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 Betreff des Beitrags: Angst zu Sterben...:(
BeitragVerfasst: 21.Nov.2009, 09:51 
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Registriert: 11.Dez.2008, 02:53
Beiträge: 99
Hey an alle,

Ich hab jetzt seit ca 8 wochen eine Phase wo ich einfach nur noch durchhänge ich liege im Bett und kann und will mich einfach nicht aufrichten ich sehe keinen grund zum aufstehen:( klar war ich ein paar mal draußen und alles...aber nicht sehr lange und auch nicht sehr oft...:(
Ich muss dazu sagen das in den letzten Monaten eine Menge Passiert ist. Ich habe meine Freundin verloren bzw hat sie schluss gemacht und ich wollte auch nicht mehr...daraufhin nicht mal 2 wochen später bin ich in die nächste Beziehung gerutscht und ich find das super das sie für meine krankheit (Agoraphobie) und für meine Phasen soviel Verständnis hat allerdings frage ich mich ob ich überhaupt gefühle für sie habe. Da ich von meiner jetzigen Dosis Alprazolam stark beeinträchtigt werde... :( ich kann einfach nicht sagen ob ja oder nein falls das jemand kennt:( ich renne schon immer vor entscheidungen davon nur langsam holt mich alles ich kann das einfach nicht alles so wie andere wollen... ich wäre glaub ich am liebsten Single und ein Weltenbummler...:) aber das geht ja nicht die Angst und Depression hält mich hier fest und das mit dem solo sein bin ich mir auch nicht sicher möchte doch einfach nur das richtige tun ohne jemanden zu verletzen... :( ich fühle mich eingesperrt von mir selbst da ich keine klaren entscheidungen treffen kann ich mein alleine sein möchte ich auch nicht. ich liege momentan die meiste zeit im Bett und komme einfach zu gar nix ich hab andauernd kopfschmerzen oder bin müde oder einfach nur angst immom. liegt mein Alprazolam gebrauch zwischen 2-3 mg und ich finde das ist zuviel nur jeglicher absetz versuch geht in die hose... obwohl ich mittlerweile schon daran denke das das immom alles nur langzeitschäden von dem Dreck sind... ich war Donnerstag ganz normal unter der dusche und hab aufeinmal gedacht ich bekomm einen Herzinfakt! So schlimm hatte ich das noch nie ich war bei meinem Hausarzt der mir ja seit diversen Monaten das Alprazolam verschreibt...:( ich hab dagessesen und geheult und ihn hat das nicht interessiert und hat direkt in der nächsten Klinik angerufen und i-was von Latent Suizidal gelabbert dabei will ich mich nicht umbringen ich will nur das die angst aufhört und ich ein Normales ruhiges Leben führen kann:( Seit dem Tag ist er auch nicht mehr mein Hausarzt ich bin anschliessend Heulend mit Attacke rausgegangen und hab nur noch gedacht wird wohl zeit für einen Wechsel ich fühlte mich Schwach und Ausgelaugt ich bin daraufhin zu meiner Mom in den Laden gegangen und sie hat mich nachhause gefahren fühlte aber auch das ich sehr verletzt war ... :( ich weiss nicht was ich tun soll ich kann und will doch nicht die ganze zeit nur im bett liegen und von Tabletten abhängig sein, gerade jetzt wo doch das Back to Life filmprojekt ansteht und ich noch so viel erledigen muss das schaff ich einfach alles nicht... ich bin Gerade mal 19Jahre fast 20 und will nicht so Enden...:( bitte gibt mir doch einen Rat oder Tipp was ich tun kann... ich hab wirklich angst zu Grunde zu gehen ich hab immom. ja nicht ein Gefühl für irgendwas und ich muss mich ständig fragen was wenn die Attacken kommen und ich nicht mehr weiss wer ich bin:( ich will normal leben und nicht in Angst ! Das absetzen hilft mir auch niemand bei ich steh in den Hinsichten völlig alleine immoment ist es auch so das sobald besuch kommt... sich ne Attacke anbahnt...:( oder besser gesagt ein Gefühl von Depersonalisation falls das so geschrieben wird:) ich möchte nur wieder ein Junge sein. Vielleicht hat von euch jemand ein Rat oder Tipp was ich tun kann vielleicht sogar was helfendes:)
Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und das durchlesen...

MfG
Feaw

PS: ich hab auch ICQ 433813074


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 Betreff des Beitrags: hey du
BeitragVerfasst: 21.Nov.2009, 10:46 
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Registriert: 06.Mai.2009, 12:51
Beiträge: 44
Wohnort: nrw
Erstmal mach dir keine Sorgen das du zu Grunde gehst das wird nicht passieren das ist alles psychisch , natürlich fühlst du dich schwach und angeschlagen aber das ist normal wenns einem seelisch nicht gut geht .

Zu deinem Arzt: es ist gut das du den gewechselt hast für mich sollte so jemand nicht diesen Beruf ausüben , dieses Medikament was du nimmst hört sich an als wär das ein Beruhigungsmittel und das der dir sowas verschrieben hat finde ich echt schockierend da man ja von soetwas abhängig werden kann.

Mein Rat wär das du dich an einen Psychiater wenden solltest der sich mit solchen Medis auskennt und der dir helfen kann das Zeug abzusetzen , vieleicht verschreibt5 er dir ein anderes medikament was nicht abhängig macht und zusätzlich würde ich dir unbedingt raten eine Therpie zu machen da Medis alleine nicht ausreichen und nicht das problem lösen , sie unterstützen nur.

Ach und über einen Herzinfarkt musst du dir keine Sorgen machen du bist doch erst 19

Kopf Hoch es wird alles wieder gut sagt mein Dad immer :D

Lieben Gruß Svenja


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben...:(
BeitragVerfasst: 21.Nov.2009, 12:09 
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Registriert: 23.Jul.2007, 14:20
Beiträge: 456
Feaw hat geschrieben:
Vielleicht hat von euch jemand ein Rat oder Tipp was ich tun kann vielleicht sogar was helfendes:)


nimmst du rat auch an ?
du brauchst professionelle hilfe, am besten die einer spezialklinik. schau dir mal den link an :
http://www.ahg.de/AHG/Standorte/Bad_Pyrmont/index.html
ist bad pyrmont zu weit, gehe in die nächstgelegene psychiatrische ambulanz.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.Nov.2009, 14:24 
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Registriert: 25.Jan.2008, 21:22
Beiträge: 1962
Feaw hat geschrieben:
immom. liegt mein Alprazolam gebrauch zwischen 2-3 mg und ich finde das ist zuviel nur jeglicher absetz versuch geht in die hose...
Natürlich ist das zu viel und schon viel zu lange... Wenn du keinen Arzt findest, der dir hilft, das ambulant auszuschleichen, und wenn es dir derartig schlecht geht, solltest du wirklich mehr oder weniger sofort in eine psychiatrische Klinik zur Entgiftung. Das wäre auch die Voraussetzung, um anschließend in eine psychosomatische Klinik zwecks Psychotherapie zu gehen. Akut Abhängige werden dort normalerweise nicht behandelt. Während des stationären Entzugs kann man die Behandlung in einer psychosomatischen Klinik schon anleiern, die Wartezeiten sind dann meist auch wesentlich kürzer.

Feaw hat geschrieben:
hat direkt in der nächsten Klinik angerufen und i-was von Latent Suizidal gelabbert
Anders kriegt er dich dort nicht so schnell unter... Es ist natürlich indiskutabel, dass der Arzt dich so lange frag- und kommentarlos mit Benzodiazepinen versorgt hat, aber dich jetzt in einer Klinik unterzubringen, ist sicher die richtige Idee.

Feaw hat geschrieben:
Das absetzen hilft mir auch niemand bei ich steh in den Hinsichten völlig alleine
Mal ehrlich - du warst doch auch schon bei mehreren Nervenärzten und bekommst das Alprazolam vom Hausarzt. Bist du sicher, dass einer der Fachärzte über das Ausmaß deines Konsums informiert ist? Bisher hatte ich den Eindruck, dass dir die Verantwortungslosigkeit des Hausarztes zwecks Suchtmittelbeschaffung sehr gelegen kam, und ich bezweifle, dass du dich schon ernsthaft darum bemüht hast, von Alprazolam wegzukommen. Das wird aber der erste Schritt sein: Klar dazu stehen, dass du abhängig bist, wieviel du nimmst und dass du es mit Runterdosieren nicht schaffst - weil du ja auch noch ein ungelöstes Grundproblem hast.

Liebe Grüße
Christina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 14:52 
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Registriert: 11.Dez.2008, 02:53
Beiträge: 99
naja ich würde ja auch gerne in eine Klinik gehen , glaube ich... ich bin mir zwar sicher das es mir anschließend besser geht aber die tortur dahingehen... es aushalten... die Angst... ich fürchte mich vor dem Gedanken und wie soll das bitte laufen? ich soll in eine klinik 3-4 wochen absetzen und die hölle auf erden erleben? ich mein ich erleb die hölle jetzt ja schon so ziemlich ich lieg im bett rum und kann vor schwindel kaum aufstehen... sobald ich nach unten ins Esszimmer oder so gehe wird es noch schlimmer... das ist fast nicht zu ertragen erstrecht wenn ich mir überlege das ich einfach alleine sein möchte... aber es nicht kann... da alles was ich möchte ist einfach frei sein und leben...:( ich fühle mich für alles verantwortlich... was passiert ist obwohl kaum was passiert ist was mich früher interessiert hätte ...:( ich muss zurzeit alles ertragen ich bin seit letzten dienstag einmal die woche in einer TiefenPsychologischen Therapie ich bin zwar recht vorurteilslos aber ich frage mich die ganze zeit was in einer klinik mit mir passieren würde ich will nur ich selbst sein... ohne Angst und ohne Zweifel an einem Leben voller Wut... so ziemlich...:(

Gruss
Finn


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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 16:27 
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Registriert: 20.Mär.2009, 20:43
Beiträge: 559
Wohnort: Bayern
Hallo Feaw,

jetzt mach Dich mal nicht wegen der Möglichkeit von Folgeschäden verrückt, manche nehmen das ihr Leben lang und bekommen keine. Aber natürlich solltest Du von dem Zeug schnell loskommen.

Schrecklich ist der kalte Sofortentzug, soweit ich davon gelesen bzw. von anderen gehört habe, aber das ist nicht die einzige Lösung.
Angesichts der Tatsache, dass Du Alprazolam schon über ein halbes Jahr lang nimmst, wäre es wegen bestimmter Risiken ein Kunstfehler, es von heute auf morgen abzusetzen. Zum Beispiel könnte man erst mal auf ein länger wirkendes, anderes Benzodiazepin umstellen und das dann ausschleichen.

Ich würde mir morgen bei einem Psychiater einen Notfalltermin geben lassen, bei dem Du alles Weitere besprechen kannst, notfalls eine Klinik aufsuchen, falls eine in Deiner Nähe ist. Vielleicht noch bei Deinem Therapeuten / Deiner Therapeutin wegen Empfehlungen für eine Klinik nachfragen.

Viele Grüße
pc


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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 18:31 
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Registriert: 25.Jan.2008, 21:22
Beiträge: 1962
Feaw hat geschrieben:
ich fürchte mich vor dem Gedanken und wie soll das bitte laufen? ich soll in eine klinik 3-4 wochen absetzen und die hölle auf erden erleben?
Nein! Die übliche Methode (auch in einer Klinik) ist die Umstellung auf Diazepam-Tropfen (entsprechend der Alprazolamdosis, die du nimmst), und die werden dann Schritt für Schritt täglich reduziert. So irre lange bist du noch nicht abhängig und von einer Hochdosisabhängigkeit kann man auch nicht sprechen, deshalb wird das wahrscheinlich gar nicht so wild werden. Und gegen Angstsymptome können die in der Klinik notfalls auch nicht abhängig machende Neuroleptika geben... Nur nach dem Entzug solltest du dafür sorgen, dass du umgehend am besten in eine psychosomatische Klinik kommst, damit du nicht wegen der ungelösten und unbehandelten Angststörung gleich wieder rückfällig wirst.

Feaw hat geschrieben:
ich bin seit letzten dienstag einmal die woche in einer TiefenPsychologischen Therapie
Bei deiner Symptomatik halte ich das für die falsche Wahl, m.E. wäre zur Zeit eine Verhaltenstherapie wesentlich sinnvoller.

Liebe Grüße
Christina


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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 19:11 
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Registriert: 11.Dez.2008, 02:53
Beiträge: 99
Hmm das mit den Diazepam Tropfen hört sich ja mal interessant an weil ich hab das bei mir immoment oder besser gesagt seit heute will ich das mal probieren 0,5mg alprazo morgens dann nochmal gegen 16 uhr ne 0,5mg und um 18 uhr meine 50mg sertralin dann halt um 22Uhr meine 2mg alprazo die brauch ich zum einschlafen überhaupt allerdings wollte ich schaun das ich das auf 1,5mg runterdosier und dafür 20 tropfen Promethazin weil ich eh unter durchschlafstörungen leide und ich denke das Promethazin da keine Große Wechselwirkung verursacht wäre zwar auch das erste mal aber gut was haltet ihr denn von meinen Plan?

Ja ich denke ich werde mich morgen mal umgehend selbst wenn es nur Telefonisch ist mit einem Neurologen auseinandersetzen weil ich wohne hier in einem dorf und der nächste Neurologe ist ca 40km weg und da meine mom selbstständig ist mein Paps Dipl. Ing. und ich nicht nur angstzustände extrem im auto bekomme sondern auch keinen führerschein habe bzw mehr machen darf muss das ja so gehen .... vielleicht hab ich ja mal glück.

aber erzählt mir mal was ihr von der idee mit dem Promethazin sagt ich halt das für gar nicht mal so schlecht...


Grüße
Finn


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 19:39 
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Registriert: 20.Mär.2009, 20:43
Beiträge: 559
Wohnort: Bayern
Hi Finn,

klar, wenn das geht. Manche Leute machen die Entwöhnung von Benzos in Eigenregie, aber ob das jetzt so empfehlenswert ist, na ja.
Vielleicht könntest Du besser schlafen, wenn Du das Gladem schon eher nimmst. Ich hatte das auch vor Längerem mal, und habe es spätestens mittags genommen, weil es den Antrieb schon ziemlich steigert.

Grüße, pc


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 20:02 
Offline

Registriert: 25.Jan.2008, 21:22
Beiträge: 1962
Feaw hat geschrieben:
Hmm das mit den Diazepam Tropfen hört sich ja mal interessant an weil ich hab das bei mir immoment oder besser gesagt seit heute will ich das mal probieren 0,5mg alprazo morgens dann nochmal gegen 16 uhr ne 0,5mg und um 18 uhr meine 50mg sertralin dann halt um 22Uhr meine 2mg alprazo die brauch ich zum einschlafen überhaupt allerdings wollte ich schaun das ich das auf 1,5mg runterdosier und dafür 20 tropfen Promethazin weil ich eh unter durchschlafstörungen leide und ich denke das Promethazin da keine Große Wechselwirkung verursacht wäre zwar auch das erste mal aber gut was haltet ihr denn von meinen Plan?
Ehrlich gesagt, halte ich nicht viel davon. Promethazin ist kein Diazepam, es ist kein Benzodiazepin, sondern ein Antihistaminikum/Neuroleptikum. An sich ist gegen Promethazin nichts einzuwenden, es soll auch beruhigen, und wegen der Wechselwirkungen würde ich mir auch keine allzu großen Sorgen machen. Aber was du vorhast, ist m.E. eine unkontrollierte Augenwischerei. Promethazin ist nicht dafür geeignet, ein Benzo sukzessive zu ersetzen. Es hat ein anderes Wirkungsprofil und ob die 20 Tropfen irgendwie der Dosis von 0,5 mg Alprazolam entsprechen, lässt sich nicht beurteilen. Wahrscheinlich bist du mit der Kombination nur irgendwie zugedröhnt(er), hast aber trotzdem keine Basis, wirklich vom Alprazolam runterzukommen. Du nimmst 3 mg am Tag - da machen 0,5 am Abend mehr oder weniger vorerst keinen so großen Unterschied. Du solltest das Absetzen entweder in einer Klinik durchführen oder ambulant sorgfältig planen und auf keinen Fall ersatzweise irgendwas einwerfen - verschrieben oder nicht. Ambulant müsstest du dir bis zu vier Monate Zeit geben für den Entzug und v.a. einen Arzt suchen, der dir ersatzweise Diazepam gibt, sich auf einen sehr langsamen Entzug einlässt und z.B. nach dem Ashton-Manual arbeitet. Schau da mal rein, damit du eine Vorstellung davon bekommst, wie das vor sich gehen kann - oder hier quasi beim Original. Übrigens sind die Umrechnungstabellen bezüglich Alprazolam ein wenig widersprüchlich. Laut Ashton-Manual wärst du schon satt im Hochdosisbereich, ich glaube, einige österreichische Tabellen würden deine Dosis noch als äquivalent zu ca. 20-30 mg Diazepam ansehen und damit zur Niedrigdosisabhängigkeit rechnen. Deswegen muss man auch langsam ersetzen, um die individuell richtige Diazepamdosis zu erwischen.

Wieso nimmst du das Sertralin eigentlich abends, wenn du doch unter Schlafstörungen leidest? SSRI sind normalerweise antriebsteigernd und sollten eher morgens genommen werden.

Feaw hat geschrieben:
Ja ich denke ich werde mich morgen mal umgehend selbst wenn es nur Telefonisch ist mit einem Neurologen auseinandersetzen weil ich wohne hier in einem dorf und der nächste Neurologe ist ca 40km weg und da meine mom selbstständig ist mein Paps Dipl. Ing. und ich nicht nur angstzustände extrem im auto bekomme sondern auch keinen führerschein habe bzw mehr machen darf muss das ja so gehen .... vielleicht hab ich ja mal glück.
Ich halte das nicht gerade für optimale Bedingungen für einen ambulanten Entzug. So, wie du es beschreibst, hast du trotz satt dosierter Benzodiazepine und eines SSRI fast unerträgliche Symptome und kommst im Alltag gar nicht klar. Ambulante Entzugspläne sind aber eher für Patienten gedacht, deren Hauptproblem die Abhängigkeit ist und die davon abgesehen so einigermaßen wenigstens zurecht kommen. Und/oder eben sozial gut eingebunden sind... Dein Hauptproblem scheint aber nach wie vor die Angst zu sein, die du trotz der Medikamente nicht in den Griff bekommst. Und dann bist du noch auf dich allein gestellt. Da werden voraussichtlich schon leichte Entzugssymptome ausreichen, um ganz schnell wieder zu Alprazolam zurückzukehren. Geh' lieber in eine Klinik zum Entzug und direkt im Anschluss in eine verhaltenstherapeutisch arbeitende psychosomatische Klinik zwecks Psychotherapie. Dann stehen deine Chancen m.M.n. recht gut, dass deine Welt in vier Monaten sehr viel besser aussieht.

Liebe Grüße
Christina


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