Hey,
ich bin zufällig auf den Beitrag gestoßen und wollte auch gerne mal meinen Senf dazu geben
Kurz vorne weg:
Ich habe eine Asperger-Diagnose + ADS. Nachdem ich in das Berufsleben gestartet bin, bin ich in ein sehr schlechtes Arbeitsklima geraten.
Folglich hatte ich mit wiederkehrenden Burnout-Symptomen (Magen-Darm-Probleme, keine Energie/Erschöpfung, Schlafprobleme, große Anspannung, innere Leere, kein Gefühl von Freude etc.) zu kämpfen. Neben den zusätzlichen Schwierigkeiten aus dem Autismus heraus versteht sich.
Ich nehme Buprobion seit fast einem Jahr. Dazu konnte ich endlich eine geeignete Psychologin finden (07/22) und bin eine neue Stelle angetreten (09/22). Mir geht es nun um längen besser, wovon es letztendlich kam, kann ich nicht ausmachen - und das ist auch gut so.
Ich habe das Bupropion sehr gut vertragen. Meine Nebenwirkungen empfinde ich als moderat und nicht hinderlich.
Ich verspüre:
- Mundtrockenheit trinke dadurch aber genug.
- gelegentlich leichte Übelkeit oder Kopfschmerzen.
- mehr Antrieb und schaffe meine Ziele, wenn sie auch realistisch gesteckt sind.
- Einschlafprobleme wenn ich mich nicht ausreichend bewegt habe, aber endlich genug Energie, um halbwegs an einem Sozialleben teilhaben zu können. Also mache ich (endlich) wieder Sport. An "schlimmeren" Tagen schlafe ich 4,5h, aber meistens 6 - 7,5h.
- weniger Hunger.
- eine gewisse Enthemmung. Mir fällt es etwas leichter auf andere Menschen zuzugehen und versumpfe nach den Gesprächen nicht mehr im ewigen Gedankenkreisel.
- endlich eine positivere Grundstimmung/-verfassung, die ich vorher einfach nicht erleben konnte.
Jeder Mensch ist anders. Mich unterstützt Bupropion gut und an den richtigen Stellen. Für diejenigen, für die es nicht das Richtige ist, denen wünsche ich das Allerbeste!
Ganz liebe Grüße
celestin95