen, die Sie bislang gemieden haben. Durch diese Konfrontation erleben Sie, dass Ihre übersteigerte Erwartungsangst unbegründet ist und Sie Ihr Sicherheitsverhalten nicht benötigen. Ihr Selbstvertrauen wird dadurch weiter gestärkt.
Möglicherweise empfiehlt er Ihnen auch das Erlernen eines Entspannungsverfahrens wie die Progressive Muskelentspannung. Mit Ihrer Hilfe bekommen Sie Ihre Erwartungsangst und die damit verbundenen körperlichen Symptome besser in den Griff und können so gelassener unter Menschen gehen.
Vielleicht wird Ihr Therapeut Ihnen neben den Einzelsitzungen auch vorschlagen, an einer Gruppentherapie teilzunehmen. Schließlich geht es ja darum, dass Sie lernen, im Beisein anderer Menschen keine Angst vorm Händezittern zu haben, und wo kann man das besser, als in einer Gruppe?
Videoberatung zur Angst, zu zittern
Dieser Videoclip ist Bestandteil einer Videoserie zur Angst vorm Händezittern. Alle Video Clips zu diesem Thema, sowie weitere 150 andere Videos zu Angst und Panik, finden Sie beim Expertenrat Video Ratgeber Portal. Um dieses Video anschauen zu können, benötigen Sie die neuste Version des Flash Players von Macromedia. Hier können Sie diesen kostenlos herunterladen.
|