Ursachen von Phobien
Viele Phobien entstehen nach dem Modell der Verhaltenstherapie durch klassische Konditionierung. Nach diesem Modell machen Betroffene eine schmerzliche oder sehr unangenehme Erfahrung und beginnen von diesem Augenblick an, diese Situation mit Gefahr zu verknüpfen. Schon allein der Gedanke an die Situation löst die Angst und unangenehme Gefühle aus. Z.B. ergeht es Betroffenen mit einer Spritzenphobie so.
Außerdem machen Betroffene die Erfahrung, wenn sie nicht in die für sie angstbesetzte Situation gehen oder aus ihr flüchten, wird die Angst abgebaut. Deshalb beginnen sie die für sie unangenehmen Situationen zu meiden. Mit der Zeit kann es passieren, dass sie auch der Ursprungsituation ähnliche Situationen meiden, d.h. die Phobie weitet sich auf andere Situationen oder Objekte aus.
Ängste im allgemeinen und spezifische Pobien können jedoch auch erworben werden, wenn Betroffene etwas lesen, erzählt bekommen oder einen anderen Menschen sehen, der in einer bestimmten Situation Probleme hat, was sie dann auch für ihr Leben als gefährlich ansehen.
Entscheidend ist, dass Betroffene mit der Situation, dem Gegenstand oder Tier eine Gefahr verbinden. Sie haben die Vorstellung, dass sie hilflos sind und ihnen etwas Schlimmes passieren könnte.
Hinter den Phobien können sich jedoch auch private, familiäre oder berufliche Motive verbergen. Die Phobie kann den Betroffenen z.B. darin unterstützen, eine ungeliebte Stelle zu kündigen oder den Partner zu mehr Rücksicht zu bewegen.
Grundsätzlich führen ängstliche Gedanken zu Angst.
Es ist unmöglich Angst zu empfinden, ohne sich ängstliche Gedanken oder Fantasien zu machen. Die ängstlichen Gedanken können unbewusst ablaufen, d.h. man hat den Eindruck, an nichts zu denken. Tatsächlich aber sind immer ängstliche Gedanken bei Phobien oder Angststörungen im Spiel.
Phobien sind heilbar.
Wenden Sie sich an einen erfahrenen Psychotherapeuten und lassen sich helfen. Sie sind weder verrückt noch müssen Sie mit Phobien leben. Es gibt Hilfe. Die Einnahme von Medikamenten ist keine Lösung! Diese lindern bestenfalls die Symptome der Phobien, können diese jedoch nicht heilen.
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