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B

bero
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Sammelthema
Hallo!

Gibt es hier irgendwo jemanden, der Erfahrungen mit der Angst vorm Tod/Sterben hat?
Bin gesund und auch sonst gibts keinen erkennbaren Grund für die Angst, aber seit 15 Jahren quäle ich mich damit herum.

06.12.2024 x 2 #1


689 Antworten ↓
P

PQhope
Gast

Die Angst vorm Tod ist m.E. vollkommen normal und etwas, worüber man kaum rational reden kann. Irgendwann werde ich nicht mehr sein. Natürlich ist das erschreckend und unheimlich, das Unheimlichste überhaupt. Für euch vielleicht nicht, aber für mich. Wie kann das überhaupt sein? Jetzt bin ich vorhanden. Im Jahre 2055 nicht mehr. Das übersteigt den eigenen Horizont. Andererseits: Es passiert nicht heute. Offenkundig. Auch nicht morgen. Auch wohl nicht diese Woche, und auch nicht die nächste. Es dauert noch zig Jahre, möglicherweise mehrere Jahrzehnte. Wozu also sich hier und jetzt darüber sorgen? Es ist unabänderlich; und wenn man sich das Aufblühen und Vergehen von Natur und Tierwelt ansieht: die Endlichkeit gehört offenkundig dazu. Uns sind grob um die 30.000 Tage gegeben. Machen wir was draus!
Es erinnert mich ein bisschen an Flugangst. Klar kann ein Flugzeug abstürzen. Es passiert alle eine Milliarde Flüge ein einziges Mal, dass ein Flugzeug in ernste Schwierigkeiten gerät. Sich deshalb zu sorgen beim Fliegen, ist einfach nicht plausibel. Die Anfahrt mit dem Auto zum Flughafen ist tausend Mal gefährlicher. Komischerweise ängstigt uns das Autofahren nicht. Obwohl das angemessen wäre. Also versuchen wir doch, uns im Flieger zu entspannen. Die Sitze sind halbwegs bequem, es ruckelt weniger als im Bus, man kann von oben auf weiche weiße Wolken schauen - ist das nicht genial? Genießen wir den Ausblick, der uns gegönnt ist. Was gibt es Großartigeres, als fliegen zu können! Ah, mir fällt etwas ein, es gibt wunderschöne Frauen. Wunderschöne Natur, großartige TV-Serien wie "Better Call Saul", Musik, Abende zu zweit, Erfahrungen allein, Fahrräder, Fußball, Pandabären, grandiose Sonnenuntergänge und die majestätischen Sterne über uns. Wir leben im Hier und Jetzt. Und der Himmel fällt uns nicht so bald auf den Kopf. Das ist doch alles in allem nicht schlecht. Ich gebe zu, würde ein Mittel existieren, die Gen-Forschung so weit sehen, dass man die Lebensspanne auf 200-300 Jahre zu verlängern, wäre ich sofort dabei. Aber auch bei hundert Jahren kann man wohl mitunter das Gefühl bekommen, jetzt ist es gut, ich hatte ein langes, mal zerquältes, mal erfülltes Leben.

17.03.2022 12:40 • x 5 #433


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A


Angst vorm Tod / Sterben

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L

Lissah
Mitglied

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Ich habe auch Angst vor dem Tod, bei mir ist es die Angst, plötzlich und unerwartet zu sterben, zB durch einen Herzstillstand. Ich stelle mir dann immer vor, wie es passiert, wenn ich zuhause bin und niemand mir helfen bzw mich retten kann, es wäre dann einfach vorbei. Der Gedanke, dass es theoretisch jederzeit passieren könnte, ist echt furchtbar.

Ich finde auch den Gedanken schlimm, einfach nicht mehr da zu sein, nichts mehr mitzubekommen, nichts mehr sehen zu können, nichts mehr erleben zu können, die Welt läuft einfach weiter, ich kriege davon aber nichts mehr mit, das macht mich verrückt.
Ich möchte es auch meiner Familie nicht antun, ein grausamer Gedanke, wie es denen gehen würde, das tut mir wirklich sehr weh.

Schlimm ist gleichzeitig auch die Angst, wichtige Menschen zu verlieren, Menschen, die ich sehr liebe. Meine Mutter, meine Freunde, ich könnte heulen, wenn ich nur daran denke.

Leider kann man dem nicht entkommen, der Tod gehört zum Leben dazu, jeder muss da durch, jeder muss damit zurechtkommen, man kann ja auch nicht kontrollieren, was als nächstes passiert, daher versuche ich mich immer abzulenken und all diese Gedanken zu vermeiden. Was bringt es, traurig und ängstlich zu sein, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, wenn man es sowieso nicht verhindern kann. Dann lieber das Leben ausnutzen und genießen, auch wenn es so oft viel leichter gesagt als getan ist.

11.11.2021 18:19 • x 5 #284


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S
dann mach ne therapie, und wie du siehst lebst du ja schon 15 jahre

#2


S
schau mal hier rein http://www.sterbeforschung.de
Aber mach eine Therapie dagegen wenn du schon so lange mit der Angst lebst.

#3


jadi
jepp ich aber arbeite auch dran...........lg jacky

#4


B
Meine Therapie läuft seit drei Jahren!!
Ich such nur jemanden mit ähnlichen Erfahrungen, zum Austausch.

Danke für den Link, schau gleich mal rein!


LG bero

x 1 #5


D
Hallo Bero,
mir geht es genauso! Ich habe schon diese Angst wenn ich morgens aufwache! Ich habe panische Angst davor, dass ich ganz plötzlich tot umfallen könnte, oder eine schlimme Diagnose, etc.bekommen könnte...Ich kann mir einfach nicht vorstellen, einfach gar nicht mahr da zu sein, dieses Dunkle, diese Endgültigleit macht mir solche Angst! Ich wünschte ich könnte an ein Leben nach dem Tod glauben, oder dass man geliebte Menschen wiedertrifft...Ich habe diese Ängste auch schon ewig lange und ich hoffe, dass mir eine Therapie helfen wird...
Liebe Grüße aus Köln

x 4 #6


B
Hallo Drachenblut!

Endlich! Und ich dachte schon ich bin der einigste Freak mit dieser Angst. Die Sprüche von wegen, mach ne Therapie nehmen mich jedesmal mit, denn ich mach sie ja seit drei Jahren.

Genau wie du es beschreibst, ist es bei mir auch. Kennst du das auch, dass man irgendwann so fertig mit den Nerven über diese Angst ist, dass man trotz der Angst davor lieber seinem Leben ein Ende setztm nut um diese Gedanken nicht mehr zu ertragen?

Weiß oft nicht wie ich amit umgehen soll!?

Liebe Grüße Bero

x 2 #7


D
Hallo Bero,
du bist ganz sicher nicht alleine! Ich kann auch ein Lied davon singen, leider!! Und ja, manchmal denkt man wirklich darüber nach, all dem ein Ende zu setzen, weil man dann nicht mehr so ausgeliefert ist und nicht mehr diese riesen Panik zu haben! Heute war ich zum Vorgespräch bei einer Therapeutin...sie meinte gleich:"Sie haben keinen Einfluss auf den Tod, daher bringt es gar nichts, dass sie darüber nachdenken..."Ach neee...schon klar, DESHALB gehe ich zu ihr, damit sie mir beibringt, wie ich auf andere Gedanken komme und dann wieder so ein Spruch...Sie hat mich dann gleich in die Depressionsschiene gedrückt und meinte, dass ich mir ein Buch darüber kaufen soll...
Ist das bei dir auch so, dass wenn du nur von dem Tod eines Menschen hören musst und du dich gleich so hineinsteigerst und dir denkst, dass das auch so auf dich zutreffen könnte? Habe kürzlich in den Nachrichten gehört, dass ein Schauspieler gestorben ist, weil er Magenbluten bekommen hat und der ganze Tag war für mich gelaufen...Hatte den ganzen Tag lang Magenschmerzen und wahnsinnige Angst, dass so etwas passieren könnte, wirklich zum verzweifeln. Wie kann man diese Gedanken bloß abstellen...Hat dir die Therapie denn bislang gar nicht geholfen? Viele, liebe Grüße an dich

#8


jadi
der gedanke ist auch schwer ich selber schaffe es auch noch net....und auch wenn ich sowas höre wie du.....bekomme ich auch gleich schiss........am montag hab ich darmspieglung und heute morgen wieder blut im stuhl.......was meinste wie ich hier abging.......aber ich muss mich zusammenreissen wegen den kids.....hab den ganzen tag bauchweh aber oben rechts voll komisch........wieder so ein brennen........ich kann kaum warten bis montag....meine nerven liegen blank

#9


C
Ich finde aber deine Thepeutin hat recht gehabt mit dem was sie sagt...
Wir können es eben nicht beeinflussen und der Tod gehört zum Leben dazu...

#10


D
Ja, natürlich hat sie Recht damit, aber sag das mal meinem Kopf...Ich grübel wirklich permanent darüber nach und bin echt unfähig mich zu entspannen...
@Jadi:Ich drücke dir echt ganz feste die Daumen, dass sie nichts schlimmes finden! Es gibt ja auch harmlosere Krankheiten als Krebs...und selbst wenn es so ist, meine Oma hatte auch Dramkrebs, sie ist völlig geheilt und es geht ihr wieder sehr gut! Versuch dir einen schönen Tag mit deinen Kids zu machen, genießt das Sommerwetter und macht euch eine schöne Zeit...Drück dich

#11


C
aber warum tust Du das

Gibt es einen Auslöser dazu?

#12


jadi
an krebs denke ich garnicht das schiebe ich ganz weit weg...weil die ärztin auch meinte ich bin viel zu jung dafür.....aber vielleicht verwachsungen oder eine entzündung....oder polypen....
ja bin mit der kleinen alleine und spiele mit ihr....na jetze futtert sie grad....die grosse wurde vorhin von ihren dad abgeholt übers we......ich muss stark für die kleene sein..

#13


D
Wenn ich das wüsste...Ich hatte als kleines Kind schon Angst davor, aber so schlimm ist es jetzt erst seit diesem Jahr....Einen komkreten Auslöser kenne ich leider nicht, ich war bei einem Psychologischen Coach, sie meinte, dass ich unter Verlsutängsten leide und mich eigentlich um andere sorge , meine Familie, etc...Ich hoffe einfach, dass eine Therpie mir helfen kann...
QJadi: Dann ist es doch schon mal gut, dass du wenigstens nicht das Schlimmste denken musst! Ich glaube es auch nicht, dass du was schlimmes hast, kenne viele, auch junge Leute, die schon Blut im Stuhl hatten, hatte ich vor vielen Jahren auch mal, aber es war dann auch wieder gut...Ist doch schön, dass du nicht ganz alleine bist und deine Kleene um dich herum hast, eigentlich könne nwir von den Kids sehr viel lernen, so unbekümmert zu leben und nicht so viel in sich hinein zu horschen...

#14


jadi
ja da hst du recht...leider sieht man das manchmal net....wie bei dem spruch:man sieht den wald voller bäume net

#15


C
ja das hoffe ich auch....das es Dir hilft...

Ich habe keine Angst vor dem Tod ...nur.....Angst davor wie es mich dahin rafft.Kurz und schmerzlos ist Ok aber jahrelang sich quälen davor hab ich Angst...

x 1 #16


D
Bei mir liegt die Angst eher in dem großen, schwarzen Nichts...Weißt du, ich kann mir nicht vorstellen, irgendwann einfach "ausgeschaltet"zu sein, einfach nichts mehr zu denken und zu fühlen und all die geliebten Menschen nie wieder zu sehen...
Was hilft dir denn gegen deine Ängste? Hast du eine Therpei gemacht, oder bist du in Behandlung?

x 1 #17

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C
ne hab ich nicht....

Meine Angst hält sich in Grenzen....
ich glaube das nach dem Tod noch etwas kommt...

Ich bekomme nur Angst wenn ich etwas schlimmes lese oder was im TV schau...

Meine Bekannte ist vor 3 jahren an Darmkrebs gestorben.Die letzten Wochen hat sie sich nur noch gequält...abe immer noch Hoffnung gehabt...
Die Ärzte liessen sie einfach nicht gehn...obwohl die wussten da geht nichts mehr...

#18


D
Es ist auch schlimm, wie Ärzte einen in der heutigen Zeit künstlich am Leben halten...
Ich wünschte, dass ich auch an etwas glauben könnte, also nicht unbedingt im tief religiösen Sinne, aber zumindest an etwas wie die Wiedergeburt, letzenendes kann es aber wohl niemand sagen, wahrscheinlich wird die Menschheit auch niemals hinter dieses Phänomen steigen können...

#19


B
Hallo Drachenblut!

Du sprichst mir aus der Seele, wenn ich deine Beiträge lese, fühle ich mich gleich verstanden. Bei mir ist es total genauso!
Die Sprüche, dass man am Tod nichts ändern kann und ihn auch nicht beeinflussen kann, die machen mich richtig wütend, aggressiv! Nicht weil es die sagen, die nicht diese Angst durchleben, sprich überhaupt keine Ahnung haben, was das im Menschen innerlich anrichtet, sondern wütend, weil wir nicht drum herum kommen und das immer wieder auf die Nase gedrückt bekommen.
Ich hasse diese Angst! In meiner Therapie haben wir den vermutlichen Auslöser gefunden, kommt aus der Kindheit (steht in irgendeinem meiner Beiträge, weiß aber nicht welchen weil ich den Überblick verloren hab). Es hat devinitiv was mit Verlustängsten zu tun und da diese in der Kindheit entstanden sind, bekommen wir das wahrscheinlich nie ganz weg, so meinTherapeut. Jetzt gehts eigentlich in der Therapie darum, dass man einen Weg findet, damit so zu Leben, dass es einem nicht mehr so stark beeinflusst und die Angst nicht mehr im Mittelpunkt steht.

Liebe Grüße nadine

PS: hast du auch besonders abends beim zu Bett gehen diese Ängste? Z. B. das du morgen nicht mehr aufwachst? Echt schei. diese Furcht.

x 1 #20


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Prof. Dr. Borwin Bandelow
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