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Acanthurus

Acanthurus
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Hallo zusammen. Bin neu hier im Forum und total verzweifelt. Seit 13 Tagen plagen mich starke Schlafstörungen, sprich ich liege fast die ganzen Nächte wach. Nur an zwei Tagen hatte ich in der Zeit von 04:00-07:00 leichten Traumschlaf, das wars. Bin kurz vorm durchdrehen. Angefangen hat dies als zwei Verwandte ambulant die Notaufnahme mussten und ich u.a Nachts große Angst hatte einzuschlafen um evtl. nicht mitzubekommen falls sich der Zustand der beiden verschlimmert. Nun hat sich der Zustand meiner Verwandten wieder stark gebessert und ich müsste eigentlich wieder entspannt sein. Habe vor 7 Tagen vom Neurologen Zolpidem verschrieben bekommen, welches aber überhaupt nicht anschlägt. Zopiclon hatte ich noch zwei vom Verwanden da gehabt, hier das gleiche. Es tritt nur eine kurze Dämpfung ein und Minuten später bin ich wieder unruhig, mit großer innerer Hitze, Panik und Schwindel. Da der Arzt im Urlaub ist bin ich noch zu einem anderen Neurologen gegangen, der nur 1x pro Woche da ist. Dieser verschrieb mir Trimipramin ohne jegliche angepasste Dossierung, bin sehr groß und schwer.
In der Anleitung steht was von 4-6 Tabletten zur Behandlung von Schlafstörungen. Der Apotheker meinte aber man nimmt nur 1 einzelne Tablette, höhere Dosierungen würden eher das Gegenteil bewirken. Was stimmt den nun?

Bewirkt haben die Tabletten als Einzeldosis bisher nichts! Was kann ich tun, selbst die Z-drugs helfen überhaupt nicht. Habe auch im meinen bisherigen Leben nie Schlafmittel genommen.

30.07.2020 #1


249 Antworten ↓
F

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Zitat von Acanthurus:
Ich habe ganz schlechte Tage und auch mal bessere im Wechsel. Ich zweifle gegenwärtig nur etwas an unserem Gesundheitssystem. Man bekommt vom Facharzt nicht die Medikamente die anderen gut helfen. Vom Therapeuten bekommt man ganz andere gegenteiligen Empfehlungen. Man wird bei Akutzuständen durch die halbe Stadt gescheucht. Man ist mit starken medikamentös resistenten Schlafstörungen ein nicht gern gesehener Gast in psychatrischen Kliniken u.s.w Das man dann irgendwann phasenweise total resigniert ist ja wohl verständlich,oder?


Ja, man kann auch Pech haben mit den Theras. Bei meiner ersten Depri Epsiode hatte ich Glück, ich war sowohl bei einem guten Hausarzt als auch bei einer guten Thera, die beide die Situation richtig erfassten und die für mich richtigen Schritte einleiteten.

Bei meiner dritten Episode war ich zu Beginn so wie du am unfreiwillig rumeiern, weil niemand mich ernst nahm und das als Bagatelle abtat. Der Hausarzt verschrieb mir weiterhin Tavor, obwohl abhängig. Bei einem meiner vielen Zusammenbrüche, als ich zum ihm ging weil ich dermassen schwach war, meinte er ich solle doch weiterhin die Tavor nehmen und 2, 3 Tage zu Hause bleiben, dann werde das schon wieder. Beim ersten Psychologenversuch wurde ich zusammengeschissen, ob ich denn nicht wisse wie Therapie funktioniere, ich sei ja schliesslich nicht zum ersten Mal in einer. Nein! Wusste ich nicht, denn es war Psychoanalyse und ich hatte bis dato etwas in Richtung VT gehabt. Also suchte ich weiter, denn es wäre bei dem genau das passiert, was eben nicht gut gewesen wäre, namentlich ich hätte mich angepasst um nichts falsch zu machen und das wäre genau falsch gewesen. Die meisten waren dann voll, niemand wollte mich aufnehmen. Auch die Thera, bei der ich nun bin. Aber da war ich so verzweifelt, dass ich nachfragte ob es denn gar keine Möglichkeit gäbe. Die erfasste dann mein Leid, klärte mich über Tavor auf, leitete den Klinikaufenthalt ein, war und ist immer noch sehr kompetent.

Gib nicht auf, du wirst den richtigen Thera finden! Ich verstehe total, dass man da resigniert, ging mir teilweise auch nicht anders, aber mein Leid war so gross, resignieren war auf Dauer nichts. Sonst wäre ich heute nicht mehr hier, definitiv...

04.06.2017 12:37 • #133


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A


Nur 25mg Trimipramin bei extremen Schlafstörungen?

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Butzelmann

Butzelmann
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das ewige gerenne und gewarte hat wohl jeder hier durch Sad

ich habe mir meinen jetzigen therapie platz selber gesucht und mich "beworben". bin dann innerhalbvon 3 monaten reingekommen. habe jetzt meine 3. woche hinter mir.
ergotherapie ist echt super. ich mache was mit speckstein Very Happy hätte nie gedacht, dass soetwas spaß machen kann... leider nur 1 mal die woche für 1 std Sad

das mit dem sehen und scharf stellen der augen kenne ich zu genüge. ich kann nicht mal mehr ein buch lesen, weil meine augen so müde sind und ich mich überhaupt nicht konzentrieren kann.

schau dich doch mal nach stationären angeboten in deiner nähe um und klapper sie ab. bewirb dich einfach mal dort bzw lass das deinen hausarzt für dich machen.
wie sagt man so schön, von nichts, kommt nichts. und das trifft leider bei unserem krankheitsbild immer wieder auf. so schwer es auch ist, aber sich verkriechen und aufgeben ist der absolut falsche weg! es ist leichter gesagt als getan und es kostet immer überwindung irgendwie den hinter hoch zu bekommen.
zuhause ist es auch einfach so bequem... das sind worte, die kein depressiver oder ängstlicher patient hören will, aber nur so kann man den teufelskreis durchbrechen.
was ich hier in den 3 wochen gelernt habe ist... mitleid ist der falsche weg!
DU und wirklich nur DU kannst etwas ändern. andere können dir eine richtung vorgeben, aber gehen musst du den weg leider ganz allein.
meine therapeutin würde jetzt sagen "sie suchen sich für alles eine ausrede....". natürlich tut man das... es ja so einfach... und genau das lese ich bei dir heraus!

geh zur krankenkasse und lass dich beraten und vermitteln.
geh zu deinem hausarzt und erzähle ihm/ihr dein anliegen.
ruf zur not die telefonseelsorge an und lass dich dort anonym per telefon oder internet beraten.

das alles kostet kraft und energie, aber wenn du die schritte gegangen bist und es dir besser geht, ärgerst du dich, dass du nicht viel früher aktiv geworden bist.

harte worte, aber nur so ändert sich etwas!

03.06.2017 20:16 • #117


Zum Beitrag im Thema ↓


Frodo94
Gemäß dieser Seite kannst du dir überlegen was du machen willst:

https://psychiatrietogo.de/2016/11/07/trimipramin/
Für Schlafstörungen 25mg - 75 mg

Das was der Apotheker gesagt hat, war mit Sicherheit nur, um zu vermeiden das du mehr nimmst als vom Arzt verschrieben. An deiner Stelle würde ich erstmal eine Nehmen und schauen ob mir das etwas bringt, und gegebenenfalls dann jeweils immer um eine erhöhen.

#2


Schlaflose
Ich habe einmal 3 Tage lang veruschsweise 100mg Trimipramin wegen meinen Schlafstörungen genommen und es hat überhaupt nicht gewirkt. Was bei mir gut angeschlagen hat, war Amitriptylin 75mg und Doxepin, wovon ich einige Jahre lang 125mg nahm und dann ganz langsam auf 25-50mg reduziert habe, je nach meinem Bedarf.

x 2 #3


Acanthurus
Erstmal danke für die Antworten. Habe jetzt zwei Abende lang je 1 Tablette genommen und es zeigte sich keinerlei Wirkung außer eine brennendes Gefühl in der Brustmitte, Hals und Oberbauch den ganzen Tag über. Wie viel Stunden nimmt man die denn vor dem schlafen gehen?

Werde die nächsten zwei Nächte auf 75mg erhöhen und hoffe das ich am Dienstag kurzfristig beim Neurologen ein Termin bekomme, falls wieder keine Wirkung erzielt wird.

#4


Schlaflose
Schlafanstoßende Antidperessiva nimmt man 2-3 Stunden vor dem Schlafengehen.

#5


Butzelmann
hi

also 25mg finde ich auch extrem niedrig dosiert.
als erwachsener mann habe ich damals 50mg bekommen, mit wenig erfolg. 100mg haben mich gut schlafen lassen und 150mg haben mich dann quasi ausgeknockt.
wirkung trat exakt nach 2 std bei mir ein. also um 20uhr die tabletten genommen und um 22 uhr schlief ich wie ein baby. Very Happy
natürlich ist der hangover, gerade in der anfangszeit echt nicht zu unterschätzen.

dass dir ein arzt etwas ohne dosierung heraus gibt ist grob fahrlässig...such dir einen anderen arzt!

x 1 #6


Acanthurus
War gestern noch durch einen Tipp bei einem Nachtdienstpsychiater in einer Klinik. Eine auf Dauer behandlungsbedürftige Depression liegt vor. Wegen der Schlafstörungen soll ich bis zum nächsten Termin beim Neurologen 1 Std. vor dem zu Bett gehen 15mg Mirtazapin nehmen + bei Bedarf 1mg Tavor.

Konnte von beiden Med`s wieder nicht einschlafen, aber es war mir zum ersten Mal ziemlich egal ob ich jetzt schlafe oder nicht. In den frühen Morgenstunden hatte ich dann zumindest mehrere Traumphasen an deren Inhalt ich mich aber nicht erinnern kann.

Mirtazapin ist für mich auf Dauer wohl nicht das richtige , da ich eine weitere Gewichtszunahme absolut nicht gebrauchen kann. Auch benötige ich auf Dauer eher etwas antrieb steigerndes als dämpfendes. Aber für den Übergang will ich mich nicht beschweren und hoffe das die nächsten Nächte besser verlaufen!

#7


Butzelmann
mich hat mirtazapin auch nicht müde gemacht, dafür in 6 wochen 9 kilo zunehmen lassen.
es half nach 3 wochen aber leider auch extrem gut gegen angst und unruhe...

habe es dann trozdem abgesetzt, weil ich durch der enormen gewichtszunahme schon genug probleme hatte.
lorazepam (tavor) hilft gut gegen ängste und unruhe, ist leider weniger schlafanstoßend. da sollten es dann schon andere benzos sein.

x 1 #8


Acanthurus
Wenn ich das so lese frage ich mich warum mir die Ärzte nicht was verschreiben was mich definitiv ins Land der Träume schickt. Wie gesagt seit vierzehn Tagen nahezu absolute Schlaflosigkeit, auch Tagsüber kein Nachholschlaf möglich. Die 6-7 Std. Traumschlaf(Rem?) in 14 Tagen sind ja wohl auf Dauer nicht ausreichend, und nur dösen und schlummern bei anhaltendem Gedankenkarussel wohl auch nicht. Gruß

Als Resume:

2 Tage Baldrian, Rescue, Passionsblume - 0 Wirkung, unter der Berücksichtigung das pflanzliche Mittel erst nach Wochen wirken.
2 Tage Zopiclon 7,5mg - 0 Wirkung
6 Tage Zolpidem 10-20mg - 0 Wirkung
3 Tage Trimipramin 25-50mg - 0 Wirkung
1 Tag Mirtazapin 15mg + 1mg Tavor - 0 Wirkung, aber zum ersten mal etwas Angst lösend und leichte Traumphase in den Morgenstunden.

#9


Acanthurus
Hallo! Gestern Abend merkte ich nach der Einnahme von 15mg Mirtazapin kaum noch eine sedierende Wirkung. Als ich dann gegen 22.30 zu Bett ging wälzte ich mich wieder Stunden lang hin und her. Gegen 3.00 Uhr habe ich dann noch 1mg Tavor genommen. Danach hatte ich wieder verzögert einige kurze Traumphasen mit Unterbrechung. Fühle mich zwar jetzt gegen 10 Uhr nicht ganz so benommen wie gestern, aber erholsam war die Nacht nicht. Sollte ich die beiden Medis evtl. vor dem Schlafen gleichzeitig einnehmen?

#10


petrus57
Ich nehme Mirtazapin 30 mg immer um 19 Uhr. Schlafen gehe ich gegen 22 Uhr. Hatte letztes Mal 22,5 mg genommen, die haben mich so umgehauen, dass ich schon beim hinlegen eingeschlafen bin.

x 1 #11


F
Ich hab Quetiapin zum Schlafen bekommen. Das wirkte bei mir gut. Dann wechselte ich aber, weil Quetiapin ein Neuroleptika ist, auf Trimipramin. Ich nehme 50 mg, das hilft. Die Angstlösende und Spannungslösende Wirkung tritt aber erst nach 2 Wochen Einnahme ein.

Finger weg von jeglichen Benzos bei Schlafstörungen. So ist eine Abhängigkeit vorprogrammiert.

Trazodon wird auch oft verschrieben bei Schlafstörungen infolge Depressionen. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit für dich.

x 1 #12


Acanthurus
Zudem brauche ich ein Medikament das bei erheblichen Miktionsstörungen nicht kontraindiziert ist.

#13


S
also ich nehme 40mg trimipramin und 2 baldriantabletten. geht ganz gut.hab nur eine weile gebraucht um meine dosierung zu finden. allerdings hab ich ganz schön bammel vor einer gewichtszunahme drum ess ich nach 18 uhr nichts mehr

@Freisein
wie kommst du mit 50mg klar? bist du am nächsten tag sehr müde?ich würde gern höher dosieren,da ich auch nur 3 std tief schlafe mit 40mg.

am fr beginn ich mit wiedereingliederung. ich hab schon bissl schiss dacor, ob ich schon soweit bin

x 1 #14


S
da ich ja nun gestern schrieb, dass ich mit 40mg trimipramin gut auskomme, war ich diese nacht wieder schlaflos. ok ein wenig muss ich geschlafen haben, da ich kurz etwas träumte. habt ihr das auch, dass es manchmal trotzdem nicht klappt?

braucht ihr am abend auch einen geregelten ablauf vor dem schlafen? wenn ich zum beispiel mal weggehe und anschließend meine tropfen nehme, lieg ich trotzdem die ganze nacht wach

#15


F
Ich nehme die Trimipramin bereits um 19 Uhr bis 19:30 ein. So geht's mit dem Hangover. Nehme ich sie später, kam es auch schon vor, dass ich den Wecker nicht gehört habe.

Ehm, wie kommst du auf 40 mg Trimipramin? Meines Wissens gibt es nur 25mg oder 100 mg

#16


S
die gibts auch in tropfenform.

malsehen wie ich diese nacht so schlafe. schon komisch.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

F
@Sunny81 die kannst du problemlos auf 50 mg steigern. Das ist ja immer noch eine Mini Dosis. Mein Arzt meinte, falls es nicht wirkt, könne ich auch auf 75 mg steigern.

Oder dann eben Trazodon. Das wird sehr oft verschrieben bei Depri mit Schlafstörungen.

#18


Acanthurus
Vorgestern Abend 15mg Mirtazapin + 0,5 Liter B., ich weiß kein Alk., ist ja zum Glück nichts hochprozentiges. Es stellte sich ein angenehm schummriges Gefühl ein und war richtig Müde. Einschlafen konnte ich trotzdem nicht, aber der Schlaf war mir irgendwie egal, nahm dann wieder eine Tavor in der Nacht und hatte zumindest wieder ein paar Traumphasen. Tagsüber konnte ich zum ersten mal seit 14 Tagen mich mittags stundenlang hinlegen und dösen, vielleicht habe ich sogar etwas geschlafen.

Davor am Morgen war ich nochmal beim Arzt, soll jetzt 30mg Mirtazapin nehmen + 7,5mg Zopiclon. Vom Tavor soll ich runter. Aber warum schon wieder eine Z-drug die mir bis jetzt überhaupt nicht geholfen hat? Und in der Packungsbeilage vom (Mirtazapin) steht das auch bei Blasenentleerungsstörungen Vorsicht geboten ist!

Einer meiner deprimierten Geschwister + Bekannte schwören ja auf Opipramol, erst damit hat Nachts Zopiclon überhaupt gegen Einschlafstörungen geholfen. Nach einiger Zeit reicht das Opipramol wohl auch alleine aus.

#19


petrus57
Versuche es doch erst mal mit 22,5 mg. Ich habe davon wie ein Stein geschlafen.

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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