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Hi Zusammen,
ich leide an einer Angststörung seid einem halben Jahr.
Nehme seid zwei Wochen Medikamente dagegen und diese helfen mir auch sehr gut.
Soll sie allerdings absetzen,weil in meinem EKG eine Wert erhöht war und jetzt das Medikament wechseln.
Hoffe soo sehr,dass ich es in den Griff bekomme.
Nun liest man hier ja regelmäßig,dass es einige aus der Depression oder Angst herausgeschafft haben,dann Medikamente....aber drei/vier Monate nachdem sie auf Null waren,kam der Hammer zurück.
Hat jemand sein Problem durch Medis in den Griff bekommen und ist mach Absetzen der Medikamete wieder fit und dies auch geblieben?
Habe schon jetzt Angst vorm Absetzen......
Liebe Grüße

30.11.2018 13:33 • 04.12.2018 #1


6 Antworten ↓


Gerd1965
Zitat von Tanja123:
Habe schon jetzt Angst vorm Absetzen.....

Wenn dir Medikamente nach 2 Wochen Einnahme schon so gut helfen, sehe ich dem sehr erfolgsversprechend entgegen, dass es dir ohne Medikamente auch gelingen wird, dein Problem in den Griff zu bekommen.
Unterstützend jedoch würde ich dir auf alle Fälle die Phytotherapie (Apotheke) und eine Psychotherapie empfehlen.
So ganz ohne Unterstützung wird es eventuell doch noch nicht gehen.
Zudem sei auch gesagt, wenn ein Medikamet die QT Zeit im EKG verlängert, kann man eine andere Wirkstoffklasse versuchen. Das wird aber dein behandender Arzt entscheiden.

01.12.2018 08:38 • #2



Dauerhaft geheilt?

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petrus57
Zitat von Gerd1965:
Unterstützend jedoch würde ich dir auf alle Fälle die Phytotherapie (Apotheke)


Moin Gerd

Kennst du da was was wirklich hilft? Mir hat von dem pflanzlichen Zeug noch nichts so richtig was geholfen.

01.12.2018 08:57 • x 1 #3


Gerd1965
Zitat von petrus57:

Moin Gerd

Kennst du da was was wirklich hilft? Mir hat von dem pflanzlichen Zeug noch nichts so richtig was geholfen.

Jede Apotheke hat eine Indikationsliste und hervorragende Infoblätter bereit, gute Apotheken haben ausgebildetes Fachpersonal, die sich damit auskennen.
Ich halte von Homöopathie überhaupt nichts, jedoch von der Phytotherapie sehr viel.
Kenne, unter anderem auch meine Exfrau, die mit Phythotherapie das PMS Syndrom hervorragend im Griff haben. (Frauenmantel, Mönchspfeffer, Johanniskraut Mischung).
Da kann ich sagen, dass das wirklich Wirkung zeigte.
Nur muss man anfangs etwas herum probieren, bis man die richtige Mischung gefunden hat.
Im psychischen Bereich hab ich zwar wenig Ahnung, kann mir aber vorstellen, dass es auch wirksam sein könnte, eventuell auch unterstützend (zur Medikamentenreduzierung).
Edit..
In der Phytotherapie wird auch sehr viel mit Urtinkturen gearbeitet, dh. mit der richtigen Dosis einer Pflanze, was bei Kapseln oder Tees nicht möglich sind, das ist dann natürlich zu schwach.

01.12.2018 09:04 • x 1 #4


Hallo Gerd,
Danke für deinen Beitrag.
Psychotherapie beginnt im April,warte seid einem halben Jahr bereits darauf.
Anfangs hatte ich es mit pflanzlichen Mitteln versucht (Johanniskraut,Lasea,Kavendelölkapseln ect.,was jedoch keine Wirkung zeigte).
Letzter Ausweg jetzt die AD.
Medikamentenwechsel sehr gut,nehme die neuen seid zwei Tagen,keine Nebenwirkungen.
Zum Glück.
Bei mir sind es die Ängste,ja die muss ich in den Griff bekommen.
Habe sie jetzt erst seid Mai mit Panikattacken u vollem Programm mit allen möglichen körperlichen Beschwerden.
Aber seid den Medis nicht mehr so heftig.

02.12.2018 20:44 • #5


Zitat von Tanja123:
Hat jemand sein Problem durch Medis in den Griff bekommen und ist mach Absetzen der Medikamete wieder fit und dies auch geblieben?

Wer sich für ADs entscheidet, muss diese mindestens über einen Zeitraum von 6-9 Monaten, nachdem sie ihre positive Wirkung entfaltet haben, nehmen. In der Regel peilt der Arzt ein ganzes Jahr an.

ADs lösen deine Probleme in dem Sinne nicht. Sie dämpfen dein überreaktives Nervensystem, lassen dich schneller zur Ruhe kommen und verhindern, dass dein Körper unkontrolliert aus dem Nichts von 0 auf 180 fährt. Erst die Psychotherapie gibt dir Strategien an die Hand, mit Stressoren angemessen umzugehen, so dass sie dich nicht mehr körperlich in der Stärke belasten.

Deine Frage oben lässt sich so nicht beantworten, da man psychische Erkrankungen weiterhin versucht zu entschlüsseln. Gründe sind extrem vielfältig, dennoch scheint man sich mehr und mehr einig darüber zu sein, dass psychosozialer Stress zu einer Verkettung von chemischen Eigenschaften führen können, die Entzündungen im Gehirn verursachen und damit den Nährboden für die Entstehung von psychischen Erkrankungen bilden. Folge ist, dass aufgrund struktureller Veränderungen im Gehirn Botenstoffe nicht mehr da wirken können wo sie sollten. Man hat aber auch erkannt, dass man diesem Prozess entgegenwirken kann. Da setzen dann eben ADs an. Das bedeutet allerdings auch nicht, dass man dann ab einem gewissen Zeitpunkt als vollständig geheilt gilt, sondern, dass nach einer erfolgreichen Behandlung im günsigsten Fall eine nahezu beschwerdefreie Zeit einsetzt. Wie lange diese anhält ist individuell abhängig. Ein Rückfall kann beim heutigen Wissensstand nie ausgeschlossen werden.

04.12.2018 12:08 • x 2 #6


Danke Kruemelchen für deine ausführliche Antwort.

04.12.2018 14:26 • #7




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