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KathiK
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Sammelthema
Ich hab mit der Einnahme von Sertralin begonnen, in der Hoffnung endlich wieder Ruhe in meinen Körper zu bekommen. Ich begann an 5 Tagen mit 25 mg und hab heute auf 50 mg aufdosiert. Ich hab einige NW die mich ziemlich nerven.

Wie sind eure Erfahrungen.....wann in etwa lassen die NW nach?

LG Kathi

07.09.2024 #1


1299 Antworten ↓
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TiffyK
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Seit Dienstag geht es mir echt übel , nachdem ich am Sonntag wieder reduziert hab. Habe sogar meinen Hund ausquartiert, hatte mehrere üble Kreislaufprobleme und was sich in meinem Kopf abspielt ist ohne Worte...
Aber: Das erste Mal hab ich wirklich das Gefühl, selbst aktiv meine Angst zu bearbeiten.
Ich wollte vorhin unbedingt in die Dro., weil mir meine Haare heilig sind, und die durch den körperlichen Stress des Entzugs ausfallen, und mir ein Nährstoff-Shampoo holen, was mir bei Stress immer hilft

Ich hatte riesig Panik im Vorfeld, da ja während des Entzugs die Möglichkeit wirklich da ist, umzukippen oder dergleichen.
Autofahren war nicht sehr intelligent und ich hatte mächtig Angst, Zwangsvorstellungen und das volle Programm. Auf dem Parkplatz dann der Horror. Steife Muskeln, schlimmste Unwirklichkeitsgefühle, Panik. Ich bin trotzdem hinein, hab alles geholt, was ich wollte, hatte noch eine Panikattacke an der Kasse und den Gedanken, nie mehr heimzukommen. War extrem zittrig mit dem Portemonnaie und man hat mir auch angemerkt, dass es mir nicht gut ging. Na und.Benzos nachzuwerfen ist keine Alternative mehr und offensichtlich muss ich die Angst momentan als Begleiter akzeptieren.
Ich hänge jetzt auch gedanklich nicht mehr die ganze Zeit dieser Panik nach, es ist vorbei, ich schenke der Sache keine Beachtung. Ich akzeptiere den Jetzt-Zustand aber lasse mich nicht mehr so beuteln

Kein Medikament der Welt kann uns angstfrei machen. Es kann nur unterstützen.
Ich habe momentan das Gegenteil, keine angstlösenden chem. Hilfsmittel, sondern Entzugssymptome.
Ich lebe alleine, in einem Kuhdorf. Muss mich versorgen.
Und möchte endlich mit meiner Angst Frieden schließen.

11.08.2016 17:00 • x 3 #593


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A


Erfahrungen mit Sertralin

x 3


anna-violetta

anna-violetta
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Zitat von Erdferkel:
Hallo Anna,
ja das mit dem Lorazepam frage ich mich auch. Auch wurde mir nie ein Klinikaufenthalt vorgeschlagen. Scheinbar bin ich nicht schlimm genug krank, obwohl privat versichert war ich also noch nicht in einer Klinik. Bin allerdings inzwischen pensioniert (52 Jahre alt) worden. Seit 01.12.2016. seitdem geht es aufwärts, so dass ich einen Klinik Aufenthalt auch nicht mehr anstrebe. Bin seit fast zwei Jahren bei einem Psychologen und kann das hoffentlich bald beenden.
Wenn ich von den Medis insbesondere Lorazepam runter bin kommt die Symptomatik hoffentlich nicht zurück. Aber der eigentliche Auslöser dafür, die Arbeit und mein Vater(verstorben) gibt es ja nicht mehr.
Langsam werde ich selbstbewusster und stabiler.
Bei mir war es Panik, Depression mit Suuzudgedanken und Selbstverletzung der übelsten Art. Nicht mal so eben die Arne Ritzen, viel krasser.
Darüber bin ich glücklicher Weise weg.
Ich denke das war auch der Grund fürs Lorazepam.
LG Erdferkel



Das ist echt einfach krass... Alles, was du schreibst!

Mh. Also ich will hier auch nichts dramatisieren oder Angst machen... aber, man hat dich schon über das Suchtpotential von Lorazepam aufgeklärt oder?
Vielleicht solltest du das doch eher in einer Klinik machen?
War nur so mein Gedanke...

Ich muss sagen, dass ich, seitdem das mit der Rente bei mir durch ist, nun auch sehr erleichtert bin.
Erstmal kein Druck mehr von den Ämtern usw...
Klar, es gab einige Leute, denen sag ich das gar nicht mit der Rente, weil ich da Angst vor deren Reaktion habe... Und es gab auch Leute, die mir da nichts Positives dazu gesagt haben (ich hätte mich aufgegeben und es könne ja nicht sein, dass ich nun mit 30 Jahren Rentnerin bin usw...)...
Ist bei mir schon krass... ich meine, ich bin 30 Jahre alt und arbeitsunfähig. Und das nun schon seit 2,5 Jahren. Und ich bin derzeit in der Hinsicht alles andere als stabil...
So ist das jetzt aber.
Einerseits bekam ich in den Therapien und Kliniken gesagt, ich solle meine Krankheit akzeptieren und wenn das mit der Arbeit nicht gehen würde, dann geht es eben nicht.
Andererseits soll man doch bitte schnell wieder gesund werden und arbeiten gehen... (hab auch schon von einer Neurologin schon Ende 2014 eine Standpauke bekommen... das war echt nicht feierlich. Was ich mir denn denken würde, was das soll. Was ich denn der Gesellschaft an Geld kosten würde usw.)
Aber es ist auch irgendwie diese Gesellschaft, die auch irgendwie dazu beigetragen hat, dass es mir so geht, wie es mir geht...
Ich habe meinem Mann schon ab und zu gesagt, dass diese Welt, diese Gesellschaft einfach zu schnell für mich ist.
Entweder man kann in diesem Tempo mitmachen oder man fällt aus diesem System raus...

LG, Anna

05.08.2016 20:38 • x 2 #507


Zum Beitrag im Thema ↓


S
Welche Nebenwirkungen denn?

#2


K
Übelkeit,Durchfall,Appetitlosigkeit,Mattigkeit,Schwindel,Schlaflosigkeit...

#3


T
Ich hatte damals leichte Übelkeit, das hat sich nach ca zwei Wochen gelegt.

x 1 #4


Oktewia
Haben sich eurere Ängste verschlimmert ? Bin jetzt am 3ten Tag der Einnahme und hatte heute morgen extreme Ängste und zwangsgedanken Sad hab auc bei 25 mg angefangen und muss nach 10 Tagen auf 50 mg



Sonst mundtrockenheit , Schweißausbrüche , Appetitlosigkeit und schlaflos Sad

#5


Lolly83
Ich habe das knapp 2 Wochen genommen. Hatte mit extremen Durchfall und angst von morgens bis abends zu tun. Nehme jetzt seit 3 Wochen paroxetin das und das hilft viel besser.

LG

#6


S
Sertralin hat ja auch zurecht keine Zulassung für generalisierte Angst Störung

Durchfall, anfangs kein Appetit, Unruhe ist normal.

Bei Ängsten gibt's wesentlich bessere Mittel wie Escitalopram oder Venlafaxin. Paroxetin auch, aber aufgrund der Nebenwirkungen weniger zu empfehlen

x 1 #7


P
Mein Doc meint, das Paroxetin viel selektiver wirkt als z.b Escitalopram, gerade gegen Ängsten.

#8


Lolly83
Nur hilft das ganz gut. Nehme das jetzt seit fast 3 Wochen und merke das sie Angst langsam weniger wird

x 1 #9


Oktewia
Nunja ich denke jedes medi wirkt bei jedem Unterschiedlich , manchen hilft Sertralin , manchen was anderes , finde das kann man nicht alles unter einem Kamm scheren. Und das ich Sertralin verschrieben bekommen habe war sogar ne zweite Meinung , die erste hatte ich von meiner Klinik die mein Krankheitsbild gut kannten müssen, immerhin war ich dort zwei Monate und die zweite Meinung von meiner psychaterin.

x 1 #10


D
Freunde Hallo

Ich hatte,bis zu meiner Dosis von 125 mg mit starker Müdigkeit zu kämpfen.

#11


S
Zitat von Panikju:
Mein Doc meint, das Paroxetin viel selektiver wirkt als z.b Escitalopram, gerade gegen Ängsten.



Escitalopram wirkt ausschließlich auf Serotonin, also extrem selektiv. Paroxetin wirkt zusätzlich auf Noradrenalin, Histamin, anticholinerg etc. Dass führt zu vielen Nebenwirkungen, extreme Gewichtszunahme, starke Müdigkeit, nachlassende Aufmerksamkeit, Demenz Beschleunigung, extreme Orga. Probleme, Brustkrebs Beschleunigung etc stehen auf der Liste der Nebenwirkungen

Desweiteren ist die Halbwertszeit sehr kurz und daher starke Probleme beim Absetzen.

Aufgrund der stark sedierenden Eigenschaften ist es bei Ängsten teilweise manchmal effektiver, wobei in Studien Escitalopram besser und effektiver war

#12


S
Zitat von Oktewia:
Nunja ich denke jedes medi wirkt bei jedem Unterschiedlich , manchen hilft Sertralin , manchen was anderes , finde das kann man nicht alles unter einem Kamm scheren. Und das ich Sertralin verschrieben bekommen habe war sogar ne zweite Meinung , die erste hatte ich von meiner Klinik die mein Krankheitsbild gut kannten müssen, immerhin war ich dort zwei Monate und die zweite Meinung von meiner psychaterin.



Sertralin ist halt auch ein Serotonin Wiederaufnahme hemmer, aber es wirkt auch stark auf dopamin.
Es wirkt quasi wie Escitalopram mit Ritalin oder viel Kaffee

#13


P
Ja. Wunderte mich auch.
Aber vielleicht genau deswegen gegen Angst besser geeignet, weil es nicht nur auf Serotonin wirkt.
Venlafaxin hat übrigens auch eine sehr kurze HWZ.

#14


S
Ja, Venlafaxin hat zusätzlich noch noradrenerge Eigenschaften.

Ja, aber man verschreibt aufgrund der anticholinergen Eigenschaften ungern trizyklika, dann sollte man Paroxetin auch nicht verschreiben Smile

#15


P
naja erst ab 150mg. Und bei der kurzen HWZ muss man es wohl 2x täglich einnehmen

#16


S
Deshalb sollte man retard nehmen. Da mein Puls auch mit weniger mg hoch geht, würde ich die 150 mg Theorie anzweifeln. Vermutlich setzt bei 150 mg die Wirkung deutlich stärker ein.

#17

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P
ich denke mal die therapeutische Wirkung wird ab 150mg erreicht. Ich wollte es auch mal testen, aber wie gesagt Pregabalin tut was es soll, ähnlich wie Benzos (nach 2 wöchiger Einnahme und ab 300mg)

x 1 #18


S
Dann wäre ich zufrieden. Die SSRI und SNRI haben auch genügend Nebenwirkungen

x 1 #19


K
Ich warte einfach noch ab. Bin ja heut erst bei Tag 7. Was schon mal heut besser war.....ich hatte kaum Übelkeit und kein Durchfall.

Hätte ich damals bloß nicht das Cipralex abgesetzt. Das hat mir sehr gut geholfen,nach qualvoller Einstiegszeit. Nur leider gibt es auch bei SSRI einen ähnlichen Merkeffekt wie bei Antibiotika. Ein 2. Mal hat mein Gehirn das Cipralex nicht angebommen.....hab dann nach 12 Wochen abgesetzt.

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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