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S

SansSouci147
Gast

Hallo,

Weil das ja im ersten Thread dann irgendwie untergegangen ist, gibt’s nochmal ein Anschlussthema…

Worum’s geht kann man im ersten Thread nachlesen: http://www.psychic.de/forum/einsamkeit-forum/ich-bin-einsam-t25147.html

Was ich konkret wissen will:
Wie kann ich lernen über meine Probleme zu reden?
Was kann ich im allgemeinen machen um meine soziale Situation zu verbessern?


lg
Sans

17.03.2010 #1


138 Antworten ↓
Christina

Christina
Mitglied

Beiträge:
2929
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2
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Mitglied seit:
Zitat von SansSouci147:
Zitat:
Doch - so funktioniert soziales Kompetenztraining. Du machst dich mit absichtlichem Schweigen bewusst zum Horst. Damit übernimmst du die Kontrolle über dich. Klar kannst du das nicht ein ganzes Schuljahr durch machen, aber mal geht das schon. Ansonsten müsstest du Situationen aufsuchen oder herstellen, in denen du üben könntest.
Äh.. Und was würde mir das dann bringen?
Vermutlich kein unmittelbares Wohlgefühl, eher wäre es 'ne Rosskur... Dein Problem scheint ja weniger zu sein, dass du nicht in der Lage wärst, dich zu artikulieren, sondern du blockierst aus Angst, vielleicht auch aus Widerwillen oder aus einer Art Trotz den geforderten Konventionen gegenüber. Je mehr du etwas sagen musst oder sollst, desto größer wird die Blockade. Das würde man mit einer paradoxen Intention umgehen. Außerdem würdest du von vorneherein weniger Druck aufbauen, wenn du dir vornimmst, nichts zu sagen, statt dauernd im Kopf zu haben, dass du etwas sagen musst.

Und wenn du dich absichtlich zum Horst machst, soll das mittel- bis langfristig auch soziale Ängste abbauen. Wenn du bewusst und freiwillig schweigst, kannst du deine Aufmerksamkeit weglenken von deiner eigenen, scheinbaren Unfähigkeit zu reden - du weißt ja, dass du nichts sagen wirst, brauchst dich also nicht krampfhaft darum zu bemühen und brauchst nicht abzuhauen, weil du es nicht schaffst, etwas zu sagen. Das fühlt sich tendenziell besser an, als das zufällige Opfer des Angesprochenwerdens zu sein... Die meisten Menschen mit Redeangst empfinden in Situationen, in denen sie nichts sagen können oder nicht wissen, was sie sagen sollen, ausgeprägte Angst und Scham - weil sie annehmen, dass alle anderen ihre Unsicherheit bemerken und als Unfähigkeit verurteilen oder verlachen. Wenn du schweigst, weil du es willst, bist du weniger mit dir beschäftigt und könntest dir die Reaktionen der anderen mal anschauen. Vielleicht reagieren sie kaum oder sind irritiert. Vielleicht machst du die Erfahrung, dass es keine so große Sache ist, ob man etwas sagt oder nicht. Damit könnte deine Hemmschwelle sinken. Sicher aber können andere nicht in dich reinschauen, sie wissen nie, warum du schweigst, auch dann nicht, wenn du nichts sagen kannst. Die Einschätzungen anderer sagen nichts über dich aus. Wenn du ein sagen wir mal seltsames Verhalten an den Tag legst und es nicht erklärst, wirst du die Erfahrung machen, dass nur du dein Verhalten korrekt einschätzen kannst. Damit kannst du dich von der Meinung anderer distanzieren und das sollte soziale Ängste eigentlich reduzieren.

16.03.2010 21:24 • #110


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A


Ich bin einsam. die Zweite

x 3


B

berlina
Gast

Also sozusagen Seelenstriptease...

Gefühle zeigen ist schwer, da gebe ich Dir recht. Aber auch ich musste die Erfahrung machen, dass alle immer dachten ich wäre perfekt und alles wäre in Ordnung. Bis jemand zu mir meinte "Du musst den anderen überhaupt erst mal die Chance geben, dass sie mitkriegen, wie es IN DIR aussieht."

Ich habe immer so eine Art Maske der Freundlichkeit aufgehabt, bis ich nicht mehr konnte und dann hat es mich komplett aus der Bahn gehauen. Dann war da nämlich die Angst da und ich glaube verstanden zu haben, dass ich daraus lernen musste, dass man sich seinen Gefühlen stellen muss. Als erstes musste ich lernen schwach zu sein, denn ich war auch körperlich am Ende, wenn man nämlich alles in sich reinfrisst (Probleme, Traurigkeit, Wut) geht es auch irgendwann aufs System. Bei mir sind dann alle möglichen Allergien aufgetreten, Schwindel, Benommenheit, Lähmungserscheinungen...überhaupt nicht lustig kann ich Dir sagen.

Bei Dir ist es halt nicht die Maske der Freudlichkeit sondern Du vermittelst vielleicht Gleichgültigkeit, keiner kann mir was aber innerlich sieht es ganz anders aus. Das kann aber niemand wissen. Das ist das Problem...

Mach wieder ein bißchen auf, zeig Deinem Umfeld ruhig mal, dass Du traurig bist, ich habe geheult vor meinen Chefs, vor meinem Freund, vor meinen Eltern, war mir alles egal am Ende...und dann kam plötzlich der Wendepunkt. Das Tal der Tränen war durch und ich bin wieder aufgestanden und habe Entscheidungen getroffen, was ich möchte, was ich nicht möchte, habe zu meinen Schwächen gestanden und bin komischerweise von allen bewundert worden für meinen Mut und meine Ehrlichkeit. Das hätte ich NIE NIE NIE gedacht, glaube mir.

Also irgendwo ansetzen und sei es nur eine kleine ehrliche Gefühlsregung, die Du zulässt. Heul doch der Psychotante die Tasche voll, dafür wird sie bezahlt hat meine Freundin mal gesagt. Da sitzen stündlich Leute die machen genau das gleiche, sie brechen ein und verschaffen sich Erleichterung. Dafür ist das ganze da. Sich danach besser zu fühlen.

15.03.2010 20:13 • #29


Zum Beitrag im Thema ↓


A
Hallo Sans,

was Du machen kannst?? Tja nicht alles gleich abschmettern was man dir nah liegt.

Manchmal die Perspektive wechseln um zu versuchen sich selbst mit den Augen der Anderen zu sehen . Und um über deine Probleme reden zu können musst Du als aller erstes die auch tatsächlich als Probleme sehen und nicht nur davon reden sonder es auch verstehen.

Manchmal überlegen warum manche Menschen Dich anders sehen als Du selbst. Auch wenns schwer ist versuch Dich mit deren Augen zu sehen.

Aber vor allem weniger Agression...denn wenn Du Fragen stellst, musst Du damit auch rechnen Antworten zu bekommen die Du nicht gerne hörst.

LG

#2


S
Zitat:
was Du machen kannst?? Tja nicht alles gleich abschmettern was man dir nah liegt.
Wenn es was ist, dass ich absolut überhaupt nicht kann, dann werde ich es weiterhin abschmettern.

Zitat:
Manchmal die Perspektive wechseln um zu versuchen sich selbst mit den Augen der Anderen zu sehen .
Ich glaube, dass kann niemand.

Zitat:
Und um über deine Probleme reden zu können musst Du als aller erstes die auch tatsächlich als Probleme sehen und nicht nur davon reden sonder es auch verstehen.
Wie fängt man denn an es zu "verstehen"? Ich denke ich verstehe sie schon, ich kann nur nicht reden.

Zitat:
Aber vor allem weniger Agression...
Ist dein Lieblingswort? Niemand war aggressiv, das war Einbildung

lg
Sans

#3


A
Und es geht im alten weiter

Man kann zwar nicht denken für andere, aber man kann sich mit Augen der Anderen sehen um zu verstehen warum wirk ich so auf jemanden. Ist nicht einfach aber man kanns ja lernen. Und glaub mir seit ich es gelernt habe ist mein Leben viel einfacher geworden. Dadurch habe ich gelernt vor allem mich selbst zu verstehen.

#4


S
Zitat:
Und es geht im alten weiter
Echt wo?

Zitat:
Man kann zwar nicht denken für andere, aber man kann sich mit Augen der Anderen sehen um zu verstehen warum wirk ich so auf jemanden
Wie soll ich denn auf jemanden wirken?

#5


A
Sans also das muss man dir doch nicht erklären. Jede von uns mit seinem Verhalten wirkt auf andere. Unser Verhalten unsere Wörter lösen bei anderen Menschen Reaktionen, Gefühle aus.

Wenn Du so hart im Leben bist im Umgang mit anderen, wie es im alten Thraed von dir war, brauchst Du Dich doch nicht wundern, daß man dir auch so begegnet. Manchmal ein wenig Freundlichkeit bewirkt mehr als jedes wütende Wort ...

Wenn Du auch bereit bist zu geben wirst Du es doppelt wieder bekommen. Dein Fehler im alten Thraed war , Du hast genommen und genommen und als Du nicht genug bekamst wurdest Du wütend. Überlege mal , wenn Du von dem was Du bekommen hast ein ganz kleines bisschen zurück geben würdest...wie viel weiter wärst Du heute.

#6


S
Zitat:
Sans also das muss man dir doch nicht erklären. Jede von uns mit seinem Verhalten wirkt auf andere. Unser Verhalten unsere Wörter lösen bei anderen Menschen Reaktionen, Gefühle aus.
Ja aber um zu verstehen warum ich auf eine bestimmte Weise auf jemanden wirke, muss ich erstmal wissen wie ich auf ihn wirke..

Zitat:
Überlege mal , wenn Du von dem was Du bekommen hast ein ganz kleines bisschen zurück geben würdest...wie viel weiter wärst Du heute.
Was hätte ich denn geben sollen?

#7


A
Zitat von SansSouci147:
Zitat:
Sans also das muss man dir doch nicht erklären. Jede von uns mit seinem Verhalten wirkt auf andere. Unser Verhalten unsere Wörter lösen bei anderen Menschen Reaktionen, Gefühle aus.
Ja aber um zu verstehen warum ich auf eine bestimmte Weise auf jemanden wirke, muss ich erstmal wissen wie ich auf ihn wirke..


Ich glaube diesbezüglich hast Du ein kleinen Beispiel dazu, brauchst Du nur in den letzten Trhread von dir lesen.

Zitat von Sans:
Überlege mal , wenn Du von dem was Du bekommen hast ein ganz kleines bisschen zurück geben würdest...wie viel weiter wärst Du heute.
Was hätte ich denn geben sollen?[/quote]

zumindest den Eindruck, dass Du wenigstens paar Minuten darüber nachdenkst was man dir schreibt und nicht einfach nur mit Agression zu reagieren. Man wird agressiev, wenn Argumente fehlen.

#8


S
Zitat:
Ich glaube diesbezüglich hast Du ein kleinen Beispiel dazu, brauchst Du nur in den letzten Trhread von dir lesen.
Wie ich in einem Internetforum wirke mus doch nichts damit zu tun haben, wie ich in der Realität wirke

Zitat:
zumindest den Eindruck, dass Du wenigstens paar Minuten darüber nachdenkst was man dir schreibt und nicht einfach nur mit Agression zu reagieren. Man wird agressiev, wenn Argumente fehlen.
Mir haben keine Argumente gefehlt. Es wurden mir Vorwürfe gemacht und ich hab reagiert..

#9


A
Zitat von SansSouci147:
Wie ich in einem Internetforum wirke mus doch nichts damit zu tun haben, wie ich in der Realität wirke


Doch doch und zwar mehr als Du ahnst...

Zitat von Sans:
Mir haben keine Argumente gefehlt. Es wurden mir Vorwürfe gemacht und ich hab reagiert..


Ja und zwar agressiev und das zeigt, dass Du nicht im Stande warst sachlich sich den Vorwürfen zu stellen. Hättest Du Gegenargumente gehabt, hättest Du die Vorwürfe sachlich abgewiesen.

#10


P
Zitat:
Wenn es was ist, dass ich absolut überhaupt nicht kann, dann werde ich es weiterhin abschmettern.

Dann lerns
Denn nur so kommt man vorran.

#11


S
Zitat:
Doch doch und zwar mehr als Du ahnst...
Schwachsinn

Zitat:
Ja und zwar agressiev und das zeigt, dass Du nicht im Stande warst sachlich sich den Vorwürfen zu stellen. Hättest Du Gegenargumente gehabt, hättest Du die Vorwürfe sachlich abgewiesen.
Naja, wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.. Aber es geht nicht um meinen ersten Thread.

Zitat:
Zitat:
Wenn es was ist, dass ich absolut überhaupt nicht kann, dann werde ich es weiterhin abschmettern.

Dann lerns

Ja, deswegen bin ich hier. Wie lernt man das?

#12


A
Zitat von SansSouci147:
Zitat von Pax:

Dann lerns


Ja, deswegen bin ich hier. Wie lernt man das?


In dem man nicht nur alles schnell durchblättert , sondern auch manchmal darüber nachdenkt was jemand dir sagen will,um "sich mit Augen der andren zu sehen".

#13


P
Indem Du Dich für neue Wege öffnest.
Die Alten haben Dir ja bisher nichts gebracht oder?

#14


S
Zitat:
In dem man nicht nur alles schnell durchblättert , sondern auch manchmal darüber nachdenkt was jemand dir sagen will
Wer sagt denn, dass ich nicht darüber nachdenke?

Zitat:
Indem Du Dich für neue Wege öffnest.
Die Alten haben Dir ja bisher nichts gebracht oder?
In gewisser Weise haben mir die alten ja schon was gebracht.

#15


P
Zitat:
In gewisser Weise haben mir die alten ja schon was gebracht.

Gehts genauer?

#16


S
Zitat:
Gehts genauer?
Naja ich muss mich um nichts kümmern, bin dran gewöhnt. kA

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

P
Zitat:
Naja ich muss mich um nichts kümmern, bin dran gewöhnt

Nun, da solltest vielleicht mal ansetzen- das macht faul
Zum Erwachsen werden gehört schon noch was dazu.

#18


A
Somit sind deine Probleme nicht dein Problem. Vielleicht ein wenig Verantwortung übernehmen für sich selbst?

#19


S
Zitat:
Somit sind deine Probleme nicht dein Problem. Vielleicht ein wenig Verantwortung übernehmen für sich selbst?
Öh und wie?

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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