109

Flame
Ich muss mal wieder jammern.
Also wer kein Gejammer hören will bitte nicht weiterlesen.

Ich habe gedacht,dass ich mich mit meinem Gewicht arrangiert habe aber wenn ich ehrlich bin,ist es nicht so.
Das Thema Gewicht begleitet mich schon ewig.

Es fing an in der Schule mit Mobbing und später dann mit gewissen Partnern,die gesagt haben ab einem gewissen Gewicht wäre die Beziehung nicht mehr tragbar.
Damals wog ich zwischen 70 und 75 kg (bei 1.72m Grösse) also ich war zwar nicht gertenschlank aber auch nicht dolle übergewichtig.

Der eine meinte ab 72 kg wäre es ihm echt zuviel.

Heutzutage kann es mir theoretisch egal sein aber diese ganzen Sprüche haben mich eigentlich erst richtig in die Esstörung getrieben.

Ich bin wütend auf all die,die mich als "fett" bezeichnet haben obwohl ich es gar nicht war.
Wegen denen hänge ich heute noch in Esstörungen fest.
Warum haben die das getan?

Was gibt es einem Menschen,einen anderen fertigzumachen?

Musste mal raus.

21.10.2019 14:15 • x 2 #41


Icefalki
Haha, und als Einsicht kannst du dir in den Popo treten, weil du solchen Vollpfosten auch noch geglaubt hast UND ne Essstörung entwickelt hast.

Mein Mann sagt immer, dann kosten die Klamotten eben mehr, wenn die Pfunde besser verpackt werden müssen. Hihi.

21.10.2019 14:24 • x 2 #42


Orangia
Ich hab mal irgendwie gehört...was das Übergewicht betrifft:

Das ist alles e.rotische Nutzfläche

21.10.2019 14:34 • x 2 #43


NIEaufgeben
Hahahahahaha na dann bin ich die ero. in Person hahahahah

21.10.2019 14:36 • x 1 #44


Flame
ero. Nutzfläche ist gut,das hab ich noch nie gehört.

Ja,ich werd wohl mal meine Einstellung zu meinem Körper ändern müssen,nütz ja nix....

21.10.2019 14:40 • x 2 #45


Orangia
Ach Mensch...was soll man tun, wenn nicht drüber lachen.
Gerade, wenn es die Medikamente einem so schwer machen...

21.10.2019 14:45 • x 1 #46


Flame
Ja,man kann das wohl am besten mit Humor nehmen...

Ich komme zwar noch an meine Füsse aber der Bauch ist so gross und hängt schon,es ist echt schwer zu ertragen für mich.
Ich kenne das halt so auch nicht.
Auch das Schuhe anziehen wird beschwerlicher,weil der herabhängende Bauch dazwischen ist.
Oh Gott,wie ich das hasse....

Und man schwitzt bei jeder kleinen Aktivität,das ist auch sehr unangenehm,besonders im Sommer.
Muss im Sommer manchmal dreimal täglich duschen um mich noch hygienisch zu fühlen.

21.10.2019 14:50 • x 1 #47


Ich habe auch das gleiche Problem wie ihr. Ich bin ein Celluliteberg geworden. Wenn ich sitze hängt mein Bauch so weit in Richtung Knie, dass ich meine Unterhose nicht mehr sehen kann. Es ist gruselig.

Ich trickse ein wenig, kaufe kein Brot mehr, da ich nachts durch das Neuroleptikum sonst das ganze Brot fresse. Süßigkeiten kommen nicht ins Haus. Milchtüten gibt es auch nicht mehr, kein Dosenmais, keine Erdnüsse, ich mache mich über ALLES her.

Hätte ich nicht einige Tricks gehabt wäre ich auch locker bei 100 Kilo und mehr gewesen. Der schlimmste und effektivste Trick ist leider der Finger im Hals und alles wieder raus. Damit habe ich mir einiges erspart. Was ne zeit geholfen hat waren Tomaten. Dann das vorzeitige einschlafen bevor der Heißhunger los geht, leider wacht man auch zu oft durch Hunger auf. Dann hatte ich den Trick etwas sehr langsam zu essen. Zum Beispiel Gouda in hauchdünne Scheiben schneiden.

Leider muss ich sagen ist das ein Kampf gegen Windmühlen. Ich war heute beim Arzt und habe mir eine kleinere Dosis des Neuroleptilums erkämpft und habe jetzt angst. Dazu werde ich jetzt einen Threat dazu eröffnen.

21.10.2019 14:50 • #48


NIEaufgeben
Naja,also Finger in den Hals und alles raus finde ich jetzt absolut fehl am Platz und sicher keine gute Sache...solche Sachen sollte man nicht einfach so schreiben denn das kann eine Gefahr für viele sein...immer zuerst überlegen dann schreiben

21.10.2019 14:54 • #49


Orangia
Als junge Frau habe ich im Rahmen meiner Essstörung auch jahrelang den Finger in den Hals gesteckt, jeden Tag, manchmal mehrmals täglich. Das ist nun lange vorbei.
Als Empfehlung zum Abnehmen ist es natürlich totaler Schwachsinn...

21.10.2019 14:59 • #50


Ich habe das nicht empfohlen. Das ist nur das was ich dagegen getan habe. Es tut mir leid wenn ich damit einen Fehler gemacht habe. Das war nicht meine Absicht. Ich selbst habe sogar wieder damit aufgehört.

21.10.2019 15:02 • x 2 #51


Ich bin zwar auch froh, dass es mir dank mirtazapin langsam besser geht aber jede Woche kommt ein Kilo drauf. Das kann so nicht weitergehen denn damit komm ich dauerhaft auch nicht klar. Vorallem am Bauch und Oberschenkeln bin ich quasi explodiert.
Musste mir heute neue Sachen kaufen da ich in nichts mehr reingepasst hab...nach knapp 6 Wochen Einnahme

21.10.2019 15:06 • x 1 #52


Flame
Ja,so fing es bei mir auch an.
Erst nur ein paar Klios mit denen man sich dann ja auch arrangiert.

Aber nach 40 kg Gewichtszunahme hat man nicht mehr soviel Lust,sich zu arrangieren...

Was mich das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes "tragen lässt" ist eben die Tatsache,dass ich durch mein Medikament fast durchgängig angstfrei bin.

21.10.2019 15:09 • x 1 #53


Was den Geldbeutel schont sind Strumpfhosen und Röcke oder Kleider drüber. In ein und dieselbe Strumpfhose passt man mit 20 kg mehr oder weniger immer rein.

21.10.2019 15:13 • x 2 #54


Orangia
[quote="rotezora2k"]Ich bin zwar auch froh, dass es mir dank mirtazapin langsam besser geht aber jede Woche kommt ein Kilo drauf. Das kann so nicht weitergehen denn damit komm ich dauerhaft auch nicht klar. Vorallem am Bauch und Oberschenkeln bin ich quasi explodiert. Musste mir heute neue Sachen kaufen da ich in nichts mehr reingepasst hab...nach knapp 6 Wochen Einnahme [/quote

Bei Mirtazapin hatte ich auch Fressanfälle, aber es ging mir damit recht gut.
Habe es wegen der Gewichtszunahme abgesetzt damals.
Aber nun bin ich vom Regen in die Traufe mit Lyrica. Aber es nimmt mir die meisten Ängste es geht mir relaitv gut.
Ich nehme die Figurprobleme in kauf.
Ich habe auch den Eindruck, es nimmt Einfluß auf die Libido.
Serquel /Quetiapin soll auch Impot. bzw. frigide machen, oder zumindest Einfluß auf die S.ualfunktion nehmen.

21.10.2019 15:15 • x 2 #55


Orangia
Zitat von ichwillheiraten:
Was den Geldbeutel schont sind Strumpfhosen und Röcke oder Kleider drüber. In ein und dieselbe Strumpfhose passt man mit 20 kg mehr oder weniger immer rein.

Ich trage auch gerne Leggins und längere Oberteile und Stiefel, geht jetzt im Herbst besonders gut,
Shirt und lange Strickjacke.
Das meiste habe ich von C&A und von Ulla Popken, jedenfalls die Hosen, weil sie da Kurzgrößen haben.

21.10.2019 15:21 • x 2 #56


Danke ihr Lieben!
Hab mir heute tatsächlich 1 Kleid und 1 Rock gekauft weil ich mich in Hosen einfach unwohl fühle
Ich weiß noch nicht wie lange ich das Medikament nehmen kann. Noch ist mir weniger Angst wichtiger aber wenn nochmal 5.5 kg dazu kommen weiß ich nicht ob ich das akzeptieren kann

21.10.2019 15:23 • x 2 #57


Flame
Ja,schliesslich muss man sich entscheiden zwischen Angsthölle und Gewichtszunahme.

Die Zeit,in der ich Panikattacken und permanente Angstzustände hatte war für mich deutlich schwerer zu ertragen als jetzt das Übergewicht.
Ich hatte im Grunde genommen kein Leben mehr,das war wirklich schrecklich.

Hätte man mich vorher gefragt,was ich lieber möchte,hätte ich definitiv die Gewichtszunahme gewählt
In sofern ist das schon o.k.,dass ich deutlich übergewichtig bin.
Schön ist es allerdings trotzdem nicht,ich hoffe,ihr versteht das.
Es ist wie ein ganz neues Leben,man muss sich neu zurechtfinden in anderen Dimensionen.

21.10.2019 15:42 • x 2 #58


Zitat von Flame:
Ja,schliesslich muss man sich entscheiden zwischen Angsthölle und Gewichtszunahme.Die Zeit,in der ich Panikattacken und permanente Angstzustände hatte war für mich deutlich schwerer zu ertragen als jetzt das Übergewicht.Ich hatte im Grunde genommen kein Leben mehr,das war wirklich schrecklich.Hätte man mich vorher gefragt,was ich lieber möchte,hätte ich definitiv die Gewichtszunahme gewähltIn sofern ist das schon o.k.,dass ich deutlich übergewichtig bin.Schön ist es allerdings trotzdem nicht,ich hoffe,ihr versteht das.Es ist wie ein ganz neues Leben,man muss sich neu zurechtfinden in anderen Dimensionen.

Da hast du so Recht, neu orientieren in einem neuen Leben.
Durch die Angst bin ich seit über 1 Jahr krank Zuhause, kam weder allein vor die Tür noch ging allein Zuhause zu bleiben. Langsam kämpfe ich mich Stück für Stück zurück, ich hoffe ab Januar in die wiedereingliederung gehen zu können. So weit bin ich erst seit mirtazapin, also ja, es hilft mir mich ins Leben zurück zu kämpfen.... ich fühle mich undankbar da jetzt nach dem ganzen Horror über mein Gewicht zu jammern aber es hilft nicht Selbstbewusstsein aufzubauen wenn jeder Blick in den Spiegel mit fast schon Ekel einhergeht.
Werde das mal in der Therapie ansprechen.

21.10.2019 17:20 • x 1 #59


Flame
@rotezora2k

Ja,das ist wichtig ,es in der Therapie zu besprechen,kannst ja dann man berichten,was Deine Therapeutin dazu gesagt hat,wenn Du magst.

Mein Psychiater hatte mich jedenfalls drauf vorbereitet,dass eine Gewichtszunahme wahrscheinlich ist,deswegen wusste ich ja,was auf mich zukommt.
Ich hätte allerdings nicht gedacht,dass es 40 kg werden und ich nehme ja immer noch weiter zu...

An manchen Tagen ,wenn es mir insgesamt gut geht,kann ich mich mit meinem Körper bzw. dem Übergewicht gut arrangieren.
Aber dann gibt es eben auch die anderen Tage,an denen ich das alles unerträglich finde.
Deshalb brauch ich manchmal jemanden,der mir wieder in die Spur hilft und mich daran erinnert,dass ich wirklich dankbar dafür sein darf,dass es mir insgesamt wieder soviel besser geht.

Wahrscheinlich ist es auch ganz normal,dass die Körperwahrnehmung mit der Grundstimmung zusammenhängt.

Meine Therapeutin hat mir zu dem Thema gesagt,ich sei doch eine attrakrtive Frau ( o.k.,was soll sie sonst sagen,hab ich mir da gedacht....)und dass Hungern Stress auslöst und Ängste begünstigt.
Darüber hinaus hat sie gemeint,dass Menschen ,die etwas mehr draufhaben eben auch "gemütlicher" sind.
Also dass es eben auch Vorteile hat,wenn man kein Hering ist.

Es ist ja wie immer alles eine Frage der Betrachtungsweise...

22.10.2019 06:25 • x 4 #60




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. med. Andreas Schöpf