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Häufig gestellte Fragen zur sozialen Phobie
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit der sozialen Phobie.
Wie kann ich als Partner oder Angehöriger helfen?
Wenn Ihr Partner eine soziale Phobie hat, dann können Sie ihn auf jeden Fall unterstützen. Denken Sie daran: eine soziale Phobie ist nicht mit normaler Schüchternheit zu vergleichen. Eine soziale Phobie ist eine Angsterkrankung.
Ermutigen Sie ihn behutsam und mit sanftem Druck zu kleinen Schritten und loben ihn, wenn er sich überwindet, unter Menschen zu gehen und er kleine Fortschritte macht.
Bestärken Sie ihn immer wieder darin, trotz seiner Angst unter Menschen zu gehen.
Erinnern Sie ihn immer wieder daran, dass seine Angst mit Übung abnehmen und durch Meidung zunehmen wird, d.h. fordern Sie ihn immer wieder auf, sich seiner Angst zu stellen.
Laden Sie Gäste ein oder gehen zu Veranstaltungen, wenn Ihnen danach ist. Ihr Partner kann entscheiden, ob er dabei sein möchte. Passen Sie also nicht aus Rücksicht Ihren Lebensstil dem Ihres Partners an und lassen sich nicht einengen. Leben Sie Ihr Leben.
Raten Sie ihm zu einer Therapie, wenn er sich immer mehr zurückzieht und Sie den Eindruck haben, dass er sehr unter seiner Angst leidet
Generell sollten Sie immer bedenken: Eine Hilfe, die die Unselbständigkeit Ihres Partners fördert und verstärkt, ist keine Hilfe - auch wenn es Ihrem Partner durch Ihre Hilfe vielleicht kurzfristig besser geht, weil er nicht mit seiner Angst in Berührung kommt. Langfristig schaden Sie ihm durch Ihre Hilfe, da sich seine Angst immer mehr verstärken und festigen wird.
Wo finde ich eine Selbsthilfegruppe in meiner Nähe?
Ein Verzeichnis von Selbsthilfegruppen finden Sie bei
NAKOS Selbsthilfe, Kontakt- und Informationsstelle
Treffpunkte von Selbsthilfegruppen können Sie auch erfragen über:
Deutsche AngstSelbstHilfe, DASH, Bayerstr. 77, 80335 München, Tel. 089-51555315
Wann ist eine Therapie sinnvoll?
Behandelt werden sollte die soziale Phobie dann,
- wenn der Leidensdruck groß ist,
- wenn wir privat oder beruflich durch die Angst stark eingeschränkt sind
- wenn wir depressiv sind und unsere Stimmung ständig im Keller ist
- wenn wir nur mit Alkohol und Medikamenten unter Menschen gehen können
- wenn wir uns dauerhaft von anderen Menschen zurückziehen und uns isolieren
Auch der Psychotherapie Test kann Ihnen Hinweise geben, ob für Sie eine Therapie sinnvoll und hilfreich wäre.

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