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201704.01




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Sachsen
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1, 2  »
Hallo liebes Forum, ich hab es nun geschafft zum Arzt zu gehen also zum Psychiater. Die meinte das es bei mir zu Reizüberflutung kommt und ich deswegen manchmal so überrumpelt bin. Deswegen bot sie mir an langsam mit escitalopram anzufangen 2 Tage ein Tropfen mehr bis ich bei 5 Tropfen bin. Nun hab ich dummkopf mich natürlich schlau machen wollen und nur schlechtes gefunden. Von wegen das es anfangs verstärkt zu Suizid Gedanken und sowas kommen kann. Aber das ist genau das Gegenteil was ich will. Ich habe ja jetzt schon richtig Angst das solche Gedanken mal bei mir vortreten. (Also ich habe keine, sondern hab nur Angst das sowas bei mir kommen kann.) Nun weiß ich auch nicht Kopfschmerzen und solche Zeug sind mir egal aber ich möchte nicht solche Gedanken bekommen ... hat damit jetzt jemand Erfahrung gemacht ?

Lg Chris
(Genieß das Leben ständig denn du bist länger Tod als lebendig)

Auf das Thema antworten


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  04.01.2017 12:12  
Jedes Medikament wirkt anders bei jedem, da hilft wirklich nur ausprobieren.
Was die schlechten Rezensionen zu dem Medikament angeht, denke ich dass
es so viele sind, weil es eben auch viele nehmen. Es soll ja eines der
verträglichsten und erprobtesten seiner Art sein. Je mehr es jedoch nehmen,
desto mehr Leute schreiben über schlechte Vertäglichkeiten, die guten sind
in der Minderzahl, weil die meisten einfach nichts darüber schreiben, weil
es eben nichts zu schreiben darüber gibt. Bei dieser niedrigen Dosierung
kann auch nichts passieren wenn man es wieder absetzt, also was hat man
dann zu verlieren. Selbst nehme ich auch diese sehr geringe Dosierung und
sie hilft mir wunderbar, es geht mir wesentlich besser seit ich Escitalopram
nehme. Keine anderen Methoden haben ein so gutes Ergebnis erzielen können.
Bin viel entspannter und vor allem sind meine Dauerkopfschmerzen dadurch
weg, hatte davor sogar nur zu Hause wegen jeder Kleinigkeit Kopfschmerzen.
Den Entspannungseffekt hätte ich auch nicht durch zehn Jahre Yoga oder
Meditation erzielt am Stück. Du siehst es geht kann in niedriger Dosierung
auch sehr gut gehen. Man muss es aber halt ausprobieren.

Danke1xDanke


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  04.01.2017 12:17  
Ich nehme 10 mg und mir geht es recht gut. Hab von dem Medikament nur Pinkelprobleme. Die Libido ist auch nicht geschossen, sondern besser als vorher.

Danke1xDanke


  04.01.2017 12:34  
Also ich nehme dass Escitalopram ja noch nicht so lange und bin noch in der Einschleichphase. Bei 5mg merkte ich nichts von Nebenwirkungen, auch bei jetzt 10 mg, im Gegenteil, meine innere Unruhe ist so gut wie verschwunden, meine Stimmung hat sich sogar gehoben, obwohl viele schreiben, dass es ein paar Wochen dauern kann, bis es richtig wirkt. Letzens hab ich mich ertappt, wie ich bei der Hausarbeit gesummt habe, dass ist mir lange nicht mehr passiert.
Ich bin zur Zeit allerdings etwas müde, dass kann aber auch am Betablocker liegen, mit dem ich zeitgleich angefangen habe.
Nach dem HA sollte ich 20 mg Escitalopram täglich nehmen, aber wenn mir 10 mg reichen, werde ich wohl dabei bleiben, steigern kann man ja immer noch nach Bedarf.
Obs jetzt am Escitalopram liegt oder an den Betablockern, keine Ahnung, seit Einnahme der Medis hatte ich bisher keine einzige Migräneattacke.

LG Angor

Danke1xDanke


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  04.01.2017 12:36  
Angor hat geschrieben:
Obs jetzt am Escitalopram liegt oder an den Betablockern, keine Ahnung, seit Einnahme der Medis hatte ich bisher keine einzige Migräneattacke.


Geht mir auch so, seit dem ich es nehme, sind nun 3 Monate, hatte ich auch keine meiner Migräneattacken mehr während der Periode und die kamen bis dahin immer
pünktlich am zweiten Tag, konnte schon die Uhr danach stellen. Müdigkeit ist bei mir überhaupt nicht davon, eher das Gegenteil. Nehme sie auch morgens.
Freut mich dass Du bei Hausarbeit wieder summen konntest! :daumen:

Danke2xDanke




40
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Sachsen
6
  04.01.2017 14:26  
Also erstmal vielen Dank für die guten Berichte. Ich werde es morgen einfach mal versuchen. Ihr habt da echt recht. Was soll denn passieren lebe ja noch zuhause mit meine 20 Jahren und hoffe auf baldige Besserung. Damals hatte ich ja Panik vor Krankheiten das hab ich durch Therapie nicht mehr (zum Glück) jetzt möchte ich nur die innere Unruhe und die Angst vor der Angst beseitigen damit ich endlich wieder Spaß habe und nicht nur grübel :)
Ich geh die Woche auch nochmal zum Heilpraktiker da war ich als Kind wegen Ängste der gab mir Sachen die meinem Körper fehlten und das half mir :)

Danke nochmal an alle, seid echt tolle Menschen :)

Danke2xDanke


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  04.01.2017 14:47  
Lunix96 hat geschrieben:
Danke nochmal an alle, seid echt tolle Menschen


Bist Du aber auch!

Danke1xDanke




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Sachsen
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  04.01.2017 15:08  
Blackstar hat geschrieben:
Lunix96 hat geschrieben:
Danke nochmal an alle, seid echt tolle Menschen


Bist Du aber auch!

Danke :)

Danke1xDanke


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  05.01.2017 01:41  
Hallo Lunix96!

Erstmals tolle Sache, dass du beim Psychiater warst, denn viele brauchen auch viel Energie und Mut einen Arzt aufzusuchen.
Was die Suizid Gedanken des Escitaloprams anbelangt: Oft ist es so, dass stark depressive Personen, die Suizid Gedanken haben, selbst nicht die Kraft haben, um ihre Gedanken in Realität umzusetzen (Gott sei dank).
Nun beruht die Wirkung der Antidepressiva auf 2 Säulen: zum einen wirken sie antriebssteigernd, zum anderen wirken sie stimmungsaufhellend.
Das tückische daran ist, dass die antriebssteigernde Wirkung ziemlich bald nach den ersten paar Einnahmen auftritt, während die Stimmungsaufhellung ein ganzes Weilchen auf sich warten lässt... bis zu drei Wochen.
Jetzt kann man sich denken, dass jemand, der Suizid Gedanken hat und dann ein Antidepressivum bekommt, circa. 3 Wochen warten muss, bis die Stimmungsaufhellung kommt... jedoch tritt die Antriebssteigerung ziemlich bald ein, weshalb es dann dazu kommen kann, dass der Patient der unter Suizid Gedanken leidet, durch die Antriebssteigerung genug Kraft für sein Vorhaben aufbringen kann.....
Du bist ja in Hand einer Psychiaterin, hast, wie du ja selbst es erkannt hast, keine Suizid Gedanken, sondern "nur" Angst vor diesen Gedanken, schleichst das Medikament ein, noch dazu ein sehr gut verträgliches Antidepressivum.....
In diesem Sinne, vertraue deiner Ärztin....
Wünsche dir alles Gute!

Liebe Grüße
Salvat

Danke1xDanke


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  05.01.2017 10:14  
Salvat hat geschrieben:
Was die Suizid Gedanken des Escitaloprams anbelangt: Oft ist es so, dass stark depressive Personen, die Suizid Gedanken haben, selbst nicht die Kraft haben, um ihre Gedanken in Realität umzusetzen (Gott sei dank).
Nun beruht die Wirkung der Antidepressiva auf 2 Säulen: zum einen wirken sie antriebssteigernd, zum anderen wirken sie stimmungsaufhellend.
Das tückische daran ist, dass die antriebssteigernde Wirkung ziemlich bald nach den ersten paar Einnahmen auftritt, während die Stimmungsaufhellung ein ganzes Weilchen auf sich warten lässt... bis zu drei Wochen.
Jetzt kann man sich denken, dass jemand, der Suizid Gedanken hat und dann ein Antidepressivum bekommt, circa. 3 Wochen warten muss, bis die Stimmungsaufhellung kommt... jedoch tritt die Antriebssteigerung ziemlich bald ein, weshalb es dann dazu kommen kann, dass der Patient der unter Suizid Gedanken leidet, durch die Antriebssteigerung genug Kraft für sein Vorhaben aufbringen kann.....


Genau das ist damit gemeint, dass das in den Beipackzetteln von Antipdressiva steht. Die Mittel sind ja in erster Linie für Depressionen gedacht und nur in zweiter Linie für Angststörungen. Jemand, der eine Angststörung hat, hat ja im Grunde Angst vor dem Tod und würde sich somit nichts antun.

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