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oOMiriOo

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Hallo

kurz zu mir, ich bin 29 Jahre jung und habe seit 11 Jahren eine Angsstörung mit Panikattacken und Agoraphobie. Das ganze kommt in "Schüben", in der Regel hab ich es 1 Jahr ganz doll und das nächste Jahr hab ich kaum was. Aktuell befinde ich mich wieder im "Akut-Jahr".
Ich nahm ne ganze Weile Opipramol, welches am Ende nur noch Müdigkeit verursachte aber keine angstlösende Wirkung mehr zeigte. Dann bekam ich Venlafaxin, 1 Woche eingenommen und 1 Woche die Hölle erlebt. Ging garnicht. Und dann bekam ich Cipralex, 10mg.
Ich sollte mit 5mg morgens beginnen und nach 10 Tagen auf 10mg morgens steigern.
Grundlegend mag ich keine Medikamente, aber wenn der Leidensdruck stark genug ist greift man nach jedem Strohhalm :-/
Jedenfalls nahm ich die erste ein und in Ungedanken nahm ich gleich ne ganze. Also 10mg. Der Rest vom Tag war gehalten weil in meinem Kopf nur noch Watte war. Dann bin ich dermaßen darüber empört gewesen, dass eine normale Tagesdosis direkt so dermaßen reinhaut, dass ich die Packung gerade wieder in die Ecke geworfen habe. Es verging wieder ne Woche voller Angst und dann dachte ich, ich fange nochmal an. Ganz langsam mit ner geviertelten Tablette, entspricht also 2,5mg.
Und genauso tat ich das jetzt 10 Tage lang. Natürlich kann ich in 10 Tagen keine Angstfreiheit erwarten. Aber ich hatte vermehrte Panikattacken, sogar mehrere am Tag und merkte nen Bewegungsdrang. Parallel dazu hatte ich das Gefühl, ich hätte Gewichte an den Augenlidern hängen. Und nach jedem Bücken wurde mir kurz schwarz vor den Augen. Aber das sind NW, mit denen kommt man ja noch klar zumal die Zeit des Abklingens absehbar ist.
Heute erhöhte ich dann mutig auf 5mg. Gegen Nachmittag verdoppelten sich die Gewichte an den Lidern, der Bewegungsdrang kommt sporadisch und ist enorm ausgeprägt und mein Herz... Das pocht dermaßen hinter der Brust dass ich das Gefühl habe meine Atmung sei eingeschränkt. Zu allem Übel las ich dann eben, dass Cipralex, sowie einige andere AD's zum plötzlichen Herztot führen können aufgrund des Eingriffes in den QT-Intervalls. Na super, die Info hatte mir gerade noch gefehlt :-/

So, nun hätte ich gerne andere Erfahrungen gehört. Am liebsten mit Einbeziehung der Nebenwirkungen und vielleicht Ratschläge ob ich nun morgen weitermachen soll und falls ja wieder mit 5 oder doch lieber nur mit 2,5?

Ich danke allen, die meinen doch etwas länger gewordenen Text gelesen haben und sich die Mühe machen mir zu Antworten.

Seid lieb gegrüßt Smile

17.11.2022 #1


134 Antworten ↓
MiniMami30

MiniMami30
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Zitat von Nikieagle:
Kannst du vielleicht nochmal kurz schildern was deine Symptome genau waren? Bei mir sind es Panikattacken und Angstschübe Depersonaliserung starke Depression mit ständigen Heulattacken Übelkeit und Erbrechen Plötzlich Angst vor Straßenbahn fahren etc Alles hatte ich vorher nicht!

Also ich beschreibe jetzt mal bei allen Antidepressiva's .
Ich hatte immer beim einschleichen magen darm Probleme. Quasi übelkeit ohne Ende. Mit Gefühl sich übergeben zu müssen.
Ständig drang auf stuhlgang. Der war auch sehr komisch. Wie paste . Und das oft 3 oder 4 mal am Tag. Schwindel .. Kopfschmerzen. Extreme innere unruhe. Wie eine starke Panik und Angst gleichzeitig. Zittern... kreislauf.... depersonalisierung .. müde .. selbstmordgedanken . All das hatte ich. Und jetzt speziell auf cipralex kann ich dir auch noch schnell beschreiben. Also ich hatte cipralex schon mal. Da wurde mir damals als erste dosis 10 mg gegeben. Da hatte ich die symptome wie oben beschrieben. Und zusätzlich ein brennendes heißes Gefühl am Rücken und brustbereich. Also die Haut fühlte sich so an.
Aber dann als ich langsam eingeschlichen habe, ging es .
Aber jetzt beim zweiten mal als es mir nach langer Zeit wieder verschrieben wurde, hatte ich die Symptome wie oben beschrieben auf sehr extreme Art. Und als dann noch die selbstmordgedanken dazu kamen, habe ich es gelassen mit dem einschleichen. Und jetzt sind die Symptome wieder weg. Gaaaaaanz minimal hab ich noch diese innere unruhe. Aber kaum noch spürbar.

27.02.2021 17:45 • x 1 #128


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Erfahrung Cipralex

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Romulus100

Romulus100
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Hallöchen! Irgendwie dachte ich, möchte ich mich bzgl Cipralex austauschen, denn ich werde im Moment nicht schlau drauß.
Ich nehme es heute den 15. Tag und bin mir nicht sicher ob es geholfen hat oder noch gar nicht wirkt etc.

Ungefähr 3 Tage nach der Einnahme hatte ich einmal in der Nacht 2 Panikattacken, den Tag drauf in der Früh die schlimmste Panikattacke die ich je hatte.
Seitdem habe ich wiederum keine Panikattacken mehr gehabt, "nur" Gefühl erhöhter Angst. Nun hatte ich v.a am Beginn der Woche schon eine Phase, wo die Angst und meine Symptome nicht meine Hauptbeschäftigung waren und ich dachte schon es beginnt gut zu wirken. Die letzten Tage zwar keine akute Angst aber Unruhe gehabt.

Was mich bzgl der Unruhe auch wundert, ich habe die letzten 3 Tage einen traumhaften Blutdruck von 70-80 zu 120-130 gehabt. So weit so gut, nur hatte ich noch NIE einen so guten Blutdruck! Sondern immer so 90 zu 145.

Kann ein AD den Blutdruck senken? Zudem ist der Schwankschwindel den ich eine Zeit lang 24/7 hatte weitaus besser. Fühle ihn deutlich weniger, manchmal gar nicht. Nur manchmal richtig schlimm.

Man könnte also meinen Cipralex hilft schon.

ABER auf der anderen Seite wache ich jede Nacht auf mit starker Depersonalisation, wenn ich aufs Klo geh mit starken Schwindelgefühlen und leichtem Herzklopfen.

Wenn ich dann in der Früh aufstehe habe ich wieder eine starke Depersonalisation + Schwindel. Beides legt sich im Laufe des Tages.
Und trotz eines niedrigen BDs, der mir Ruhe suggeriert, bin ich am Tag öfters recht unruhig, obwohl es mir halbwegs gut geht. Von 12 bis 18 Uhr habe ich meine "beste" Zeit.

Deswegen wollte ich mal in die Runde fragen wie es anderen mit ADs oder Cipralex geht.

P.S Ich nahm Cipralex einmal über eine kurze Zeit vor 7 Jahren. Damals hat es mir ausgezeichnet geholfen. Keine Angst, keine Unruhe, keine Symptome. Jetzt spüre ich aber nach 15 Tagen diese Besserung noch nicht.

26.02.2021 14:00 • #114


Zum Beitrag im Thema ↓


Pluke
Guten Abend. Ich hab von Sommer 2008 bis Sommer 2014 Cipralex genommen. Hab mit 10mg begonnen dann musste ich eine Zeitlang 20mg nehmen und dann ging's wieder runter. Hatte weder beim einschleichen noch beim erhöhen Probleme mit Nebenwirkung oder sonstigen. Nur als ich mal im Jänner 2013 von 2,5mg auf null wollte war mir ziemlich schwindlig. Hab dann einige zeit lang 6 mal in der Woche 2,5mg genommen dann einige Wochen 5 mal in der Woche 2,5mg usw.. das ging dann recht gut. Muss auch sagen das ich nun seit 3 Wochen Venlafaxin 150mg nehme und keine NW habe sonder nur Postive Erfahrungen. Ich dürfte das Glück haben mit diesen Mitteln keine Probleme zu haben. Glaub auch das es viel Kopfsache weil man eben über AD so viel schlechtes liest und man dann geradezu auf die NW warte. Ich hatte auch so tierisch Angst Venlafaxin zu nehmen das ich am Tag vor der Einnahme einen Blutdruck von 190 zu 110 hatte Wink

#2


E
Hallo ich befinde mich auch gerade in der einschleichphase von cipralex .. Ich bekomme aber Tropfen weil ich auch so derbe Nebenwirkungen habe .. Starke Unruhe , Übelkeit , Benommenheit .. Angeblich hören die Nebenwirkungen nach 2-3 Wochen auf und die Wirkung entfaltet sich .. Kann ich bisher noch nicht behaupten bin aber auch erst bei 8 Tropfen ( 8 mg ) .. Habe alle 1-2 Tage einen Tropfen mehr genommen .. Viele Grüße !

#3


oOMiriOo
Hallo,

danke fuer eure Antworten.
War heute zum Kontroll-EKG, und siehe da, verändertes EKG, also genau das wovor ich mich fürchtete. Somit wird cipralex jetzt abgesetzt, stattdessen bekam ich Cymbalta.

Auf ein Neues...
Gruesse

#4


kadisha
inwiefern war das ekg denn verändert?
lg

#5


S
Cymbalta hat ziemlich viele Nebenwirkungen, Sertralin ist wesentlich verträglicher.

#6


E
Echt war deine Qt zeit verlängert ? Oder was genau ? Heftig du hast das noch gar nicht lange eingenommen und nur niedrig dosiert ..

#7


S
Eine geringfügige Verlängerung der qt Zeit ist doch eigentlich normal unter cita. Normal ist das aber unbedenklich.

#8


oOMiriOo
Ja genau, die QT-Zeit war verlängert obwohl ich gerade mal seit 4 Tagen bei 5mg war und vorher die paar Tage bei 2,5mg war. Ich war auch entsetzt, zumal ich ja einfach auch Krankheitsaengste habe. Die Cymbalta habe ich noch nicht genommen, bin jetzt noch bei Cipralex und bin wieder runter auf 2,5mg. Das mach ich jetzt noch ne Woche so und dann lass ich nochmal ein EKG schreiben. Wenn's dann immer noch nicht i.O. ist dann ist das Thema durch und falls es ok ist mach ich mit 5mg weiter.
Im Nachhinein hatte ich mir überlegt, dass das EKG auch durch meinen blockierten Brustwirbel entstanden sein kann. Ich wäre da kein Einzelfall.

#9


E
Ja dann schreib doch nochmal was daraus geworden ist .. Würde mich sehr interessieren .. Viele Grüße und alles gute!

#10


oOMiriOo
Mache ich, vielen dank, ebenso alles Liebe bis dahin Smile

#11


D
erst eine Frage von mir: ich habe gehört, auch unter Cipralex kann es vorkommen, dass das Präparat tageweise auch wieder schlechter wirkt,ohne dass es einen Anlaß gibt, um dann wieder gut zuwirken, aber die schlechten Phasen weniger werden
stimmt dies alles?

2Wochen ging es mir ganz gut, aber heute habe ich plötzlich wieder etwas mehr negative Gedanken, dass ich wieder Angst, Unruhe bekommen könnte

ich habe Anfang Mai für eien Woche 5mg genommen, Unruhe und Übelkeit wurden heftiger, dann wurde auf 10mg erhöht, wieder eine Woche verstärkte NW, dann wurde es ca. 1 Tage wesentlich besser, da es aber noch nciht stabil war, beakm ich Anfang Juni 15mg, wieder mehr NW wie Unruhe, Übelkeit, erst nach 4 Wochen wurde es stabiler
so ist es aber auch alles beschrieben, jetzt war es sogar 10 Tage sogar recht gut, nur heute siehe oben

ich hoffe dies ist die normale Schwankung und nicht der Anlaß auf 20mg zu müssen
Gewöhnung gibt es unter C. eigentlich nicht. Wenn es einmal richtig wirkt, dann sollte es theoretisch auch immer wirken

#12


E
Ich denke nicht das du gleich auf 20 mg gehen solltest nur weil jetzt vielleicht mal ein oder paar Tage nicht so Super sind .. Viele kommen ja sogar mit 10 mg aus .. Ich schleiche gerade cipralex Tropfen ein , war sogar schon bei 10 Tropfen ( also 10 mg) und bin jetzt wieder runter auf 8 weil die Nebenwirkungen so schlimm waren das ich es nicht aushalten hab Sad ich denke das es auch unter ad Einnahme immer wieder mal schlechtere Phasen gibt , wäre ja zu schön wenn man von den Pillen dann immer nur noch Super drauf wäre Smile ich mach jetzt auch schon knapp 3 Wochen mit der Einnahme rum und was positives Merk ich bisher leider nicht .. Nur die Nebenwirkungen .. Lass jetzt demnächst auch mal ein EKG schreiben , hab auch schon Schiss das sich da was verändert hat .. Oh Mann was nimmt man nicht alles in Kauf .. Viele Grüße

#13


S
Ihr habt Probleme. Vielleicht solltet ihr euch einfach mal weniger Gedanken machen.

#14


E
Tja leicht gesagt .. Aber im Grunde hast du natürlich recht ..

#15


oOMiriOo
Serthralinn, aber genau das ist ja ein Teil unserer Krankheit, dass wir uns zuviele Gedanken machen. Würden wir dies nicht tun braeuchten wir keine Medikamente weil unsere Angst dann auch nicht so ausgeprägt wäre.

#16


S
Ja, ich kenn das ja, aber ein bisschen muss man sich kontrollieren können. Man denkt ja auch nicht bei jeder Autofahrt an einen Unfall, also warum über Citalopram und qt Zeit ständig nachdenken, die Gefahr, dass man davon umkommt, ist kleiner als ein Lottogewinn...

#17

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E
Also ich arbeite in der Kardiologie und ganz so ohne ist ein Long-QT-Syndrom nicht .. Es kommt halt drauf an wie stark es verlängert hast .. Es macht aber natürlich keinen Sinn sich vorher da Gedanken zu machen ..

#18


Hasengöttin
Tagchen...
Habe nicht zu gute erfahrung mit Cipralex...Gewichtsverlust und Heulanfälle, Muskelschmerzen aber und die Steigerung war Zwangsgedanken....Echt Übel!Musste sofort absetzten.Habe das Cipralex auch in der Unterdosierung genommen.....2,5 mg .nehme sie jetzt 4 tage nicht mehr und meine Unruhe kommt wieder und das nicht schlafen können.
LG Hasengöttin

#19


E
Oh das hört sich auch nicht toll an .. Und hast du stattdessen was anderes verschrieben bekommen ? Die sind schon echt nicht ohne die ganzen ad s .. :/(

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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