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 Betreff des Beitrags: Ich fühle mich alleine...
BeitragVerfasst: 20.Nov.2011, 19:43 
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Registriert: 05.Okt.2010, 14:33
Beiträge: 27
Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und wollte gerne etwas loswerden.

Ich fühle mich unheimlich oft sehr alleine, trotz Partnerschaft, allerdings wohnen wir nicht zusammen. Ich muss fairerweise dazu schreiben, dass mein Partner sein Diplom schreibt und daher derzeit bis Anfang nächstes Jahr noch einige Zeit am Wochenende für sich benötigt, das verstehe ich schon.

Allerdings, sobald ich zu hause alleine bin, keinen anrufen kann, ich keinen Termin habe oder auch keine Idee habe, was ich unternehmen könnte (alleine), grübel ich so stark, dass ich in ein Loch falle, alles aussichtslos sehe, keinen Antrieb finde, in der dunklen Jahreszeit noch schlimmer, obwohl ich schon Aufgaben hätte, die ich tun müsste. Ich seit kurzem arbeitslos und bin auf Jobsuche, alleine dadurch habe ich genügend Aufgaben, aber alleine und wie eben beschrieben, schnell in diesen Kreislauf zu kommen, komme ich nicht so weiter. Wenn ich alleine bin (wohlbemerkt nicht einsam, denn Freunde habe ich schon, nicht viele, aber wenige), dann schaffe ich einfach nichts. Ich fange an mich zu bemitleiden, über Vergangenheit und Zukunft zu grübeln, Dinge, die ich vllt hätte in der Vergangenheit anders lösen können, bzw. Ängste, was die Zukunft bringt.

Ich weiß nicht so recht, was ich dagegen tun soll. Ich hätte Lust bei vielem anzumelden, VHS Kurs, andere Kurse, ABER alles kostet Geld, was ich nun nicht habe. Ich gehe auch alleine raus, laufe durch die Geschäfte, telefoniere etc. aber irgendwann, wenn ich das durchhabe, dann ist mir langweilig. Ich bin leider ein Mensch, der zu viel denkt, es auch nicht einfach abstellen kann und sich somit selbt oft im Weg steht. Hinzu kommt auch die soziale Phobie, aber nur bei Leuten, die mir nahe stehen (aus Angst sie zu verlieren oder eben bei Kollegen, sprich mit Menschen, mit denen ich auf lange Sicht zusammen arbeiten soll, aus Angst vor Fehlern, die man mir ewig vorwerfen könnte), es ist komisch, aber ich habe keine Angst vor fremden Menschen, ich kann jeden fremden ansprechen, ohne, dass ich Panik bekomme. Anders herum wäre mir manchmal lieber, also Angst vor fremden Menschen und Sicherheit bei den Menschen, die mir nahe stehen, dadurch kann ich mich immer schwer fallen lassen oder einfach ich selbst sein.Ich fühle mich immer verkrampft.

So und nun zurück zu meinem Thema, was ich tun könnte, habt ihr Lösungen?? Was macht ihr so alleine, ob in einer Partnerschaft oder auch als single, hinzu ohne viel Geld und seid ihr dann wirklich glücklich und könnt die Zeit alleine genießen??

Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich fühle mich alleine...
BeitragVerfasst: 22.Nov.2011, 00:22 
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Registriert: 05.Okt.2010, 14:33
Beiträge: 27
Schade, dass mir keiner antwortet....

Würde mich so über Austausch freuen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich fühle mich alleine...
BeitragVerfasst: 22.Nov.2011, 00:46 
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Registriert: 17.Okt.2011, 21:27
Beiträge: 88
Ich erbarme mich mal:)

Aber auch nur, weil ich deinen Nick so toll finde;) Nein, im Ernst, damit hat das nichts zu tun...

Ich kenne das Gefühl, wenn man in einer Partnerschaft viel alleine ist und die Partnerin viel mit sich selbst beschäftigt ist. Ich kann damit auch nicht so wirklich umgehen, weil ich ein Mensch bin, der Nähe ganz gerne hat..
Du sprichst davon, das du soviel grübelst und nachdenkst. Vermutlich kommst Du dann auch zu nichts, weil Du den ganzen Haufen an Arbeit siehst und einfach nicht anfangen kannst. Mach Dir doch einfach einen Plan für jeden Tag und was Du erledigen willst. Und auch nur 1-2 Dinge, damit Du dich nicht überforderst.. Und wenn Du dann die Sachen erledigt hast, dann belohnst Du dich selbst mit irgendwas :) Sei es ein Stück Schokolade oder vielleicht eine Folge deiner Lieblingserie oder einfach ein entspannendes Bad.

Worüber ich viel nachgedacht habe, ist deine Sozialphobie... Das finde ich extrem merkwürdig, dass die sich nur bei Dir nahestehenden Personen äußert. Ist das nicht eher eine Verlustangst, die Du hast?
Bei einer Sozialphobie könntest Du garnicht erst auf fremde Menschen zugehen... Wenn Du bei den Menschen verkrampfst und nicht du selbst sein kannst... Was geht Dir da durch den Kopf? Im ersten Moment fiel mir ein Minderwertigkeitskomplex ein... Sprich bei dir bekannten Personen gibt es einen Wesenszug, den Du vielleicht selbst nicht hast oder einfach gerne hättest und deswegen unsicher wirst, weil Du dich "unterlegen" fühlst.

Naja und um auf die Frage mit dem Geld noch einzugehen :) Ich hab zur Zeit auch recht wenig Einkommen und ich erfreue mich einfach an den kleinen Dingen des Lebens. Sei es einfach ein Spaziergang, das Sitzen am Strand und aufs Meer zu schauen oder der Austausch mit einem Menschen, den ich hier kennengelernt habe und der mir extrem ans Herz gewachsen ist.
Sowas fällt den meisten auch schwer, weil die meisten einfach keinen Blick mehr für sowas haben oder anderen Dingen hinterher rennen, die eigentlich total unwichtig sind, wenn man es sich mal genau überlegt...

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen helfen :)

Liebe Grüße
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich fühle mich alleine...
BeitragVerfasst: 12.Dez.2011, 17:24 
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Registriert: 05.Okt.2010, 14:33
Beiträge: 27
Huhu han123,

erst mal vielen Dank, dass du mir geschrieben hast und großes sorry, dass ich erst nach Tagen antworte, aber hier kommt meine Antwort. :)

Du sprichst davon, das du soviel grübelst und nachdenkst. Vermutlich kommst Du dann auch zu nichts, weil Du den ganzen Haufen an Arbeit siehst und einfach nicht anfangen kannst. Mach Dir doch einfach einen Plan für jeden Tag und was Du erledigen willst. Und auch nur 1-2 Dinge, damit Du dich nicht überforderst.. Und wenn Du dann die Sachen erledigt hast, dann belohnst Du dich selbst mit irgendwas :) Sei es ein Stück Schokolade oder vielleicht eine Folge deiner Lieblingserie oder einfach ein entspannendes Bad.

Es gibt Tage, da grübel ich fast nur, aber komme nicht zu dem Wesentlichen, was mich im Leben weiter bringt. Derzeit sind es bewerbungen schreiben, was als Punkt ganz oben steht. Ja, warum komme ich eigentlich nicht dazu, obwohl die Zeit da ist?? Es ist eine Kette an Gedanken. Na klar könnte ich mich bewerben, tue es auch nur nicht genug, aber dann fressen mich meine Gedanken auf. Ich habe ein schwaches Selbstbewusstsein, viele negative Erfahrungen von Mitmenschen (früher in der Schule =Mobbing) miterlebt und es prägt bis heute. Ich denke, dass ist ein Teufelskreislauf. Denn auf der einen Seite weiß ich sehr wohl, wie ich weiter komme und was ich tun müsste, aber auf der anderen Seite halten mich die Gedanken davon ab, es sind viele Ängste. Auch hier ein Kreislauf, denn zu viele Ängste hindern am Weiterkommen, obwohl man es könnte. Von außen (von manchen Freunden) bekomme ich inzwischen doch arg viel Druck gemacht, natürlich auch nur mit dem Hintergrund, dass ich bald wieder Arbeit finde und jeder 40Stunden die Woche arbeiten muss. Ich lebe im Moment von ALG1. Die Leute meinen es nicht schlecht mit mir, auch dass weiß ich, sie wollen nicht, dass ich abrutsche, aber auf der anderen Seite fühle ich mich missverstanden, weil diese Menschen es nicht kennen, nicht nachvollziehen können und keine Ahnung haben, was DEPRESSION ist. Sie denken bloß "mach doch mal...", "du musst....", "willst du wirklich weiterhin auf Kosten vom Staat leben..." (ganz ehrlich nein, aber durch viele Umstände bin ich nun an dem Punkt angekommen und möchte selbst nach vorne sehen!) Ich denke, dass diese menschen mir mehr auch nicht helfen können, sie geben schon alles, aber trotzdem kommt es nur als ein kleiner Teil an Hilfe bei mir an. KLingt komisch, aber so fühle ich. Manchmal frage ich mich selbst, was sie anders machen sollten?? Schwer zu beschreiben. Viele menschen versuchen sich in einen depressiven hinein zu denken/fühlen, man merkt einen anderen Umgang und die, die es nicht wollen und auch nicht können, das machts einfach unendlich schwer, weil sie Worte benutzen, die mich nur noch mehr verletzen, es hilft mir dann nicht weiter. In dem Moment sinke ich meist tiefer. Es ist einfach eine doofe Mischung, auf der einen Seite weiß ich, dass ich nur selbst daraus komme, es irgendwie nicht schaffe und auf der anderen Seite sehe ich vieles als negativ und schwarz vor Ängsten und Unsicherheiten, sodass ich garnicht erst raus komme. Ich hasse das selbst.

Sicherlich hast du recht han123, dass ich nur weiter komme, wenn ich mir kleine Pläne mache, immer mal so 1-2 Punkte am Tag vornehme und dass dann auch schaffe. Trotzdem plagt mich hinterher ein schlechtes Gewissen "oh man, ich hätte mehr schaffen können, es ist zu wenig..." Somit bin ich, trotz dem, dass ich was getan habe, wieder schlecht drauf. Ich denke das kommt daher, dass ich mich schnell überfordert fühle und das Gefühl habe, dass alle anderen (Freunde, andere Menschen) viel mehr und schneller schaffen und ich nur lahm hinterher hinke. So etwas macht auch einsam. :(

Worüber ich viel nachgedacht habe, ist deine Sozialphobie... Das finde ich extrem merkwürdig, dass die sich nur bei Dir nahestehenden Personen äußert. Ist das nicht eher eine Verlustangst, die Du hast?


Ich denke, da triffst du den Punkt sehr gut. Das mag schon mehr der Hintergrund sein von Verlustangst, Ängste was falsch zu machen, zu große Fehler zu machen, diese ewig vorgeworfen zu bekommen (mehr als bei anderen), letztlich die Angst, wenn ich diese Kette weiter denke, alleine da zu stehen und mir selbst am Ende die Schuld zu geben.

Naja und um auf die Frage mit dem Geld noch einzugehen :) Ich hab zur Zeit auch recht wenig Einkommen und ich erfreue mich einfach an den kleinen Dingen des Lebens. Sei es einfach ein Spaziergang, das Sitzen am Strand und aufs Meer zu schauen oder der Austausch mit einem Menschen, den ich hier kennengelernt habe und der mir extrem ans Herz gewachsen ist.
Sowas fällt den meisten auch schwer, weil die meisten einfach keinen Blick mehr für sowas haben oder anderen Dingen hinterher rennen, die eigentlich total unwichtig sind, wenn man es sich mal genau überlegt...


Das stimmst, da hast du recht. Bei mir schwankt es, so Tage und so Tage, aber wenn ich einigermaßen ausgeglichen drauf bin, dann kann ich mich an kleinen Dingen auch wunderbar erfreuen.

Mir geht zur Zeit wieder viel durch den Kopf und so recht komme ich nicht weiter...

LIebe Grüße...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich fühle mich alleine...
BeitragVerfasst: 12.Dez.2011, 18:00 
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Registriert: 05.Okt.2010, 14:33
Beiträge: 27
Muss noch was ergänzen...

Ich glaube, das gefühl der Einsamkeit bei mir kommt schlicht und einfach auch daher, weil ich bei vielem negativ denke, schwaches Selbstbewusstsein, Ängste was falsch zu machen, Fehler zu machen, Verlustangst usw. Wenn man bei allem, was man tut, ob für ändere oder für einen selbst und man danach oder währenddessen all diese Gedanken als Kette nonstop im Kopf ablaufen hat, raus und runter, dann ist es doch fast schon selbstverständlich, dass man nicht weiter kommt und auch aus Angst vor Ablehnung bei seinen Freunden und diese permanente echt sehr starke Angst (somit man nicht so wirklich sich selbst sein können) daraus diese große starke Einsamkeit kommt. Wobei ich hier Einsamkeit eher durch das Gefühl von alleinesein ersetzen sollte.

Wenn ich hier so im Forum lese und manche wirklich überhaupt keine Freunde haben und hinzu keinen Kontakt zu der Familie, dann denke ich mir immer, im Grunde habe ich Freunde, wenn auch weniger und super Kontakt zu meiner Mutter, einen lieben Freund und suche automatisch laufend das Haar in der Suppe, nämlich das Negative, was mir das gefühl des alleineseins gibt.

Ich bin 25Jahre, ich habe mittlere Reife, eine abgeschlossene Ausbildung, mehrere Jahre dort gerarbeitet, nun ohne Job und aus Angst vor allem weiß ich nicht, was ich nun tun soll. Ich traue mir nichts zu, ich könnte Abi nachmachen, ich könnte auch nochmals eine AUsbildung starten, ich könnte studieren etc. Sorecht weiß ich nicht, was ich tun soll, hab Angst, ob ich das schaffe und durchhalte etc. Gut, nebenbei ist da noch die Sache mit dem Geld, es gibt ja nur bis 30Jahre Unterstützung vom Bafög. Hab Angst, dass mir so langsam die Zeit wegrennt und ich nur wegen der Depression nicht weiter komme. Bei nur wenigen Perspektiven kommt mir innerlich ein Gefühl von "ja, das möchte ich machen..." Ich bin ein Mensch, der zwar was kaufmännisches gelernt hat, aber viel besser in einen sozialen Beruf hinein passt. Wenn ich doch bloß einen Weg hätte, wo ich das Gefühl habe, dass schaffe ich. Ich bin so unsicher, mir fehlt der halt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich fühle mich alleine...
BeitragVerfasst: 14.Dez.2011, 18:30 
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Registriert: 05.Okt.2010, 14:33
Beiträge: 27
Mir darf auch jeder andere gerne antworten, ich nehme gerne Tipps an, falls jemand unter ähnlichen Symptomen leidet!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich fühle mich alleine...
BeitragVerfasst: 15.Dez.2011, 03:48 
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Registriert: 02.Dez.2011, 02:58
Beiträge: 7
hallihallöchen,

die gefühle, die du beschreibst kenne ich nur zu gut, leider :roll:
mir fehlt auch der antrieb, ich müsste schon lange lange mit meinem studium fertig sein - aber ich bin mittlerweile auch schon so tief abgerutscht, dass ich nichts mehr hinkriege. selbst nur skripte lesen klappt selten, da ich meinen kopf nicht klar kriege. bin auch in einer beziehung, aber er ist extrem rational und logisch und ich extrem gefühlsbetont. ich kann ihm nicht klarmachen, was mir fehlt. wir sind vor kurzem umgezogen und es stappeln sich die umzugskartons, und da er vollzeit arbeitet ist das selbstverständlich mein problem. nicht nur, dass ich total ausgebrannt bin vom studium, familie und depressis, sondern jetzt hab ich nicht einmal mehr das gefühl ein richtiges zuhause zu haben - fühle mich wie ein gast, weil alles unfertig ist. zum reden habe ich auch niemanden, alle denken, oh ja, die kriegt das schon hin - welchen preis ich im leben immer dafür gezahlt habe, darüber denkt niemand nach.

zum punkt: was dir - und mir ganz bestimmt - fehlt ist zuneigung und ein bißchen mehr stärkung des selbstwertgefühls. man hat immer leute um sich, die einen versuchen zu puschen, in den arsch zu treten oder tips geben wollen, wie man es besser machen kann bzw. die einem erklären was man nicht machen darf! aber verdammt nochmal, ist es denn so schwierig jemanden mehr in den arm zu nehmen und ihm das gefühl zu geben, dass er nicht ganz alleine dasteht mit dem mist??? so worte wie: "ach, komm, dass kriegen wir schon zusammen hin.", "mach dir keine sorgen, ich bin immer für dich da.", "zweifele nicht so viel an dir selbst, du bist toll und ich weiss du schaffst das." - habe ich in meinem leben noch nie zuhören bekommen! :evil:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich fühle mich alleine...
BeitragVerfasst: 17.Dez.2011, 17:24 
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Registriert: 05.Okt.2010, 14:33
Beiträge: 27
Zitat:
so worte wie: "ach, komm, dass kriegen wir schon zusammen hin.", "mach dir keine sorgen, ich bin immer für dich da.", "zweifele nicht so viel an dir selbst, du bist toll und ich weiss du schaffst das." - habe ich in meinem leben noch nie zuhören bekommen! :evil:


Hey padjeemo,

da sprichst du mir aber ganz schön aus der Seele. Diese Sätze wünsche ich mir auch so sehr, da das dann wirklich pusht. Natürlich ist das letztlich die Aufgabe eines jeden selbst, ob er selbstbewusster werden möchte, denn sonst macht mich sich umgedreht nur selbst wieder ganz klein, weil man sich zu sehr auf die Worte des anderen verlässt und die Gefahr in die Abhängigkeit zu rutschen, ist nicht weit entfernt. Du verstehst sicherlich, was ich meine. Ich weiß, wie du das schon meinst. Ich kenne diese Worte von meinem Freund auch nicht, wobei ich gerade denke, ganz ehrlich - Ich glaube, er hat den Po selbst nicht in der Hose, denn mein Freund ist selbt jemand, wo das Selbstbewusstsein so gut wie nicht vorhanden ist.- Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich (nicht nur mich, sondern ihn mit) megr pushen müsste. Sätze wie "du schaffst das, ich glaub an dich", "zusammen bekommen wir das hin", "du packst das, ich stehe hinter dir", all diese Sätze könnte ich ihm genauso sagen. Das Schlimme ist leider oft nur (habe damit weniger ein Problem dies auch zu tun), aber er glaubt es nicht, wenn ich so Sätze dann sage. Ein kleines Beispiel: Mein Freund schreibt zur Zeit zum zweiten Mal sein Diplom. Letztens sagte ich zu ihm: "Du schaffst das, ich habe ein gutes Gefühl bei dir, das klappt ganz sicher!" Möchte ihm Mut machen und glaube auch wirklich, dass es nun klappt. Ganz trocken und kühl von ihm: "Das hast du beim ersten Mal auch gesagt..." Da ist alles Mut zusprechen, all das, was ich mir von ihm wünsche, dass ist dann mit dem einen Satz bei mir wie weg. Ich denke dann nur: Dann eben nicht. Ich bin dann verletzt und traurig. Er wird es aus dem Grund (in meinem Falle) nicht können, er sagt immer: "Was sind schon Worte, Taten helfen mehr..." Klar, das stimmt, aber für das emotionale für beide Seiten, ist das doch auch so wichtig. Taten sollten hinzu folgen. Warum ist das so schwer?

Ich fühle mich oft nicht wohl in der Beziehung, vieles klappt bei uns nicht, vieles bleibt an mir hängen und ich fühle mich damit überfordert. Alleine, dass er mal vorausschauend denkt, wäre mir schon eine Hilfe.

Klar, kann man als Paar reden, die Dinge klären, sollte man auch, aber jeder hat nun mal so sein Trott, seinen Charakter und sein denken, was soll man da tun??? Ich hänge oft (Depression lässt grüßen) in der Endlosschleife, zwischen habe ich zu große Anforderungen oder Erwartungen an uns an ihn, sollte ich weniger Erwartungen haben, wäre ich dann glücklicher?? Ihn auch ihn sein lassen, nicht ändern wollen, wäre ich dann glücklicher??? Oder habe ich eben Erwartungen, die normal sind, die ich nun nur, weils nicht klappt in Frage stelle und welche mit einem anderen partner für selbstverständlich wären??? Ich weiß mir keine Antwort und hänge oft in der Luft. Mich nervt das.

Ich bin eigentliche keine dominante Frau, aber ich glaube, dass er das, wie ich bräuchten. Ich meine mit dominante Art, nicht gleich arrogant und sich unterwürfig fühlen, sondern einfach mal gewisse Dinge in die Hand nehmen, einfach ohne viel Denkerei und auch im Leben stehen. Mein Freund ist an dem Punkt noch nicht, vllt kommt er da noch hin, aber bei uns ist dadurch viele Diskutierei und Schwankerei, weil jeder aus Angst es dem anderen Recht machen möchte und dadurch kein gerader Weg zustande kommt. Ob das auf Dauer klappt, bezweifel ich. im Grunde klappt ganz wenig bei uns, ich frage mich schon, ob das gut für eine Beziehung ist?! Gewisse Grundlagen sollten in meinen Augen ohne viel diskutieren, reden machen tun, da sein, aber die stimmen noch nicht mal. Das ist so wie, wenn die Grundsteine für ein Haus nicht stimmen, aber das Haus komplett weiter gebaut werden soll, ohne dass die Grundsteine so zu recht gerückt werden, das alles hält, das kann ja nicht halten. Hinzu das Emotionale.

Puhh, viel Text, aber leider ist es so die Realität bei mir.

Na dann können wir uns ja padjeemo die Hand reichen, zumindest sind wir nicht alleine mit allem auf der Welt!


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