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Würde mal gerne wissen, ob ihr mit der Diagnose GAS weiter arbeiten geht, oder ob ihr euch bewusst eine längere Auszeit nehmt?
Wenn ihr krank geschrieben seid, was sind eure Erfahrungen mit der Krankenkasse?

Bin jetzt seit 1 Woche endlich in Therapie (ambulant) und seit insgesamt 10 Wochen arbeitsunfähig.
Auch meine Therapeutin rät mir dazu, mich weiterhin krank schreiben zu lassen, da ich mich nun voll und ganz auf mich konzentrieren sollte. Muss vielleicht dazu sagen, dass meine erste Panikattacke vor ca. 2 Jahren bei der Arbeit zuschlug.

Ich bin sehr unzufrieden mit meiner Berufswahl und einfach nicht glücklich in meinem Beruf und überlege ob ich vielleicht nach Besserung meiner GAS einen beruflichen Neustart wagen soll.... geht's vielleicht jmd ähnlich?

LG

29.03.2014 16:18 • 30.04.2014 #1


19 Antworten ↓


Hallo Schwarzes-Konfetti,

ich denke es gibt einige die mit einer Angststörung eine Weile nicht mehr Arbeiten gehen können. Und eine bewusste Auszeit ist manchmal auch gar nicht so verkehrt wenn man das mal macht. So kommst du zur Ruhe und kannst dich nur um deine Ängste kümmern und das alleine ist ja schon anstrengend.
Ich kann jetzt leider nicht so mit krank schreiben etwas berichten. habe noch nie gearbeitet, hole jetzt erst gerade mein Abschluss per fernschule nach. Ging vorher alles nicht wegen der Ängste, erst jetzt wage ich mich langsam daran.

das ist super das du nun in Therapie bist. Bist du in Verhaltenstherapie oder was für eine Therapie machst du so?
Siehst du, auch deine Therapeutin rät es dir und vielleicht solltest du ihren Rat auch annehmen und es so machen. Sie hat da ja viele Erfahrungen drin und weiß schon was sie dir dort rät. ich finde es auch nicht ganz verkehrt das zu machen. Finde auch das du dich dann mehr auf dich konzentrieren kannst.

Das tut mir leid, das du da nicht ganz so glücklich bist in deinem beruf. Ein Neustart ist dann, wenn du es gerne so möchtest, vielleicht nicht so verkehrt. Könnte ja auch noch mal Thema in der Therapie bei dir sein, was danach kommt und machbar ist, aber wenn du es so möchtest finde ich es eine gute idee.

Mit lieben Grüßen,
Delphin

30.03.2014 15:19 • #2



Seid ihr krank geschrieben? + Beruflicher Neustart?

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Hallo Schwarzes Konfetti,

schön das du eine Therapie gefunden hast. Ich wünsche dir das Sie dir hilft.
Ich habe die Störung schon seit 1,5 Jahren und bin weiterhin arbeiten gegangen.
Es lenkt mich ab. Sobald ich zur Ruhe komm fängt das Grübeln nämlich wieder an.
Aber ich denke das ist bei jedem anders........

Vielleicht ist eine Auszeit gar nicht so verkehrt. Wie reagiert dein Chef auf deine Krankmeldung......?

Nimmst du denn auch Medikamente?
Habe jetzt den 2. Tag Venlafaxin genommen, und die NW sind echt nicht schön, dauernd schlecht. Hoffe das ich morgen auf Arbeit gehen kann und nicht dauernd über der Toilette hänge...................


LG

Traumtänzer81

30.03.2014 15:38 • #3


Zitat von Delphin2:
das ist super das du nun in Therapie bist. Bist du in Verhaltenstherapie oder was für eine Therapie machst du so?


Hallo Delphin,

ich mach eine Verhaltenstherapie. Hatte heute aber erst meine 2. Probesitzung

LG

31.03.2014 17:50 • #4


Zitat von Traumtänzer81:
Vielleicht ist eine Auszeit gar nicht so verkehrt. Wie reagiert dein Chef auf deine Krankmeldung......?

Nimmst du denn auch Medikamente?



Hi Traumtänzer,

Mein Chef reagiert bis jetzt ziemlich locker auf meine Krankmeldung. Bin gespannt wie lange das noch so ist....
Ich habe Antidepressiva genommen aber abgesetzt da die Nebenwirkungen viel zu stark waren...bin damit gar nicht klar gekommen.
Anfangs dachte ich dass sich das wieder legt, aber es wurde immer schlimmer..da hab ich sie lieber abgesetzt.

LG

31.03.2014 17:52 • #5


Hallo Schwarzes-Konfetti,

ja gut wenn du erst heute deine 2 Probesitzung hattest kannst du ja noch nicht so viel dazu sagen ! Aber bis jetzt, hast du da bei dem Therapeuten schon mal ein gutes gefühl?

Es ist doch gut, das dein Chef da so locker drauf reagiert. Warum sollte er das bald anders sehen? Kann ja auch sein, das er dich lieber da in Ruhe lässt, damit du nicht noch stress mit ihm hasst und schneller gesund wirst.

Es gibt aber auch mehrere Antidepressiva. Hast du nur eins ausprobiert? Und wie lange hast du es ausprobiert? meine nebenwirlungen haben 2 Wochen stark angehalten. Ich fand es auch schwer damit. Aber mir wurde auch gesagt das es sonst noch andere medis gibt die man sonst nehmen kann. Bei jedem wirkt ja ein medikament unterschiedlich und es kann ja sein, das ein anderes bei dir besser wirkt.

Mit lieben Grüßen
Delphin

31.03.2014 21:03 • #6


Zitat von Delphin2:
Aber bis jetzt, hast du da bei dem Therapeuten schon mal ein gutes gefühl?

Es ist doch gut, das dein Chef da so locker drauf reagiert. Warum sollte er das bald anders sehen?

Es gibt aber auch mehrere Antidepressiva. Hast du nur eins ausprobiert? Und wie lange hast du es ausprobiert?
Delphin


Hallo Delphin,
ich habe ein super Gefühl bei meiner Psychologin. Sie hat in nur zwei Sitzungen schon etliche Zusammenhänge festgestellt. Einfach unglaublich. Ich glaube, dass ich bei ihr wirklich gut aufgehoben bin

Naja, ich denke, dass mein Chef irgendwann die Geduld verlieren wird und es ihm einfach zu lange dauert. Kein Chef kann schließlich ewig lange auf eine Mitarbeiterin warten. Zumal wir leider ein sehr sehr kleiner Betrieb sind. Aber ehrlich gesagt gefällt mir der Job dort sowieso nicht so gut, sodass ich wenigstens keinen "Traumjob" verlieren würde...

Ich habe nur ein Antidepressiva ausprobiert. Citalopram. Habe es insgesamt ca. 4 Wochen genommen und so lange hielten die Nebenwirkungen auch an. Möchte die Therapie auch gerne ohne Medikamente machen, weiß auch nicht, hab bei Antidepressiva einfach kein gutes Gefühl..

Bist du eigentlich auch in einer Therapie? Du hilfst mir immer so im Forum und ich weiß noch nicht mal etwas über dich
Möchtest du mir vielleicht ein bisschen was von dir erzählen?

Liebe Grüße
Konfetti

01.04.2014 11:02 • #7


Hallo Konfetti,

hey das ist super mit deiner Psychologin ! Ja manche sind richtig für diesen beruf gemacht und können es echt gut. Sie sind auch einfühlsam und hören dem Patienten gut zu und außerdem finden sie sofort Zusammenhänge raus, die vielleicht keiner bis dato gefunden hat. da würde ich mal sagen, das du eine richtig gute Therapeutin gefunden hast ! Freut mich sehr für dich !

Stimmt, da hast du Recht natürlich. Gerade wenn ihr ein kleiner betrieb seid. Aber im Moment scheint er ja noch gut auszukommen so. Sonst würde er ja schon längst was sagen. Bestimmt würdest du ihn auch nicht sofort verlieren. ich weiß sowiso nicht, geht das so einfach, also wenn ein Mitarbeiter krank ist, den dann rauszuschmeißen oder so? kenne mich da nicht so aus...
Du hattest ja auch überlegt einen neustart zu beginnen. Wenn dein Chef dann irgendwann ärger macht, denke ich, ist das dann definitiv bestimmt auch ein Thema für die Therapiestunde.

Oh, das ist echt heftig so lange Nebenwirkungen zu haben. meine hielten 2 Wochen an. Okay, verstehe dich da natürlich bei der einstellung. habe das früher genauso gesehen und da konnte mich auch echt keiner Umstimmen und ich wollte es auch nicht. und wenn man es erst mal ohne probieren möchte ist es dann auch erst mal okay. Du bist ja auch noch nicht so lange in Therapie und kannst es ja auch erst einmal so versuchen !

danke, helfe oder höre dir auch gerne zu. Für mich ist das auch was schönes wenn ich anderen helfen kann und einfach nur zuhören kann. Außerdem findet man hier bei den meisten Themen ja auch etwas, was einem selbst weiterhilft !

Ja, ich bin schon länger in Therapie. Bin seit ich 14 jahre alt bin in Therapie. Also jetzt seit 11 Jahren. Schon recht lang ! Aber ich brauchte sie auch bis jetzt und werde sie auch noch ein wenig brauchen. geht ja leider nur schritt für schritt vorwärts.
Was würdest du denn gerne hören von mir? Oder einfach irgendwas...? Also im Moment ist meine situation ein wenig schwierig, wobei das recht häufig bei mir ist, aber gerade finde ich sie echt schwierig. meine mutter liegt im krankenhaus. habe hier auch schon ein Thema eröffnet im Kummer und sorgen forum, weil ich fast jeden abend es los werden muss wie der tag war und überhaupt darüber sprechen möchte, weil ich sonst nicht weiß wohin damit....

Und sonst....also ich habe mehrere erkrankungen, nicht nur ängste, sondern auch eine posttraumatische belastungsstörung, borderline, depressionen, halt die soziale Phobie, somatoforme probleme, viele verschiedene Ängste durch das trauma..

Mit lieben Grüßen,
Delphin

01.04.2014 11:40 • #8


Hallo, ich war damals 12 Wochen daheim, bin dann aber wieder ins Büro, weil ich schon son bisschen Sehnsucht nach einem wieder ordentlich geregelten Tagesablauf hatte. Mein Boss und die Kollegen gaben mir das Gefühl, mal 3 Tage pausiert zu haben. Keine doofe Fragerei, kein Tratsch, mit dem Chef ein ordentliches Gespräch über die Perspektive und es lief wieder soweit. Ich war nie wirklich in Gesprächstherapie, habs versucht, aber das ging voll on die falsche Richtung. Deshalb direkt mit Medis angefangen. In der Zeit, bis die Medikamente wirkten, hatte ich jemanden, der lieb auf mich aufgepasst hat. Das hat mich auch abgelenkt und ich hatte nie Gelegenheit, mich zu verkriechen.
Das Schöne ist, dass in den 6 Jahren seit meinem Wiedereinstieg im Büro auch da leise darauf geachtet wird, was ich mir zumute. Leistung wird verlangt, aber wenn Pause, dann Pause und wenn Akku leer, mal ne Woche krank. Ich fühle mich dadurch sehr wertgeschätzt. Habe wohl insgesamt großes Glück gehabt, wie es bisher gelaufen ist.

08.04.2014 08:21 • #9


oh man, 12 Wochen sind lang. Ich hoffe, bei mir wird sich das schnellmöglich wieder ändern. Denn hier zuhause sitzen und grübeln ist richtig bescheiden. Wenn man dann auch noch die Ansage von mehreren Ärzten bekommt, dass ein Therapie-Termin erst in 3 Monaten möglich ist, sehe ich schwarz...

Cheyenne, da hast du wirklich Glück gehabt und das gibt einem auch Mut, dass es eben auch anders sein kann. Dass man Kollegen hat, die Rücksicht auf einen nehmen. Aber ich denke, das ist leider die Ausnahme

08.04.2014 10:06 • #10


Hallo, Butterblümchen
Klar sind 12 Wochen lang, aber besser länger krank und stabil, als alles nur so halb. Stimmt, ich schätze mich da auch als sehr glücklich ein. Auch mit meiner Ärztin. Super Menschen, viel Verständnis, immer gut aufgehoben. In unserer Lage ist doch nichts schlimmer, als kein Vertrauen zum Arzt, finde ich. Ich kann gut leben mit der GA, weil ich einfach durchweg Glück hab mit meinem Umfeld. Wer weiß, wo ich sonst stündemomentan...

08.04.2014 10:32 • #11


Hallo,

@Cheyenne,
das stimmt nichts ist schlimmer, als kein Vertrauen zum Arzt zu haben. und auch das man uns trotzdem wertschätz mit unseren Ängsten ist doch wichtig, finde ich!
Aber da hast du echt Glück, das deine Arbeitsstelle da so super ist !


@Butterblume,

das hört sich bei dir ja nicht so klasse an! Hast du denn noch Hobbys die dich ablenken von der ganzen Grübelei? oder bist du gerade mehr oder weniger gefangen zu hause wegen deinen Ängsten?

das ist ja echt noch lang, die drei Monate. Aber ich bin mir sicher das du es schaffen kannst! hast du denn menschen, die für dich da sind im Moment? So was wie freunde oder Familie?

Mit lieben Grüßen,
Delphin

08.04.2014 13:52 • #12


Hallo, Delphin.... Ich fühle mich auch wirklich privelegiert mit diesem Umfeld. Was Butterblume bertrfft, glaube auch ich, dass Gesellschaft ihr helfen würde, aus dem Grübeln herauszukommen.

Liebes Butterblümchen, Gesellschaft ist gerade in unschönen Phasen sehr wichtig, weil dann jemand für dich da ist. Wenn es dir besser geht, kann die Gesellschaft dich aufheitern oder dich fordern, damit du gar nicht erst ins Grübeln kommst. Zu der Zeit, als ich mit dem Mist anfing und dann Medis bekam, war mein schon damals von mir getrennt lebender Ex ein guter unersetzlicher Freund. Hat 4 lange Wochen auf mich aufgepasst und mich im Leben gehalten....den Rest der 12 Wo konnte ich dadurch fast allein meistern. Ich bin unendlich dankbar....was heisst das für dich?
Gesellschaft ist das A und O...

08.04.2014 14:12 • #13


Ich fange ja bald eine Psychotherapie an..wie ist das eigentlich, kann einen da auch die Therapeutin krankschreiben?
Ich habe mal einen Spielfilm im Fernsehen gesehen(lief neulich in der ARD) in dem eine Psychologin einen gemobbten Jungen krankschrieb, sie stellte ihm immer Atteste aus.
Kann meine Psychologin mich dann, wenn ich endlich die Therapie anfange, auch wegen meiner stark ausgeprägten Sozialen Phobie krankschreiben?

28.04.2014 21:54 • #14


Ja, das geht. Wenn Du wegen deiner Krankheit nicht arbeitsfähig bist, ist es wohl auch sehr sinnvoll. Kommt aber auf den Patienten drauf an. Für den einen ist es besser, erstmal aus dem Arbeitsleben auszuscheiden, für den anderen ist es sinnvoll, weiter arbeiten zu gehen. Das musst Du dann mit deiner Therapeutin besprechen, was in deinem Fall sinnvoll ist.

29.04.2014 11:42 • #15


@Roy

Ich habe ja gar keine Arbeit, aber ich muss dauernd in Argemaßnahmen, in denen ich von den anderen Teilnehmern massiv gemobbt werde, dadurch ist meine Angst vor Menschen immer größer geworden und ich habe Depressionen die auch immer schlimmer werden
Wenn ich das dann der Therapeutin so erzähle, wird sie hoffentlich Verständnis haben.
Hinzu kommt, dass diese Maßnahmen mich beruflich nicht weiterbringen, da die Dozenten dort den Teilnehmern nur Word und Excelübungen aus dem Jahr 2000 geben die längst veraltet sind, in jeder Maßnahme sinds die gleiche, und die Dozenten sagen den Leuten offen, dass sie im Internet surfen udn eine rauchen gehen können, es ist egal was sie tun, Hauptsache Anwesenheitspflicht ist erfült.
Wenn ich die Therapie anfange, werde ich das alles so erzählen, und hoffen, dass die Therapeutin mich versteht, dass ich das nicht mehr aushalte mit dem Mobbing in den Maßnahmen.
Wenn man sich bei den Dozenten mal wegen des MObbings beschwert, dann heißt es nur:
"Sie sind doch alle erwachsen, das hier ist doch kein Kindergarten, regeln sie das alle unter sich.

29.04.2014 22:27 • #16


Oh, dass hört sich nicht gut an was du über die Maßnahmen erzählst. Anhand deiner Schilderungen könnte man ja fast denken: Hauptsache die Bildungsträger dieser Maßnahmen bekommen ihr Geld vom Amt und die Teilnehmer bleiben auf der Strecke. Word- und Excelaufgaben aus dem Jahr 2000! Total veraltet, wie soll da jemand heute beruflich fußfassen können, und die Aussage "ihr könnt alle im Internet surfen, hauptsache sie sind anwesend" bringt ja auch sowas von viel, mann sollte sich doch eigentlich um die Teilnehmer kümmern. Soweit mal meine Meinung dazu.

Was mich noch interessieren würde (musst natürlich nicht antworten wenn es dir unangenehm ist): Wie sieht das Mobbing in solchen Maßnahmen konkret aus? sodass du dich dort verständlicherweise nicht mehr wohlfühlst und noch mehr Angst vor Menschen hast.

30.04.2014 05:01 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo,

@Caelis,

ja das geht. Eine Therapeutin kann einen krank schreiben. gerade wenn sie sieht und du ihr erzählst wie es dir gerade geht, wird sie es bestimmt erst einmal machen, damit du nicht so viel stress dann hast. Du musst ja gesund werden und dazu brauchst du so wenig Stress wie nur möglich!

Mit lieben Grüßen,
Delphin

30.04.2014 11:28 • #18


Schlaflose
Zitat von Delphin2:
a das geht. Eine Therapeutin kann einen krank schreiben.


Das geht nur, wenn die Therapeutin auch praktizierende Ärztin ist.

30.04.2014 13:40 • x 1 #19


Hallo,

@Schlaflose,

oh, das wusste ich nicht.
Ich habe gedacht die können einen auch krank schreiben genauso wie die Hausärzte. Okay, wieder was neues dazu gelernt.

Mit lieben Grüßen,
Delphin

30.04.2014 19:35 • #20



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Mira Weyer