Therapie der Angst, hässlich zu sein

angst und panik forum - angst und panik informationen

::::::: Angst Panik
Hilfe Forum
::::::::

Soziale Ängste

Soziale Phobie

Redeangst

Angst, zu zittern

Angst vor Ablehnung

Panikstörungen


Panikattacken

Angst vor Veränderung

Agoraphobie

Video Agoraphobie

Spezifische Phobien

Ratgeber zur Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen

Phobien

Angst vorm Erröten Erythrophobie

Dysmorphophobie
Angst, hässlich zu sein

Höhenangst

Klaustrophobie

Emetophobie
Angst, zu erbrechen

PDF Ratgeber von Dr. Doris Wolf zum Umgang mit der Angst, hässlich zu sein

Ratgeber für Menschen, die Angst, hässlich zu sein

Weitere Angststörungen

Generalisierte Angststörung
Zukunftsangst

Angst vor Krankheiten

Weitere Themen

Einsamkeit

Psychotherapeuten
Anschriften von Kassenpsychologen
Verhaltenstherapie

Lebenshilfe Lexikon

Surftipps

Impressum
Copyright Haftung

DER BESONDERE TIPP FÜR BETROFFENE UND ANGEHÖRIGE

Hören Sie sich die
MP 3 Beiträge zur Angst, hässlich zu sein, an.

Diese Beiträge sind auch als kostenlose Video Clips verfügbar.

Angst, hässlich zu sein Videoclips


Die Behandlung der Angst, hässlich zu sein

Wenn Sie eine Therapie machen, dann empfehle ich Ihnen eine kognitive Verhaltenstherapie. Der erste und wichtigste Schritt ist der, dass Sie akzeptieren, dass die Angst, hässlich zu sein, eine Krankheit ist.

In der Therapie werden Sie und Ihr Therapeut vermutlich in Ihrer Kindheit nach Erlebnissen suchen, die dazu beigetragen haben, dass Sie heute Angst haben, hässlich zu sein und sich einbilden, hässlich zu sein.

Dieses Wissen kann Ihnen helfen, weil Sie vielleicht erkennen, dass es ganz normal und verständlich ist, warum Sie heute so denken und fühlen. Sie können nachvollziehen, warum Sie so sind, wie Sie sind und kommen sich nicht mehr verrückt vor. Dieses Wissen alleine wird Ihnen jedoch nicht helfen.

Die Angst, hässlich zu sein, ist nämlich nur ein Symptom, u.a. Ausdruck einer generellen Selbstunsicherheit, die auf einem geringen Selbstwertgefühl beruht.

Harald und Regina Gasper schreiben in ihrem Buch Herrlich hässlich: Hässlichkeit ist kein isoliertes Thema. Sondern ein Ersatzschauplatz für andere Dinge, die im Leben schieflaufen. Sie weist uns darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Sie ist so etwas wie der Alarmknopf der Seele.

Deshalb lernen Sie in einer Therapie, sich von selbstabwertenden Gedanken und Minderwertigkeitsgefühlen zu befreien. Sie lernen, sich selbst mehr anzunehmen und damit Ihr Selbstvertrauen zu stärken – und das nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. D.h. Ihr Therapeut wird Ihnen vermutlich eine Reihe von Verhaltensübungen mit nach Hause geben, durch die Sie das theoretisch erworbene Wissen im Alltag umsetzen sollen. Das kleine verängstigte und verletzte Kind in Ihnen lernt, erwachsen zu werden, indem es erfährt und spürt, dass es auch dann liebenswert ist, wenn es nicht perfekt ist.

Die wenigsten Menschen entsprechen gängigen Schönheitsidealen und sind weit davon entfernt, perfekt auszusehen. Trotzdem sind die meisten Menschen zufrieden bis hin zu glücklich und zerfleischen sich nicht Tag für Tag wegen ihres Äußeren. In der Therapie lernen Sie, sich die Lebens- und Denkweise von Menschen anzueignen, die trotz ihrer Unvollkommenheit zufrieden sind.

Vermutlich wir Ihr Therapeut mit Ihnen auch über die Bedeutung von Gedanken und deren Einfluss auf Ihr emotionales Befinden sprechen. Ihre Gedanken steuern nämlich Ihre Gefühle. Dieser Zusammenhang zwischen Ihrem Denken und Fühlen hat große Bedeutung für viele Bereiche Ihres Problems. Sie lernen bestimmte negative Denkweisen und deren Einfluss auf Ihr seelisches Befinden kennen, wie etwa das Schwarz-weiß-Denken oder das Katastrophendenken. Und Sie lernen, wie Sie durch ein Umdenken, Ihre Gefühle positiv beeinflussen können.

All dies ist ein langsamer Prozess, der sich über Wochen und Monate hinweg erstrecken wird. Am Ende dieses Wegs, eines Tages in der Zukunft, werden Sie in den Spiegel schauen und Ihnen wird gefallen, was Sie sehen.

Was kann eine Therapie der Angst, hässlich zu sein, behindern oder erschweren?

Vielleicht haben Sie schon einmal über eine Therapie nachgedacht, haben den Gedanken daran aber sofort wieder verworfen, weil Ihnen eine Menge Gründe einfielen, warum das doch nichts bringe. Lassen Sie uns einige dieser Gründe anschauen. Ich nenne sie Stolpersteine.

Stolperstein 1

Wenn wir unter der Angst oder Einbildung, hässlich zu sein, leiden, dann lehnen wir unseren Körper oder Teile davon meist schon viele Jahre ab. Wir hassen unseren Körper und halten uns für hässlich. Die Reaktionen unserer Umwelt erleben wir als Ablehnung und Abscheu. Wir sind deshalb überzeugt, dass mit unserem Urteil über unser Äußeres absolut recht haben. Wir glauben, dass wir nur dann attraktiv und liebenswert seien, wenn wir einen anderen Körper hätten. Nur dann, glauben wir, uns auch selbst annehmen zu können.

Dies ist jedoch ein Irrglauben. Unser Problem ist nicht das Aussehen, sondern die Bewertung unseres Aussehens und diese Bewertung können Sie ändern – jederzeit. Nicht nur die Schönheit liegt nämlich im Auge des Betrachters, auch die Hässlichkeit.

Stolperstein 2

Tamara, eine Klientin, zögerte lange, eine Therapie zu machen. Als Gründe nannte sie:
Ich hatte Angst davor, mich annehmen zu müssen.
Was ist, wenn ich eines Tages in den Spiegel schaue und finde "Du bist ganz okay wie du bist."
Davor hatte ich eine große Angst. Dann bin ich wie andere, vielleicht oberflächlich, vielleicht ein Mobber oder sonst was Schreckliches. Was ist dann von mir noch übrig?

Verständlich, wenn es Ihnen ähnlich geht. Die Angst, gesund zu werden, kann damit zusammenhängen, dass die Dysmorphophobie ja auch eine Art Schutz bietet, Schutz vor Kritik und Konflikten, Schutz davor, sich Problemen stellen zu müssen und zu versagen, usw. Wenn dieser Schutz wegfällt, dann fühlt man sich erst mal hilflos. Wie Sie damit umgehen können, wird sicherlich Bestandteil Ihrer Therapie sein.

Andererseits ist es ganz verständlich, dass Sie sich nur schwer vorstellen können, wie es ist, all Ihre momentanen Ängste und Probleme nicht mehr zu haben. Schließlich nimmt Ihre Selbstablehnung im Moment einen so großen Raum in Ihrem Leben ein, dass da erst mal ein riesiges Vakuum entsteht, ganz viel Freiraum, den es zu füllen gibt. Keine Sorge: Sie werden diesen Freiraum füllen und Sie werden Spaß daran haben. Sie werden sich von einer zentnerschweren Last befreit fühlen und Ihr Leben führen, tun, was Sie vielleicht schon immer tun wollten, sich aber nicht getraut haben. Sie werden es genießen, Sie werden sich genießen, Sie werden das Zusammensein mit anderen Menschen genießen. Sie werden neue Lebensinhalte finden, die für Sie ein Gewinn sind. Sie werden Ihrem alten Leben keine Träne nachweinen.

Stolperstein 3

Vielleicht denken Sie: ich habe kein Vertrauen in Psychologen. Nun, ich weiß nicht, ob Sie schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht haben und deshalb so denken. Wenn dem so ist, geben Sie sich und einem anderen Psychologen eine zweite und wenn nötig dritte Chance. Die Chemie muss stimmen – keine Frage, aber warum sollte der erste der Richtige sein? Wenn Sie noch bei keinem Psychologen waren und so denken, nun, dann gehen Sie mal in sich und schauen, welche Vorurteile Sie haben und ob diese Ihnen helfen. Sie können so weitermachen, sich bemitleiden und ein beschissenes Leben führen oder einen Versuch wagen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Ich hoffe für Sie, dass Sie sich und die Hoffnung auf ein zufriedeneres Leben nicht aufgeben und aktiv werden.

Die Einbildung, hässlich zu sein, ist ebenso behandelbar wie die Angst vor Ablehnung oder die Angst vor dem Erröten.

Sie fühlen sich nicht hässlich, weil Sie es sind, sondern weil Sie denken, es zu sein, weil Sie von sich das Bild eines hässlichen Menschen im Kopf haben. Eine Narbe in Ihrem Gesicht entstellt Sie Ihrer Meinung nach vielleicht, dieselbe Narbe im Gesicht eines Studenten, der einer schlagenden Verbindung angehört, erfüllt den Studenten mit Stolz und steigert seine Selbstachtung.

Sie brauchen keine kosmetische Operation Ihres Gesichtes oder eines anderen Körperteils, um sich attraktiv zu fühlen. Sie brauchen eine kosmetische Operation Ihrer Seele, Ihrer Gedanken und Ihres Selbstbildes. Ihre Seelennarben müssen heilen und dann werden Sie sich mit anderen Augen sehen. Das Gefühl, hässlich zu sein, kann man nicht operieren.

Schauen Sie sich dieses Video an und Sie verstehen, warum Ihre vermeintliche Hässlichkeit
nicht Ihr eigentliches Problem ist.



So wie diese junge Frau sich im Spiegel als dick und mollig sieht, obwohl sie magersüchtig und bis auf die Knochen abgemagert ist, so sehen Sie eine hässliche Person im Spiegel, obwohl Sie ganz normal aussehen oder vielleicht sogar sehr hübsch sind.

© 2008-2011 psychic.de - Behandlung der Dysmorphophobie - Angst, hässlich zu sein