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Manchmal erlaube ich mir nicht, Dinge zu tun, die ich gerne machen würde oder die ich als erste Wahl sehen würde, und dann wähle ich immer eher die zweite Wahl. Ich versuche das zu erklären.

Wenn ich heute mein Lieblingsoberteil anziehen möchte, dann kommt es mir irgendwie nicht gut vor und ich wähle lieber eine zweite Alternative.
Wenn ich in einem Satz ein Wort schreiben möchte, was mir als passend scheint, dann traue ich mich nicht, das zu nehmen und wähle auch irgendwie die zweite Wahl. Wenn ich ein Essen essen möchte, worauf ich jetzt total Hunger habe, dann traue ich mich manchmal nicht, das zu tun und wähle auch etwas zweites, was ich auch gerne mag.

Ich kann nicht mal erklären warum. Ich habe irgendwie das Gefühl, wenn ich das machen würde, was mir in dem Moment perfekt erscheint, was ich toll finden würde, was ich möchte, dann könnte ich damit etwas schlimmes auslösen.

Vielleicht hat ja von euch jemand eine Idee, was der Grund dafür sein könnte. Irgendwie nicht den für sich selbst besten Weg wählen zu dürfen, dass für mich perfekte, mit dem man am glücklichsten ist.
Vielleicht weil man denkt, es steht einem nicht zu oder man hat es nicht verdient, das ist nicht gut für einen? Denn dass man damit nichts schlimmes auslöst und dass dieser Gedanke Blödsinn ist, nur weil man sein Lieblingsessen ist, das ist einem vom Kopf her ja klar.

Manchmal schaffe ich es aber auch, mir zu sagen, ich mach das jetzt einfach. Und natürlich passiert dann nichts. Und ab und zu lerne ich daraus dann auch und traue mich, das nächste Mal mehr zu machen.

11.03.2017 16:28 • 12.03.2017 #1


10 Antworten ↓


Hotin
Hallo Zuspruchsuchende,
Zitat:
Vielleicht hat ja von euch jemand eine Idee, was der Grund dafür sein könnte. Irgendwie nicht den für sich
selbst besten Weg wählen zu dürfen, dass für mich perfekte, mit dem man am glücklichsten ist.


Ideen hätte ich da schon. Dies würde Dir aber bestimmt wenig helfen.
Was genau denkst Du, wenn Du das Beste nicht machst?
Ist es eine momentane Unsicherheit? Viele Menschen können sich schlecht
für etwas eindeutig entscheiden.
Falls das bei Dir genau so ist, ist Dein Verhalten nicht so außergewöhnlich.
Nur solltest Du dann nicht sagen.
Zitat:
Manchmal erlaube ich mir nicht, Dinge zu tun, die ich gerne machen würde oder die ich als
erste Wahl sehen würde.

Ist es vielleicht gar nicht Deine erste Wahl
Ist es einfach das, woran Du zuerst denkst?

Viele Grüße

Bernhard

11.03.2017 16:46 • x 1 #2



Die zweite Wahl

x 3


Also entscheiden kann ich mich sowieso nie. Aber das ist es in dem Fall nicht.
Es ist wirklich das, dass ich zielstrebig genau das am liebsten tun würde und dann ganz bewusst mich aus Angst dagegen entscheide. Und die Angst besteht darin, dass irgendetwas schlimmes passieren könnte. Obwohl ich vom Kopf her genau weiß, dass es Blödsinn ist, dass nur deswegen etwas schlimmes passiert. Genauer kann ich das nicht erklären.
Aber es ist schon irgendwie die Angst, dass zu wählen, was mich in dem Moment am glücklichsten machen würde, so als wenn ich mir selbst nicht erlauben würde, dass es mir gut geht. Vielleicht habe ich ja auch schon so viele Jahre irgendwelche Ängste, dass ich denke, wenn es mir einfach nur gut gehen würde ohne Ängste, dann würde mir was fehlen.

11.03.2017 16:53 • #3


Hotin
Zitat:
Also entscheiden kann ich mich sowieso nie.


Gut, dies ist zwar nicht Dein Hauptthema, aber hier empfehle ich Dir.
Lerne, Dich möglichst immer eindeutig für etwas zu entscheiden.
Und wenn möglich erkläre Dir selbst auch, warum Du gerade so entscheidest.
Dabei lernst Du Dich und Deine Wünsche kennen.
Zitat:
Und die Angst besteht darin, dass irgendetwas schlimmes passieren könnte.


Wenn Du das so klar ausdrücken kannst, das wirst Du auch wissen, was dieses
Schlimme ist. Du musst den Gedanken nur bis zu Ende zulassen.
Zitat:

Obwohl ich vom Kopf her genau weiß, dass es Blödsinn ist, dass nur deswegen etwas schlimmes passiert.


Das bedeutet, mit Deinem Bewusstsein gedacht, weißt Du wie es richtig ist.
Also kommt aus Deinem Unterbewusstsein ein Gedanke, der Dich an einer sinnvollen und sachlich richtigen
Entscheidung hindert. Und diesen Gedanken kannst Du nur durch eigenes Überlegen finden.
Was fühlst Du in dem Moment? Hörst Du da die Verbotsstimme von einem Elternteil?

Zitat:
Aber es ist schon irgendwie die Angst, dass zu wählen, was mich in dem Moment am glücklichsten machen würde


Hattest Du einen dominanten Vater oder eine dominante Mutter?

Bernhard

11.03.2017 17:17 • #4


Schlaflose
Zitat von Zuspruchsuchende:
Ich kann nicht mal erklären warum. Ich habe irgendwie das Gefühl, wenn ich das machen würde, was mir in dem Moment perfekt erscheint, was ich toll finden würde, was ich möchte, dann könnte ich damit etwas schlimmes auslösen.


Das gehört zum Bereich der Zwangsstörungen/Zwangsgedanken. Woher es bei dir speziell kommt, kann ich dir nicht sagen.

11.03.2017 17:22 • #5


Einsame Fuchsfrau
Hallo Zuspruchsuchende,
Mir kommt das bekannt vor mit der 2. Wahl. Ich glaube, es könnte sein, das du denkst, du hast die 1. Wahl nicht verdient!?
So ist das bei mir......zu gut ist zu auffällig, muss ich mir und anderen gegenüber rechtfertigen, erzeugt Neid und schlechtes Gewissen. Der Spruch: Schuster bleib bei deinen Leisten oder Bescheidenheit ist eine Zier. Damit bin ich aufgewachsen. Und käme mir oft bei 1. Wahl so vor, als würde ich mir was nehmen, was nicht für mich ist. Und kann es deshalb nicht geniessen sondern es beschämt mich. Ist das bei dir auch so?

11.03.2017 17:29 • x 2 #6


Danke aber bitte keine hobby Psychologie mit irgendwas aus der Kindheit. Ich hatte eine glückliche Kindheit, ich habe liebe Eltern und wegen solchen Dingen habe ich schon eine Panikattacken Therapie abgebrochen, weil der Mensch nicht die mir bekannten Angst Auslöser aus der Gegenwart akzeptieren wollten, sondern unbedingt in der Kindheit rumstochern, anstatt sich mit den richtigen Problemen zu befassen, was mich kein Stück weiter gebracht hat.
Ich hab auch kein Problem damit, dass ich mich schlecht entscheiden kann. Das ist ja auch überhaupt nicht das Thema.
Vermutlich habe ich nur Angst, mich gut zu fühlen, weil Panikattacken oftmals aus einem guten Moment heraus entstehen. Wenn man denkt, eigentlich ist gerade gar nichts schlimm. Vielleicht habe ich deswegen manchmal Angst, das zu wählen, womit ich mich am besten fühle.
Am besten vergessen wir meine Frage, das führt hier wohl zu weit. Da kommen höchstens Vorschläge, die in die ganz falsche Richtung gehen.
*THEMA BEENDET*

11.03.2017 17:33 • x 1 #7


Veritas
Ganz schön frech und undankbar. Kommt zumindest so rüber. Dann evtl. lieber Brigitte fragen statt Hobby-Psychologen...

12.03.2017 00:10 • x 7 #8


Plumbum
Zitat von Zuspruchsuchende:
Danke aber bitte keine hobby Psychologie mit irgendwas aus der Kindheit. Ich hatte eine glückliche Kindheit, ich habe liebe Eltern und wegen solchen Dingen habe ich schon eine Panikattacken Therapie abgebrochen, weil der Mensch nicht die mir bekannten Angst Auslöser aus der Gegenwart akzeptieren wollten, sondern unbedingt in der Kindheit rumstochern, anstatt sich mit den richtigen Problemen zu befassen, was mich kein Stück weiter gebracht hat.
Ich hab auch kein Problem damit, dass ich mich schlecht entscheiden kann. Das ist ja auch überhaupt nicht das Thema.
Vermutlich habe ich nur Angst, mich gut zu fühlen, weil Panikattacken oftmals aus einem guten Moment heraus entstehen. Wenn man denkt, eigentlich ist gerade gar nichts schlimm. Vielleicht habe ich deswegen manchmal Angst, das zu wählen, womit ich mich am besten fühle.
Am besten vergessen wir meine Frage, das führt hier wohl zu weit. Da kommen höchstens Vorschläge, die in die ganz falsche Richtung gehen.
*THEMA BEENDET*


Du meinst wohl, die in die Richtung gehen, die Du nicht hören willst? Eine glückliche Kindheit also... und weiter oben schreibst Du, dass Du Probleme hast Dich zu entscheiden...Propeller Eltern? Will heißen, sie haben Dich von vorne bis hinten betüdelt, jeden Ärger von Dir fern gehalten, jede Entscheidung für Dich getroffen und nun stehste da und kommst nicht klar...?

Was die Hobby-Psychologen betrifft... die meisten hier leben seit Jahren bzw Jahrzehnten mit ihren Krankheiten. Das ist von einem Hobby weit entfernt. Ich gehe sogar soweit, zu behaupten dass einige hier mehr Ahnung haben als manch Analytiker. Der zwar jede menge Fallbeispiele studiert, aber von der Praxis keine Ahnung hat.

Zuspruchsuchende was? Do moan i werst hia koa Glück ham. Hier gibts keine Betüdelung. Entweder Du willst Hilfe, dann musste Dir auch Meinungen anhören, die Dir u.U. nicht in den Kram passen oder... und da kann ich mich Veritas nur anschließen, Du versuchst es bei einer der namhaften Zeitschriften, die ja für ihre fundierte Lebenshilfe bekannt sind.

12.03.2017 00:32 • x 3 #9


Veritas
Bäääm. Das Thema kann man ja nun hervorragend verplomben (Plombe leitet sich von Plumbum ab).

12.03.2017 00:50 • x 4 #10


Hotin
@veritas, @plumbum,

Kompliment an Euch.

Klare Worte helfen meiner Ansicht nach oft gut. Auch wenn es weh tut.
Es ist, wie es ist.

Bernhard

12.03.2017 10:34 • x 1 #11



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