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Berti
Ich würde mich interessieren ob jeder von euch ein geregeltes Leben mit dieser Krankheit habt mit Familie; Arbeit usw ?

02.05.2015 11:25 • 16.11.2015 x 1 #1


365 Antworten ↓


N
Mit WELCHER Krankheit ? Das wäre erstmal die Frage.

Bei mir war es eine Angststörung und Jahre später eine Erschöpfungsdepression.
Ja mit der Angst bin ich arbeiten gegangen und habe mein Familienleben normal erlebt.
Mit der Depression war in in der Akutphase 6 Monate krank geschrieben hab danach gekündigt und den Job gewechselt. Familienleben lief weiter normal.

02.05.2015 11:45 • #2


A


Arbeitet ihr normal oder Krank geschrieben? Familie?

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Schlaflose
Ich bin über 20 Jahre lang mit meiner Angst (Soziale Phobie/ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung) und den daraus resultierenden Schlafstörungen und Depressionen als Lehrerin arbeiten gegangen. Während der letzen Jahre war ich mehrmals für 3-8 Wochen krank geschrieben (davon 1 Mal 8 Wochen in Rehaklinik) und schließlich fast ein Jahr. In der Zeit habe ich eine ambulante Therapie angefangen, die mich soweit wieder hergestellt hat, dass ich mich getraut habe, den Beruf, der das ganze verursacht hat, aufzugeben und eine neue Stelle in der Verwaltung anzufangen. Seitdem geht es mir im großen und ganzen gut. Es gibt zwar hin und wieder Momente, wo es kleine Rückschläge gibt, aber ich war seit 3,5 Jahren keinen einzigen Tag mehr krank geschrieben.
Familie habe ich aber nicht. Wollte ich auch nie haben.

02.05.2015 16:24 • x 1 #3


Nev3rMind
Ja, ein geregelt ungeregeltes Leben. Für Kinder bin ich wohl generell noch zu jung, will aber auch keine haben. Ich bin bisher noch für 1,5 Jahre krankgeschrieben und warte jetzt in 2 Monaten auf die Aufnahme in einer Tk. Bis dahin überbrücke ich die Zeit mit Psychologischen Gesprächen.

02.05.2015 16:34 • #4


Berti
So lange Krank geschrieben?
Was hast du ?

02.05.2015 16:38 • #5


Nev3rMind
Persönlichkeitsstörung, die unter Umständen schwer kontrollierbar ist, sagen wir es so. Sonst das Übliche. Angsterkrankung,Depression.

02.05.2015 16:41 • #6


J
Ich habe auch vieles an ängste, panik, andere psychischen geschichten und dazu noch chronisch krank. Eigtl auch kreuz kaputt mit jungen jahren. Ich gehe arbeiten. Wenn ich es nicht täte würde ich noch mehr am existenzminimum leben. Muss so schon schauen wie ich leben kann. Hinzu kommt das ich da gerne bin und ohne Arbeit würde ich noch mehr zu grunde gehen

02.05.2015 16:43 • x 1 #7


falsum
Ich habe 15 Jahre mit der Angst und Panik gearbeitet hatte glueck meine Arbeitsstelle war das Nachbarhaus so waren meine Ängste gering bei mir faengt es an wenn ich weiter als 5 km vom Haus wechfahr obwohl im Moment bin ich nur auf dem Grundstück und komm da nich runter. Vor Angst.
Dann kam die Kündigung weil die Branche Tod ist lag nicht an mir hab nen tollen chef.
Nun bekomme ich EU rente weil ich nicht wusste wo ich mich bewerben soll und immer auf Tavor hochdosiert geht nicht. Familie hatte immer wieder Freundinnen hab die Störung ja seit dem 12ten Lebensjahr. Vor 3 Monaten hab ich geheiratet eine ganz liebe Frau die mich mit der Angst nimmt wie ich bin. Und die schlechte Phase die ich gerade habe wird auch wieder besser. Ich weiss das weil ich hatte in den 27 Jahren mit der Angst und Panik immer hoch und Tiefs.
Also an alle Kopf hoch es gibt noch soviel zu erleben
LG Christian

02.05.2015 17:23 • x 1 #8


Berti
Nimmst du keine Antidepressiva? Nur Tavor?
Nach so vielen Jahren noch immer Angst?

02.05.2015 17:34 • #9


Butterfliege
ich bin grad mal in der Ausbildung und habe mich seit der Schule schon immer mit vielen Krankheistagen, die mal körperlicher (psychosomatisch vermutlich) mal psychischer Natur waren, durchgeschlagen. Habe lange und oft überlegt in eine Klinik zu gehen wegen Ängsten, Depressionen, Sozialer Phobie und Dysmorphophobie. In der Schule gab es immer Ärger mit den Lehrern, die meinten ich würde schwänzen oder meine Probleme nicht ernst nahmen. Mit Ach und Krach abi geschafft. Habe vermutlich wegen dem ganzen Mist auch vor 3 Jahren eine Ausbildungsstelle verloren und eine 2. vor kurzem gewechselt. Wenn ich meinen Abschluss habe denke ich vll nochmal über ne Kliniksache nach. Das geht jetzt einfach nicht, da ich mit meinen 24 Jahren endlich mal beruflich nen Abschluss brauche, damit ich mal was arbeiten kann und nicht unter der Brücke lande...Ich denke nämlich nach so einer Geschichte würde mich dann kein Arbeitnehmer mehr wollen.

02.05.2015 17:40 • #10


Berti
Nach einer Klinik glaubst du?

02.05.2015 18:07 • #11


Butterfliege
Zitat von Berti:
Nach einer Klinik glaubst du?

Ja. Zumindest wenn mein Lebenslauf ohnehin nicht toll ist und ich ja keine wirkliche berufserfahrung habe.

02.05.2015 18:09 • #12


F
Guck mal hier...

small-talk-plauderecke-f74/was-macht-ihr-beruflich-t64861.html

02.05.2015 18:10 • #13


Fantasy
Ich bin jetzt schon seit über 5 Jahren arbeitsunfähig und falle wohl auch noch bis mindestens Ende März 2016 aus (bis dahin ist meine Erwerbsminderungsrente bewilligt), dann wird weiter entschieden...

02.05.2015 21:01 • #14


falsum
Zitat von Berti:
Nimmst du keine Antidepressiva? Nur Tavor?
Nach so vielen Jahren noch immer Angst?

Ja leider immer wieder die Angst die Angst bestimmt mein leben.
Ich denke 1988 waren die noch nich so weit um ordentlich therapieren zu können in der DDR.
Ich hab Freunde die hatten kurzzeitig Angst und Panik das wurde gleich therapiert mit medis und Therapeuten und die waren nach kurzer Zeit geheilt. Umso schneller erkannt umso schneller ist es auch gebannt.
Ich nehm auch ad Fluoxetin zum 2ten mal im leben das wirkt aber nich so richtig.
Mich hat halt mein berufsende so stark erschüttert das ich gerade extrem tief bin.
Sonst hab ich bei bedarf Tavor genommen und mein leben mit Einschränkungen gelebt war aber OK.
Nun bin ich Tavor Dauer nehmer was ich aber so schnell wie möglich wieder aendern mischte wenn ich mich wieder stabiler fuehl. An mir haben sich schon Therapeuten die zaehne ausgebissen. Und nach der Erfahrung in der charité in der DDR kommt ne Klinik für mich nich in Frage.
LG Christian

02.05.2015 21:06 • #15


S
Fluoxetin gegen Angst?!? Eigentlich verstärkt es eher die Angst. Ist auch dafür nicht zugelassen. Mir hat man damit auch einige grauenhafte Jahre bereitet.

Jetzt nehme ich Sertralin und kann wieder arbeiten.

Fluoxetin bei Angststörung ist ne ziemlich schlechte Wahl. Besser helfen escitalopram, Sertralin, Duloxetin, pregabalin, Buspiron, tianeptin, venlafaxin, Citalopram. Kann man aber auch überall nachlesen.

http://www.depression-behandeln.de/depr ... dlung.html

02.05.2015 23:46 • #16


Berti
Ach das versteh ich und tut mir leid . Aber jeder Horror hat mal ein Ende

03.05.2015 07:06 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Mich84
Zitat von Butterfliege:
Zitat von Berti:
Nach einer Klinik glaubst du?

Ja. Zumindest wenn mein Lebenslauf ohnehin nicht toll ist und ich ja keine wirkliche berufserfahrung habe.


Versteht mich nicht falsch. aber Deine Gesundheit sollte absoluten Vorrang haben

03.05.2015 09:08 • #18


Perle
Fluoxetin hat mich von meinen Ängsten nahezu befreit.

Ich denke, hier sollten keine pauschalen Aussagen zu Medikamenten welcher Art auch immer gemacht werden. Genaue Diagnose sowie (medikamentöser) Therapieverlauf werden vom betreuenden Arzt in Zusammenarbeit mit dem Patienten fest gelegt.

Wir sind hier alle keine Ärzte, nicht wahr? Manchmal dauert die Suche nach einem passenden AD etwas länger. Mir hat zum Beispiel Sertralin gar nicht helfen können. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht durchaus für andere Menschen hilfreich (oder gar die Rettung) sein kann.

Wir Menschen sind Individuen!

Gruß, Martina

03.05.2015 10:44 • #19


S
Es mag in seltenen Fällen helfen, ist aber generell nicht erste Wahl bei klassischer Angststörung. Das wäre dann off label use, da es keine Zulassung bei Angst erhalten hat, da es in Studien nicht wirklich gegen Angst half.

Auch wenn Menschen individuell sind, haben Neurotransmitter schon bestimmte Funktionen. Noradrenalin bewirkt in der Regel antrieb. Daher reagieren die meisten Menschen ähnlich außer in Ausnahmefällen

03.05.2015 11:20 • #20


A


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Mira Weyer