Häufig gestellte Fragen zur Angst vor dem Rotwerden
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit der Erythrophobie. Diese Seite wird ständig erweitert. Es lohnt also, immer mal wieder vorbeizuschauen.
Wenn Sie einen Psychotherapeuten für die Behandlung einer Erythrophobie suchen, dann finden Sie hier die Namen und Anschriften: kassenzugelassene Psychotherapeuten.
Kann man die Angst vorm Rotwerden ganz überwinden?
Ja, man kann die Angst vor dem Erröten überwinden. Hat man die Angst vor dem Erröten - was ja als Erythrophobie bezeichnet wird - überwunden, dann errötet man sehr viel weniger und wenn man errötet, macht es einem nichts mehr oder kaum etwas aus. Das gelegentliche Erröten selbst kann man nicht verhindern.
Wann sollte eine Angst vorm Rotwerden behandelt werden?
Die meisten von uns kennen von sich, dass sie ab und zu einmal rot werden. Wir sind dann zwar nicht sonderlich davon begeistert, aber nach kurzer Zeit haben wir das Ereignis wieder vergessen und wir können uns den normalen Alltagsthemen widmen. Gans andere ist es bei Menschen mit Erythrophobie.
Wer unter einer Erythrophobie leidet, steht meist unter starkem Leidensdruck und sein Alltag ist erheblich eingeschränkt. Sein Hauptthema ist: "Werde ich in dieser oder jener Situation erröten? Werden es die anderen bemerken? Es wäre furchtbar, wenn sie es bemerken." Soziale Kontakte kommen überhaupt nicht zustande oder werden abgebrochen. Wenn die Sorge um das Erröten einen großen Teil der Aufmerksamkeit und Energie schluckt, man sich immer mehr isoliert oder sogar der ganze Lebenssinn in Frage gestellt ist, dann sollten wir dringend Kontakt zu einem Psychotherapeuten aufnehmen.
Sollte man das Erröten operativ unterbinden lassen?
Im Internet findet wir immer mal wieder Anzeigen von Ärzten, die gegen das Erröten eine Operation anbieten: die sog. endoskopische transthorakale Sympathektomie. Das sympathische Nervensystem, ein Teil unseres vegetativen Nervensystem sendet u.a. Impulse an die Gefäße der peripheren Blutzirkulation unserer Körperoberfläche. Bei der Operation wird der sympathische Grenzstrang durch Hitzeeinwirkung durchtrennt oder durch Klammern abgeklemmt.
Es mag zwar viel einfacher klingen, sich kurz unter das Messer zu legen, als selbst an sich zu arbeiten, aber als Psychotherapeutin kann diese Operation auf keinen Fall empfehlen. Erröten ist eine normale biologische Anpassungsreaktion unseres Körpers, lediglich unsere Angst ist unangemessen. Und zur Überwindung von Angst haben wir viele andere Möglichkeiten.
Ein solcher Eingriff in das sympathische System hat deshalb viele Nebenwirkungen, denn wir greifen nicht ungestraft in ein gut funktionierendes System ein. Da die Ursachen des Errötens nicht beseitigt werden, muss sich der Körper andere Wege suchen, den Temperaturanstieg auszugleichen:
- Es kommt zum sog. Kompensatorischen Schwitzen. Wir schwitzen einfach an anderen Körperstellen.
- Wir bekommen trockene Hände und trockene Augen.
- Die Thermoregulation des Körpers wird verändert.
- Wir bekommen kalte Hände und kalte Füße.
- Manchmal treten Verdauungsprobleme und Potenzprobleme auf.
Bei der Operation kann zudem kein Erfolg garantiert werden, andere Nerven können die Funktion der durchtrennten Nerven übernehmen.
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