» »

201212.06




428
42
7
1, 2, 3, 4, 5 ... 16  »
Neurologe verschrieb mir kürzlich Lyrica 75 mg, das hat mich total umgehauen, allerdings war die Angst erst mal weg - alles andere (positive) jedoch auch. Kann unmöglich in dieser Verfassung arbeiten gehen, Konzentrationsprobleme ...
Jetzt hat er umgestellt auf 25 mg (sei die niedrigste Dosierung). Steh immer noch total neben mir und bewege mich wie in Zeitlupe.
Frage: Sind das nur anfängliche Nebenwirkungen? Hat jemand längere Erfahrung mit diesem Medikament? Soll auch zur Gewichtszunahme führen, steht im Beipackzettel. Das möchte ich auf keinen Fall!

---

Tipp: Zusammengefasste Erfahrungsberichte zu Lyrica:

https://www.psychic.de/medikamente/erfah ... lyrica.php

Auf das Thema antworten


  12.06.2012 13:01  
Ich hab keine Langzeiterfahrung, nur 1 Woche und die reichte mir auch.

Mein Doc sagte, es sind anfängliche NW, aber sich oft wie besoffen fühlen kann wohl bleiben. Wegen der Gewichtszunahme, kannst Du nur selbst sehen, weil jeder Mensch anders reagiert, aber denkbar ist es unter Lyrica.

Ich war damals erst von Lyrica begeistert, dann mit der Einnahme aber nicht mehr und was ich dann so gelesen hab auf Fachseiten, also ich finde die nicht mehr gut.

Beispiel:

http://www.krankenpflege-journal.com/schmerz-paincare/3866-abhaengigkeitspotenzial-von-pregabalin-lyricar-.html



37
2
2
  12.06.2012 13:24  
Hallo Lena,
ich möchte Dich ermutigen, dem Medikament noch ein wenig Zeit zu geben. Ich nehme Lyrica jetzt seit ca. 7 Wochen und bin erstmals seit Jahren ohne Angst und Panik - das genieße ich jede Stunde des Tages. Bei mir wurde Lyrica ganz langsam eingeschlichen, die ersten 3-4 Tage nur 1 x 25 mg morgen, danach 25 morgens und abends, nach weiteren 3-4 Tagen dann auf morgens 25 und abends 50 mg und so weiter, bis zur Zieldosis von 75 mg morgens und 75 mg abends. So wurden die anfänglichen Nebenwirkungen auf ein erträgliches Maß reduziert, ich war etwas müde und hatte ein Wattegefühl im Kopf, was mir aber viel lieber war als die Angst, die eigentlich schon mit der ersten Einnahme verschwand. Inzwischen habe ich mich an das Medikament gewöhnt und kann ganz normal leben einschl. Autofahren. Die Gewichtszunahme tritt nur dann ein, wenn man dem allerdings gesteigerten Appetit nachgibt und zu viel isst. Da muss ich ein wenig Selbstdisziplin aufbringen, habe bisher allerdings auch noch nicht zugenommen.
Natürlich wirkt und "nebenwirkt" jedes Medi bei jedem Menschen anders. Aber vielleicht klappt es bei Dir ja doch noch mit dem Lyrica, denn gegen die Angst ist es wirklich super. Ich wünsch Dir viel Glück und baldige Genesung!
Lieben Gruß,
Britschi

Danke1xDanke


  12.06.2012 14:36  
Also ich hab in der 1 Woche von Tag 1-3 auch nur 25 mg genommen, dann 50 mg. Ich hatte das Gefühl, als wenn kein Boden unter den Füßen ist und wie besoffen. Das war am 1. Tag so und auch am 8. Und das soll dann, vielleicht mal mit 150 mg, irgendwann total weg sein?

Gegen Angst halfen sie aber schon am 1. Tag. Aber helfen hin oder her, man muss auch sehen, zu welchem Preis, denn Lyrica ist kein leichtes Medikament, im Gegenteil.



37
2
2
  12.06.2012 16:38  
Hallo Crazy,
vielleicht gehörst Du ja zu den Menschen, die Lyrica nicht vertragen wegen der Nebenwirkungen. Bei mir ist aber so, dass ich die 150 mg gut toleriere und dass ich nun nach 7 Wochen kaum noch Nebenwirkungen habe. Das ist eben sehr unterschiedlich, wie ja im übrigen auch bei allen Antidepressiva.
Lieben Gruß,
Britschi



  12.06.2012 16:54  
Britschi

Ja, das stimmt natürlich. Ich hab auch schon von Leuten gehört, die 300 mg nehmen und gut klarkommen.





428
42
7
  12.06.2012 22:52  
Ja, Crazy, da stimm ich dir zu: Die Angst ist weg, aber zu welchem Preis! Die Schachtel 75 mg hab ich meinem Neurologen zurückgegeben. (Hab immer so ein schlechtes Gewissen wegen der Krankenkasse). Aber selbst die 25 mg sind definitiv zu stark für mich. Schade, dass es Kapseln, die sich nicht teilen lassen. So mach ich es immer mit Zopiclon, die zerstückel ich in 6 Teile, so eine Minidosis reicht mir zum Einschlafen.
Vielleicht öffne ich mal die 25 mg-Kapsel und schütte die Hälfte davon raus, dann hätte ich ja nur ca. 12 mg.



  12.06.2012 23:10  
Die Lyrica Kapseln kannst Du öffnen und was raus machen. Sicher nicht im Sinne des Erfinders, geht aber. Und mir ist von vielen Leuten bekannt, die öffnen auch beim Ausschleichen die Kapseln, z.B. bei Venlafaxin oder Cymbalta.

Hatte ich nicht erwähnt, also ich hab Lyrica 2 mal versucht, erst Ende 2009 und dann Mitte 2011 noch mal. Mir war es nichts und selbst wenn es nach 2-4 Wochen besser wird, ich kann das nicht. Ich lief rum wie ein Zombie und 2-3 Tage ok, aber keine Wochen.

Also ich hab ungefähr 10 Medikamente durch und es waren alle grausam, bis auf 2. Trazodon ging, reichte aber von der Wirkung nicht und die Dosis war hoch. Hab ich 2 Monate genommen. Und Amisulprid, ein Neuroleptika. Keine schlimmen Nebenwirkungen, nicht mal am 1. Tag und später. Konnte ich kaum glauben, ABER, man wird wirklich extrem emotionslos, die totale leck mich am A... Stimmung. Und wenn die Wirkung nach irgendwie 7-8 Stunden weniger wurde, dann wurde ich extrem unruhig und bekam Panik. Da hätte man dann noch eine Tablette nehmen können, sollte ich aber nicht. War mir dann auch nichts...

Fakt ist, mit den Psychopharmaka MUSS man Kompromisse eingehen. Gute Wirkung geht nie ohne Nebenwirkungen, z.T. deutliche. Man muss wissen, ob man bereit ist, Abstriche zu machen.





428
42
7
  12.06.2012 23:22  
hab auch schon einiges durch - kein Medikament war akzeptabel. Außer natürlich die mit Abhängigkeitspotential. Das ist wohl das teuflische dran, dass man sich mit einer Tavor wohl fühlt - ganz ohne Nebenwirkungen wie z.B. Sehstörungen oder extremem Durst. Bei mir muss man eh aufpassen, weil ich zu Paradox-Reaktionen neige. Cymbalta, Fluctin, Insidon, Trevilor - nie wieder. Ich probiers jetzt mal mit Heilpraktiker.



  12.06.2012 23:38  
Mir geht es ähnlich und ich glaube auch nicht, dass das mit den Nebenwirkungen dann zu 100% durch die Psyche verstärkt wird. Es waren ja einige AD dabei, mit denen ich ganz gut klar kam, auch Trimipramin paar Wochen in der Klinik und in guter Dosis (125 mg) und das ist ganz sicher kein leichtes AD. Elontril war auch ok, putschte mich aber zu sehr auf. Aber manche AD waren wirklich die Hölle, wie z.B. Amitriptylin oder Cipralex, Lyrica war nicht so krass, aber auch nicht akzeptabel.

Trimipramin gehört aber zur gleichen Gruppe wie Amitriptylin, trotzdem ging es mit den A. nicht, was dann verdeutlicht, es liegt doch am Medikament, nicht nur an der Angst vor dem Medikament.

Insidon/Opipramol bezeichnen ja manche als leichtes AD, was ich nicht so sehe, fand ich auch grausam. Blutdruck sackte total ab, dann als völlig normale Gegenreaktion vom Herz Pulserhöhung. Nie wieder. Ich lag die ganze Nacht wie ein Fisch ohne Wasser im Bett.

« Cipralex erhöhen Erfahrungen mit Sertralin » 

Auf das Thema antworten  154 Beiträge  1, 2, 3, 4, 5 ... 16  Nächste

Foren-Übersicht »Angst & Panikattacken Forum »Medikamente bei Angst- & Panikattacken



 Themen   Antworten   Zugriffe   Letzter Beitrag 
Wirkungseintritt Lyrica

» Medikamente bei Angst- & Panikattacken

41

46654

23.11.2016

Lyrica-Dosierung

» Medikamente bei Angst- & Panikattacken

4

10548

22.02.2011

Erfahrungen mit LYRICA?

» Agoraphobie & Panikattacken

5

7524

14.02.2009

Lyrica und Tavor

» Medikamente bei Angst- & Panikattacken

13

5122

22.08.2017

Lyrica, Kaliummangel?!

» Medikamente bei Angst- & Panikattacken

3

4282

11.08.2013





Angst & Panikattacken Forum