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200902.05




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Hallo ihr Lieben,

Hier liest man ja viele negative Gedanken und Ängste, da viele User hier im Forum ihr Herz ausschütten wollen -und das ist ja auch gut so!
Aber ich dachte mir: Berichtet doch einfach mal von euren Erfolgen!
Denn oftmals vergisst man fast, sich selber zu loben und sich mal zu sagen: "Hey, Klasse, was du hier leistest!"

Darum dachte ich mir, ich rücke auch mal eure Erfolge in den Mittelpunkt.
Vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen, etwas positiver an seine Ängste heran zu gehen.


Ich schreib auch meine Erfolge hier auf:
Vorletzte Nacht wurde ich von einer echt heftigen PA geschüttelt.
Ich dachte ehrlich, es geht zu Ende mit mir.
Hab richtig gezittert, das Herz hat gerast, der Kopf schien mir fast platzen zu wollen. Dreimal hatte ich schon das Telefon in der Hand und wollte den Notarzt anrufen.
Dann hab ich mich daran erinnert, hier gelesen zu haben, dass der Körper eine PA nie länger als 30 Minuten lang aufrecht erhalten kann.
Also hab ich mir gesagt: Jetzt zeig ich der PA die Zähne!
Ich bin liegen geblieben und hab es einfach ausgehalten.
Und wirklich -nach 30 Minuten war Alles vorbei.
Seitdem ist meine Angst vor der PA Geschichte.
Ich hab gesehen und erlebt:
Die PA bringt mich nicht um.
Aber sie bringt mich auch nicht weiter.
Sie ist also harmlos und nutzlos.
Das ist auch mein neuer Slogan. Wenn ich eine leise Angst aufkommen spüre, denke ich mir sofort: "Du bist harmlos und nutzlos!"
Und dann geht das schlechte Gefühl sofort wieder weg.
Ich bin sehr stolz auf diesen großen Schritt.
Denn ich hab mich meiner Panik gestellt und sie überwunden.
Das war ein großer Schritt auf meinem Weg zur Heilung.

Das zweite tolle Erlebnis hatte ich heute morgen. Ich übe derzeit regelmäßig die Entspannung durch Selbst-Meditation.
Heute morgen ist es mir zum ersten Mal gelungen, wirklich ganz entspannt zu sein. Ich hab völlig gelassen in mir selbst geruht, hatte keine Ängste und überhaupt keine Gedanken im Kopf. Ich war einfach nur zufrieden. Das ist mir zuvor noch nie gelungen, und ich denke, auch das war ein großer Schritt.

Davon mal ganz abgesehen lebe ich meine Hobbies in letzter Zeit viel bewusster aus, und genieße es einfach, mir Zeit für mich zu nehmen und was zu machen, was mir gefällt. Ich denke, auch das ist wichtig und tut uns gut!


Es ist nicht einfach, mit PAs zu leben, aber es ist machbar.
Man muss keine großen Schritte machen, aber man kann sich über jeden kleinen Schritt freuen, der gelingt.
Wenn ein Schritt mal daneben geht oder man schlechte Tage erlebt -das ist auch in Ordnung und ganz normal.
Man darf nur nie aufhören, sich zu bemühen

Also, her mit euren Erfolgserlebnissen!

Liebe Grüße,
Pilongo

Auf das Thema antworten


  02.05.2009 20:51  
Hallo Pilongo!du weißt,dass ich mich sehr darüber freue.Weiter so



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  02.05.2009 20:56  
es ist toll, dass du der panik die zähne gezeigt hast und sie ausgehalten hast.das macht auch mir mut.danke!



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  02.05.2009 21:01  
auch ich freu mich für dich
weiter so



  03.05.2009 08:03  
Hallo Pilongo


Das hast du klasse gemeistert.
Gratuliere.Ich Freue mich auf weitere Berichte von dir,

LG Suma



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  03.05.2009 09:32  
Das ist super!!



Ich freu mich mit!
Lass uns an deinn Erfolgen weiter teil haben dass macht uns allen Mut.



  04.05.2009 15:12  
Danke für eure aufmunternden Worte, ihr Lieben

Mag sonst keiner von seinem Erfolg erzählen?
Ich wette, hier haben viele auch schon so Einiges erreicht.

Ich selber hatte letzte Nacht wieder einen kleinen Dämpfer. Hab nur ganz schlecht geschlafen und dann auch nur Albträume gehabt. Und die Hälfte der Nacht lag ich mit Stechen in der Brust wach.
Der Auslöser war, denke ich, dass ich beim Abendessen zu Besuch war bei Leuten, die mir irgendwie nicht so gut getan haben.
Die haben dann (wie ältere Leute manchmal sind) davon erzählt, wie sie die Gräber ihrer Eltern fplegen diesen Sommer und eine traurige Geschichte von einer Oma, die Demenz hat, gab es auch.
Das hat mich dann sehr an meinen Papa und sein Grab erinnert -zu dem ich gar keinen Bezug herstellen kann- und an meine Uroma, die am Ende auch ins Heim musste, weil sie dement war.
Als es dann noch los ging vom Nachbarsjungen, der einmal durchgefallen ist und die Gäste meinten, das könne man sich ja gar nicht erlauben, bin ich gegangen. Ich musste selber zweimal wiederholen, aber nicht, weil ich faul war, sondern weil ich operiert wurde und den Stoff nicht mehr aufholen konnte..
So viel Unverständnis für Andere macht mich wahnsinnig.
Wie man Andere einfach so abstempeln kann ist mir unbegreiflich.
Da bin ich vielleicht auch etwas empfindlich, weil es mich selber irgendwie betrifft.. aber das hat mir nicht gut getan.
Daher dann wohl auch wieder die Schmerzen.

Heute hab ich mir dann selber was Gutes getan, mir zum Lernen hier am Schreibtisch einen frischen Flieder gepflückt, der jetzt seinen süßlich-schweren Duft verbreitet und mich ganz glücklich macht, und mich in einer Foto-Community angemeldet, wo ich meine Bilder zeigen kann (Fotografie ist ja eines meiner Hobbies) und auch viel Lob und ganz nette Kommentare bekomme. Balsam für die Seele quasi
Aber braucht man auch mal, das Gefühl, stolz sein zu können!

Bin schon gespannt, was mein Therapeut am Mittwoch sagt, wenn ich ihm erzähle, wie ich meiner PA die Stirn geboten hab.
Letzte Woche hatte ich ja kaum Kraft für irgendwas und hab bestimmt eine Stunde lang nur über meinen Papa geweint in seinem Zimmer.
Ich denke, er freut sich auch ein bisschen, wenn er sieht, dass es mir wieder besser geht


Liebe Grüße an euch und noch einen schönen Abend,
Pilongo



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  04.05.2009 16:01  
Hi

Also als nutzlos würde ich die Angst gar nicht bezeichnen

Immerhin sorgt sie dafür das du aktiv etwas für deine Entspannung tust und es dir dabei gut geht
und sie sorgt dafür das du herrausfindest das du evtl. etwas zu heftig auf Gespräche und Meinungen anderer Menschen reagierst . Ob die nun recht haben oder nicht ist egal aber du erkennst das es dir selbst nichts gutes bringt wenn du dich drüber ärgerst
ausser Ärger natürlich .
Und sie sorgt dafür das du dir einen Flieder auf deinen Tisch stellst und ihn wahrnimmst und dich daran erfreust und und und .......

Angst ist bestimmt nicht nutzlos , im Gegenteil sie nützt dir anscheinend sehr !
Oder hättest du ohne deine Angst erkannt was du erkennst und getan was du tust ?

Vielleicht schaffst du es ja mal dich bei ihr zu bedanken und sie als Freund anzunehmen .
Solange du nicht gut mit dir selbst umgehst wird dich dein Freund Angst immerwieder schütteln und rütteln bis du es tust


lg ZZ



  04.05.2009 16:06  
ZZ.. du bist genial

Klasse gepostet...


LG suma



  04.05.2009 18:41  
@ZZ
Hm.. eine ganz neue Sichtweise.
Und irgendwie ist sie auch echt richtig!
Erst durch die PAs höre ich mehr auf mich selber, merke, was mir gut tut und was nicht, und belohne mich ganz bewusst..
So hab ich das noch nie gesehen.
Aber ist eine sehr positive Einstellung!
Trotzdem, wenn die Panik richtig hochkommt und ich darunter leide, dann ist sie für mich weiterhin harmlos und nutzlos. Das ist mein mentales Stop-Zeichen, damit ich wieder runter komme und mich nicht so arg rein steigere. Das hilft mir trotzdem sehr.
Aber deinen Gedanken finde ich auch sehr schön und ich will versuchen, ihn mehr zu verinnerlichen

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