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Ich nehme jetzt seit 10 Tagen Citalopram.
5 Tage 10mg und seit dem 5 Tag 20mg. Es wurde mir von einem Facharzt für Psychiatrie verschrieben. Ich hatte es schon in der Vergangenheit des öfteren genommen.

Heuer dürfte ich es zu schnell abgesetzt haben weshalb ich durch Arbeit und privaten Umstände wieder in reinkam. Meine Beschwerden sind eine Kombination aus Ängsten, Überforderung und Depression.

Im Moment schwanke ich noch sehr mit meinem Empinden. Ein Tag so ein Tag so. Besonders das Aufwachen und den bevorstehende Tag zu meistern kostet mich immer eine Überwindung.

Innere Unruhe habe ich teilweise schon noch sehr, zeigt sich in brennende, kribbelnden Unterarmen. Teilweise Kopfweh, grundlose Nervosität und ich bin zum Teil sehr unkonzentriert und habe so ein leichtes Benommenheitsgefühl. Das ein wenig neben sich stehen hat schon vor der Einnahme von Citalopram begonnen. Soll eine Begleiterscheinung der Depression sein. Ich denke und grüble noch viel und die große Motivation fehlt mir auch noch ein wenig.

Im Moment nehme ich die Citalopram am Morgen ein mit einer halben Bromazepan. Am frühen Abend auch noch mal eine halbe Bromazepan. Zum schlafen soll ich noch Trittico nehmen weil der Schlaf, speziel der Tiefschlaf und die Erholung besser wäre. Hab's mir aber noch nicht getraut zu nehmen.

Ich hoffe sosehr das ich bald über das gröbste hinweg bin habe aber im Gegensatz zu früher eine enorme Erwartungshaltung. Fallweise habe ich ja kurze Momente wo ich das Gefühl habe jetzt stimmt's.

Zu meiner Frage:

1.Nach 5 Tagen 20mg Dosis darf ich mir noch nicht so viel erwarten oder? Geht es in Wellen aufwärts. Wann merkt man die Wirkung richtig?

2.Die teilweise Unkonzentriertheit ist doch sehr störend gerade unter Menschen. Vergeht das wieder hoffentlich, habt da irgendwer Erfahrung damit.

3. Ist man erholter mit Trittico.

LG und danke für eure Antworten.

18.11.2017 11:07 • 27.02.2020 #1


115 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von Natureboy78:
1.Nach 5 Tagen 20mg Dosis darf ich mir noch nicht so viel erwarten oder? Geht es in Wellen aufwärts. Wann merkt man die Wirkung richtig?


Meistens nach 3-4 Wochen.

Zitat von Natureboy78:
3. Ist man erholter mit Trittico.


Das ist ein schlafanstoßendes Antidepressivum. Bei denen ist es am Anfang so, dass man die ersten Tage auch tagsüber benommen und müde ist, aber das gibt sich, wenn sich der Körper daran gewöhnt hat.

18.11.2017 11:41 • x 1 #2



Citalopram - Wann schlägt die Wirkung richtig an?

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Hallo Schlaflose!

Danke für die Antwort. Ich bin nur am Anfang der Tabletten früher als sonst munter geworden bzw. hab oft nicht einschlafen können.

Jetzt schlafe ich durch und Frage mich ob ich Trittico nehmen soll. Es verlängert die Tiefschlafphase sodas sich das vegetative Nervensystem besser erholen kann.

Das mit dem Benommen sein eventuell unter Tage gefällt mir gar nicht. Mein Hauotsymptom im Moment ist eigentlich die zum Teil noch vorhandene Unkonzentriertheit und fehlende Aufmerksamkeit.

Kanntest du diese Symptome auch?

18.11.2017 12:41 • #3


hallo!
ich habe lange die kombi escitalopram und trittico genommen und mir ist es sehr gut damit gegangen.
inzwischen nehme ich nur noch escitalopram.
trittico habe ich immer noch zuhause und nehme es aber nur noch bei bedarf, wenn ich am abend überhaupt nicht zur ruhe komme.
nehme dann aber nur 25 mg, das reicht für eine gute und ruhige nacht. ich bin davon nie benommen oder müde am nächsten tag.
liebe grüße

18.11.2017 14:10 • x 1 #4


Schlaflose
Zitat von Natureboy78:
Das mit dem Benommen sein eventuell unter Tage gefällt mir gar nicht. Mein Hauotsymptom im Moment ist eigentlich die zum Teil noch vorhandene Unkonzentriertheit und fehlende Aufmerksamkeit.

Kanntest du diese Symptome auch?


Nur als Folge von extremer Schlaflosigkeit. Ich muss auch dazu sagen, dass mir Trittico überhaupt nicht geholfen hat. Ich brauche ein stärkeres Mittel (Doxepin) zum Schlafen.

18.11.2017 14:24 • x 1 #5


Ich gehe zwischen 22.00 Uhr und Mitternacht ins Bett und stehe um 7.00 Uhr auf. 1x Pinkeln in der Nacht und das war's. Ich bin im Moment bei allen Medikamenten am Anfang sehr vorsichtig und hole mir immer eine 2/3 Meinung ein. Die Frage stellt sich, wenn ich ein und durchschlafen kann wozu soll ich noch eine weiteres Antidepressivum nehmen. Mittlerweile wird Tritttico nicht mehr als Ad geführt sondern in erster Linie als Schlafmittel.

Wenns aber die Tiefschlafphase erhöht und sich wie gesagt das Nervensystem davon besser erholen kann wäre es doch zu überlegen.

18.11.2017 15:25 • #6


mich lässt trittico auf jeden fall tiefer und ruhiger schlafen. habe ich in der akuten phase dringend gebraucht.
verwende es aber nur noch sehr selten. nebenwirkungen hatte ich gar keine, es wirkt sofort, ohne, dass sich ein spiegel aufbauen muss, zumindest was das schlafen betrifft.

18.11.2017 16:00 • x 1 #7


Na ich werde es nicht nehmen. Ich Schlaf schnell ein und ich wache auch nicht 2-3 Stunden vorm Weckerläuten auf.

Hattet ihr in der Einschleichphase von Citalopram auch schon kurze Phasen auch wenns nur 1-2 Stunden waren wo ihr euch wieder wohl gefühlt habt bzw. Alles wieder relativ normal war?

Bei mir ist es unter sehr unterschiedlich.

Zuerst war der Morgen sehr schwer und dafür der Abend wo Ruhe war und ich auf die Couch kann für mich sehr angenehm. In den letzten Tagen ist der Morgen und unter Tags besser und der Abend eher oft durchwachsen

Jeder Tag ist anders. Ich merke regelrecht wenn die Aufmerksamkeit weniger wird und ich wieder Ruhe brauche.

Nebenwirkungen sind im Moment

teilweise diffuser Kopfschmerz
Am Morgen nach dem Aufwachen Kribbeln oft meine Unterarme
Gaaaaanz leichte Übelkeit, Tagesverfassungsabhängig
Nach Cita Einnahme ein bisschen Gähnen und Müdigkeit
Die Konzentrationsschwächen werden schon besser sind aber je Situation schon noch sehr präsent.
Oft ein wenig so ein "Watte im Kopf Gefühl".

Ich nehme erst den 5 Tag 20mg Citalopram. Geduld zu haben ist eine Kunst.

Lg

18.11.2017 17:37 • #8


Wenn du schlafen kannst würde ich das Trazodon auch weg lassen. Ich hab es 3 Monate genommen(davor Trimipramin) und musste es absetzten weil meine Nasenwege immer kpl. zu waren.
Besser schlafen konnte ich davon nicht ,wie leider unter fast allen getesteten sedierenden AD`s. Habe gestern morgen versucht Citalopram das erste mal zu nehmen, weil mein Arzt meinte ich soll es mal mit einem klassischen SSRI probieren. Gegen Nachmittag tat sich die Hölle auf. Angst und innere Unruhe ohne Ende, diffuser Druck im Kopf und im Nacken. Nur Tavor konnte etwas Linderung schaffen. Also 2-3 Wochen halte ich das nicht aus. Evtl. kommen jetzt auch noch Entzugssymptome vom Trazodon und evtl. Trimipramin dazu. Mein Arzt sagt ich könne locker über 14 Tage in 50mg Schritten absetzen

wirkt Doxepin auch gegen Depressionen und Ängste bei 100-150mg?

18.11.2017 18:27 • x 1 #9


Zitat von Acanthurus:
Nur Tavor konnte etwas Linderung schaffen. Also 2-3 Wochen halte ich das nicht aus. Evtl. kommen jetzt auch noch Entzugssymptome vom Trazodon und evtl. Trimipramin dazu. Mein Arzt sagt ich könne locker über 14 Tage in 50mg Schritten absetzen


Psychiater verschreiben am Anfang zu den Antidepressiva auch ein Benzodiazepine damit die Nebenwirkungen erträglicher sind.

Am Anfang am besten 10mg die ersten 5-10 Tage und dann auf 20mg gehen

Citalopram hatte ich schon Mal in der Vergangenheit und ist gut verträglich. Es wird langsam besser vertrau darauf, aber 2-4 Wochen lest man allgemein das die Wirkung eintritt.

Ich hadere auch jedes Mal aufs neue und kämpfe mich durch.

Alles Gute

18.11.2017 18:48 • #10


Ich weiß nicht, bei hoch dosierten Johanniskraut welches wie SSRI wirkt, hatte ich nach 2,5 Wochen immer noch ähnliche Symptome wie gestern.

18.11.2017 19:51 • x 1 #11


Heute ist mal wieder so ein Tag der zum vergessen ist.
Bin zwar eine schöne Runde alleine spazieren gegangen aber mit der Konzentration ist es heute nicht weit her, kann mich nur schwer Konzentrieren, stehe neben mir. Kann das wirklich alles von den Tabletten kommen bzw. Die das verstärken?

19.11.2017 17:51 • #12


Cathy79
Citalopram wirkt meist erst richtig nach 6 bis 8 Wochen, d.h. ab dann hat man Stabilität. War bei mir auch so. Und ja die Nebenwirkungen am Anfang sind schon recht heftig. Aber das geht vorbei.

19.11.2017 19:11 • x 2 #13


Zitat von Cathy79:
Citalopram wirkt meist erst richtig nach 6 bis 8 Wochen, d.h. ab dann hat man Stabilität. War bei mir auch so. Und ja die Nebenwirkungen am Anfang sind schon recht heftig. Aber das geht vorbei.


Hallo Cathy79.

Danke für deine Nachricht. Ich hatte ja in den letzten Jahren immer wieder kurz Citalopram eingenommen und es auch immer gut vertragen. Ich muss aber sagen, das ich dazumal nicht solange gewartet habe als heuer mit der Einnahme. Ich habe die letzten 4 Monate viel ausprobiert das ich selbst schon ein Buch schreiben könnte. Aber man ist nie so blind als für seine eigene Blindheit.

Ich habe auch von vielen anderen Leidenden erfahren und bestätigt bekommen, das Konzentrationsschwächen, neben sich stehen, Wattegefühl im Kopf, Unkonzentriertheit typische Begleiterscheinungen einer Depression/Erschöpfungsdepression sind. Das Hirn Schützt sich so gegen Überflutung, quasi ist die Festplatte voll.

Zuhause finde ich nur Ruhe unter Tags wenn ich alleine bin. Meine Fachärztin meinte auch das es mir gut täte wenn ich auf REHA gehen würde.

Ich bin Selbstständig und das Arbeiten fällt mir im Moment schon oft schwer.

19.11.2017 19:56 • #14


Cathy79
Schaden kann Reha jedenfalls nicht. Solltest du dir vielleicht mal überlegen.

Ich nehme das Citalopram jetzt schon durchgängig über 5 Jahre und es hilft mir ganz gut. Zwischendurch musste ich mal die Dosis erhöhen aber damit bin ich ganz gut klar gekommen weil ich es ganz langsam gemacht habe.

Gruß

19.11.2017 20:41 • x 1 #15


Hallo was ich noch anfügen möchte.

Ich nehme ja das Citalopram immer am Morgen (20mg seit 8 Tagen) und nach so ca. 2 Stunden passiert es oft das mir leicht diffus schwindelig wird aber nicht so richtig und das auf einmal auch die Aufmerksamkeit nachlässt. Kennt ihr das, ist zwar jetzt nicht sehr unangenehm aber wahrscheinlich auch noch eine Nebenwirkung in der Einschleichphase oder?

20.11.2017 13:55 • #16


Cathy79
Ja das ist noch ne Nebenwirkung, das gibt sich bald.

20.11.2017 18:50 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hattet ihr auch beim Einschleichen Kribbelgefühle bis zu leichtem brennen in den Armen? Bei mir sind das vorwiegend die Unterarme am Morgen die kurz brennen, fühlt sich an wie ein Nervenschmerz geht aber nach dem aufstehen wieder vorbei. Die Hände schlafen mir eigentlich nicht ein beim schlafen.

Ich bin bei Tag 10 mit 20mg Citalopram und heute macht sich auch erstmalig die Übelkeit bemerkbar. Bin späte ins Bett und mir reißt andauernd den Mund auf und muss gähnen.
Wart ihr in der Einschleichphase aufgrund der Nebenwirkungen und wegen dem Allgemeinzustand im Krankenstand oder zuhause bis es besser geworden ist oder habt ihr nebenbei weiterhin gearbeitet.

LG

22.11.2017 12:52 • #18


Hallo Ihr Lieben,

Ich würde vor 9 Tagen auf ein neues AD eingestellt.
Citalopram 20mg.
Das soll ich jetzt für 3 Monate einnehmen und nicht aufdosieren.
Meine Erfahrungen bis jetzt: leichte Abnahme der negativen Gedanken.
Liebe kann ich nachwievor empfinden, eben meiner Familie gegenüber.
Das war aber auch schon vorher so.
Sonst plagen mich ganz viele Zukunftsängste, Todesängste,
Innere Unruhe. Antriebslosigkeit.
Das Alles belastet mich extrem in den Vormittagsstunden, Nachmittag/Abend ist Alles so gut wie weg.
Auch habe ich heute das 1. Mal seit Wochen toll geschlafen.
Hattet Ihr das auch so Ähnlich?
Ab wann war ein durchschlagender Erfolg zu spüren?
Danke für Eure Antworten

23.11.2017 13:30 • x 1 #19


Psychic-Team


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Dr. med. Andreas Schöpf