das ewige gerenne und gewarte hat wohl jeder hier durch

ich habe mir meinen jetzigen therapie platz selber gesucht und mich "beworben". bin dann innerhalbvon 3 monaten reingekommen. habe jetzt meine 3. woche hinter mir.
ergotherapie ist echt super. ich mache was mit speckstein

hätte nie gedacht, dass soetwas spaß machen kann... leider nur 1 mal die woche für 1 std

das mit dem sehen und scharf stellen der augen kenne ich zu genüge. ich kann nicht mal mehr ein buch lesen, weil meine augen so müde sind und ich mich überhaupt nicht konzentrieren kann.
schau dich doch mal nach stationären angeboten in deiner nähe um und klapper sie ab. bewirb dich einfach mal dort bzw lass das deinen hausarzt für dich machen.
wie sagt man so schön, von nichts, kommt nichts. und das trifft leider bei unserem krankheitsbild immer wieder auf. so schwer es auch ist, aber sich verkriechen und aufgeben ist der absolut falsche weg! es ist leichter gesagt als getan und es kostet immer überwindung irgendwie den hinter hoch zu bekommen.
zuhause ist es auch einfach so bequem... das sind worte, die kein depressiver oder ängstlicher patient hören will, aber nur so kann man den teufelskreis durchbrechen.
was ich hier in den 3 wochen gelernt habe ist... mitleid ist der falsche weg!
DU und wirklich nur DU kannst etwas ändern. andere können dir eine richtung vorgeben, aber gehen musst du den weg leider ganz allein.
meine therapeutin würde jetzt sagen "sie suchen sich für alles eine ausrede....". natürlich tut man das... es ja so einfach... und genau das lese ich bei dir heraus!
geh zur krankenkasse und lass dich beraten und vermitteln.
geh zu deinem hausarzt und erzähle ihm/ihr dein anliegen.
ruf zur not die telefonseelsorge an und lass dich dort anonym per telefon oder internet beraten.
das alles kostet kraft und energie, aber wenn du die schritte gegangen bist und es dir besser geht, ärgerst du dich, dass du nicht viel früher aktiv geworden bist.
harte worte, aber nur so ändert sich etwas!