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S

30secondstomars
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61
Mitglied seit:
hallo und einen schönen guten abend,
bin neu hier und schildere mal kurz und knapp meine probleme.

Bin mittlerweile 28, fühle mich wie ein Versager, der in Selbstmitleid bzw. Jammerei ertrinkt.

An mein Alter werden gewisse Erwartungen gestellt, aber ehrlich gesagt bin ich von meinem Entwicklungsstand eher bei 18-19 Jahren.

die harten Fakten:

Habe immer noch keine richtige Erstausbildung , habe zwar eine Ausbildung gemacht die mir aber nichts bringt. Weiss immer noch nicht was ich will, aufgrund meiner Matheschwäche ist meine Wahl sehr sehr eingeschränkt.

Stehe also in diesem fortgeschrittenen Alter ohne Ausbildung da.

Habe seit Jahren keine richtigen Freunde mehr bzw. bin enttäuscht worden oder an die falschen geraten.
Oder habe mich auch daneben benommen, denn mir fehlt es an sozialer Kompetenz. (egoistiches einzelkind)

Keine feste Freundin . Vielleicht alle 5 Jahre mal eine kurze Beziehung. (wenn dann die Probleme ans Licht kommen ist diejenige wieder weg oder ich breche aus Bindungsangst die Bez. ab)

Kein Erfolg :

studium überfordert mich teilweise, bin kurz vor Abbruch. (2.semester)
Weiss nicht ob ich hier oder woanders oder ueberhaupt noch studieren werde?
(das gleiche nochmal oder was anderes ......habe keine alternativen eigentlich)

teilweise bin ich faul,desorganisiert, plan- und disziplinlos, ohne Ehrgeiz & Willen, verlangsamt im Denken & Handeln.

Ich bräuchte eine "kopfklärung" . mein Kopf ist ein riesiges Durcheinander, absolutes Chaos. So wie mein Zimmer . Ich wohne allein und es ist sehr belastend für mich, den ganzen Tag alleine zu verbringen.
Aber ich kann auch nicht in dem Alter zu meinen Eltern zurück (?!)

ab und zu gehe ich joggen aber es bringt nur kurzzeitig entspannung und gute laune.

Habe an der Uni keinen Anschluss gefunden: vielleicht wegen dem Altersunterschied, dem optischen Unterschied (sehr goßer kopf) (sehe 4-5 jahre juenger aus )oder meinem komischen,unsicheren Verhalten ?

aber wie soll ich sozialer werden, wenn ich aus Gruppen ausgeschlossen werde. ein teufelskreis.
und alleine fehlt mir bei vielen dingen der elan.

Wenn ich mich mit anderen nett unterhalte und die sich vor meinen Augen verabreden aber mich nicht mitnehmen . Vielleicht rede ich nur lächerliche Sachen oder uninteressante.
Weiss schon gar nicht mehr was ich sagen soll, vielleicht wirke ich zu langweilig und steif.

Bin bei einer Psychologin , die Gespräche sind gut , aber ich denke es reicht nicht um mich komplett zu ändern.

Was soll ich nur tun ?

Für meine Familie bin ich der faule Versager.

31.12.2013 #1


367 Antworten ↓
P

Pilongo
Gast

Du musst dich ja nicht handwerklich betätigen, es gibt auch andere Ausbildungsberufe die den Geist fordern und nicht so sehr die Geschicklichkeit. Als Rechtsgehilfe z.B. hättest du bestimmt gute Chancen weil du durch das abgebrochene Studium schon ein bisschen juristisches Hintergrundwissen hast. Ausbildungsberufe fordern auch sehr, aber eben anders. Meine Mom ist z.B. Einzelhandelskauffrau, sie braucht viele Soft-Skills wegen der oft gestressten oder gar zornigen Kundschaft, muss flexibel sein und sich auch mal an die Kasse setzen können wenn niemand da ist und sie muss das Interesse ihrer Kunden an saisonalen Produkten einschätzen und darf weder zu viel noch zu wenig bestellen um der Nachfrage gerecht zu werden. Sie muss sich mit Vertretern beraten, die Präsentation in den Regalen ansprechend gestalten, und sie muss sich gleich auf mehreren Fachgebieten gut auskennen weil sie sowohl in den Abteilungen Haushalt, Spielwaren, und Elektronik arbeitet. Meine Mom weiß mittlerweile mehr über Fernseher-Anschlüsse oder Sat-Receiver als die meisten Männer aus meinem Verwandtenkreis.
Ich sag das nur um zu zeigen: Eine Ausbildung ist nicht winderwertig im Vergleich zum Studium wie Viele nach dem Abitur denken. Ein Ausbildungsberuf ist auch sehr fordernd. Bloß eben anders.

Zum Studieren gehört die Studierfähigkeit, und die geht meist mit der Fähigkeit zur Selbstorganisation einher. Ich hab erst letzte Woche mit zwei Diplom-Psychologen gesprochen, der eine hatte fertig studiert, durfte aber von der Kasse aus bloß Motivationskurse für Behinderte abrechnen und musste sich seine restlichen Brötchen selber verdienen, und die Andere macht seit vier Jahren nur Praktika und lebt quasi an der Armutsgrenze weil sie sich die Fortbildungen nicht leisten kann die nötig sind um diverse Therapieformen anbieten zu können. Die haben Beide schon fertig studiert und trotzdem keinen sicheren Job. Das fand ich selber auch ziemlich erschreckend als ich hörte dass es Vielen nach dem Studium erst einmal so geht.

Es geht nicht so sehr um Ansehen oder Verdienst oder um Ruhm oder darum dass Andere denken "Oh, cool!" wenn man von seinem Job erzählt. Es geht darum das zu machen was man wirklich machen will, und wenn das kein Studium ist sondern eine Ausbildung dann ist das auch okay. Und wenn es ein Studium sein soll für dich dann ist das auch okay, madig machen will ich es dir ja nicht. Ich hab nur beim Lesen oft das Gefühl dass du krampfhaft nach einem Studium suchst um des Studieren willens, nicht weil dir gefällt was du tust. (Und ich werf dir nicht vor dass das so ist, es ist nur ein Gefühl.)

Der Verdienst stimmt eigentlich überall irgendwie. Unsere Nachbarn z.B. arbeiten einmal als Lagerarbeiter und einmal bei der Post als Briefsortiererin und die können sich sogar zwei Autos und ne schicke Wohnung leisten, meine Familie lebt von Halbwaisenrente, Witwenrente, und dem Verdienst meiner Mom als Einzelhandelskauffrau. Mit dem Geld kommen wir zu dritt über die Runden und können uns sogar mehrmals Urlaub im Jahr leisten - man muss halt gut haushalten mit dem was man hat. Viel Geld macht bekanntermaßen auch nicht so glücklich wie ein Beruf den man gerne macht. Immerhin verbringt man in der Arbeit etwa zwei Drittel seines ganzen Lebens, 8h am Tag, 5 Tage die Woche. Da ist es wichtig dass man macht was einem wirklich gefällt und was einen wirklich interessiert, und nicht das von dem man denkt dass es am meisten Geld abwirft oder am interessantesten klingt.

Vielleicht wär auch mal ein Urlaubssemester für dich ganz gut. Das könntest du für ein freiwilliges soziales Jahr nutzen, für Work&Travel oder sowas. Hab mich vorletzte Woche auf dem Oktoberfest mit zwei Japanern unterhalten die das machen weil sie sich eben nicht genau sicher sind was sie studieren wollen, also gehen sie erst mal 6 Monate lang auf Reise, probieren Verschiedenes aus, sammeln Erfahrungen, und entscheiden sich dann. Meine Freundin hat das nach dem Abi auch so gemacht. So eine kreative Auszeit in der man mal über den eigenen Tellerrand hinaus blickt kann auch hilfreich sein und bei anstehenden wichtigen Entscheidungen helfen, und eingeschrieben bleiben kannst du ja trotzdem. Auf der anderen Seite wirst du auch nicht jünger und bist mit zwei abgebrochenen Studiengängen jetzt schon älter als die meisten Abgänger und Mitstudenten, und mit einem Urlaubs-Semester wärst du dann wieder ein Jahr älter. Aber vielleicht auch um eine gute Entscheidung reicher.

Ich will dir hier nichts madig machen oder dich verunsichern, ich möcht dich nur dazu anhalten genau zu überlegen was du gut kannst, was dir Spaß macht, was du machen willst, und dabei halt nicht nur ein Studium in Betracht zu ziehen sondern auch mal eine Ausbildung, vielleicht.

Und um mal mit dem Vorurteil über ruppige Handwerker aufzuräumen: Das stimmt so bestimmt auch nich überall und immer. Es gibt immern och Holzfäller die Eichhörnchen und Vogelbabies aus dem Wald mitbringen und zum Tierarzt geben wenn sie aus Versehen ihre Nester kaputt machen und wir hatten auch mal nen Fliesenleger da der in seiner Freizeit gern gedichtet hat. Also bitte: Es gibt nicht nur weiß und schwarz, sondern auch viel grau dazwischen. Der Beobachter ist auch ein Handwerker, und der kommt mir nicht unbedingt ruppig vor Nicht dein Charakter soll zum Job passen, sondern deine Interessen und deine Neigungen. Alles Andere, das Zwischenmenschliche, das ist von Betrieb zu Betrieb anders.

10.10.2010 09:33 • #359


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A


Einsamkeit, Angst, Soziale Phobie / kein Selbstvertrauen

x 3


M

mängelexemplar
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8
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Hallöchen,

wenn ich dass hier alle sehe und teilweise lese, hab ich den Eindruck, dass du 30secondstomars, eher ein Problem mit deinem Selbstmitleid hast, denn mit der Einsamkeit.

Ich selbst, kenn das Problem zu genüge. Soll also keine Anklage sein!!
Ich bin quasi chronisch depressiv gekoppelt mit den ganzen anderen Symptomen/Krankheiten/Ängsten wie Bulimi, Adipositas, schwere Einsamkeit, Perfektionismus, keine Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, Angst vor Bindungen etc...
Hab also den ganzen Sack voll Unrat, den ich angehen muss und den nur ich selbst bewältigen kann. Und es war ein langer und steiniger Weg um das zu erkennen und zu akzeptieren.

Du weißt zum Glück ja immerhin, dass du ein Problem damit hast und dass du hier evtl Rat bekommen kannst.
Ich bin wie ein blindes und taubes Huhn duch die Welt getorkelt.
Bin mittlerweil 29, hab mein Studium (nach guter Ausbildung) eher schlecht als recht durchgezogen etc. Aber ich hab´s gemacht, anderes ließ mein Perfektionismus nicht zu.

Das mit dem Wohnen zuhause hatte sich aufgrund der Entfernung von über 720km für mich erledigt.
Dann wollte ich eine eigene Wohnung aber der Mietspiegel von Köln hat meinem Wunsch da leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Eine WG, naja ich brauche auch meine eigenen 4 Wände, kam also nicht wirklich in Betracht. Zumal ich eine Reinlichkeitsfanatikerin bin und fremden Dreck total widerlich finde.

Letztendlich bin ich im Studentenwohnheim gelandet. Das war super. Du hast deine Ruhe, wenn du darauf Wert legst und falls doch Gesellschaft brauchst, machste einfach deine Tür auf. Vielleicht ist dies ja auch eine Alternative für Dich??


Was den Therapeuten anbelangt, rate ich dir (30...) auf einen Anderen zurückzugreifen!! Wenn der nix sagt, dir keine Löcher in den Bauch fragt und dir nicht hilft auf deine Fragen Antworten zu finden, dann ist der der Falsche!
Wichtig ist, dass du nach einem Verhaltenstherapeuten Ausschau hälst!! Die helfen die bei der Suche nach den richtigen Lösungen.
Ich selbst, bin seit 1,5 Jahren in Therapie, war zwischenzeitlich auch zur Reha in einer Psychosomatischen Fachklinik und bin heilfroh, dass ich meine Probleme erkannt und mir Hilfe gesucht habe. Sonst wäre ich, wie mein Erzeuger, wohl auf kurz oder lang auch am Strick gelandet.

Das wollte und will ich nicht. Deshalb trete ich mir selbst in den Hintern. In der Klinik habe ich einiges über mich gelernt.
Vor allem wie ich auf meine Umgebung wirke und dass dies nicht mit meinen eigenen Einschätzungen und meinen Wünschen übereinstimmt. Und auch dass ich daher einen teilweise falschen Freundeskreis habe. Also heißt es für mich aussotieren und neue Freunde finden. Das ist leichter gesagt als getan.

Aus Angst vor der Einsamkeit klammert man sich auch an jeden der quasi falschen Freunden aber hilft das was??
Ein Aussortieren hat mir Übrigens das Reden über meine Krankheit geholfen. Da hat sich gezeigt, wer wirklich ein guter Freund ist. Die stehen einem nämlich zur Seite und helfen wo und wie sie nur können. Auch wenn sie selbst keine Ahnung von dem Problemen haben und sich damit nicht identifizieren können. Aber der Gedanke und das gute Zureden allein hilft schon. Man merkt dann nämlich, dass man doch nicht sooo allein ist...und dies versetzt einen dann in guter Laune und alles geht leichter von der Hand....

So jetzt aber erstmal Schluss von/mit mir.
Typisch Frau, das ganze Gefasel....
Eigentlich suche ich selbst hier auch Hilfe, denn ich stecke richtig tief drin in meinem Mist....

09.09.2010 13:08 • #288


Zum Beitrag im Thema ↓


S
auf der einen seite ist es gut, raus zu gehen ,damit man die chance hat leute kennen zu lernen.
auf der anderen seite kann ich dabei nicht gut gelaunt und locker sein, bin dann verkrampft .
alleine lernt man einfach am wochenende keine leute kennen.
es ist schlimm.

#2


B
Hallo,

ich weiß nicht, ob es Dir hilft, wenn ich Dir sage, dass ich eigentlich noch "schlimmer" bin!?

Wie lange bist Du denn schon in Therapie?

Grüße, Berliner

#3


S
therapie ? die psychologengespräche habe ich langsam aber sicher satt.

ich brauche positive rückmeldung von Anderen.
Mal ein nettes Wort,sms oder eine Einladung anstatt Ignoranz, Ausgrenzung und Ablehnung.

Ich laufe wahrscheinlich manchen Leuten mit dem "bitte mag mich" Schild hinterher ,was so ziemlich das Gegenteil bewirkt. oder ich komme wirklich komisch rüber.

schönes wochenende!

#4


K
hallo,

und die therapie bringt nichts, wie lang machst du das jetzt? weil das hab ich mir auch schon überlegt

was redet der psychologe denn da, wie versucht er da was an einem zu verändern`? das würd mich mal interessiern

ich wäre auch dankbar über einen tipp.

#5


S
Zitat von 30secondstomars:
therapie ? die psychologengespräche habe ich langsam aber sicher satt.

ich brauche positive rückmeldung von Anderen.
Mal ein nettes Wort,sms oder eine Einladung anstatt Ignoranz, Ausgrenzung und Ablehnung.

Ich laufe wahrscheinlich manchen Leuten mit dem "bitte mag mich" Schild hinterher ,was so ziemlich das Gegenteil bewirkt. oder ich komme wirklich komisch rüber.

schönes wochenende!


hallo,

das sind noch diese probesitzungen.
war bis jetzt 4 mal dort

wobei der psychologe meist etwas feststellt, aber keine konkreten lösungsvorschläge anbietet.
generell scheint er kein wirkliches konzept zu haben und hört sich alles mal an ,schaut dabei auf die uhr und sitzt die stunde aus. und wenn die zeit rum ist, dann muss ich aber sofort gehen, da kann er auch mal ungehalten sein ,wenn ich noch eine oder zwei Fragen habe. "Diskutieren wir dann das nächste Mal" sagt er dann immer.

suche mir einen anderen psychologen oder lasse es ganz bleiben.


allgemein: mein äußeres (und oft entscheidendes) aussehen kann keine therapie / therapeut verändern. nur mein inneres .

#6


S
mich selbst zitieren wollte ich jetzt nicht

#7


S
Zitat von 30secondstomars:
Ich bräuchte eine "kopfklärung" . mein Kopf ist ein riesiges Durcheinander, absolutes Chaos. So wie mein Zimmer . Ich wohne allein und es ist sehr belastend für mich, den ganzen Tag alleine zu verbringen.
Aber ich kann auch nicht in dem Alter zu meinen Eltern zurück (?!) [...]
Für meine Familie bin ich der faule Versager.

Hast Du noch was mit Deinen Eltern "aufzuräumen", um eine eigene Person zu sein?

#8


D
Zitat von 30secondstomars:
hallo und einen schönen guten abend,
Ich bräuchte eine "kopfklärung" . mein Kopf ist ein riesiges Durcheinander, absolutes Chaos. So wie mein Zimmer . Ich wohne allein und es ist sehr belastend für mich, den ganzen Tag alleine zu verbringen.
Aber ich kann auch nicht in dem Alter zu meinen Eltern zurück (?!)

ab und zu gehe ich joggen aber es bringt nur kurzzeitig entspannung und gute laune.


Hallo,
ich habe bei dem Thema "Wohnen" aufgehorcht, die Analogie der Wohnsituation und des Seelenzustands ist nicht falsch. So wie Du Dein Zimmer gestaltest so ist auch Deine Wertschätzung Dir selber gegenüber. Da ich auch ein kleiner Chaot bin, "kreatives Chaos" ist eine Ausrede, versuche ich daran zu arbeiten. Hast Du mal über eine WG nachgedacht? Da hast Du dann ein gewisses Zuhause und musst Dich selber auch mal disziplinieren, und zur Not ist auch mal jemand zum Quatschen da, man soll von den WG Partnern natürlich nicht die Lösung aller Lebensprobleme erwarten. Bloß nicht zu den Eltern zurück, da bist Du nur in der Kinderrolle mit Erwartungen an Deinen beruflichen Erfolg.

Was ist mit einer Laufgruppe, wenn Du gerne joggst?

Und was Dich beruflich interessiert, da musst Du Dir schon selber Gedanken machen, die Matheschwäche zählt nicht, guck eher was Dich interessieren würde, was Du gerne machen würdest, wenn all Deine anderen Probleme nicht wären.
Vermutlich wirst Du Dich in 20 Jahren darüber freuen, wenn Du dann noch imemr jünger aussiehst ...

Grüße von einer alten Sonne

#9


S
Hallo,
ich habe bei dem Thema "Wohnen" aufgehorcht, die Analogie der Wohnsituation und des Seelenzustands ist nicht falsch. So wie Du Dein Zimmer gestaltest so ist auch Deine Wertschätzung Dir selber gegenüber.
Da ich auch ein kleiner Chaot bin, "kreatives Chaos" ist eine Ausrede, versuche ich daran zu arbeiten. Hast Du mal über eine WG nachgedacht?

Ja, war bei 4 oder 5 WG Besichtigungen insgesamt. Aber an einer der Kriterien bzw. der vielen Bewerbermengen bin ich bisher gescheitert.
kriterien wie z.b. : handwerklich begabt ? kannst du kochen ? einzelkind oder geschwister? alter? usw.
Unter einem 28 jährigen stellt man sich jemand anders vor. Von meinem Entwicklungsstand bin ich nicht bei 28.
Folglich muesste ich sagen " ich bin 22", damit die Erwartungen an mich nicht so hoch sind.


Da hast Du dann ein gewisses Zuhause und musst Dich selber auch mal disziplinieren, und zur Not ist auch mal jemand zum Quatschen da, man soll von den WG Partnern natürlich nicht die Lösung aller Lebensprobleme erwarten.

ja, das koennte ein problem werden. wg mitbewohner haben erstens ihre eigenen probleme und sind zweitens nicht familiär an mich gebunden. Möglicherweise wuerde ich zumindest am Anfang in einer Wg anecken.

Bloß nicht zu den Eltern zurück, da bist Du nur in der Kinderrolle mit Erwartungen an Deinen beruflichen Erfolg.

Das stimmt.
Auf der einen Seite ist hier der sichere Hafen und eine Wohnung für mich vorgesehen (und später frau , kind und kegel ).
Dabei aber auch anstrengende Eltern mit ständiger Kritik und Anweisungen.
Und je älter ich werde, desto schlimmer wird es.


Auf der anderen Seite die anonyme Stadt mit schnellen, unverbindlichen Kontakten , viel Einsamkeit und viel zu vielen (negativen) Gedanken in meinem Kopf.
Ein Studium und alleine zu wohnen erfordert viel Disziplin und Willen, die ich beide bisher nicht habe.

Kurz gesagt: zu Hause wird um mich ein Eiertanz veranstaltet und "da draussen" interessiert sich niemand für mich.





Was ist mit einer Laufgruppe, wenn Du gerne joggst?


Gute Idee! Werde ich mal in Angriff nehmen. Wollte letztens in eine Beachvolleyballgruppe, hat sich aber aus zeitl. Gründen nicht mehr ergeben


Und was Dich beruflich interessiert, da musst Du Dir schon selber Gedanken machen, die Matheschwäche zählt nicht, guck eher was Dich interessieren würde, was Du gerne machen würdest, wenn all Deine anderen Probleme nicht wären.
Vermutlich wirst Du Dich in 20 Jahren darüber freuen, wenn Du dann noch imemr jünger aussiehst ...

Grüße von einer alten Sonne[/quote]

Nun, die Matheschwäche ist schon ein Grund für die vielen Schwierigkeiten.
Nenne mir bitte einen Studiengang der a) nichts mit Mathe zu tun hat und b) der nicht brotlos ist


einen schönen Sonntag noch!

#10


A
Hallo, 30secondstomars.

Mir geht es teilweise ähnlich wie dir, bin ich doch in der ähnlichen Situation, Einzelkind, inzwischen 25 und wohne noch bei den Eltern. Und ich habe ähnliche Probleme. Was ich dir anbieten kann, ist erstmal eine Auflistung der möglichen Lösungen, die ich versucht habe, und die NICHT funktionniert haben:

Selbstmitleid
Dadurch steigert man sich nur in die bestehenden Probleme hinein.

Den Eltern die Schuld in die Schuhe schieben
Kann man zwar machen, bringt aber für die momentane Situation rein gar nichts. Der Zug ist schon längst abgefahren.

Eine Beziehnung anfangen
Die Partnerin kriegt die seelischen Probleme auf jeden Fall mit, es wird sowohl für dich als auch für sie zur Belastung. Aber ich sehe, du selbst hast bereits die Erfahrung gemacht.

Partys, Konzerte und sonstige Veranstaltungen
Schaffen für einen kurzen Moment eine Ablenkung, aber nichts von Dauer.

Was könnte aber funktionnieren? Momentan helfe ich mir, indem ich versuche, mir der Ursachen meiner Probleme klar zu werden und immer eins nach dem anderen zu machen. Konzentriere dich immer auf genau eine Sache und mache sie richtig! Ich habe festgestellt, dass ich einfach überfordert war: kein Geld, keine Freundin, keine Wohnung, Probleme mit den Eltern, Schulden, das Studium läuft schlecht, bei der Arbeit zu viel Stress, usw. Ich konnte einfach nicht all diese Probleme gleichzeitig angehen, was also im Endeffekt dazu führte, dass kein einziges Problem davon überhaupt gelöst wurde.

Also habe ich mir gesagt: ich kümmere mich jetzt erstmal um meine Gesundheit und habe angefangen, regelmäßig Sport zu machen. Die anderen Probleme sind zwar alle noch da, aber ich konzentriere mich erstmal nur auf die Gesundheit. Dann wollte ich die seelischen Probleme angehen, also Minderwertigkeit, Angst usw. Da mache ich inzwischen auch Fortschritte, aber nur sehr langsam. Dazu versuche ich, soviel wie möglich über diese Themen zu lesen und zu reflektieren.

Ein Gedanke hilft mir dabei enorm: ich führe mir stets vor Augen, dass ich kleine aber stetige Fortschritte mache. Man muss dazu mit etwas leichtem anfangen (wie z.B. ein Paar Kilos abnehmen) und dann sich der Fortschritte, die man notwendigerweise machen wird, wenn man es ernst meint, bewusst zu werden. Der Glaube an die eigene Effektivität motiviert sehr gut.

Ich würde dir empfehlen, zuerst deine Wohnung bzw. dein Zimmer aufzuräumen (war auch das erste, das ich gemacht habe ). Irgendwann hast du schon einiges an Wissen gesammelt, du verstehst dann einiges (vor allem dich) besser, und es fühlt sich gut an - noch ein Erfolgserlebnis. Wenn du gerne joggst, setzte dir ein Ziel, zu einem bestimmten Termin eine bestimmte Strecke zu laufen, die für dich momentan noch zu lang ist. Usw, usf.

Das ist momentan das, was ich mache. Ich muss sagen, es geht nur sehr sehr langsam voran, aber ich gebe nicht auf. Ich hoffe, dass du auch deinen Weg aus der Lethargie findest, wenn du immer wieder kleine Erfolge erlebst. Ich wünsche die auf jeden Fall viel Erfolg!

#11


T
Was du beschreibst, kenne ich nur zu gut. Ich bin mittlerweile 40 Jahre alt und weiß auch noch immer nicht, was aus mir werden soll. Ich habe auch diese Antriebsschwäche, wohne allein und empfinde es als in hohem Maße quälend, immer allein zu sein. Manchmal denke ich, dass die Wände auf mich zukommen und mich erdrücken.
Ach ja, ein unsoziales Einzelkind bin ich auch. Wie ist das eigentlich in China? Da Einzelkinder sozial und gesellschaftlich absolut unverträglich sind, völlige Analphabeten was den Umgang mit anderen angeht, nur um sich selbst kreisen, sich einbilden, dass die ganze Welt zu ihrer Bedienung und Unterhaltung da ist, was bedeutet das für ein Volk, welches durch die Regierung zu einer Versammlung von Einzelkindern gezwungen wurde? Aber das nur am Rande... Die schlechte Meinung über Einzelkinder, die Vorurteile, die aus allen Ecken kommen tragen nicht dazu bei, dass man für sich Selbstsicherheit aufbauen kann. Dazu kommen die Schuldgefühle für etwas, wofür man nichts kann.

Ich suche seit nunmehr 21 Jahren einen Weg, was beruflich aus mir werden soll. Ich habe zwar mittlerweile eine abgeschlossene Berufsausbildung und zwei abgeschlossene Studien, aber richtig gearbeitet habe ich eigentlich noch nie. Und wie gesagt, ich weiß auch noch immer nicht, was ich machen soll. Weil ich das Gefühl habe, dass ich mich für nichts eigne und sowieso nirgendwo dazu passe oder dazu gehöre.
Und das Gefühl, dass andere sich verabreden und tolle Dinge erleben und ich stehe daneben und bin außen vor, darüber könnte ich ganze Bücher mit Erfahrungsberichten verfassen...

#12


S
@titus
man sagt ja auch "ein unglueck kommt selten allein"
bei mir ist es die einsamkeit und kein erfolg im studium ,was beides miteinander zu einem gewissen anteil miteinander zu tun hat.
pauschal gesagt: wenn man nicht super gut aussieht , locker oder super intelligent ist , hat man es schwer.
zur begruendung ein beispiel:
vor einigen wochen tanzte ich mit einer kommilitonin und als ein allein tanzender (hässlicher ) kommilitone in die nähe kam , meinte sie "lass uns mal woanders hin, der sieht komisch aus ".


nun, seit einer Woche weiss jeder ,dass dieser "hässliche typ" unter den top 3 der hausarbeitenschreiber ist und siehe da ?
er ist in einer gruppe unterwegs.

er ist also sehr intelligent und kann anderen helfen und somit seinen vermeintlichen makel ausgleichen.
ob das dann "wahre freundschaften " sind , muss er herausfinden .

#13


Joena05
Tja heutzutage ist es eben so das dein aussehehn, geld usw zählt und nicht der mensch der vielleicht nocht so hübsch ist oder kaum geld hat...es ist verdammt schwer jemanden ehrlichen zu finden, das habe ich selber schon bemerkt, immer nur leere worte und versprechungen, aber wenn man manl wirklich hilfe braucht steht man alleine da...

#14


S
also ich habe nun vor meine zelte bzw das studium hier abzubrechen und bei meinen eltern wieder einzuziehen. mietvertrag ist seit gestern hier gekündigt...

@ joena
vor einiger zeit dachte ich, dass solch eine einstellung zu negativ und pauschal ist. mittlerweile muss ich dir recht geben.

#15


S
ach ,schwierigkeiten mit anderen ein gespräch anzufangen habe ich nicht - gerade heute beim public viewing habe ich mich mit 2-3 versch. leuten unterhalten.

nur schaffe ich es nicht freundschaften aufzubauen bzw. wollen andere nicht mit mir befreundet sein.

da ich einer der wenigen "einzel-"WM gucker bin" und 95 % der leute in einer gruppe unterwegs sind, kann man faktisch davon ausgesehen, dass es meine schuld ist keine freunde zu bekommen. ich wiederum mache dafür größtenteils mein aussehen verantwortlich. zur begründung 2 beispiele.

1.

ein "freund" war jahrelang bei mir an vielen samstagen, es gab viel zu reden, tv schauen, dvds schauen,musik hören usw. ich gab mir jedes mal muehe , stürzte mich in unkosten um essen ,trinken, cds, dvds, speziell für diese anlässe zu besorgen.

mit diesem "freund" war ich auch auf verschiedenen konzerten - alle in weiter weg gelegenen größeren städten, in die auch bekannte bands kommen.
bei diesen konzerttrips hat er sich mit mir in der öffentlichkeit sehen lassen, aber in unserer heimatstadt kein einziges mal.

2.
ein aktuelles beispiel:

vor 2 wochen war ein seminar in einem raum für 30 leute.
ca 40 leute waren letztendlich da.
alle sitzplätze waren besetzt. ich hatte mich neben eine mitstudentin gesetzt , die sich aber mit ihren leuten dauernd unterhielt.
jedenfalls war der platz rechts neben mir frei.
ich machte mir noch notizen und bereitete die stunde vor, als der raum sich füllte .
ich schrieb und schrieb. als ich wieder aufblickte ging es auch schon los.
und siehe da: der raum war überfüllt , nur der platz neben mir war noch frei.
so etwas bedrückt mich dann doch schon. vielleicht bin ich zu empfindlich.
aber warum sitzt sich niemand neben mich ?
das war nicht das erste mal so.
da ich am schreiben war , habe ich niemand böse angeschaut.
stinken tue ich auch nicht.

#16


S
Zitat von 30secondstomars:
ich gab mir jedes mal muehe , stürzte mich in unkosten um essen ,trinken, cds, dvds, speziell für diese anlässe zu besorgen. [...] bei diesen konzerttrips hat er sich mit mir in der öffentlichkeit sehen lassen, aber in unserer heimatstadt kein einziges mal.

Vielleicht... weil Du zu anstrengend bist, weil Du Dich zu sehr anstrengst, um die Freundschaft zu "erkaufen"?

Ich kann mir gut vorstellen, dass er sich nicht gut genug für Dich fühlt, weil er sich verpflichtet fühlt, ähnliche Anstrengungen zu veranstalten und sowas ist nunmal einer Freundschaft abträglich. Die Fassade wahren tut man unter Geschäftspartnern. Das Motto Rent a Friend fällt mir dazu ein.

Sei einfach lockerer. Vielleicht hast Du auch irgendwelche geheimen Feinde... Das würde doch vieles erklären.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

S
geheime feinde ? nicht dass ich wüsste.

naja, wenn ich ihm zu anstregend gewesen wäre ,dann hätte er ja (unter einem vorwand) ein paar mal mir absagen koennen, bis ich ihn in ruhe lasse.
ich hatte ihn meist angerufen und als er mich dann angelogen hat, gar nicht mehr.
seit dem hat er sich auch nicht gemeldet . somit war diese "freundschaft" auch nicht viel wert.

ist aber jetzt schon ein paar jahre her.

wenn ich mich aber nicht "anstrenge " oder "bemühe" passiert ja auch nix.
so gut wie nie sind Leute mal auf mich zugekommen und waren an mir interessiert.


locker kann ich nur in gesellschaft sein. ein teufelskreis.

#18


L
Hallo zusammen, ich (32) bin ganz neu hier und habe schon Bücher von Psych.Dr.Wolf hier.

Meine langjährige Freundin hatte sich nach 7 Jahren vor 3 Jahren von mir getrennt .
Nach einem Jahr sind wir aus unglücklichen Umständen wieder zusammen getogen.
Jetzt aktuell Mitte April hat sie zum 2.ten Mal Schluß gemacht und ist sofort zum Arbeitskollegen gezogen.
Für mich war sie(33) die letzten 2 Jahre die einzigste Bezugsperson, habe mich um nichts außer um meinen Job Gedanken gemacht-und Sie absolut vernachlässigt usw.

u.A. heute wollte ich mich zum Public-Viewing mit einem kürzlich zufällig kennengelernten single-mann treffen ,hatten festen Treffpunkt und Uhrzeit vereinbart.Nichts passierte-keiner war da-nicht per Handy erreichbar usw.

hatte mich so gefreut das dieser heute zum 2.ten Mal Fußball gucken kommt.
bin dann enttäuscht nach Hause gefahren.
Ich hab das alles doch ehrlich nicht verdient.
Wie soll das nur weitergehen.....??

#19


S
also ich bin total neben der spur.

völliges chaos im zimmer, heute den ganzen tag schon im internet. sonst nichts gemacht.
und das obwohl ich mir was vorgenommen hatte.

niemand kontrolliert mich hier, wer auch ?

bin absolut hilflos

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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