Gauloise

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Hallo zusammen,


bis Anfang des jahres nahm ich jahrelang escitalopram 10mg, habe dann (weil es mir so gut ging) auf 5mg reduziert - und einen heftigen Absturz erlebt!

Von Januar bis vor drei Wochen nahm ich dann 20mg citalopram, das aber nicht so richtig wirkte. Seit drei Wochen nehme ich jetzt 30mg citalopram, merke aber immer noch keine Besserung!
Liegt das jetzt daran, dass das citalopram grundsâtzlich nicht wirkt oder dauert es einfach noch, bis sich die Steigerung bemerkbar macht?

Ich habe Angst, dass es NICHT wirkt, denn dann muss ich ja WIEDER ein neues AD ausprobieren und es waren schon so viele.....
Oder hängst das damit zusammen, dass ich vorher das escitalopram nahm und jetzt die Rezeptoren irgendwo "immun" sind?

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

LG,
Gauloise

23.03.2010 08:08 • 24.03.2010 #1


6 Antworten ↓


panicchief


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Hallo,

bei mir machten sich Dosissteigerungen eigentlich sofort bemerkbar, noch innerhalb des gleichen Tages oder spätestens am nächsten Tag. Drei Wochen kommen mir schon sehr lang vor.

Wenn Dir das Escitalopram in der Dosierung von 10 mg geholfen hat, warum nimmst Du es nicht einfach wieder? Na ja, es wurde ja aus Citalopram entwickelt und besteht eben ausschließlich aus den aktiven Substanzen des Citalopram, deshab braucht man auch nur die halbe Menge. Von daher müssten 20 mg eigentlich reichen, erst recht dreißig. Vielleicht sind die Nebenwirkungen, die größtenteils durch die inaktiven Anteile ausgelöst werden, der Grund dafür, warum Dir Citalopram weniger gut hilft. Ich habe auch Erfahrungen mit beiden.

Grüße, pc

23.03.2010 09:10 • #2


pimkydeluxe


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Also ich habe in etwa das gleiche Problem. Nehme seit ca. 4 Wochen Citalopram, angefangen mit 5 mg und seit 3 Tagen bis auf 20 mg gesteigert.
Allerdings geht es mir mit den Tabletten deutlich schlechter, ich habe vermehrt Ängste, bin unruhig, sehr gereizt und leide unter starkem Schwindel und Benommenheit. Habe daher auch überlegt mich auf ein anderes AD umstellen zu lassen, da ich befürchte daß es bei mir nicht wirkt.
Ich meine, daß man etwa 2 Wochen Nebenwirkungen hat mag ja sein, aber nach 4 Wochen müßten diese doch langsam mal ein wenig besser werden oder nicht??
Liebe Grüße

23.03.2010 09:17 • #3


Tina H.


[quote="pimkydeluxe"]
Allerdings geht es mir mit den Tabletten deutlich schlechter, ich habe vermehrt Ängste, bin unruhig, sehr gereizt und leide unter starkem Schwindel und Benommenheit. Habe daher auch überlegt mich auf ein anderes AD umstellen zu lassen, da ich befürchte daß es bei mir nicht wirkt.
Ich meine, daß man etwa 2 Wochen Nebenwirkungen hat mag ja sein, aber nach 4 Wochen müßten diese doch langsam mal ein wenig besser werden oder nicht??
Liebe Grüße[/quote]

hi.
ich würde den arzt fragen ob er erfahrungen hat, in welchem zeitraum das med wirken sollte. es gibt auch medis, die u.a. auch erst nach 4wo richtig wirken... es sollte sich einstellen.
und wenn die nebenwirkungen zu unangenehm sind, so dass mann damit nicht leben kann dann das dem arzt auch sagen. nicht lange warten.

MANCHMAL HILFT ES BEIDEN SEITEN MEHR MIT EINANDER ZU REDEN.

23.03.2010 09:38 • #4


pimkydeluxe


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Habe mit meinem Arzt bereits gesprochen und er hat mir für abends zusätzlich Mirtazapin aufgeschrieben, das soll die Nebenwirkungen angeblich ausblenden.
Traue mich allerdings nicht wirklich diese Tabletten zu nemen, da sie zum einen das Gewicht STARK erhöhen sollen und außerdem so müde machen sollen, daß man kaum aus dem Bett kommt. Da ich allerdings alleinerziehend bin und nen 4jährigen Sohn habe, möchte ich nicht Tabletten nehmen die mich so derartig zudröhnen daß ich nichts mehr mitbekomme.
Werde wohl nochmal mit dem Arzt sprechen müssen...

23.03.2010 09:55 • #5


Marsupilami


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Also ihr dürft keine wunder erwarten von den medis! Ich selber nehme seit 4 monaten paroxetin und "besser" ging es mir erst nach ca. 2 monaten!!

Also in 3 wochen sind noch nix, nach meiner erhöhung auf 30mg hat es schon gut 6 wochen gebraucht bis ich eine kleine besserung verspürte, die ersten 3 wochen waren erstmal nebenwirkungen!

Wenn ich dich wäre, würde ich noch 3 wochen warten und vorallem viel ablenken, ich habe festgestellt umsomehr man auf ne "wirkung" wartet umso weniger kam eine!!

P.s: LASS EUCH NICHT IMMER GLEICH JEDES MEDIKAMENT AUFDRÜCKEN UND DAN ZWEIFELN OB IHR DAS NEHMEN SOLLT! Ein richtiger arzt klärt euch über all die nebenwirkungen auf usw... oft liegt es daran das es das falsche medikament ist oder die dosis zu niedrig, da sollte man nicht gleich mit zig neuen ad´s einsteigen! Gibt den medikamenten zeit! 4 wochen sind überhaubt nichts und das da eine erstverschlechterung auftreten kann, ist völlig normal!

Alles gute kata

23.03.2010 16:20 • #6


Gauloise


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Hallo zusammen!

Danke für Eure Erfahrungsberichte.
Ja, das Mirtazapin nahm ich auch einen Woche lang, der Arzt hat es aber gleich abgesetzt, nachdem ich so stark zugenommen hatte.
Ich bin normalgewichtig, war aber früher anorektisch und so frustriert mich eine Gewichtszunahme noch zusâtzlich.
Stattdessen hat er mir das citalopram von 20 auf 30mg erhöht.
Das Mirtazapin wirkte besser - und schneller! Aber alles in allem ist citalopram dann doch die bessere Wahl für mich.

Liebe Kata, Danke für Deine Erfahrungen und Ermutigungen!
Ich dachte wirkich, dass die Medis nicht (mehr) wirken, weil ich ja bereits im Januar angefangen habe, und das sogar im Krankenhaus intravenös! Da wirken 20mg ja viel stärker! Zunächst hat das auch geholfen, aber dann starb meine Zimmernachbarin im Krankenhaus und das hat mich wieder sehr zurückgeworfen.
Mit dem Mirtazapin ging es dann wieder besser, aber ich nahm halt so stark zu.
Udnd jetzt nehme ich seit ca. 3 Wochen die 30mg Citalopram und dachte, dass es - so wie einige das schrieben - innerhalb einiger Tage besser geht!
Aber Dein Bericht macht mir jetzt Mut und sagt mir: Geduld - Geduld - Geduld!
Danke Dir!

LG,
Gauloise

24.03.2010 08:29 • #7



Dr. med. Andreas Schöpf


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