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Hallo,
ich nehme seit einem Jahr Lyrica und Venlafaxin.
Lyrica wurde mir wegen einer generalisierten Angststörung verschrieben. Gegen die Angst hat es gut geholfen, allerdings machen mir die Nebenwirkungen sehr zu schaffen. Vor allem der Blähbauch und die Gewichtszunahme von fast 10 kg belasten mich.
Auf meinen Wunsch hin habe ich unter ärztlicher Aufsicht bekommen, das Lyrica auszuschleichen. Vorher habe ich 225mg genommen (75 - 0 - 150), jetzt nehme ich morgens und abends jeweils 75 mg. In zwei Wochen werde ich die Morgen-Dosis weglassen und dann hoffentlich ganz aufhören können.

Mich würde interessieren, ob es hier jemanden gibt, der die zugelegten Kilos nach dem Absetzen von Lyrica relativ leicht wieder weg bekommen hat. Bei mir hilft nichts. Weder Sport (Zumba, Yoga), noch Verzicht auf Zucker oder Zählen von Kalorien. Langsam verzweifle ich

Liebe Grüße
kabsi

01.03.2014 22:19 • #41


Ich habe es damit mal versucht. Fazit: Totales "mir doch egal"-Gefühl, Teilnahmslos. Auch die Schmerzen (Nerven, Rücken) gingen davon nicht weg. Nach 2 Wochen tunlichst abgesetzt, Dosis: 2 x 25mg.

04.03.2014 09:18 • #42



Lyrica - Erfahrungsberichte?

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Lyrica ist das schlimmste Medikament, was ich jemals genommen hatte! Meiner Meinung nach deutlich schlimmer, als jedes Benzodiazepin!
Vor 26 Monaten hatte ich Lyrika nach 2 Jahren Einnahmezeit über 2 Monate lang ausgeschleust. Ein sofortiges Absetzen war nicht möglich!
(Ich hatte Lyrica wegen Tinnitus und der daraus folgenden Angst genommen.)
Schon vor dem Absetzen von Lyrika hatte ich bemerkt, das ich nicht nur chronisch Müde, sondern mir auch leicht schwindelig war. Ich hatte eine ausgesprochene Lichtempfindlichkeit!
Ein guter Freund sagte zu mir Du musst von Lyrika runterkommen. Setze dies ab! Aber das war nicht so einfach! Mit großen Problemen habe ich das nach 2 Monaten geschafft.
Aber damit nicht genug! Noch heute "26 Monate danach" ist mein Serotoninhaushalt total durcheinander! D.h. ich bin noch angeschlagener als jemals zuvor! Deutliche Müdigkeit, die schon 4-5 Stunden nach dem Aufstehen Vormittags anfängt! Und so starke Blendempfindlichkeit, das ich kaum aus dem Haus komme und am Tag die Schalosien runter haben muss! Das Schlafbedürfnis ist enorm!
Dennoch versuche ich mich meinem derzeitigen Schicksal nicht zu ergeben und versuche leichten Sport zu machen! Jedoch nach dem Sport kommt es automatisch zur Serotoninausschüttung und somit zum Sorotonin-Spillover! D.h. es ist zu viel Serotonin im Körper und die Müdigkeit ist nicht mehr zu ertragen!
Durch diese extreme chronische Müdigkeit hat sich bei mir dann auch noch eine Schlafapnoe (Athemaussetzer in der Nacht) eingestellt, wegen der chronischen erschlaffung im Hals-Rachenbereich während des Schlafs. Dadurch ist wiederum ein gesunder Schlaf nicht gewährleistet.
Ich warte verzweifelt darauf, das ich irgendwo im Netz endlich mal den ersten Patenten/in finde, der/die sagt, ich habe nach sovielen Monaten/Jahren endlich die Nebenwirkungen (Absetzproblematik) nach dem Absetzen von Lyrica überstanden. Ich finde dazu rein garnichts!
Als Lyrica einst auf den Markt gekommen war, so wurde von der Firma Pfizer und auch von meinen Ärzten gesagt, Lyrica mache nicht abhängig! Das war ein Trugschluss und eine Falschinformation!
Jetzt erst gibt die Firma Pfizer bekannt, Lyrica könnte evtl. doch ein Abhängigkeitspotential haben. Und auch die Nebenwirkungen von Lyrica wurden leicht erweitert.
Eine unabhängige amerikanische Studie besagt, das es bis zu 6 Jahren dauern könnte, bis sich bei einem solchen Medikament die Neurotransmittoren im Gehirn wieder einigermaßen regeneriert haben, bis sich die Absetzsympthomatik wieder einigermaßen normalisiert hat. Das ist für mich eine grausame Dokumentation!
In Amerika haben sich wenige ehemalige Patienten zusammengetan und haben die Firma Pfizer auf Schmerzensgelder verklagt.
Ich wünschte, dies wäre auch in Deutschland möglich...
Wenn Jmd. das hier liest und Lyrica nimmt oder vorhaben sollte, dies zu nehmen: "Finger weg von diesem sch... Zeugs!" Und ganz langsam absetzen!

11.04.2014 09:22 • x 2 #43


nun nehme ich seit bald 4 monate lyrica 25mg und es geht mir wieder schlechter. mein neurologe verordnette mir 50 mg tagesdosis 25-00-25, aber ich getraue mich nicht, auf das doppelte aufzustocken, schon mal wegen der abhängigkeit und dann evtl. einen entzug zu machen. leider ist es so, dass ich durch die geringe menge, doch ziemlich oft krankheitsbedingt nicht zur arbeit gehen kann, wurde mir mit zustimmung des integrationsamtes eine kündigung nahegelegt. sollte ich weiterhin öfter meiner arbeit fernbleiben, wird diese zum 31.07.14 wirksam. wie soll ich mich verhalten, wenn nichts mehr geht, kann mir einer helfen, was ich gegen die kündigung tun kann. bin am boden zerstört.

11.04.2014 10:28 • #44


Hallo Jonas-Joachim.

Ich hatte Lyrica 200 mg nur für einige Wochen. Und es hat mir gereicht.
Die Nebenwirkungen waren einfach zu stark.

Gib die Hoffnung nicht auf. Und glaube nicht dieser Studie, die besagt, dass du noch Jahre lang an den Absetzfolgen von Lyrica zu leiden hast. Vielleicht gelingt es dir schon viel eher, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Ich habe jahrelang Neuroleptika in teils sehr hohen Dosen genommen. Und Neuroleptika greifen ja auch massiv in den Hirnstoffwechsel ein.

Aber jedes Gehirn kann sich wieder regenerieren!

Auch wenn es bei dir jetzt schon so lange anhält. Bestimmt gibt es irgendwann eine Besserung.

Ich bin wirklich schockiert, was dieses Medikament bei dir angerichtet hat und wünsche dir alles Gute.

Lieben Gruß
Marie

11.04.2014 18:23 • x 1 #45


Hallo Klatsche.

Ich bin auch schwerbehindert. Wenn das Integrationsamt schon zugestimmt hat, dann kann man wohl nicht mehr viel machen ohne fachliche Hilfe.

Ich bin Mitglied im VdK. Das ist ein Sozialverband für Behinderte. Vielleicht können die dir helfen?
Der Mitgliedsbeitrag ist sehr gering und nach Eintritt wird dir auch sofort geholfen.

Möchtest du denn unbedingt deinen jetzigen Job behalten?

Ich wünsche dir gute Besserung.

Lieben Gruß
Marie

11.04.2014 18:27 • #46


hallo marie,
ich stehe kurz vor meinen 62. geburtstag, behalten des arbeitplatzes wäre schon wichtig, da mir nach der kündigung nicht's anderes übrig bliebe, als die rente einzureichen. das geht allerdings ohne probleme erst ab 63 jahren. da ich mir vor einigen jahren eine eigentumswohnung gekauft habe, muss ich noch dafür bezahlen. die rente, die mir zustehen würde, wäre im unteren bereich, dank der rentenreform und würde auf keinen fall ausreichen.
gruß
bernd

11.04.2014 18:39 • #47


Hallo Bernd.

Ja, ist bei mir auch ähnlich. Ich muss leider auch noch Vollzeit arbeiten gehen.
Es reicht einfach sonst nicht. Ist ja so auch schon knapp genug.

Die Rente ist wirklich ein Witz, wenn man sieht, was ich z.B. nach so vielen Jahren derzeit bekommen würde.

Würde es bei dir ausreichen, wenn du dir zur Rente einen 450-Euro-Job suchst?
Darf man bei Frührente soviel dazuverdienen?

Lieben Gruß
Marie

14.04.2014 17:45 • x 1 #48


hi marie,
danke für deine antwort.
450 euro würden natürlich helfen, aber wie sieht es da aus, wenn ich öfter krank bin, nicht anders als jetzt.
ich habe erst mal im juli einen termin bei der rentenstelle, mal sehen was raus kommt..
lg
bernd

14.04.2014 17:59 • #49


Zitat von crazy030:
Na ja Angst ist die eine Seite und irgendwie entdeckte man da bei Lyrica auch die Wirkung gegen Angst. Aber vom Ursprung her ist Lyrica eine Antiepileptikum.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pregabalin

Nun muss man sehen, was bei Epilepsie im Körper abläuft und was ein Medikament machen und leisten muss, um das vorbeugend (!) zu verhindern. Das man sich da körperlich nicht mehr normal fühlt, ist logisch und wenn jemand sagt, von 150, 200 oder 300 mg und mehr nichts zu merken, also ich kann das nicht glauben.



ich nehme 150 mg...und ich merke nichts. ich finde es viel zu wenig

13.09.2014 10:30 • #50


so nun ist es soweit, kündigung zum 28.02.2015 erhalten. dan 2 monate arbeitslos und ab mai dann rente. nebenjob mit 95 €, mehr geht nicht... armes deutschland, unsere mutti verschent milliarden und den rentnern geht es immer schlechter, hauptsache nach außen hin einen guten eindruck machen.
lyrica nehme ich im moment nach bedarf ca. alle 2-3 nächte 25mg

13.09.2014 13:23 • #51


Zitat von Lena50:
Neurologe verschrieb mir kürzlich Lyrica 75 mg, das hat mich total umgehauen, allerdings war die Angst erst mal weg - alles andere (positive) jedoch auch. Kann unmöglich in dieser Verfassung arbeiten gehen, Konzentrationsprobleme ...
Jetzt hat er umgestellt auf 25 mg (sei die niedrigste Dosierung). Steh immer noch total neben mir und bewege mich wie in Zeitlupe.
Frage: Sind das nur anfängliche Nebenwirkungen? Hat jemand längere Erfahrung mit diesem Medikament? Soll auch zur Gewichtszunahme führen, steht im Beipackzettel. Das möchte ich auf keinen Fall!


Warum fragst du nicht einfach den lieben Herr Doktor?

13.09.2014 13:50 • #52


Ikarus 2014
Ich habe Lyrica nach ca.6mon.Einnahme (100-100)abgesetzt,obwohl die
hier geschilderten Nebenwirkungen bei mir kaum vorkamen,außer anfangs
gelegentliches Schwindelgefühl.Die Angst kam massiv zurück,war kaum in
der Lage,zu arbeiten,habe deshalb Rivotril genommen,aber damit nur den
Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben,denn jetzt bin ich wieder Benzodia-
zepinabhängig.Ängste sind weg,Lyricaentzug nicht mehr zu spüren,aber ich
hänge wieder in der Medikamentenfalle.Weiß nicht mehr weiter,denke oft,
"ach,sch...egal,nimmst du sie halt bis an dein Lebensende,aber da durch
jahrzehntelange Einnahme aller Arten von Tabletten u.ä.meine Leber immer
mehr leidet,kann das Lebensende schneller kommen,als mir lieb ist.Ihr wißt
hoffentlich alle,wie sehr ihr eure Leber(Nieren u.a.) mit Langer Medikamenten-
einnahme schadet.Ich weiß leider keinen Ausweg,und das mit Ende 30.

16.11.2014 18:19 • #53


Warum hast du Lyrica abgesetzt?

16.11.2014 18:57 • #54


Carboni
Lyrica hat mit gut gegen die Angst geholfen, nur waren die Nebenwirkungen nicht so toll.
Nach mehrern Monaten der Einnahme war manche Werte des Blutbildes total aus der Norm UND ich hatte in diesen Monaten mehr als 15 KG zugenommen. Bin dann wieder auf mein "altes" Medikament umgestiegen (mit dem Arzt natürlich) - das Blutbild war nach ca. 2-3 Monaten wieder Ok und innerhalb von 4 Wochen! habe ich das gesamte zugenommene Gewicht wieder verloren. Gewicht waren hauptsächlich Wasseransammlungen im Körper - bin wie ein Schwamm aufgegangen. Aber diese Symptome muss nicht jeder haben - da ja jeder anders auf Medikamente reagiert.

17.11.2014 18:18 • #55


so, liebe leidgenossinnen/genossen, ich bin in rente seit 1. märz 2015. gesundheitlich geht es mir besser, da der druck arbeitsplatz weg ist, keine rennereien auf ämter u. co, kann den tag ruhiger angehen ... macht sehr viel aus, wenn man sich keine großen sorgen machen muss. minijob mit 450,-€ bei freier zeiteinteilung, was will man mehr. rente plus job liege ich bei ca. 1300,-€. auto habe ich verkauft, etwas einschränken beim einkaufen, dann kann man leben, frau bekommt knapp 900 €.
und nun das leben geniesen, so lange es geht. lyrica, und die anderen pillen werden aber dennoch genommen.
gruß
bernd

29.05.2015 19:54 • #56


@klatsche

Da hast du ja mehr Geld als mancher Arbeitnehmer für die ganze Familie.

29.05.2015 23:25 • #57


850 euro rente für 42 jahre schwere arbeit. die 450 euro für minijob, bekomme ich ja auch nicht geschenkt!

30.05.2015 06:49 • #58


Roland1963
Hallo,

ich habe seit 1992 eine Generalisierte Angstörung, die sich zunächst in Form von Panikattacken äußerte, die sich nach einem halben Jahre vorübergehend besserten und dann in eine Dauerschwindel/Dauerangst mit fortschreitender motorischer Unruhe überging. Medikamente habe ich in dieser Zeit zu Hauf genommen, und andere Therapieformen wie VT, Entspannung, Hömöopathie, Akupunktur usw. halfen wie die Medikamente nicht. Das einzige, was soweit half, dass ich wenigens zu Hause einigermaßen zurechtkomme, (vorher bin ich stundenlang wie irre in der Wohnung hin- und hergelaufen) waren Benzos: Zunächst Loreazepam und als dies nicht mehr wirkte, Bromazepam. Nach einem weiteren Rückschlag bekam ich Alprazoloam, das ich zusammen mit Paroxetin und Opipramol und Trimipramin einnehme. Es geht mir jetzt vielleicht noch eine Spur besser als vorher, habe aber immer noch starke Ängst, starken Schwindel usw. Nun habe ich sehr positive Erfahrungsberichte über Lyrica gerade bei 'Angststörungen gelesen, so dass ich das gerne meinem Neurologen vorschlagen würde, um meine Lebensqualität noch weiter verbessern zu können. Aber ein schreckt mich kollosal ab. Bei der BEschreibung des Medikaments wird geschrieben, dass es zu Sehstörungen *bis hin zur Verlust der Sehkraft* führen könne. Das macht mir Angst. Muss ich Angst vor einer Erblindung haben, wenn ich Lyrica nehme? Wie sind Eure Erfahrungen in diesem Punkt? Bisher habe ich außer Kurz- und Alterssichtigkeit sowie Hornhautkrümmung nichts an den Augen. Besteht da tatsächlich eine Gefahr? Würde mich freuen, wenn jemand von Euch mir diese Frage beantworten könnte.

LG
Roland

14.02.2016 19:59 • #59


hi, seit ich in Frührente gegangen bin, ist es mir von Monat zu Monat besser gegangen. das Lyrica habe ich komplett abgesetzt und bin im Moment gut drauf. die Panik und Angstzustände sind fast komplett weg.
Rentner zu sein, scheint so manche angst weg zu nehmen.
aber ob nun durch Lyrica oder ein anderes Medikament deine Sehkraft verringert wird, kann dir wahrscheinlich keiner bestätigen.

Gruß
Bernd

14.02.2016 20:24 • #60



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