Erythrophobie - die Angst vor dem Erröten

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Symptome der Erythrophobie

Die Erythrophobie gehört zu den sozialen Ängsten. Betroffene haben Angst vor der Ablehnung, negativen Bewertung oder Demütigung durch andere. Sie sehen im Erröten eine Schwäche und haben Angst, dass andere diese Schwäche erkennen und schlecht über sie denken.

Die Angst vor dem Erröten zeigt sich im Denken, in den Gefühlen, den körperlichen Reaktionen und dem Verhalten.

a) Gedanken
Das Denken kreist um das Erröten,
- ob man rot werden wird
- wie rot man ist
- ob andere es erkennen
- mögliche schlimme Konsequenzen, wenn andere das Erröten wahrnehmen
- dass man nicht rot werden will und darf

b) Gefühle
- Angst
- Unsicherheit
- Scham
- Verzweiflung
- Wut

c) Körperliche Reaktionen
- Anspannung
- schwitzen
- zittern
- erröten
- Harn- oder Stuhldrang
- Herzrasen
- Atemnot

d) Verhalten
- Meidung sozialer Situationen
- Flucht aus sozialen Situationen
- Versuch, das Erröten zu verstecken durch make-up, lange Haare, Schal, Bräune ...
- Versuch, das Erröten zu stoppen durch Eisspray, Kneifen, Willenskraft ...
- Versuch, die Angst durch Alkohol, Drogen oder Psychopharmaka zu dämpfen

Welches sind die häufigsten negativen Folgen einer Erythrophobie?

Wer unter einer Errötungsangst leidet, glaubt meist, in irgendeiner Art gestört zu sein. Er lehnt sich wegen seines Errötens ab und meidet Situationen, in denen es auftreten könnte. Er wählt einen Beruf unter seinem Niveau, verzichtet auf eine Karriere.

Manche Menschen bleiben lieber allein, als zu riskieren, wegen des Errötens abgelehnt zu werden. Sie vernachlässigen ihre Hobbys und Interessen. Aus Angst, zu erröten, verzichten sie auf die Durchsetzung ihrer Wünsche und das Ablehnen unberechtigter Forderungen. Starke Erythrophobie kann dazu führen, dass wir das Haus nicht mehr verlassen und an Selbstmord denken.

Wer mit seiner Errötungsangst seinen Alltag dennoch bewältigt, nutzt häufig Alkohol und Medikamente, um sich zu beruhigen.

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