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201613.01




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Hallo Leidensgenossen,

kurz zu meiner Geschichte:
Depressionen, Angstzustände sind leider ein Teil, der meine ganze Familie (Vater, Mutter, Schwester) immer wieder heim sucht. Mal mehr oder weniger schlimm.
Und auch mich hat es jetzt so richtig erwischt.
Nach Jahren der Selbstüberforderung, Körperlich und Seelisch kamen im September 2015 im Urlaub die ersten Angstzustände.
Ich dachte mir, mit ein paar Therapiestunden würde ich das schnell wieder in Griff kriegen.
Leider brach die Krankheit mitte November 2015 dann erst richtig aus. Schlimme Angstzustände und Hoffnungslosigkeit begleiteten jeden einzelnen Tag.
Mein Hausarzt empfahl mir, gleich ganz am Anfang, Citalopram das ich aber mit entsetzen ablehnte. Lieber erst mal etwas Pflanzliches. Johanniskraut.
Ich hatte das Gefühl das es auch etwas geholfen hat aber leider ging es mir dann nach Weihnachten wieder so schlecht, dass ich den nächsten Schritt wagte. Antideprresiva.

Neben einer Gesprächstherapie nehme ich nun seit 13 Tagen Citalopram 10mg.
Ich habe leider schon einige Nebenwirkungen. Benommenheit, Schweißfüße :P, trockene Augen, Müdigkeit, Schwindel.
Was mich am meisten beunruhigt sind die Zustände Nachts. Ich habe zwei kleine Kinder und da muss ich ab und an mal mitten in der Nacht raus. Leider bin ich dazu kaum noch im stande, da mir sofort ganz schwindelig wird oder ich bin völlig neben der Spur und brauche erst mal eine Minute bis ich überhaupt richtig wach bin......
Jetzt muss halt mein Mann raus. Hat sich sowieso lange genug davor gedrückt :P

Ansonsten habe ich schon das Gefühl das es gaaaaaanz langsam besser wird. Die Angst geht nicht mehr so tief. Ich habe große Hoffnung das das Medikament, plus Therapie mir da raus Hilft. Nein, ich bin mir sicher das alles gut wird. Bloß wann, dass ist die große Frage. Also muss ich Geduld haben und werde meine Erfolge und Niederlagen hier fest halten.

Vielleicht habt ihr ja Lust mir eure Erfahrungen hier mit zu teilen.

Viele Liebe Grüße,

Nevergiveup

Auf das Thema antworten


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NRW
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  13.01.2016 13:16  
Hallo :D

erstmal finde ich es gut das du hier schreibst um anderen mitzuteilen wie es dir geht und was du machst damit es dir besser geht. So kann man selber vielleicht auch etwas ausprobieren um mit der Angst besser umzugehen.

Ich selber befinde mich noch nicht in Therapie da ich auf Wartelisten stehe bzw. habe ich einen Antrag gestellt um auch eine Privatpraxis zu besuchen.

Medikamente nehme ich auch nicht. Habe mich bisher gesträubt diese zu nehmen. Zum einen wegen der Abhängigkeit und den Nebenwirkungen. Aber vor allen Dingen das ich der Meinung bin das diese mein Problem nicht lösen. Ich verurteile aber niemanden der Medikamente nimmt, also bitte nicht falsch verstehen. :)

Danke1xDanke




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  13.01.2016 14:06  
Hallo Froggy,

Danke, ich habe hier auch schon sehr viel gelesen und es Hilft mir sehr. Zum einem fühlt man sich nicht so alleine und zum anderen gibt es gute Informationen, auch bezüglich Medikamente.

Dein problem mit der Warteliste auf einen Therapieplatz kenne ich sehr gut. Meine derzeitige Therapeutin ist auch Heilpraktikerin für Psychotherapie. Das heist, ich zahle aus eigener Tasche :stirn und das nun schon seit 3 Monaten. Morgen habe ich endlich einen Beratungs und Vermittlungstermin bei Psychologen die auch über Kasse abrechnen. Aber nach diesem Beratungstermin muss ich dann nochmal ein paar Wochen warten bis ich Vermittelt werde. Eigentlich unzumutbar für die vielen Menschen denen es so schlecht geht.

Medikamente alleine lösen keine Probleme. Da hst du recht. Ohne an sich zu arbeiten wird man diese Krankheit nicht besiegen. Aber in meinem Fall ist es so, das ich so sehr in der Angst gefangen war/bin das ich garnicht mehr realitisch Denken konnte. Somit eine selbstreflektion bzw. ein arbeiten an mir garnicht möglich war. Ausserdem habe ich zwei Kinder die ich versorgen muss. Ich kann mich also auch nicht einfach "krank schreiben lassen".

Darf ich fragen was deine Probleme bzw. Symthome sind?!

Viele Grüße



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NRW
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  13.01.2016 14:12  
Ich leide seit ca. Ende August letzten Jahres an Angst und Panikattaken. Leider habe ich bisher nicht rausgefunden was der Auslöser dafür war bzw. ist.

Von den Symptomen her habe ich Schwindel, Atemnot und seit Heilig Abend kamen noch Kopfschmerzen dazu.

Am Anfang hatte ich auch noch Verspannungen im Gesicht so das ich gedacht habe ich würde mit den Zähnen knirschen. War dann beim Zahnarzt und der hat mir dann Physiotherapie verschrieben. das hat mir auch geholfen so das die Verspannungen weg waren. Wenigstens etwas.

Habe auch seitdem ich das habe mit dem rauchen aufgehört weil ich dachte das kommt davon. Bin also seit 5 Monaten rauchfrei. Das ist das positive was ich daraus ziehen kann





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  13.01.2016 19:45  
So, Tag fast geschafft. Vormittags nur rum gelegen und gelesen und geschrieben. Nachmittag volles Programm mit Kids. Jetzt bin ich erledigt und wundere mich immer wieder wie ich die Tage schaffe.
Heute (wie die letzten Tage) gingen die Gefühle wieder rauf und runter und das in kurzen Abständen. Meine Mutter sagt, das das immer noch an den Tabletten liegen kann. Sich die Gefühle erst einspielen müssen. Ich hoffe so sehr das es bald leichter wird.

Morgen habe ich den Beratungstermin. Da bin ich auch schon sehr nervös, schließlich muss ich mal wieder mein ganzes Leid berichten und das wühlt auf :cry: Ausserdem müssen wir ein ganzes Stück mit den Auto fahren und das kann ich gerade nicht so besonders gut vertragen. Zum Glück begleitet mich meine Mama.

Jetzt muss ich gleich los. Bin noch mit Freundinen verabredet. Habe überhaupt keine Lust. Aber ich werde hin gehen und wenn es mir nicht gut geht einfach schnell wieder nach Hause gehen.

schönen Abend Euch allen


@Froggy
hört sich auch nicht toll an. Eine Therapie würde bestimmt einiges ans Licht bringen.
Ich drücke dir fest die Daumen das du bal einen Therapieplatz bekommst und es dir dann bald besser geht.
Bist du krank geschrieben?



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40764 Langenfeld
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  13.01.2016 19:53  
Hey Never,

begrüße Dich ganz herzlich bei uns.

Letztlich lesen sich Deine Zeilen relativ optimistisch, stabil und klar. Ich stimme Dir zu, wenn garnichts mehr geht, erstmal eine Unterbrechung durch Medis herbei zu führen. Dennoch erübrigt sich dadurch nicht eine ambulante Therapie, die Du ja ebenfalls in Angriff nimmst.

Wünsche Dir erstmal einen schönen Abend mit Deinen Freundinnen und wünsche Dir, das dieser klappt.





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  14.01.2016 09:22  
Guten Morgen,

gestern Abend habe ich dann doch tatsächlich noch einen schönen Abend gehabt :daumen: . Kanns garnicht glauben. Ich haben ein kleines Gläßchen Wein getrunken wir haben uns unterhalten und gelacht. Habe mich fast ganz "normal" gefühlt. Ein kleiner Schritt in ein besseres Leben?!

Die Nacht war auch okay. Zwar Nachts (wie immer) mehrmals wach geworden aber ohne Angst. Auch das morgendliche wach werden mit Angst war heute auch nicht.
Dafür war ich extrem genervt heute morgen. Keine gedult mit den Kindern......was wiederum ein schlechtes Gewissen bei mir hervorruft und das wiederrum die Angst nährt. Blöder Kreislauf. Ausserdem bin ich suuuuper nervös wegen meinem Termin heute Nachmittag.

14 Tag Citalopram:
eigentlich sollte jetzt langsam eine Wirkung eintreten?! Kann nicht wirklich sagen ob sich schon etwas tut. Habe zwar keine sooooo schlimme Angst mehr wie die Wochen vorher aber dafür ständige Gefühlsachterbahn. Bin auch am überlegen ob die 10mg überhaut ausreichen für eine Wirkung. Im Beipackzettel steht Empfohlene Dosis von 20mg?!



@Vergissmeinicht
Danke. Ja, ich versuche positiv zu bleiben. Ich habe durch die Therapie schon viel gelernt und auch durch das es in meiner Familie immer wieder zum Ausbruch dieser Krankheit kommt, weis ich was zu tun ist. Es ist Segen und Fluch zugleich. Ich weis das man es immer wieder schaffen kann. Wie meine Eltern und Schwester es auch geschafft haben.

Viele Grüße



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NRW
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  14.01.2016 09:26  
Ich bin nicht krankgeschrieben. Ich bin (leider) arbeitslose und beziehe Hartz4 worauf ich nicht stolz bin



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40764 Langenfeld
1293
  14.01.2016 11:03  
Hey never,

drück Dir die Daumen für den Termin; gib danach mal Bescheid.





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  14.01.2016 14:24  
Zurück vom Beratungstermin.
Hatte ja soooo Angst das ich bei der Hinfahrt vielleicht zum Hypaventilieren (Hypaventilieren ist der beste Freund meiner Angst, die wechsel sich gerne ab :wink:) beginne oder einfach so schlimme Angst bekomme das ich nicht weiter fahren kann.
Aber nix schlimmes ist passiert. Juhuuuuu :kichern:
Der Beratungstermin war sehr ernüchternd. Empfehlung der Damen dort: eine Tiefentherapie mindestens 2-3 Jahre :shock:
Mein erster Gedanke: Waaaas, bin ich wirklich so krank?! Habe eher mit Kurzzeittherapie oder so was gerechnet. Aber gut! Die Damen meinten, es ist nötig um einen Rückfall zu vermeiden. Aha. Na dann. Ich bin für alles Bereit, hauptsache es wird ein besseres Leben.

Übrigens fanden sie meine Dosierung von 10mg Citalopram viel zu wenig um davon etwas zu spüren. Soll auf 20mg gehen. :?
Dann werde ich das mal machen und schauen was passiert. Morgen fange ich mit 15mg an.....

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