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Flame
Ich habe im Laufe der Zeit (innerhalb von nur 2 Jahren) 40 kg zugenommen seit ich begonnen habe,Medikamente einzunehmen.
Viele von euch wissen das von mir.

Momentan fühle ich mich ohnmächtig,weil ich mir einen Medikamentenwechsel nicht zutraue.

An ein gewisses Übergewicht hatte ich mich gewöhnt aber es wird immer mehr.
Ich muss also selbst das Ruder wieder selbst in die Hand nehmen - trotz Medikamenteneinnahme.

Würde mich freuen,wenn man sich darüber austauschen könnte.
Also nicht Kalorien zählen sondern WARUM man zuviel und/oder zu ungesund isst.

Ich habe auch eine Esstörung und damit hängt zusammen,dass ich eben auch esse,wenn ich mich alleine fühle oder ich mich belohnen möchte oder mir irgendwie ein gutes Gefühl verschaffen will.
Es liegt also durchaus nicht NUR an dem Medikament,es liegt auch an mir.

Ich weiss,dass man Essen nicht missbrauchen soll um sich besser zu fühlen aber es gelingt mir so selten.
Vielleicht wird es leichter mit vereinten Kräften.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

04.09.2019 14:15 • 09.11.2019 x 1 #1


95 Antworten ↓


Orangia
Oh ja, ich habe auch heftig zugenommen über die Jahre.
Den meisten *Fressdrang*, anders kann ich es nicht nennen, hatte ich von Mirtazapin...ging gar nicht. Das habe ich wieder sein lassen.
Nun ist es das Lyrica, aber darauf kann ich echt nicht verzichten.

Ich habe auch oft Appetit, tagsüber habe ich mich im Griff.
Beim Abendessen haue ich dann richtig rein. Esse über das eigentliche Sattsein hinaus.
Ich koche aber auch zu viel, das ist ein großer Fehler. Hab immer Bedenken, es könnte nicht genug sein. Daran muss ich arbeiten !
Wir essen meistens alles auf, selten lassen wir einen Rest, der in den Kühlschrank wandert.
Dazu muss ich allerdings sagen, dass wir nicht frühstücken, gibt nur nen Kaffee. Nachmittag dann Obst oder einen Joghurt, vielleicht auch mal Kekse.
Als junge Frau hatte ich auch eine Esstörung, habe immer wieder alles erbrochen. Zum Glück ist das heute vorbei.

04.09.2019 15:16 • x 2 #2


Schlaflose
Zitat von Flame:
Würde mich freuen,wenn man sich darüber austauschen könnte.


Darüber haben wir uns doch schon zigmal ausgetauscht.

04.09.2019 15:19 • #3


DieAlex
Hallo Flame

Vor allem Neuroleptika sind für solch hohe Gewichtszunahmen bekannt.
Neben dem unbändigen Heisshunger,den man nur schwer in den Griff bekommt,kommt der verlangsamte Stoffwechsel hinzu.

Ich habe in der Klinik jede Menge Leute kennengelernt, die auch 30-50 Kilo zunahmen und verständlicherweise todunglücklich waren.

Ich behaupte mal,dass es fast unmöglich ist, mit diesen Medis viel abzunehmen.

04.09.2019 15:27 • x 1 #4


NIEaufgeben
Hallo liebe Flame
Auch ich habe durch die Medikamente, bei mir neuroleptika innerhalb von einem Jahr 20 Kilo zugenommen...mein Essverhalten hatt sich eigentlich nicht verändert aber meine medis sind leider dafür bekannt für diese Nebenwirkung
Ich habe das medi bereits reduziert aber noch mehr geht einfach nicht,ohne währe ich kein Mensch mehr und könnte kein einigermassen normales leben führen...ich habe es versucht aber ging nicht...
An meine 20 Kilo Übergewicht will ich mich aber nicht gewöhnen und hoffe es irgendwann wieder etwas zu reduzieren wenn ich evtl stabil genug bin um dieses eine medi abzusetzen...

04.09.2019 15:29 • x 1 #5


Flame
Zitat von Schlaflose:
Darüber haben wir uns doch schon zigmal ausgetauscht.



Das stimmt, Schlaflose,es zwingt Dich ja auch keiner,Dich erneut daran zu beteiligen.

@Trulla65
Offenbar haben wir einige Gemeinsamkeiten!
Nicht nur die Esstörung und die Angststörung...

Ich bekomme auch Lyrica,es hilft sehr gut gegen die Ängste und ich habe lange suchen müssen,bis ich ein Medikament gefunden habe,das effektiv anschlägt.
Wenn nur der permanente Appetit nicht wäre...

Aber es ist sicher immer noch besser so als Dauerangst und Panik

04.09.2019 16:27 • #6


Flame
@DieAlex

Das fürchte ich irgendwie auch,dass es nicht funktioniert,solange ich beim Lyrica bleibe.
Ich hab nur keinen Mut zu einem Medikamentenwechsel,war soviel in Kliniken und möchte einfach nicht riskieren,wieder in die Angststörung abzurutschen.
Werde evt. mal meinen Psychiater befragen,hab bald wieder einen Termin bei ihm.

@nieaufgeben
Schöner Nick!

Nein,aufgeben kommt nicht in Frage!
Irgend einen Weg muss es geben...

04.09.2019 16:37 • #7


NIEaufgeben
Vielen dank,ja dieser Nick passt sehr gut zu mir
Auch ich war früher essgestört hatte anorexie...also ist es noch viel schwerer mit soviel Übergewicht klar zu kommen...aber im Moment ist es halt so

04.09.2019 16:42 • #8


Flame
@nieaufgeben

Ich hatte zwar keine Anorexie aber früher bin ich vor Scham schon kaum noch aus dem Haus gegangen,wenn ich meiner Meinung nach zuviel wog (z.B. 67 kg statt 66kg).
Auch dieses ständige Wiegen und der Körperhass und das geringe Selbstwertgefühl hing alles damit zusammen.
Mein gesamtes Selbstwertgefühl und Befinden hing an der Waage.
Angefangen hatte die Esstörung,nachdem ich jahrelang gemobbt wurde in der Schule.

Immerhin hast Du die Anorexie überwunden.Da kannst Du stolz drauf sein.

04.09.2019 16:48 • x 1 #9


Orangia
Muss dazu sagen, mein Mann ist schlank. Ich esse genauso viel wie er
Aber er bewegt sich auch den ganzen Tag.
Ich bewege mich nur innerhalb des Hauses und des Gartens, und das ist ja auch bald vorbei.
Mehr machen meine Knie aber auch nicht mit

04.09.2019 17:02 • #10


Flame
@Trulla65

Bei uns ist es umgekehrt:
Mein Mann bewegt sich kaum (er arbeitet im Büro und ist Sportmuffel) während ich durch meine Arbeit (Haushaltshilfe) täglich in Bewegung bin.
Ich ess aber auch mindestestens das dreifache ,mit vorliebe deftige Sachen und am liebsten kohlehydratreich...

Ja,die Gartensaison ist bald beendet...
Hast Du Arthrose bezüglich der Knie?

Ich merk jedenfalls so langsam auch immer mehr meine Gelenke.
Meinen Job ausüben (putzen) geht inzwischen nurnoch mit Bandagen an den Fussfesseln,sonst tun die Gelenke sehr weh.

Was gut geht,ist Fahrrad fahren oder schwimmen,im Winter allerdings auch nicht sehr erquicklich...

04.09.2019 17:08 • x 1 #11


NIEaufgeben
Ich bewege mich sehr viel...
Ich bin einfach mit Leib und Seele gerne in der Küche...ich koche jeden Tag 2 mal warm und wir essen immer alle zusammen...und das backen liebe ich über alles ich bin auch jetzt am kochen und backen....

04.09.2019 17:18 • x 1 #12


DieAlex
Zitat von Flame:
Das fürchte ich irgendwie auch,dass es nicht funktioniert,solange ich beim Lyrica bleibe.
Ich hab nur keinen Mut zu einem Medikamentenwechsel,war soviel in Kliniken und möchte einfach nicht riskieren,wieder in die Angststörung abzurutschen.
Werde evt. mal meinen Psychiater befragen,hab bald wieder einen Termin bei ihm.

Von Lyrica hatte ich vor einigen Jahren auch mal 20 Kilo zugenommen.
Ich hatte es unter dem Mittel nicht geschafft mich zu zügeln.
Ich hatte vor allem abends Heisshunger auf Süßigkeiten.
Nachts wurde ich meist wach und brauchte ebenfalls was Süßes, sonst konnte ich nicht weiter schlafen.
Abends brauchte ich 2 Teller warmes Essen.

Ich verstehe dich gut,dass du es nicht riskieren möchtest wieder Angst zu bekommen, und es abzusetzen.
Ich kann nur von mir reden.
Bei mir war es unmöglich.
Alle Ratschläge halfen nicht.
Süßes gegen Obst eintauschen zum Beispiel.
Wobei Obst ja auch ne Menge Fruktose hat.
Ich brauche meine Schokolade,Punkt!

Ich wünsche dir, dass es irgendeinen Weg gibt.

04.09.2019 17:29 • x 2 #13


Flame
@nieaufgeben

Was man liebt,soll man beibehalten,das tut der Seele gut!

@DieAlex

Nimmst Du das Lyrica noch?

Bei mir ist es tatsächlich aus so,dass ich vor allem abends esse,dann am liebsten deftig aber auch zu Süssem sage ich nicht nein,hüstel
Und nachts stehe ich auch auf,weil ich bei aller Liebe nicht schlafen kann,wenn ich Hunger habe...

Irgendwie ist es doch tröstlich zu wissen,dass man damit nicht alleine ist...

04.09.2019 17:37 • x 2 #14


DieAlex
Nein,du bist damit sicherlich nicht alleine.
Es gibt seeehr viele Patienten, die dieses Problem haben.

Nein,ich nehme es schon lange nicht mehr.
Ich hab damals nach dem Absetzen relativ schnell abgenommen.
Hatte auch viel Wasser im Körper, was ich dann beim Absetzen merkte.
Letztes Jahr wollte man es mir wieder geben, aber ich vertrug es nicht mehr.


Mir is damals was passiert in der Klinik.
Ich hatte mir die Schokolade schon auf den Nachttisch gelegt,weil ich wusste,dass ich sie nachts brauchte.
Im Halbschlaf hab ich die gegessen und bin eingeschlafen.
Morgens wurden wir vom Personal geweckt und ich war beschmiert mit Schokolade, genauso meine Bettdecke.
Heute kann ich drüber lachen, damals war es mir peinlich.

04.09.2019 17:49 • x 2 #15


NIEaufgeben
Wenigstens esse ich nachts nicht.hihihihihi....sonst währe ich schon 200 kg mindestens

04.09.2019 20:10 • x 2 #16


DieAlex
Sei froh!
Ich war damals teuer in der Haltung.

04.09.2019 20:11 • x 2 #17


Und zunehmend ohne Medikamente?
Kann man das auch einer Depression in die Schuhe schieben?

04.09.2019 20:21 • #18


NIEaufgeben
Zitat von DieAlex:
Sei froh! Ich war damals teuer in der Haltung.

Also jetzt liege ich auf dem Sofa mit einer riesen Packung m &ms vor mir

04.09.2019 20:23 • x 2 #19


DieAlex
Wenn man beispielsweise aus Frust mehr isst,klar.
Zunehmen ohne viel zu essen kann ich mir nicht vorstellen, es sei denn es sind wenige Kilos und es stimmt was nicht mit dem Stoffwechsel.

04.09.2019 20:25 • x 1 #20




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Dr. med. Andreas Schöpf