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Zitat von Acanthurus:Ich habe ganz schlechte Tage und auch mal bessere im Wechsel. Ich zweifle gegenwärtig nur etwas an unserem Gesundheitssystem. Man bekommt vom Facharzt nicht die Medikamente die anderen gut helfen. Vom Therapeuten bekommt man ganz andere gegenteiligen Empfehlungen. Man wird bei Akutzuständen durch die halbe Stadt gescheucht. Man ist mit starken medikamentös resistenten Schlafstörungen ein nicht gern gesehener Gast in psychatrischen Kliniken u.s.w Das man dann irgendwann phasenweise total resigniert ist ja wohl verständlich,oder?
Ja, man kann auch Pech haben mit den Theras. Bei meiner ersten Depri Epsiode hatte ich Glück, ich war sowohl bei einem guten Hausarzt als auch bei einer guten Thera, die beide die Situation richtig erfassten und die für mich richtigen Schritte einleiteten.
Bei meiner dritten Episode war ich zu Beginn so wie du am unfreiwillig rumeiern, weil niemand mich ernst nahm und das als Bagatelle abtat. Der Hausarzt verschrieb mir weiterhin Tavor, obwohl abhängig. Bei einem meiner vielen Zusammenbrüche, als ich zum ihm ging weil ich dermassen schwach war, meinte er ich solle doch weiterhin die Tavor nehmen und 2, 3 Tage zu Hause bleiben, dann werde das schon wieder. Beim ersten Psychologenversuch wurde ich zusammengeschissen, ob ich denn nicht wisse wie Therapie funktioniere, ich sei ja schliesslich nicht zum ersten Mal in einer. Nein! Wusste ich nicht, denn es war Psychoanalyse und ich hatte bis dato etwas in Richtung VT gehabt. Also suchte ich weiter, denn es wäre bei dem genau das passiert, was eben nicht gut gewesen wäre, namentlich ich hätte mich angepasst um nichts falsch zu machen und das wäre genau falsch gewesen. Die meisten waren dann voll, niemand wollte mich aufnehmen. Auch die Thera, bei der ich nun bin. Aber da war ich so verzweifelt, dass ich nachfragte ob es denn gar keine Möglichkeit gäbe. Die erfasste dann mein Leid, klärte mich über Tavor auf, leitete den Klinikaufenthalt ein, war und ist immer noch sehr kompetent.
Gib nicht auf, du wirst den richtigen Thera finden! Ich verstehe total, dass man da resigniert, ging mir teilweise auch nicht anders, aber mein Leid war so gross, resignieren war auf Dauer nichts. Sonst wäre ich heute nicht mehr hier, definitiv...
04.06.2017 12:37 •
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