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Nebelmeer
Hallo Community,

ich wusste gar nicht, in welchen Bereich ich mein Anliegen posten soll, aber dieser scheint mir doch am geeignetsten.
Vor ca. 3 Wochen habe ich eine fast 3-jährige (Fern-)Beziehung beendet und fühle mich seit dem einfach nur furchbar einsam. Ich kannte meinen Ex seit 6 Jahren (es war sowas wie Liebe auf den ersten Blick, nur eben in einem MMO .. und ja das mag kindisch klingen). 2 Jahre hatte er mich auch immer um ein Treffen gebeten, da ich sehr schüchtern war, wollte ich erst gar nicht. Habe dann nach meinem Abi nachgegeben und wir sind auch direkt zusammen gekommen.
Jedenfalls ging es in den letzten paar Monaten mehr oder weniger Berg ab.. habe kaum noch Aufmerksamkeit bekommen (mich aber trotzdem nie einsam gefühlt. Er meinte zuletzt auch noch, dass er sich nicht mehr sicher ist, ob er mich noch lieben soll.. wow)
Aber jetzt verlässt mich dieses Gefühl einfach nicht mehr. Wenn ich alleine bin, werde ich praktisch wahnsinnig, melde mich in immer mehr Foren an, um vielleicht ein paar nette Kontakte zu finden (bisher ziemlich erfolglos). Auch meinen Freunden, so habe ich den Eindruck, gehe ich nur noch auf die Nerven, mit meinen Versuchen irgendwie Gespräche aufzubauen. Habe auch viele alte Freunde angeschrieben, mit denen ich lange keinen oder nur sehr wenig Kontakt hatte. Das tut auch immer sehr gut - abstreiten möchte ich es nicht. Aber sobald das TS aus ist / das Gespräch zu Ende und ich praktisch mit mir alleine gelassen werde, kommt das Gefühl von Einsamkeit einfach wieder und kann einfach nur noch weinen..

Seit über einem Jahr befinde ich mich auch in einer Therapie, da ich unter einen sozialen Phobie leide (krankhaft schüchtern, daher so viele Internetfreunde) und wegen Depressionen. Den Eindruck, dass mir die Therapie hilft, habe ich eigentlich nicht. Auch konnte ich mit meiner Therapeutin noch nicht über die Trennung reden.. weil Feiertage, lange Unitage und Krankheit in den Weg gekommen sind.

Ich weiß ich bin jung (22) und vielen kommt es albern vor, wenn ich jetzt sage, dass ich Angst habe, nie wieder einen so tollen Freund wie meinen Ex zu finden und für immer einsam zu sein. Und ja ich weiß, man muss sich nicht einsam fühlen, wenn man alleine ist - aber so fühle ich mich praktisch seit der Pubertät (bis auf die 3 Jahre Beziehung). Ich bin einfach mit meinem Latein am Ende und weiß auch gar nicht, wo ich mit mir hin soll. Die Schüchternheit hat mir bereits einen Ausbildungsplatz gekostet und auch an der Uni habe ich nur die Freunde, die ich aus der Einführungswoche kenne (Mal davon abgesehen, dass mich die Männer so oder so vom optischen nicht wirklich ansprechen .. ). Ich habe einfach das Gefühl, verlernt zu haben, wie man Kontakte findet (besonders so tolle, wie eben mein Ex oder ein paar andere gute Freunde, die ich allerdings nicht mehr habe)..

13.06.2016 20:47 • 14.06.2016 #1


3 Antworten ↓


Hallo Nebelmeer, ich denke, dass das, was du fühlst ganz normal ist. Ich habe bis heute zwei beste Freundinnen aus der Einführungswoche. Du hast Liebeskummer.

13.06.2016 21:08 • #2



Einsamkeit / Soziale Phobie / Trennung

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ich kann alles nur teilen, du fühlst dich genau wie ich.

Therapie hilft nicht.
Freunde distanzieren sich immer mehr.
Die Einsamkeit zieht dich an wie ein schwarzes Loch.

Ja das kenne ich, ich bin auch genau in dem Selben alter wie du (25 Jahre). Du kannst dich aber Glücklich schätzen, du hattest Tolle 3 Jahre. Jetzt wird es Zeit nachvorne zu schauen.

Zitat:
"Er meinte zuletzt auch noch, dass er sich nicht mehr sicher ist, ob er mich noch lieben soll.. wow"

Wenn ich sowas lese bekomme ich FußAugenpilz.

Was mir auffällt das du ihm immer noch hinterher "rennst", du willst ihn wieder haben aber LASS ES, er ist es nicht wert wenn er sowas schreibt. Schau nach vorne, werde wieder du, derzeit bist du nur ein Teil von dir, du bist MEHR.

Grüße
HideInTheBush

14.06.2016 10:33 • #3


Nebelmeer
Ich renne ihm nicht hinterher, auf seine einzige Nachricht, die er mir nach der Trennung geschickt hat, habe ich nicht geantwortet..
Es geht einfach darum, dass ich einfach niemanden zum reden habe, jetzt wo es mir eben schlecht geht.
Wenn ich mir eine Kommilitonin anschaue, die sich seit dem WE jetzt in einer "Beziehungspause" befindet, und ihr wieder ständig Leute anbieten, über sowas reden.. fühl ich mich einfach wieder noch einsamer.. ich weiß einfach nicht was ich falsch mache..

14.06.2016 19:05 • #4




Dr. Reinhard Pichler