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201321.01




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Ihr Lieben,

Ihr habt mich hier schon als Worrylein (ohne die 60) gelesen, hatte mich abgemeldet, wollte aber unbedingt noch einmal zurückkommen, um Euch Mut zu machen.

Ihr könnt ja nachlesen, wie verzweifelt schlecht es mir ging. Zuerst - ich bin geheilt, meine Angst ist weg.

Als ich hier schrieb, war ich mitten in einer Hypnotherapie, und dachte, es wirkt nicht. War hoffnungslos und verzweifelt. Aber - ich habe weitergemacht. Wo anfangen?

Also: zunächst glaubt nichts, was Ihr im I-net lest, wenn dort geschrieben steht, daß 2-4 Sitzungen ausreichen. Das ist Augenwischerei und nicht seriös. Man kann einfach bei Angststörungen keine Prognosen treffen, real ist schon eher 10 bis 20 Sitzungen zu veranschlagen. Meine Therapeutin sagte damals schon:"Glauben Sie nicht, daß sie in drei Monaten geheilt sind, bei ihrer Vorgeschichte. Menschen, die alles versucht haben, kommen dann zuletzt zu uns Hypnotherapeuten und hoffen dann auf ein Wunder. Das funktioniert nicht."

Mein Weg durch die Hypnotherapie war oft dornig, wenn es nicht voran ging, so schleppend langsam, daß ich schon mehr als einmal aufgeben wollte...

Aber - nach der 8. Sitzung (Stunde) kam unmerklich immer mehr eine Besserung meines Zustandes hervor. Mehr ein Bauchgefühl. Ich hatte wieder gute Laune, konnte wieder lachen, wurde immer zuversichtlicher, wurde wieder ICH.

Meine Therapeutin ist Allgemeinärztin, die nur noch seit einigen Jahre private Hypnotherapie macht. Sie ist also qualifiziert.

Bevor Fragen kommen, möchte ich meinen Weg, der sicherlich bei anderen Therapeuten anders sein kann, kurz beschreiben.

Es ist eine sog. Autosystemhypnose, man heilt sich quasi mit seinen eigenen Ressourcen selber. Diese Ressourcen werden in der Hypnose "geweckt". Zudem haben wir mit der "Zauberwiesen-Strategie" gearbeitet, ein eigenes, inneres Märchen mit Archetypen, und so die Vergangenheit aufgearbeitet. Bei mir waren es speziell drei sehr große Baustellen. Eine wurde sofort aufgelöst, ich merkte es sofort, es ging mir schlagartig besser. Zu einer anderen "Baustelle" sollte mein Unterbewusstsein die Lösung selber finden. (Dachte noch, was für ein Humbug), aber nach zwei Wochen meldete sich mein "Bauchgefühl" sehr stark, mein UB hatte das Problem erkannt, ich sagte es meiner Therapeutin, und wir lösten es dann auch sogleich auf.

Den durchschlagenden Erfolg brachte dann die letzte Sitzung. Ich war in Tiefentrance, wie vorher noch nicht, kann mich erinnern, daß ich in dieser Sitzung alles mitbekommen habe, wußte aber hinterher nichts mehr. Meine Thera sagte mir nur vorher, daß sie mir ein Märchen, speziell für mich, erzählt.

Es hat dann ein paar Tage gedauert, bis es "gegriffen" hat, und meine Angst weg war. Futsch, weg, einfach so.

Ich fühlte tief in meinem Inneren, daß es nun vorbei ist.

Nur ein kleiner Überblick, wie Hypnothrapie sein kann. Die 13. Sitzung (Stunde) hat dieses bewirkt.

Noch eines - bis die Wirkung der einzelnen Hypnosesitzungen eintritt, kann es verschieden lange dauern. Manchmal habe ich direkt nach der Sitzung eine Erleichterung gespürt, aber es hat auch schon drei Wochen gedauert, bis mein UB "was geregelt hat". Jedenfalls war ich vier Monate in Behandlung, mal mit zwei Stunden in der Woche, mal mit zwei Wochen Pause.

Bezahlt habe ich das Ganze privat. Zum Glück konnte ich es. Aber - ich hätte Haus und Hof verscherbelt, um diese Angst loszuwerden.


Tips gebe ich nicht, wer es bei mir behandelt hat, es soll nicht nach Werbung stinken. Sucht Euch jemanden, der eine medizinische Ausbildung hat, am Besten einen Arzt oder eine Ärztin. Es lohnt sich!

Liebe Grüße,

Worrylein

Auf das Thema antworten


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  21.01.2013 15:49  
Hallo Worrylein, na das sind aber mal sehr gute Neuigkeiten, ich freue mich sehr für dich.

Habe ich dich richtig verstanden Worrylein?

Du sitzt jetzt allein gemütlich und entspannt zuhause an deinem PC, während dein Mann brav täglich ab dem frühen Morgen in mehreren Kilometer Entfernung seiner Arbeit nachgeht? ? Und ohne, dass auf dem Beifahrersitz ein bibberndes und vor Kälte und Angst schlotterndes Worrylein mitfährt?
Und das schon seit längerer Zeit?

Ganz lieben Gruß von der
Krok



  21.01.2013 16:19  
Hallo,
ich habe selbst auch eine Hypnosetherapie gemacht. Medizinische Hypnose. Ich war drei Mal dort. Einmal habe ich den körpereigenen Stoff Cholin gespritzt bekommen, der mir auch sehr geholfen hat.
Leider hat mich diese Therapie fast 300 Euro gekostet. Die Stunde kostet 90 Euro und ich kann es mir nicht leisten, dort noch viel öfter hin zu gehen! Ich habe kleine Besserungen verzeichnet. Aber ich werde ganz bestimmt nicht tausende von Euro ausgeben. Denn ich bin den meisten Leuten hier um eine (traurige) Erfahrung voraus. Ich habe das Ganze schon zum zweiten Mal. Ich litt vor zehn Jahren schon einmal unter sehr schlimmen Panikattacken. Von denen ich mich selbst als geheilt ansah. Ich habe damals NICHTS getan. Ich habe keine Psychopharmaka genommen, ich habe keine Therapie gemacht. Nichts. Es war einfach weg und ich hatte sehr viele Jahre rein gar keine Beschwerden. Ich habe mich gesund und fit gefühlt und keinen Gedanken mehr an die Panikattacken verschwendet.
Leider hat es mich 2010 wieder ereilt und 2011 war es dann ganz schlimm.
Ich wünsche dir von Herzen, dass du wirklich geheilt bist. Aber trotzdem sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass eine Panikstörung eine Krankheit ist, die jederzeit wieder ausbrechen kann. Ich wage gar nicht zu hinterfragen, ob man überhaupt jemals komplett davon geheilt werden kann. Jede Streßsituation birgt für meine Begriffe die Gefahr, dass es wieder kommt.
Aber an sich halte ich auch sehr viel von medizinischer Hypnose. Weit mehr als von anderen Therapien.



  21.01.2013 16:28  
Hallo Aladin,

sicher ist es nicht ausgeschlossen, daß "es" wieder ausbricht, aber meine Thera sagt :"Was weg ist, ist weg." Ich kann nur abwarten, was die Zukunft bringen wird. Aber dann gehe ich wieder zu meiner Therapeutin. Ich bleibe auch so noch ein wenig "am Ball", einmal im Monat, rein zur Prophylaxe, damit sich gar nicht erst wieder so ein "Stau" bilden kann.

Vielleicht ist es bei Dir wiedergekommen, weil die Ursache(n) nicht ab(auf)gelöst wurden?

Und ja, es ist teuer, eine "Luxus-Therapie", und ich finde es, gelinde ausgedrückt, mies, daß die Kassen diese wissenschaftlich anerkannte Therapie nicht bezahlen.

Ich suchte im Sommer schon einen Therapieplatz, war da auch schon zu einer "Systemischen Therapie", auch privat, die nichts bewirkt hat, und habe dann nach sieben Stunden Gelaber abgebrochen. Vielleicht war es mein Glück, daß nichts frei war.

Liebe Grüße

Hallo kroki, immer noch jeden Tag hier? Ja, mir geht es gut.


Übrigens werde ich mich an den Rat meiner Therapeutin halten, und hier nicht zu viel Energie hineinstecken, oft sind es die "Hardcore-Fälle", die hier ständig lesen, und es belastet nur.

Es war auch nur meine Absicht, einen Weg aufzuzeigen, wie es klappen kann.



  21.01.2013 16:40  
Darf ich fragen, ob das auch medizinische Hypnose war und wie viel das bei dir die Stunde gekostet hat?



  21.01.2013 16:57  
Ja, es ist eine "medizinische und psychotherapeutische" Hypnose(Therapie). Der Spaß kostet bei ihr auch 90€ pro Stunde. Vorweg gab es ein sehr ausführliches Beratungsgespräch.

Ich habe oben noch vergessen zu schreiben, daß meine Thera von Patienten erzählt hat, die 40 Stunden gebraucht haben, aber auch von welchen, die mit 5 Stunden durch waren. Sie ist also ehrlich und verspricht keine Wunder. Das finde ich so wichtig und vertraueneinflößend.



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  21.01.2013 17:13  
Ich habe diese Art der Hypnosetherapie im Rahmen meiner Psychotherapie gemacht und das wurde von der Kasse bezahlt, da mein Therapeut eine entsprechende Zusatzausbildung hat. Bei mir hat es allerdings überhaupt nichts gebracht, weil ich schlicht und einfach nicht in den Zustand der Hypnose komme. Nach ca. 15 Sitzungen haben wir es aufgegeben.



  21.01.2013 17:24  
Es gibt durchaus Menschen, die sich nicht hypnotisieren lassen, zwar selten, aber möglich.

Bei mir wurde in der ersten Stunde, gleich nach der Beratung, ein Hypnose-Test gemacht, z. B. ob die Armlevitaion funktioniert, d.h. ob das UB unbewußt von mir selber antwortet, und es hat sofort geklappt.

Bei einem hilft dies, bei einem anderen eben was anderes, muß man eben probieren. Sicher ist Hypnose kein Allheilmittel, wohl auch nicht für jeden geeignet, aber es ist ein MÖGLICHER Weg, diese Angst loszuwerden, ohne sie sich "wegzudressieren", (VH) wie meine Therapeutin meinte. Immer wieder dasselbe machen, bis man am Ende so ausgepowert ist, daß das ganze Leben zum Alptraum wird. Wir möchten ja LEBEN, nicht nur ÜBERleben, und mehr als ÜBERLEBEN ist das Auseinandersetzen und Aushalten mit der ständigen Angst ja nicht. Wer möchte schon sein Leben nur AUSHALTEN? Und diese Hypnose macht es eben leichter. Sicher muß ich nun noch lernen, daß "es" weg ist, sicher beobachte ich mich noch. Das dauert auch eine Weile. Wir "Angstler" sind schließlich Realisten.



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  21.01.2013 18:04  
Worrylein60 hat geschrieben:

Hallo kroki, immer noch jeden Tag hier? Ja, mir geht es gut.


Übrigens werde ich mich an den Rat meiner Therapeutin halten, und hier nicht zu viel Energie hineinstecken, oft sind es die "Hardcore-Fälle", die hier ständig lesen, und es belastet nur.

Es war auch nur meine Absicht, einen Weg aufzuzeigen, wie es klappen kann.


Huhu Worrylein, jaaaa, ich schreibe und lese hier täglich, weil mich die "Hardcore-Fälle nicht triggern, bin ja selber so ein Fall

Dir weiterhin alles alles Gute wünscht dir die
Kroki



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  21.01.2013 18:08  
Hallo,

super, dass dir die Hypnosetherapie so toll geholfen hat. Ich würde das auch gern mal ausprobieren, nur kann ich es mir im Moment leider nicht leisten.

LG boshi

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