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L
Hallo zusammen,
ich habe mich hier ganz neu angemeldet und hoffe auf einige Erfahrungen.

Seit Mitte September sind meine Panikattacken und Ängste zurück.
Das ganze fing vor ca 12 Jahren an. Mit einer Therapie und Trimipramin als Notfallmedikament kam ich sehr gut zurecht.
In den letzten Jahren konnte ich mein Leben völlig normal leben.
Nun ging es wieder los.
Ich war nach ca zwei Wochen bei meinem Hausarzt, weil ich merkte, dass es diesmal anders war.
Mir wurde Escitalopram und Trimipramin verschrieben. Ich sollte von Escitalopram 10 mg nehmen.
Das habe ich getan und hatte heftigste Nebenwirkungen. Ich musste mich mehrfach übergeben, habe den ganzen Tag über gezittert, konnte nicht stillsitzen und hatte ständig das Gefühl umzukippen. Am späten Nachmittag musste ich ins Krankenhaus weil ich einfach nicht mehr klar kam. Wie auf Dro.. Dort habe ich Tavor bekommen und konnte daheim dann endlich schlafen.
Eine Woche später habe ich mit 5 mg Escitalopram angefangen und habe das ganz gut vertragen.
Nun soll ich wieder auf 10 mg hoch. Habe aber angst davor, dass es morgen dann wieder so abgeht wie vor drei Wochen
Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht oder kann etwas zum einschleichen berichten?
Vielen lieben Dank vorab.

08.11.2021 22:04 • 16.05.2024 #1


20 Antworten ↓


Angor
Sollst Du das Trimiprarin auch noch zusätzlich nehmen?

Zwischen Trimiprarin und Escitalopram besteht eine Wechselwirkung. Die heftigen Nebenwirkungen werden wohl darauf zurückzuführen sein, besonders weil so wie ich das richtig verstehe Du zuerst sofort 10mg Escitalopram genommen hast ohne einzuschleichen

Die Symtome der Wechselwirkung zwischen den beiden Medis können sein:
Schläfrigkeit, Schwindel, Ohnmachtsanfälle, übermäßiges Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Sehstörungen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Probleme beim Wasserlassen, Herzrasen, Verwirrtheit, Zittern, krampfartige Muskelzuckungen, Unruhe, Krampfanfälle oder starke Erhöhung der Körpertemperatur.

Ich selber nehme schon fast 3 Jahre Escitalopram 10 mg und vertrage es sehr gut und es hilft.
Ich würde den Arzt wegen der heftigen Symptome der Wechselwirkung noch mal darauf ansprechen.

LG Angor

08.11.2021 22:21 • #2


A


Escitalopram Dosierung erhöhen - Angst

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P
Mit 5mg sind wahrscheinlich schon deutlich mehr als die Hälfte der Serotoninrezeptoren belegt. Bei 10mg sind es vermutlich ganz grob gepeilt an die 65 bis 80%. Eine Steigerung von 5 auf 10 ist also deutlich weniger krass als von 0 auf 5 und erst recht von 0 auf 10.

08.11.2021 22:30 • #3


L
@Angor
Das Trimipramin soll ich nur als Notfall nehmen. Also wenn eine Attacke kommt und ich merke, dass ich es alleine nicht schaffe da raus zu kommen. Und nur 5 mg. Musste ich bisher 2 x so machen aber da hatte ich die 5 mg Escitalopram noch nicht genommen.

@pauline
Ok das beruhigt mich etwas. Ich habe da nach dem Erlebnis echt Respekt davor. Bei den 5 mg hatte ich die ersten Tage nur leichte Übelkeit und absolut keinen Hunger und etwas müde, aber sonst war es ok.

09.11.2021 09:01 • #4


E

16.05.2024 10:52 • #5


Z
@EmmaWaber
Hallo Emma,

ohne ärztliche Absprache mal locker das Doppelte zu nehmen, kann zu solchen Krisenzuständen führen. Bitte kläre jede einzelne Änderung ärztlich ab.

Ich bin keine Ärztin und finde es daher schwierig, hier es jetzt was anderes zu sagen als Besprich es ärztlich, statt weiter munter rumzuexperimentieren.

Wäre ich in der Situation, würde ich konstant bei den 15mg bleiben und keine Experimente mehr machen. Und wenn es nach 2 Wochen immer noch so schlimm ist, nochmal beim Arzt anrufen.

16.05.2024 10:56 • x 3 #6


Krylla
@lunarockt
Wenn du Angst vor einer schnellen Steigerung hast, dann kannst du deinen Arzt natürlich auch nach Escitalopram in Tropfenform fragen.
Das kann du dann Milligramm für Milligramm erhöhen, anders als bei Tabletten.

Ich habe Escitalopram von Tag 1 bis zum Absetzen nur in Tropfenform genommen.

16.05.2024 16:50 • x 1 #7


T
@EmmaWaber
30mg sind zu viel. Die Höchstdosis von Escitalopram liegt bei 20mg.
Dieses hin und her mit der Dosis bringt deinen Körper völlig durcheinander, da ist es nachvollziehbar, dass es dir wieder schlechter geht.
Wenn du jetzt wieder durchgehend die 15mg nimmst, sollte es etwa 4-6 Wochen dauern, bis es wieder besser ist. Wie beim Einschleichen halt.

Und in Zukunft bitte nicht mehr selbst experimentieren.

16.05.2024 18:27 • x 1 #8


E
Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Das finde ich große Klasse, da es nicht selbstverständlich ist dass man eine Rückmeldung bekommt. Ich habe noch eine Frage, ich spüre gerade eben absolut keine Wirkung, nur Nebenwirkungen. Ist dies darauf zurückzuführen, dass ich erst wieder die 4-6 Wochen benötige oder ist es dann vielleicht doch zu niedrig dosiert.

Stimmt denn mein Verdacht, dass der Körper sich relativ schnell an die 15 mg eingestellt hat und dann immer mehr und mehr braucht. Also nach circa 3 Monaten eine höhere Dosis braucht, wie ist denn da eure Erfahrung?

16.05.2024 18:35 • #9


T
@EmmaWaber
Ja, das mit den Nebenwirkungen kann bei jeder Dosisanpassung, egal ob nach oben oder unten, jeweils bis zu 6-8 Wochen andauern.

Eine Gewöhnung gibt es meiner Erfahrung nach nicht bei Escitalopram, also so, dass man immer weiter erhöhen muss.

Bei mir zum Beispiel schlagen SSRI ( wo Escitalopram zugehört) als Monotherapie nicht an, egal wie hoch die Dosis ist. Evtl solltest du da mal mit deinem Arzt drüber reden, ob ein Wechsel oder eine Kombination sinnvoll wäre.

16.05.2024 18:47 • #10


FrancesTheMute
Ich bin von 5 auf 10 und dann auf 20. Mir ging es jeweils erst mal besser und dann wieder schlechter. Ich nehme es aber erst 2 1/2 Monate... Vielleicht muss ich mwhr Geduld haben. Mein Psychiater meint eventuell Duloxetin als Ergänzung, aber da bin ich vorsichtig.

16.05.2024 18:58 • #11


T
@FrancesTheMute
Da wäre ich aber vorsichtig, da Duloxetin auch auf Serotonin wirkt. Dann lieber wechseln.

16.05.2024 19:01 • x 1 #12


Emmy1
@lunarockt
Hallo meine Erfahrungen mit 10 anzufangen ist zu hoch.
Und jetzt nach nur 3 Wochen wieder auf 10 gehen ist auch zi schnell. Würde noch mindestens 4 bis 6 Wochen mit der Erhöhung warten.

16.05.2024 19:10 • #13


FrancesTheMute
@TheCrazyTeam
Auf Duloxetin wechseln? Mal sehen was er vorschlägt.

16.05.2024 19:12 • #14


Sun2009
Mir geht's auch nicht gut mit 12 mg Tropfen Escitalopram. Dosiere morgen mal einen Tropfen runter. Nehme die jetzt mit 12 mg seit 9 Wochen aber meine Unruhe wird immer schlimmer

16.05.2024 19:16 • #15


T
@FrancesTheMute
Ja, eher dazu wechseln als damit kombinieren.
Nimmst du außer dem Escitalopram denn noch was? Wegen welcher Symptome möchte dein Arzt denn noch etwas kombinieren?

16.05.2024 19:19 • x 1 #16


T
@FrancesTheMute
Achso, und 2,5 Monate ist auch noch nicht lange, wenn du in der Zeit bereits 2x erhöht hast. Man soll eigentlich nach jeder Erhöhung 6-8 Wochen mindestens abwarten

16.05.2024 19:21 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

FrancesTheMute
@TheCrazyTeam
Trittico retard 100mg vorm Schlafen und im Notfall Alprazolam.

Habe eine Angststörung und die körperlichen Symptome inklusive Gedankenkarussell sind wieder voll im Anmarsch. Letzte Dosiserhöhung liegt ca. 4 Wochen zurück.

16.05.2024 19:23 • #18


rednaxela
Zitat von TheCrazyTeam:
@FrancesTheMute Da wäre ich aber vorsichtig, da Duloxetin auch auf Serotonin wirkt. Dann lieber wechseln.

Sollte der verschreibende Psychiater aber im Hinterkopf haben. Ansprechen kann man sowas, klar, würde da aber auf das Urteil vom Arzt vertrauen.
Habe auch schon Medikamente mit Wechselwirkungen genommen, extra vom Arzt so angeordnet und super vertragen. Waren allerdings nicht beides welche, die aufs Serotonin gehen.

16.05.2024 19:27 • #19


T
@rednaxela
Deswegen schrieb ich ja auch, dass ich da vorsichtig wäre, es kommt auch sicher auf die jeweiligen Dosierungen an.

Es gibt leider Ärzte die nicht darauf achten und auch die Patienten nicht darauf hinweisen, dass es Wechselwirkungen geben KÖNNTE.

16.05.2024 19:57 • x 1 #20


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Dr. med. Andreas Schöpf