✔ Empfohlene Antwort
Als ich den Thread-Namen las, dachte ich, es wäre jemand gestorben. Als ich den ersten Satz las, dachte ich, Dein Mann hätte sich von Dir getrennt. Dann aber habe ich gelesen, dass es um etwas ganz anderes ging. Auch wenn ich Deinen Liebeskummer verstehe, so verstehe ich nicht Deinen Egoismus. Dein Ex-Geliebter scheint endlich das Richtige zu tun, nämlich sich zu entscheiden. Für seine Frau, für seine Ehe, gegen Dich. Euch hat vereint, dass euch beiden dasselbe fehlt. Das kann ich verstehen, aber das ist keine Lösung, an etwas festzuhalten, was zwei Ehen zerstört.
Ich wünsche Dir, dass Du darüber hinwegkommst und anfängst, kritisch über Deine Beziehung nachzudenken. Und dass Du eine Entscheidung für Deine Ehe triffst. Von dem, was Du über Deinen Mann schreibst, scheint Dein Mann Dich zu lieben. Von dem, was Du über Dich schreibst, genügt er Dir nicht. Dass es keinen Sex gibt, schreibst Du ihm allein nicht zu, also gehe ich davon aus, dass auch Du kein wirkliches Interesse daran hast, mit ihm zu schlafen. Zu so etwas gehören immer zwei.
Was mich wirklich schockt ist Deine Äußerung, dass Du es immer wieder so handhaben willst (Dir einen Geliebten zu halten). Das zeugt von einer ziemlichen Rücksichtslosigkeit Deinem Partner gegenüber, der ja ganz eindeutig keine offene Beziehung will. Und irgendwie, wenn Du schon über den nächsten Liebhaber nachdenkst, könnte man auch meinen, dass Dein Ex-Geliebter irgendwie doch austauschbar ist. Warum trennst Du Dich nicht und gibst Deinem Mann die Chance eine Frau zu finden, die ihn liebt? Bei solchen Konstellationen wird keiner wirklich glücklich.
Ich bin nicht so aktiv im Forum wie Du, und Du schreibst, dass Du immer allen Gutes tust, Dir aber keiner helfen will. Das sehe ich anders. Hier sind wirklich viele hilfsbereite Menschen unterwegs, aber keiner mag wirklich den Gedanken, dass sich hier jemand ausheult, der ohne Rücksicht auf Verluste fremdgeht und nicht das geringste Mitgefühl gegenüber den anderen Beteiligten zeigt. Vermutlich wirst Du mich jetzt dafür hassen, weil ich Dich nicht bedauere, aber ich war in einer ähnlichen Situation und kann dem Schicksal nur unendlich dankbar sein, da wieder herausgefunden zu haben. Dasselbe wünsche ich Dir auch. Der erste Schritt ist, aus Deinem Selbstmitleid auszusteigen und Dich um Deinen Mann bzw Deine Ehe zu kümmern. Lerne die Entscheidung Deines Ex-Liebhabers zu respektieren und denk auch mal an dessen Frau/Familie - wie würdest Du Dich fühlen? Ansonsten wäre sicherlich eine Eheberatung eine Idee, denn das, was einen in solche Verstrickung führt und dort gehalten hat, ist in den seltensten Fällen Liebe sondern due eigenen Defizite. Wenn Du es nicht alleine schaffst, suche Dir Hilfe.
03.01.2016 20:17 •
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