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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 20.Jun.2010, 21:09 
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Registriert: 09.Jun.2010, 13:42
Beiträge: 33
Das wurste mir wohl böse nehmen, auch wenn es nicht so gemeint ist, aber die initative solte von dir ausgehen. Versuch doch einfach mal erst ins Internet wenn du mit deinen Sachen durch bist.
Klingt neunmalklug, sorry.


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 21.Jun.2010, 08:39 
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Registriert: 14.Jun.2010, 22:12
Beiträge: 32
Wohnort: Mannheim
Schließe mich Idod völlig an. Ich weiß, wie schwer es ist, mit etwas wieder anzufangen, wenn man es schon so stark vernachlässigt hat! Ich habe es selbst mehrmals erlebt. Aber leider gibt es keinen anderen Weg als den durch Schmerz. Es ist ja auch sowas wie Wachstumsschmerz (diese Vorstellung hilft vielleicht ein Bisschen). Fest steht: auf etwas zu warten, was dir endlich den Anstoß gibt, kann böse enden. Du trägst die alleinige Verantwortung. Deshalb: fang mit etwas Leichtem an! Räume doch einfach mal dein Zimmer auf. Bei mir hat das "erstmalige" Aufräumen des Zimmers einen ganzen Tag in Anspruch genommen (und das obwohl es gerade mal 8m² groß ist). Und wenn du damit durch bist, wirst du sehen, dass es dir ein kleines Stückchen besser geht, garantiert!


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 22.Jun.2010, 22:43 
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Registriert: 09.Jun.2010, 20:55
Beiträge: 1118
nun, gestern habe ich mal etwas aufgeräumt . und heute sieht es mindestens genauso schlimm aus, eher noch schlimmer.


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 23.Jun.2010, 08:27 
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Registriert: 14.Jun.2010, 22:12
Beiträge: 32
Wohnort: Mannheim
Das ist schon mal ein Anfang. Wenn du findest, es sieht immer noch schlimm aus, dann kannst du mal versuchen, dein Zimmer zu "optimieren": vielleicht die Möbel umstellen, deine Sachen sortieren etc. Und dann versuchen, es ordentlich zu halten, also keine halben Sachen. Ich weiß nicht, wie es bei dir aussieht, aber bei mir was es extrem: Klamotten lagen auf dem Boden, überall Bücher, Kleiderschrank völlig durcheinander, Computertisch voll mit Zetteln und Zeug, das ich schon seit Wochen nicht brauchte, und die restlichen Schränke voll mit "Elektroschrott" (Übrigens: der Großteil der Sachen in meinem Zimmer war nach der Aktion im Müll gelandet, vielleichst solltest du dir auch überlegen, ob es vielleicht Sachen gibt, die du wirklich nicht mehr brauchst, die aber zum Wegschmeißen "zu schade" sind?). Es hat auch noch gestunken, weil ich seit Wochen nicht geputzt habe. Also, mache dir ein Bild davon, wie dein Zimmer aussehen soll, wo du dich wohl fühlen würdest, und dann setzte es Schritt für Schritt um. Ich weiß, es kann vielleicht sinnlos oder übertrieben klingen, aber das ist wichig, denn wenn du das schaffst, kannst du dich auf andere Sachen besser konzentrieren und das Chaos im Zimmer stört dich dann nicht mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 24.Jun.2010, 20:53 
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Registriert: 09.Jun.2010, 13:42
Beiträge: 33
30secondstomars hat geschrieben:
nun, gestern habe ich mal etwas aufgeräumt . und heute sieht es mindestens genauso schlimm aus, eher noch schlimmer.




Dann biste noch nicht fertig :p ;)

ansonsten stimme ich voll Andrey zu.


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 25.Jun.2010, 13:35 
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Registriert: 09.Jun.2010, 20:55
Beiträge: 1118
letztens war ich in einem seminar. der raum fasste so ca 30 leute. ca 40 waren jedoch da.
ich hatte mich neben eine mitstudentin gesetzt und noch schnell etwas schriftlich vorbereitet. manche leute strömten noch in den sitzungsraum.
als ich nach konzentriertem arbeiten wieder aufblickte sah ich, dass der komplette raum voll war und hinten die leute eng gequetscht aneinander saßen. provisorisch und unbequem.
nur der stuhl rechts von mir war frei. (!) ich versteh es wirklich nicht.anscheinend sehe ich so furchterregend aus, dass niemand neben mir sitzen will. da ich ja am schreiben war habe ich auch niemanden "bös angeguckt". das sind solche momente die mich emotional runterziehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 25.Jun.2010, 14:48 
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Registriert: 23.Okt.2009, 13:37
Beiträge: 54
Mensch,

ich kann das gut nachfühlen, was ihr schreibt. Gerne würde ich trösten, wenn du schreibst, dass Leute sich nicht in deiner Nähe aufhalten wollen oder dieser Freund sich von dir abgewendet hat.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir versichern: Es liegt definitiv nicht an deinem Wesen und an deinem Aussehen. Es hat eher mit Ausstrahlung zu tun, wie auch die anderen schreiben. Ich habe es selbst an mir gemerkt. Wenn ich nicht gut drauf bin, wütend bin oder meine Gedanken mal wieder Karussel fahren, dann sterben die Blickkontakte ganz schnell ab. Wenn ich aber richtig "bei mir bin", positive Gedanken habe, erfüllte Momente mit Menschen erlebt habe, dann schauen mich viel mehr Menschen an. Wildfremde halten mir auf einmal die Tür auf, machen mir Komplimente, etc.

Die Frage ist nur: Was kann man anstellen, um langfristig zufrieden mit dem Leben zu sein? Eine komplexe Angelegenheit, in den Antworen stehen schon ganz gute Hinweise. Wohnung aufräumen (wenn du keine Lust hast, dann lies zum Einstieg "simplify your life"), überflüssigen Kram wegwerfen und ja - den Gang zum Psychologen halte ich auch für eine gute Idee. Aber: Schau dir mehrere an! Von einem Gleichgültigen würde ich auch die Finger lassen. Wichtig ist, ob du das Gefühl hast, demjenigen vertrauen zu können, dass er professionell wirkt und du nicht den Eindruck hast, dass er selbst noch an seinen eigenen Psycho-Problemen bastelt. Denn meiner Auffassung nach hilft eine reale, verlässliche Beziehung, sich zu entwickeln - und wenn es am Anfang eben die Beziehung zu einem Psychologen ist.

Fühl dich gedrückt, Anni


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 25.Jun.2010, 23:52 
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Registriert: 09.Jun.2010, 20:55
Beiträge: 1118
hallo anni, danke für deine wohltuenden zeilen.

also,wie gesagt, ich bin absolut mit meinen nerven am ende.
jahrelang habe ich die füße still gehalten und an das gute bei anderen geglaubt, aber jetzt habe ich einfach nur genug und fühle mich gleichzeitig kraftlos. ich existiere, leben tue ich nicht.

wenn ich dann solche job /werbeanzeigen lese mit fragen wie " haben sie freude am umgang mit menschen? dann bewerben sie sich bei uns!" , da wird mir innerlich leicht mulmig.

ich meine, ich bin doch kein Verbrecher oder stinke fürchterlich oder habe zerrissene klamotten an ?!?



von den ratgebern bzw. psychologe als wissenschaft halte ich jetzt mittlerweile nicht so viel , lese aber trotzdem hin und wieder solch ein buch.


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 26.Jun.2010, 09:32 
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Registriert: 14.Jun.2010, 22:12
Beiträge: 32
Wohnort: Mannheim
30secondstomars hat geschrieben:
jahrelang habe ich die füße still gehalten und an das gute bei anderen geglaubt, aber jetzt habe ich einfach nur genug und fühle mich gleichzeitig kraftlos.


Heißt im Klartext: du hast gehofft (und hoffst immer noch), dass andere für dich und dein Wohlbefinden sorgen werden oder verantwortlich sind. Andersherum ausgedrückt: du hast die Verantwortung für dich selbst aufgegeben oder gar niemals übernommen und hast dich von anderen abhängig gemacht. Und du wurdest notwendigerweise enttäuscht.

Es tut mir leid, dass ich es so ausdrücken muss - es wird dir wahrscheinlich nicht gefallen haben, aber es scheit für mich einfach nur die Wahrheit zu sein, bin ich doch selber in einer ähnlichen Situation gewesen wie du. Ich kenne sehr gut das Gefühl, das du beschreibst.

Ich weiß nicht, ob du dir darüber im Klaren bist: du musst aktiv werden. Und du musst wirklich für den Moment den Versuch aufgeben, bei anderen irgendwie anzukommen oder nachzudenken, warum du bei anderen nicht ankommst. Stattdessen solltest du erstmal mit dich selbst beschäftigen, also reflektieren, persönliche Ziele setzen, Pläne erstellen und diese auch umsetzen, und am besten mit einfachen Dingen anfangen. Wenn du ein Ziel erreichst, dann kannst du dich selbst loben, dir irgendwie eine Freude machen und stolz auf dich sein. Wirklich, du sollst ernsthaft über diese Fragen nachdenken:

Worauf wartest du? Was soll (oder kann) deiner Meinung nach passieren, was dein Leben besser machen wird? Was muss anders sein oder geändert werden, dass es dir besser geht? Ist es realistisch? Denkst du, du musst was dafür tun?

Die Tipps, die ich dir gebe, sind alle durchaus realistisch. Und ich denke, jeder, der solche Tiefs durchgemacht hat, wird mir zustimmen, dass sie in gewisser Hinsicht alle hilfreich sind. Aber, ob du immer noch irgendwelche Illusionen hast?


P.S.
Wenn du Musik magst, hier ein Paar motivierende Lieder :wink:
http://www.youtube.com/watch?v=pCynxY_S1gw
http://www.youtube.com/watch?v=ntm1YfehK7U


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 26.Jun.2010, 13:53 
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Registriert: 09.Jun.2010, 20:55
Beiträge: 1118
ich bin aktiv , stoße aber meist auf ablehnung. immer nur ablehnung , ausreden und leere versprechen. man will sich (aufgrund meines aussehens) nicht mit mir in der öffentlichkeit sehen lassen. andere wollen nicht ihre (wertvolle) freizeit mit mir verbringen. entweder werde ich ignoriert oder verarscht.
und daran kann kein psychologe etwas ändern.


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