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Hi,

Früher habe ich immer geweint, wenn es mir nicht gut ging.
Das hat geholfen, die Gefühle raus zu lassen und es ging mir wieder besser danach.

Jetzt bin ich in der schwierigsten Phase meines Lebens, mit diesen Panikattacken usw.

Und ich KANN seit Monaten nicht mehr weinen, nicht ein einziges Tränchen. Nichts. Selbst wenn ich richtig deprimiert bin.

Warum?
Habt ihr das auch?

08.05.2013 18:30 • 11.05.2013 #1


26 Antworten ↓


Hmm, scheint kein schlechtes Zeichen zu sein...

Also wenn ich nicht weinen kann, dann weil mir der (potentielle) Anlass weder traurig, frustrierend/stressig noch verzweifelnd genug ist ^^

08.05.2013 18:34 • #2



Es kommen keine Tränen

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Manchmal bin ich richtig richtig traurig
Habe dann einen Kloß im Hals und würde es eben gerne rauslassen. Aber es geht irgendwie nicht.

Ich denke dann immer ich sei total gefühlskalt geworden oder so

08.05.2013 18:37 • #3


Also wenn du traurig bist, hast du ja Gefühle - dann kannst du ja schlecht "gefühlskalt" sein.
Ich würde sagen, dass dein Körper einfach nur anders darauf reagiert.

08.05.2013 18:40 • #4


Hast du schonmal dran gedacht, Depressionen zu haben? Ich kenn das davon, dass man in schlimmen Depressionsphasen auch nicht Weinen kann. Das kann im Zweifel schonmal Monate bis Jahre anhalten. Und irgendwann weicht das Deprimiert sein einer gewissen "gefühllosen" Gleichgültigkeit... Die Gefühle und die Fähigkeiten dazu schlafen quasi ein mit der Zeit

08.05.2013 18:44 • #5


Würde ich auch vermuten - wobei das bei mir genau andersherum wäre^^

08.05.2013 18:47 • #6


Da ich in Therapie bin und meine Therapeutin sagt, ich sei defintiv nicht depressiv...kann ich sagen, daran wird es nicht liegen. Klar bin ich manchmal traurig über gewisse Dinge, aber nicht dauerhaft.

Ich wundere mich eben nur.

Ich war nie besonders weinerlich, aber hin und wieder hat es doch gut getan und nun geht eben nichts mehr, ich habe das Gefühl als würde sich das dann irgendwo anstauen, wenn es nicht raus kommt

08.05.2013 19:26 • #7


Ja und da hätten wir wieder den weit verbreiteten Irrglaube, dass Depressionen bedeutet dauerhaft tieftraurig zu sein. Das ist einfach falsch, dass das das charakeristischste bei Depressionen wäre.
Aber ok, wenn deine Thera meint. Will ihre Diagnose jetzt nicht in Frage stellen ohne die Gesamtsituation zu kennen.
Aber das nicht Weinen können ist etwas das ebenfalls sehr typisch ist bei Depressionen. Wenn nicht hierbei sogar am typischsten im Vergleich zu anderen Erkrankungen.

08.05.2013 19:47 • #8


Nein so meinte ich das gar nicht. Ich weiß schon, dass Depressionen weit mehr sind. Ich bin ja eigentlich normal - oft fröhlich, macnhmal traurig, ängstlich

Nur das ich eben nicht weine. Ich habe immer zu denen gehört die nicht geweint haben in bestimmten Situationen (Abschlussfeiern etc). Aber manchmal schon. Und jetzt fühlt es sich an, als wären einfach keine Tränen da.

Ich werde mal der Therapuetin davon erzählen, bisher hab ich das nicht angesprochen.

08.05.2013 19:55 • #9


Naja, oft ist es so, dass man durch das Weinen noch etwas trauriger ist als vorher schon.

Und wenn man negatives erlebt/fühlt, beschäftigt sich das Unterbewusstsein damit und verarbeitet das Ganze meist früher oder später - auch wenn man nicht weint.

Wenn es um Dinge geht, die man nicht (mehr) ändern kann, ist es oft besser soetwas zu "verdrängen" - also dem Unterbewusstsein zu überlassen - dann träumt man halt noch davon - ist dann ganz gut, wenn man sich dann nicht daran erinnern kann

08.05.2013 20:04 • #10


Die Frage ist auch, ob dir vorher einfach nie nach Weinen war oder ob du es schon beim ersten Anflug runtergeschluckt hast und so womöglich mit der Zeit einfach gerlernt hast diese Emotionen bzw Reaktionen zu unterdrücken?

08.05.2013 20:05 • #11


Nein, vorher habe immer mal geweint, vor allem bei Liebeskummergeschichten

Gerade habe ich auch wieder so einen Kloß im Hals - würde ich weinen würde er sicher weggehen

08.05.2013 20:08 • #12


Aber du hast ja auch in vielen Situationen nicht geweint wie du selber geschrieben hast. Und da war meine Frage warum^^ ob dir in den Situationen nicht danach war oder du ob du es direkt unterdrückt hast bzw gar nicht erst hast aufkommen lassen. Wie zb in der Situation mit dem Abschlussball.

08.05.2013 20:15 • #13


Ich hab zB an meinem letzten Schultag, wo fast alle geweint haben, gar nicht geweint - obwohl oder vllt gerade weil ich fest damit gerechnet habe.
Naja, 1. fand ich die Playback-Version unseres Abi-Songs enttäuschend untraurig^^ (im Vergleich zur Klavier-Live-Version)
Und 2. war das mein letzter Schultag - das fand ich super - vermisse die Schule kein Stückchen *muhaha*

08.05.2013 20:21 • #14


Zitat von Kira90:
Hi,

Früher habe ich immer geweint, wenn es mir nicht gut ging.
Das hat geholfen, die Gefühle raus zu lassen und es ging mir wieder besser danach.

Jetzt bin ich in der schwierigsten Phase meines Lebens, mit diesen Panikattacken usw.

Und ich KANN seit Monaten nicht mehr weinen, nicht ein einziges Tränchen. Nichts. Selbst wenn ich richtig deprimiert bin.

Warum?
Habt ihr das auch?


Oh ja, dass kenne ich auch, was du beschreibst.

08.05.2013 20:25 • #15


Dubist
Das Leben macht einen härter und härter, vielleicht?
Irgendwann kommen die Tränen von ganz alleine, wenn man nicht mit rechnet, auch be dir!
Erzwingen geht fast nie!

08.05.2013 20:26 • #16


Nein ich denke dass ich dazu meistens zu positiv bin.
Ich find's gut, nicht mehr zur Schule zu müssen usw - so ähnlich wie Urifda.

Ich weine auch nur wenn mir was ganz Trauriges passiert -wenn es mich selbst betrifft,
komischerweise immer nur. Selten.
Selbst wenn Leute sterben - klingt jetzt vielleicht etwas hart - weine ich nicht viel.
Ich bin dann zwar dann sehr traurig, aber weinen tu ich nicht.

Das Leben macht einen härter. Das kann natürlich sein!

08.05.2013 20:35 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Als kleines Kind habe ich öfters weinen müssen, aber da war ich ja die Heulsuße. Und später habe ich auch noch weinen können bei traurigen Dingen bis ich so 18 war. Mein Partner sah es nicht gern, wenn ich mal weinte und so behielt ich meinen Kummer lieber für mich, was mir nicht gut tat, denn ich wurde körperlich krank und als dann meine Mutter plötzlich starb, ich war 30, ging das Weinen überhaupt nicht mehr. Das kann auch der Schock gewesen sein. Bin dann in Therapie gegangen und da kamen auch wieder Tränen und in der Reha bzw. stationären Therapie.
Vor kurzem war leider mein Schwiegervater verstorben und ich bin auch traurig darüber, aber weinen geht nicht. Das wird auch demnächst mit Thema bei meiner Therapeutin sein.

LG

08.05.2013 20:51 • #18


Ich muss aber dazu sagen, mein Partner kannte das nicht, Tränen zu zeigen, als wir uns kennenlernten, er hatte das nie gelernt. Aber ich machte dann den Fehler, meine Tränen vor ihm zu verbergen.

09.05.2013 10:27 • #19


Finja,

wie ich so raus lesen kann, tut es dir auch manchmal gut zu weinen. Und es geht nicht immer. Ja, sprich das mal in der Therapie an, mich würde interessieren, was dazu gesagt wird.

Ich bin auch der festen Überzeugung, dass man manchmal einfach weinen muss und sollte. Es wird ja nicht umsonst immer wieder gesagt, dass Menschen, die alles in sich hineinfressen eher dazu neigen, krank zu werden.
Ich fange deshalb langsam damit an, auch mal meine Meinung zu sagen, habe ich sonst nie gemacht aus Angst vor Streitigkeiten.

Ab und zu ist Weinen eben einfach befreiend -
ich sehe das als etwas Gutes an, solange es nicht überhand nimmt.

09.05.2013 11:20 • #20



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