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Zitat von Kiki72: Aber gefühlt würde ich gerade jeden nehmen der kommt um eben in manchen Situationen nicht mehr alleine zu sein.
Servus Kiki,
so sehr auch ich es nachvollziehen kann - aber wenn man den einen nicht loslässt, fehlt meist der "Platz" für einen Neuen. Und so geht es Tag um Tag, Monat um Monat... Dazu kommt die Gefahr der Co-Abhängigkeit. Und irgendwann "ist das Leben verspielt" oder man findet sich in einer Situation, die man nie wollte.
Du könntest auch mal die Perspektive Deines Partners einnehmen: Ist es schmeichelhaft zu wissen, dass man für die Partnerin nur einen Wert hat, weil sie nicht alleine sein will? Letztlich
förderst Du indirekt weiter seine Suchtentwicklung, da Du das Beziehungssystem (Süchtiger-Suchtmittel-Soziales Umfeld) stützt. Erst wenn ein wichtiger Pfeiler des "Suchtkartenhauses" wegbricht, kann auch bei ihm eine Veränderung eingeleitet werden. Das ist dann allerdings
seine Entscheidung/Chance.
Oftmals ist sogar danach (bei einer eventuell dauerhaften Abstinenz seinerzeits) wieder eine (heilsamere) Beziehung möglich, die u. U. große Möglichkeiten bietet. Aber indem Du ihm
jetzt die Stange hältst und ihm sogar noch nachläufst, verhinderst Du jede Möglichkeit zur Veränderung.
Es ist ein gerüttelt Stück Mitverantwortung, das man als Partner(in) trägt. Das gilt vor allem in Beziehungen mit Suchtproblematik.