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Flame
@juwi

Ach Mensch,bist Du also immer noch am kämpfen mit den Depressionen...
Hatte gehofft,dass es Dir vielleicht inzwischen etwas besser geht...

Ist denn irgendwas in Sicht,Klinikaufenthalt oder ähnliches?

06.11.2019 10:25 • x 1 #81


Zitat von Flame:
Ist denn irgendwas in Sicht,Klinikaufenthalt oder ähnliches?

Ja, eine dreimonatige stationäre Psychotherapie in einem psychiatrischen Krankenhaus. Da habe ich Anfang Jänner ein Gespräch, das hoffentlich zu einer Aufnahme führt. Ich setze große Hoffnungen darin.

06.11.2019 10:28 • #82



Gewichtszunahme aufgrund von Medikamenten

x 3


Flame
@juwi

O.k.,das ist auf jeden Fall eine gute Sache.
Ich war ja auch mal 2 Monate in der Psychiatrie ,es hat zwar gedauert aber am Ende hat es mich dann doch rausgeholt aus dem Loch,in dem ich ca. 2 Jahre festhing.

Wichtig ist in dem Zusammenhang,dass Du dann in dem Gespräch klar machst,dass es Dir wirklich sehr schlecht geht denn sowas sieht man uns ja nicht an.
Stationär wäre ideal....

06.11.2019 10:32 • #83


Ja, ich werde IMMER besser/gesünder eingeschätzt, weil ich so viel Selbstkontrolle habe. Gerade gestern meinte mein Hausarzt, dass es ihm nicht so scheint, als ob es mir richtig schlecht ginge. Depp. Ich reiße mich ja selber nicht um die Diagnose "SCHWERE Depression", aber die liegt leider Gottes vor. Laut Facharzt.

06.11.2019 10:33 • x 1 #84


Flame
Ja,ging mir ähnlich.

Selbst in einer sehr schlechten Phase mit Dauerangst und Panik bin ich immer mal wieder einen Tag arbeiten gegangen,weil ich hoffte,dass die Angst vergeht,wenn ich sie irgnoriere bzw. einfach da sein lasse.
Hat nicht funktioniert und mein Psychiater dachte dann natürlich,dass es so schlimm ja nicht sein kann,wenn ich sogar noch punktuell arbeiten kann.

Ich hätte im Rückblick auch viel früher in eine Psychiatrie gemusst aber wenn ich nicht gerade eine Panikattacke geschoben habe,sah ich nach aussen hin ganz normal aus obwohl in mir drin ein Orkan tobte oder die Dauerangst mich im Würgegriff hatte.

Ich glaube,das Ganze liegt auch ein bisschen daran,dass man die eigenen Befindlichkeiten runterspielt weil man nicht als Jammerlappen eingeordnet werden will.

Habe jedenfalls daraus gelernt.
Wenn ich heutzutage merke,es geht mir nicht gut,fackel ich nicht lange und fahre direkt zu meinem Arzt und warte nicht ,bis es absolut nicht mehr auszuhalten ist.
Kommt zum Glück kaum noch vor.

Ich denke oft,es wäre besser,eine körperliche Krankheit zu haben.
Bei körperlichen Krankheiten ist alles klar: Die Symptomatik ist eindeutig und es gibt auch nicht zig Medikamente,die man u.U. erst noch durchprobieren muss bis man endlich Erleichterung erfährt.

Aber wir müssen halt mit dem zurechtkommen,wie es ist,es bleibt einem ja nichts anderes übrig.

Ich hatte bei dem ersten Vorgespräch in der Psychiatrie den Fehler gemacht vorher Tavor zu nehmen,weil ich dachteich schaffe es gar nicht ohne.
Entsprechend wirkte ich ruhig und gefasst und sie sahen dann keine Dringlichkeit für eine stationäre Aufnahme.
Mir wurde dann Tagesklinik angeboten aber das war mir zu wenig.

Einige Zeit später habe ich es erneut versucht als es mal wieder "rund" ging mit Panikattacken und dieses Mal hatte ich vorher keine Medikamente genommen.
Bin dann auch aufgenommen worden.

Alles nicht so einfach...und um solche Dinge muss man sich dann auch noch einen Kopf machen obwohl man echt andere Sorgen hat...

06.11.2019 10:45 • x 1 #85


Abendschein
@Flame sag so etwas nicht, das Du eine körperliche Krankheit haben möchtest. Das ist viel viel schlimmer.

Ich habe es auch geschafft, von den Angst und Panik Attacken runter zu kommen, dann schaffst Du das auch.
Der Fokus ist darauf gesetzt (so war es bei mir) mich den ganzen Tag mit meinen "Krankheiten" zu beschäftigen, also mit den Symptomen und das ist schon im Unterbewußtsein gespeichert., Anfangen anders zu denken, ist schwer, wenn man es immer gewohnt ist, so zu denken, das es um die Angst geht.

Tagesklinik ist ersteinmal besser als nichts. Ich hatte "nur" Therapie. Das war mir auch Recht, da ich immer Arbeiten gegangen bin. (Soll nichts heißen). Es war oft mehr schlecht als Recht.

Meine Lebensgeschichte ist eine andere als Deine, aber ich möchte Dir den Mut machen, das es eines Tages ganz weg geht.

06.11.2019 11:00 • x 1 #86


Flame
Huhu Abendschein,

ich nehme an,Dein "Haupttext" richtet sich an juwi?

Bei mir ist ja momentan alles o.k. bezüglich Angst und Panik.
Dadurch sind auch die Depressionen abgeklungen.
Habe nurnoch selten kleinere Einbrüche...

Ja,natürlich ist eine körperliche Krankheit genauso schlimm,ich wünschte nur,es gäbe mehr Vertändnis für psychische Belastungen seitens der Ärzte...

06.11.2019 11:16 • x 1 #87


An mich kann es sich nicht richten, ich habe keine Angst und Panik und gehe auch in keine Tagesklinik

06.11.2019 11:17 • x 1 #88


Abendschein
Zitat von Flame:
Huhu Abendschein,ich nehme an,Dein "Haupttext" richtet sich an juwi?Bei mir ist ja momentan alles o.k. bezüglich Angst und Panik.Dadurch sind auch die Depressionen abgeklungen.Habe nurnoch selten kleinere Einbrüche...Ja,natürlich ist eine körperliche Krankheit genauso schlimm,ich wünschte nur,es gäbe mehr Vertändnis für psychische Belastungen seitens der Ärzte...


Nein, er richtete sich an Dich.

06.11.2019 11:17 • #89


Flame
@Abendschein

Ach so,entschuldige
Das ist sehr lieb von Dir!

Im Moment geht es mir wie gesagt ganz gut (wenn die Sache mit dem Gewicht nicht wäre).

06.11.2019 11:23 • x 1 #90


...und dann kriegst du vielleicht noch zu hören: Hauptsache, es geht dir psychisch gut! Akzeptiere doch dein Gewicht! Als ob das Ganze bloß ein ästhetisches Problem wäre

06.11.2019 11:26 • x 2 #91


Genauso doof aber: Gesagt zu bekommen, "jetzt geht es dir eh schon so mies, quäl dich doch nicht zusätzlich mit einer Diät". Qual ist da der falsche Ausdruck, finde ich.

06.11.2019 11:39 • x 2 #92


Flame
Ja,ich fühle mich zum Tel wie in einer Sackgasse.
Und pendel immer zwischen Akzeptanz und dagegen ankämpfen.
Ist halt beides schwierig...

06.11.2019 11:41 • #93


Flame
Bin mal wieder down irgendwie.Gehört ja nunmal auch zum Leben...
Wär ja auch zu schön,wenn es einem permanent gut ginge...

Um auf das Ursprungsthema zurück zu kommen:

Ich hatte es tagsüber ganz gut geschafft,nicht soviel zu essen aber abends ging es dann wieder los.
Wie immer.

Hatte auch schon probiert,tagsüber mehr zu essen aber abends schlag ich dann trotzdem wieder zu...

Das liegt glaube ich auch daran,dass ich mich morgens meistens recht gut fühle.

Je später es wird,desto weniger Energie habe ich.


Mein Bauch fängt schon an runterzuhängen und das nervt einfach unglaublich.
Wenn ich meine Hosen von der Wäscheleine nehme,denke ich immer noch,dass das nicht meine Hosen sein können.
Ich hasse es.

08.11.2019 15:52 • x 1 #94


Icefalki
Liebe @Flame , manchmal denke ich, dass wir unser ganzes Leben damit verbringen, von einer Katastrophe zur nächsten zu schlittern. Oder wir ertragen das einfach nicht, sind zu zart besaitet um mit Schwierigkeiten umzugehen. Wir wollen Friede, Freude , Eierkuchen und das gibt es nicht und das macht einen kaputt.

Hat man ein Medi gefunden, das hilft, wird man fett. Setzt man es ab, kommt die Seelenqual und man wird dünner, vor lauter Elend. Und nun? Zwischen Pest und Cholera darf man sich also entscheiden.

Na toll. Rein pragmatisch gedacht, müsstest du also das Medi so ausschleichen, das Symtome soviel vorhanden sind, dass du in einen Zustand kommst, der den Heisshunger händelbar macht, aber gleichzeitig die seelischen Qualen auch erträglich sind. Rein pragmatisch und theoretisch.

Und wenn du jetzt darüber nachdenkst, kommen wir zum Vergleich Pest oder Cholera:
Wenn man nun erkrankt, sterben unbehandelte Pestpatienten je nach Erscheinungsbild mit einer Wahrscheinlichkeit von 30-100%. Unbehandelte Cholerapatienten hingegen sterben mit einer Wahrscheinlichkeit von 20-70%. 

Hab ich extra für dich gegoogelt. Jetzt musst du nur noch entscheiden, ob Seelenpein deine Pest ist und Cholera deine Mopsigkeit, oder andersrum.

09.11.2019 14:15 • x 2 #95


Flame
Huhu @Icefalki ,

Du bringst das immer so schön auf den Punkt!

Da muss ich nicht lange überlegen,die Mopsigkeit (niedlich ausgedrückt hast Du das) ist mir tausend mal lieber als die Seelenqualen.
Jetzt bin ich wieder klar.Danke Dir,bin froh,dass es Dich gibt....

09.11.2019 14:51 • x 1 #96


Flame
Nach wie vor klappt es nicht mit dem Abnehmen.
Habe einfach keine Disziplin...

Ich merke dann auch,dass ich Gründe dafür finde,um es erneut hinauszuschieben.

Der Hauptgrund ist,dass ich schlecht drauf komme,wenn ich nicht essen darf,wann und was ich möchte.


Früher war ich diszipliniert ,fürchte allerdings,dass ich gerade dadurch nicht mehr in der Lage war im Moment zu sein.
Im meinem Kopf war immer nur die Vorstellung,dass es wichtig ist schlank zu bleiben aus Angst vor Ablehnung.
Alles andere stand hinten an ,vor allem meine eigene innere Befindlichkeit.

Jetzt bin ich irgendwie in´s Gegenteil gekippt.

Angst hab ich also quasi immer:

entweder mich "gehen zu lassen" bzw. einfach im Moment das zu tun,wonach mir ist (um immer fetter zu werden ) und wenn ich mich darin beschneide habe ich Angst,es nicht durchzuhalten und dass dann wieder der Selbsthass Oberhand gewinnt.

Hab das Gefühl,ich komme da nicht raus,egal,in welche Richtung ich gehe.

22.11.2019 14:48 • #97


Vielleicht wäre eine Art Kur hilfreich? Wenn ich Geld übrig hätte, würde ich basenfasten gehen, das bieten viele Häuser an. Man bekommt dort einen Impuls, der einen weiterbringt; man lernt viel über Ernährung, Disziplin beim Essen, Bedürfnisse etc.

22.11.2019 14:58 • #98


Flame
Ja,so eine Kur wäre super aber dafür fehlt das Geld.
Ich geh ja nur stundenweise arbeiten und dadurch haben wir halt insgesamt nicht soviel Geld.

Ich hatte über einen erneuten Klinikaufenthalt nachgedacht mit Schwerpunkt Esstörung aber letztlich ist bei mir die Angststörung plus Borderline im Vordergrund.
Ich lande dann (aufgrund der schriftlichen Diagnosen) immer wieder auf Borderlinestationen und das hat mir nicht gut getan.

Abgesehen davon hab ich dann auch Angst,dass die mir in der Klinik wieder an der Medikation rumschrauben.
Habe feststellen müssen,dass ich dort nicht abgeholt wurde und seitdem ist mir das Thema Klinik ein Graus...

Ich weiss,Dir steht ja auch ein Klinikaufenthalt bevor und bei Dir kann es ja ganz anders sein.

Ich war zum Zeitpunkt der Aufnahme eigentlich schon zu instabil für eine psychosomatische Klinik,ich hätte in eine Psychiatrie gehört,in die ich dann auch nach Abbruch der psychosomatischen Klinik gegangen bin.

Aber sowas sagt einem da keiner.
Schliesslich verdienen sie ihr Geld mit einem.

22.11.2019 15:09 • #99


Verstehe. Geht mir ähnlich mit dem Geld. Ich habe mir ein Buch über Basenfasten gekauft und versuche es im Januar allein zuhause. Vorher hat es wegen der Weihnachtsleckereien keinen Sinn.

22.11.2019 15:16 • #100



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