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Hey, meine erste Therapie war vor 20 Jahren, nun wieder akut seit 3 Jahren nach Retraumatisierung bzw. neue Trauma.
@Jaimi84: Gute d.h. treffend richtige Diagnosen...
Ich habe da einige Erfahrungen mit den Eigen-Interessen von Ärzten gemacht. Das sich da jemand wirklich bemüht zu verstehen, ist selten, wohl auch, da diese Leistung nur schwer zu vergüten ist, wer arbeitet schon umsonst und ein Arzt braucht für proffesionelles Arbeiten seine Unbeteiligtheit/Distanz. Hier ist das Gleichgewicht selten gut, aus zu großer Distanz ist eine gute Behandlung selten möglich, ist er zu nah dran, leidet er selbst "mit". Ein Interessenkonflikt besteht da oft auch so:, warum soll ein Arzt einen Patienten wegschicken, wenn er an ihm noch verdienen kann durch ihm mögliche Therapien. Ich habe es gerade wieder erfahren: "Wir bieten diese Therapie aber nicht an", sagte ein Arzt zu mir, nachdem ich Monate bei ihm war um die Beste - richtige Therapieform für mich -nach seiner Meinung- herauszufinden. Er suchte etwas für mich im Angebot des Instituts was passend wäre, nicht was für mich am Besten ist. Therapieende.
Symptome sind wirklich - egal welche Ursache sie haben, denke ich. Für eine sinnvolle Behandlung sollte die Ursache bekannt sein. Wenn einem Arzt keine Behandlung möglich ist, kann er zu dem Schluss kommen, es liegt keine Ursache vor. So erklärt er sich denn sein Scheitern dadurch, das es ein grundloses Symptom ist, also es kein Symptom gibt(welches er behandeln könnte), denn ein Symptom hat laut Definition eine Ursache, in meinem Verständnis. Warum soll er einen Fehler bei sich suchen, wenn der Patient dafür als schwächstes Gl. in der Ereigniskette zur Verfügung steht, ist menschlich denke ich.
Ich war wegen Muskelverspannungen vor 20 Jahren oft beim Arzt. Von da zum Masseur. Meine Angsthaltung(z.B. Eingezogener Kopf wegen zu erwartender Schläge, in auernder Verteidigungsstellung, krumme Haltung...) zusammen mit der sehr schweren Arbeit die ich damals leistete(wegen der Angst und anderen psychischen Belastungen durch dieses System) hatte ich heftige schmerzhafte Muskelverspannungen. Die Mass. half, und ich fühlte mich auch befreiter insgesamt nach der Mass.. Durch die Verspannung, treten dann weitere Schäden auf, die ihre Ursache in der Dauerverspannung haben. 1. Auslöser Psyche - wirkt sich auf Körper aus |- krankhafter Körperzustand wechselwirkt direkt mit Psyche und Körper erneut - psychische wie physische Auswirkungen usw. Bei viel Angst z.B. gebeugt laufen ist so allein nicht schlimm, hieraus wird aber der gesamte Haltungsapparat in Mitleidenschaft gezogen(Wikipedia beschreibt Angstauswirkungen am Beispiel vom Adrenalin - Auswirkungen). Behandelt werden sollte meiner Meinung nach alles gelichzeitig, wenn die Verspannung durch den Masseur weg ist, kann ich besser an der Ursache Angst arbeiten, und eine erneute Verspannung verhindern. Nur Mass. würde bedeuten ich verspanne mich gleich wieder erneut. Nur Psychotherapie würde mich Charakterlich befreien, aber die Körperliche Angsthaltung selbst löst ja auch Angst aus usw.(kann man leicht selbst ausprobieren).
Bei mir am Beispiel der Verspannung ist das körperliche-Symptom{Muskelverhärtung} wohl psychosomatisch mitbedingt und wohl so gesehen eine somatoforme Störung. Daraus mit wurde bei mir dann ein doppelter Bandscheibenvorfall bedingt der operiert wurde(pysikalischer Schaden).
Wäre ich in menschenfreundlicheren Umständen herangewachsen in diesem System, so hätte ich weder so viel Angst haben müssen - die eine Verspannung nach sich zog noch dadurch später operiert werden müssen. Auch eine Verbesserung meiner Lebensumstände nach den ersten Symptomen war nicht finanzierbar in diesem System, eine wirklich die Ursachen betreffende Behandlung hätte seinerzeit eine umfassendere Psychotherapie bedeutet mit einer gleichzeitig weniger den Körper ausbeutenden Arbeit, aber es wäre dann eben nicht so viel Profit möglich gewesen. Ich wurde damals wieder eingeschränkt arbeitsfähig - gesund steht nicht auf dem gelben Schein. Ärzte stellen eine Arbeits(un)fähigkeit fest(Bezug zur Ausbeutbarkeit und Belastung), nicht den Individual-Zustand(was das Leid für den Patienten bedeutet).
Das ist so der Rahmen, den ich erlebt habe, in dem Ärzte funktionieren. So konnte ich denn auch eine sinnlose Operation(hätte das Krankenhaus gut drann verdient - zweite Bandscheiben OP) abwehren, nach der Demontage der Götter in Weiß.
Da ist viel Standesdünkel/Überheblichkeit, immer noch durch die Intransparenzmöglichkeit(sehr schwierig an Befunde und so zu kommen) der Arztarbeit gerade der im psychischen Bereich tätigen Ärzte, zementiert.
30.11.2010 08:00 •
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