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Max3000

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Huhu liebe Leidensgenossen,

seit ich vor zwei Jahren Fluvoxamin abgesetzt habe, bin ich noch nicht wieder richtig zufrieden.
Ich hatte seitdem 5-HTP, Tianeptin, Buspiron, Venlafaxin, Moclobemid, Johanniskraut und Trazodon ausprobiert - teilweise in Kombination. Aktuell nehme ich Elontril und Tinaneurax und 5-HTP.

Das Elontril (1x 150 mg) hat bei mir bisher schon zu einer deutlichen Besserung der somatischen Beschwerden (Schmerzen) geführt. Auch verspüre ich deutlich mehr Energie, ich kann mich leichter bewegen. Trotzdem merke ich, dass mir die Komponente eines SSRI fehlt. Tinaneptin macht meine Gedanken klarer, aber es hellt die Stimmung nicht wirklich auf.

SSRI's haben mir von der Stimmung her am besten geholfen. Leider war Trazodon das Einzige, was meine Stimmung aufhellte und wovon ich nicht exzessiv schwitzen musste. Problem war dabei, dass ich nach der Einnahme für kurze Zeit sehr müde wurde, ehe es sich besserte.

Früher hatte ich schon Paroxetin, Fluvoxamin & Sertralin ausprobiert. Davon habe ich bei relativ geringer körperlicher Anstrengung bereits sehr stark geschwitzt.

Deshalb wäre meine Frage, ob es ein SSRI gibt, welches nicht so sehr Schweißausbrüche produziert? Oder bringt es etwas, das Elontril zu erhöhen auf 300 mg?

07.07.2019 19:42 • 26.07.2019 #1


12 Antworten ↓


laribum

laribum


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haste mal deinen Arzt gefragt?

08.07.2019 05:14 • #2


Angor

Angor


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Das sind aber eine ganz schöne Menge Medikamente , die Du da alle durch hast.
Wer verschreibt Dir denn so viele, und dann noch teils in Kombis?

Verschiedene AD und Benzos können sich untereinander in der Wirkung beeinflussen oder es kann zu Wechselwirkungen mit teils starken Nebenwirkungen kommen.

Wichtig wäre zu wissen, hast Du die Medis eingeschlichen und wieder ausgeschlichen? Über welchen Zeitraum hast Du sie genommen, bei einigen kann es Wochen dauern bis sie richtig wirken.

Du nimmst drei Medis und möchtest noch eins?

Bist Du in Therapie? Medikamente helfen, sind aber keine Lösung für Probleme.

Ich würde noch mal mit Deinem Arzt sprechen, meiner Meinung müsste ein richtiges Medi auf Deine psychischen Probleme abgestimmt und in der richtigen Dosierung helfen müssen, die Menge machts nicht.

Hier hast Du eine Übersicht über alle gängigen Medikamente
https://deprimed.de/a-z/

LG Angor

09.07.2019 02:29 • #3


laribum

laribum


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bitte in zukunft solche themen generell mit eine facharzt besprechen wozu gibs die schließlich.

09.07.2019 13:51 • #4


Angstknauel

Angstknauel


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Offtopic:

Stimmt zwar indirekt mit dem Arzt, aber manchmal denke ich mir doch, dass Ärzte keine Ahnung haben und alles verschreiben was Geld gibt, Quote verlangt ist und auch in deren Bild passt.

Ich hatte früher stärkere körperliche Ängste, Herzängste etc., mir hat Paroxetin immer perfekt geholfen, das war so zufällig die beste Wahl im stationären Setting (sie dachten, ich wäre traumatisiert), nur die sexuellen NWs haben genervt. Wollte dann nachm Ausschleichen irgendwann mal ein anderes probieren, was wird verschrieben?

SNRI, wo Herzrasen und Blutdruckerhöhung nicht selten ist bzw. man kaum beruhigt wird -_-

Für Indikationen und Wirkungen kann ich persönlich auch selbst Studien lesen und Pharmakologie bis zu einem gewissen Grad selbst verstehen.

Auch beim Einschleichen oder Ausschleichen, viel zu schnell beides. Kaum ein Arzt schleicht z.B. bei SSRI mit ~5mg statt 20mg (1/4 Tablette) ein. Das ist mir unerklärlich, die SSRI Nebenwirkungen am Anfang sind häufiger Absetzgrund, Gehirn kann sich besser drauf einstellen und das SSRI wirkt ja eh erst nach einigen Wochen.

Ontopic:

Abgesehen von der Betreuung durch Facharzt. Mir scheint das ganze sehr übertrieben und nicht zielgerichtet. Ich kenne deine Beschwerden nicht, ich weiß nicht was für Therapie du machst oder wie dein Leidensdruck ist bzw. wie gute Chancen du hast, therapeutisch etwas zu erreichen.

Ein AD / Medikament sollte dich leicht stabilisieren und Therapiefähig machen, kann auch noch besser sein, das ist aber teils utopisch oder nicht drinnen.

Mit dem Medikament solltest du dann intensiv Therapie machen und wenn du stabil bist, entweder, wenn du möchtest das Medikament dein Leben nehmen oder irgendwann langsam ausschleichen, Medis haben ja auch immer Nachteile (siehe meine sexuelle NW).

2 SSRI gleichzeitig, wenn ärztlich induziert und nötig, wird selten gemacht, kommt aber vor. Muss auch nicht immer.

Durchprobieren kann man und ist manchmal nötig, aber da sollte man auch auf die Abstände achten und nicht zu schnell auf und abdosieren, so vermeidet man, dass man seine ganze Gehirnchemie strubbelig macht.

Mir scheint es ein wenig, dass du sehr viel (vielleicht auch nur? - musst mal die Frage nach aktueller Therapie beantworten) mit Medikamenten regeln und optimieren willst. Vielleicht hast du da auch zu große Erwartungen. Ist kein Zaubertrank

Auch gut möglich, dass du zuviel geswitcht hast mit den Medis und dich erstmal stabilisieren musst.

Also kenne mich jetzt nicht mit 5-HTP aus, weiß aber, dass das was mit Serotinin zu tun hat. Deine Kombi geht von den Medis her schon, ob da noch ein SSRI draufgeht, keine Ahnung, musst du den Arzt fragen. Mit 5-HTP zusammen denke ich nicht, das muss dann wahrscheinlich weg wegen Serotinin.

Ich halte es aber nicht für sinnig, da noch ein drittes/4tes Medi draufzupacken bzw. noch mehr strubbelig zu machen.

Sprich mit deinem Arzt und wenn dir der Antrieb fehlt, ja kann Sinn machen, dass Elontril zu steigern, aber kann natürlich NWs bringen.

Ich hatte Schwitzen nie bei SSRI als NWs, ist jetzt aber nicht selten. Andererseits: du kannst auch abwägen, ob für Stimmungsaufhellung schwitzen aushalten ein Kompromiss sein kann?

Und hat dir denn das Fluvoxamin geholfen? Wieso hast du es abgesetzt und nicht wiedergenommen? Geht es dir seitdem schlecht? Das kann man aus deinem Text nicht rauslesen.

Wenn es unbedingt noch ein SSRI sein muss bzw. du gerne probierst:

Citalopram ist sehr beliebt, da halte ich auch so bzgl. Wirksamkeit und Studien recht viel von.

Bzw. angeblich am besten ist das Enantiomer davon: Escitalopram. Braucht nur die Hälfte der Dosis und hat lt. Erfahrungsberichten auch weniger NWs - wobei die Medizinpresse und Studien das anzweifeln, Patent wurde nicht verlängert und das ist nun teuer. Ich halte das für mist :/

Mit dem Schwitzen ist nun Glückssache.

09.07.2019 17:39 • x 1 #5


Angor

Angor


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Zitat von laribum:
bitte in zukunft solche themen generell mit eine facharzt besprechen wozu gibs die schließlich.


Dieses Unterforum heisst "Medikamente bei Angst- & Panikattacken"

Ich finde es vollkommen in Ordnung hier nachzufragen, wir können allerdings nur Ratschläge und Hilfen, auch durch eigene Erfahrungen, anbieten.

Letztendlich entscheidet der Arzt, was er verschreibt

09.07.2019 19:32 • x 1 #6


Max3000


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Danke euch erstmal für eure Antworten.

Ich habe schon Therapien in psychosomatischen Kliniken hinter mir und auch ambulant - meine Probleme sind wohl tatsächlich eher in der Schädigung des Gehirns (warum auch immer) zu suchen und nicht so sehr in verdrängten Problemen. Es kann gut sein, dass ich auch irgendwann eine entsprechende Erkrankung im Alter bekomme (Parkinson, etc). Aber ich lebe ja noch im hier und jetzt und will natürlich versuchen den bestmöglichen Zustand zu erreichen mit den geringst möglichen Nebenwirkungen. Mir ging es unter Therapien auch oft sehr gut, wenn ich ein entsprechendes Medikament einnahm. Das waren in der Regel früher die SSRIs.

Diese habe ich aus den Gründen der sexuellen NW und vor allem wegen des Schwitzens abgesetzt. Teilweise hatte ich auch Müdigkeitsattacken und kam nicht aus dem Bett. Mit Elontril habe ich ein Medikament gefunden, was meinen Antrieb sehr gesteigert hat und meine Bewegungen sind wieder viel flüssiger und schmerzen nicht mehr so. Es fehlt halt dieser AHA-Effekt (was auch erklärbar ist, da ja die Serotoninkomponente bei Elontril nicht gegeben ist), den ich unter den SSRIs immer hatte, auch unter Venlafaxin (aber leider auch mit sehr starkem Schwitzen verbunden). Bei mir wirken die Medikamente auch oft relativ zeitnah - oder gar nicht.

Wenn ich jetzt ein SSRI dazu nehme in niedriger Dosierung erhoffe ich mir davon einen klaren stimmungsaufhellenden Effekt ohne die ganze Bandbreite der sonst üblichen Nebenwirkungen. Ob meine Hoffnung berechtigt ist, werde ich dann sehen. Klar, ansonsten muss man in den sauren Apfel beißen und das Schwitzen akzeptieren. Wenn sich Medikamente sinnvoll ergänzen ist gegen eine Kombination auch nichts einzuwenden. Das 5.HTP wirkt zwar (lustigerweise auch ohne das starke Schwitzen), aber die Halbwertzeit ist einfach zu gering. Man müsste es dann fast 4x am Tag nehmen und immer gibt es ein Auf und Ab - so kann man sich ja nicht stabilisieren. Daher werden die SSRIs wohl die bessere Wahl sein.

Habe morgen einen Termin bei meinem Psychiater, dann sehen wir weiter.

Ich finde übrigens auch, dass man in diesem Forum sehr wohl so etwas besprechen kann und darf. Viele von uns - und das sage ich mit allem Respekt - wissen oftmals sogar mehr über die Medikamente als so mancher Psychiater. Ich habe mich für dieses Thema schon immer interessiert und natürlich prüfe ich im Vorfeld auch sämtliche Wechselwirkungen bevor ich zusammen mit meinem Pychiater etwas Neues ausprobiere. Ich finde es toll, dass er auch mündige Patienten akzeptiert.

11.07.2019 00:34 • x 1 #7


Robinson

Robinson


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Zitat von Max3000:
Danke euch erstmal für eure Antworten. Ich habe schon Therapien in psychosomatischen Kliniken hinter mir und auch ambulant - meine Probleme sind wohl tatsächlich eher in der Schädigung des Gehirns (warum auch immer) zu suchen und nicht so sehr in verdrängten Problemen. Es kann gut sein, dass ich auch irgendwann eine entsprechende Erkrankung im Alter bekomme (Parkinson, etc). Aber ich lebe ja noch im hier und jetzt und will natürlich versuchen den bestmöglichen Zustand zu erreichen mit den geringst möglichen Nebenwirkungen. Mir ging es unter Therapien auch oft sehr gut, wenn ich ...


Elontril half mir auch, aktiver zu sein.
Allerdings war mir das zu hart, und wenn die Stimmungsaufhellung fehlt, sah ich keine Motivation diese Energie richtig zu nutzen, ausser To Do's abzuarbeiten.
Mir fehlte auch die Wohlfühlkompnente.
Nur, wie in einem Chemiebaukasten sich seinen richtigen Zustand zusammenzubasteln ist wohl Wunschdenken.

Hast du mal Tianeptin versucht?
Es steigert auch den Antrieb, aber 'smoother'
Und das Gehirn 'repariert' es auch.
Leider etwas schwach in der Wirkung und retardiert gibt es das auch nicht.
Also 3x Täglich.

Da fällt mir ein:
Ich hatte mal Lyrica zu Elontril.
Also ein "Upper" und einen "Downer" zugleich.
Damit hatte ich fast die perfekte Wirkung, nur kam ich mit den NW vom Lyrica nicht mehr klar.

11.07.2019 07:33 • x 1 #8


Max3000


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Zitat von Robinson:
Hast du mal Tianeptin versucht?
Es steigert auch den Antrieb, aber 'smoother'
Und das Gehirn 'repariert' es auch.
Leider etwas schwach in der Wirkung und retardiert gibt es das auch nicht.
Also 3x Täglich.

Da fällt mir ein:
Ich hatte mal Lyrica zu Elontril.
Also ein "Upper" und einen "Downer" zugleich.
Damit hatte ich fast die perfekte Wirkung, nur kam ich mit den NW vom Lyrica nicht mehr klar.


Ja, Tianeptin hatte und habe ich probiert - und nehme es gerade immer noch 2x täglich 12,5 mg - wegen der Möglichkeit der Gehirnreparatur.

Alleine hat mir Tianeptin zwar die Antriebslosigkeit genommen - also definitv wirksam gegen Depressionen. Leider nervt die 3x tägliche Einnahme und die Phasen, wo man das eben auch merkt. Die Lösung wäre eine Retardform - warum es die nicht gibt, darf jeder für sich selbst beantworten ^^

Tianeptin hat mir aber nicht gegen meine 'Flushs' geholfen, da war eher Buspiron erfolgreicher. Aber wie gesagt, ich nehme es noch. Wenn auch nur 2x täglich. Es hat zum Glück kaum Wechselwirkungen mit den meisten Medikamenten.

Zu meinem Versuch: Ich nehme nun seit 2 Tagen zusätzlich zu Elontril das Paroxetin (5 mg/morgens). Ich habe sofort eine Wirkung gespürt und selbst in dieser geringen Dosierung kam sofort das massive Schwitzen zurück. -.-

Aber es gibt auch was Gutes zu berichten. So sehr mich Trazodon allein müde machte - in Kombination mit Elontril wird das offenbar ausgeglichen. Ich kann also 25 mg nehmen ohne direkt eine Schlafattacke zu bekommen. Ich bemerke nur kurzzeitig eine verstopfte Nase (ca. 30 Minuten) - danach tritt Entspannung ein - und kein großartiges Schwitzen.

Auch schafft es das Trazodon das SSRI-Schwitzen bei mir sehr schnell nach der Einnahme auf ein erträgliches Niveau zu senken. Wer also auch unter Schwitzen unter SSRIs leidet, sollte probieren niedrigdosiertes Trazodon dazuzunehmen. Natürlich mit dem Arzt vorher besprechen.

Werde in den kommenden Tagen bei Elontril 150 mg, Trazodon (2x 25 mg), Tianeptin (2x 12.5 mg) bleiben. Nachts nehme ich aktuell 1x Grünteeextrakt und 1x Hopfenextrakt sowie Mariendiestel. Ich merke die Schlafstörung von Elontril - allerdings überwiegt der Nutzen dieses Medikaments tagsüber eindeutig.

13.07.2019 02:46 • #9


Angor

Angor


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Hallo

Hast Du diese Kombi von Medis vom Arzt absegnen lassen? Zwischen Elontril und Trazodon besteht nämlich eine Wechselwirkung.

LG Angor

13.07.2019 06:09 • #10


Robinson

Robinson


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@Max3000

Du schreibst sehr reflektiert.
Was meinst du mit Flushs?
Und warum nur 2x Tia?

Ich merke auch dass ich, wenn ich abends gegen 17 Uhr Tia nehme, schlecht schlafen kann.
Trazodon hatte ich mal kurz, aber das hat so verklatscht. War am nächsten Tag so unangenehm 'verkatert'.
Addiert sich Tia und Elontril nicht in seiner aufputschenden Wirkung?

13.07.2019 06:37 • x 1 #11


Max3000


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Hey Robinson,

Danke für das Kompliment. Mit Flushs meine ich plötzliche Rötungen mit Hitzegefühl im Gesicht, ohne das ich da immer einen Auslöser erkennen kann. Ich habe dieses Problem seit der Schulzeit. Und es ist natürlich nicht schön, wenn man vor der Klasse steht und plötzlich das Herz bis zum Hals schlägt und man eine puterrote Birne bekommt ^^

Es nervt einfach nur, weil man extrem eingeschränkt wird und sich nicht mehr richtig konzentrieren kann. Und egal ob man dann tief durchatmet etc. - es geht nur weg, wenn man aus der Situation raus geht. Ich habe so oft versucht, es auszuhalten. Nie wurde es besser, nur schlimmer. Es ist auch unabhängig vom Blutdruck. Es "passiert" einfach.

Und dagegen hilft Tianeptin zumindest bei mir überhaupt gar nicht. Was hilft, ist Buspiron (ein atypisches Benzo), etwas hilft Johanniskraut und am meisten helfen Kombinationen bei mir.

Ich habe mir mein starkes Schwitzen auch manchmal so erklärt, dass ich in den Situationen eigentlich erröten würde - stattdessen schwitze ich unter gewisser Medikation stark - ohne großartig zu erröten. Beides ist unangenehm, das extreme Schwitzen fühlt sich natürlich für mich selbst besser an als dieses trockene Hitzegefühl.

Ich habe dem Trazodon nun zum 2 oder 3 Mal eine Chance gegeben. Aber das große Problem ist, dass es zumindest bei mir zu starken Muskel- und Gelenkschmerzen geführt hat. Und auch bei 25 mg (2x täglich) merke ich die Sedierung. Ich bin kurz danach irgendwie benommen und das hält leider auch ein paar Stunden an. Oder wie du sagst "verkatert" ..... trotz Elontril -.-

Aus dem Grund habe ich Trazodon gestern abgesetzt und nehme nun Johanniskraut 450 mg (2x täglich). Tianeptin habe ich auch wieder abgesetzt, ich habe davon schlecht geschlafen und immer wieder Alpträume gehabt in denen ich von irgendwem verfolgt werde. Diese waren sehr real und spielen oft in der Schulzeit etc.

Es kann sein, dass sich Elontril und Tia da ergänzen, obwohl es keine offziellen Wechselwirkungen zwischen den beiden Präperaten gibt. Elontril wirkt eher auf den Antrieb, Tia etwas auf die geistige Wachheit. Tianeptin ist so ein Medikament, dass ich mal nehme und dann wieder absetze.... es ist nicht gut, aber auch nicht schlecht..... Aber Medikamente ohne Nebenwirkungen gibt es eben leider nicht - außer man im Einzelfall sehr viel Glück.

26.07.2019 03:46 • #12


Max3000


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@Angor

Das stimmt, habe ich auch in der 'Gelben Liste' nachgelesen. Allerdings nahm ich Trazodon ja nur in niedriger Dosierung (erst 12,5 mg, dann 25 mg 2x täglich). Trotzdem habe ich es gestern abgesetzt. Aber die unangenehmen Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen und vor allem Sedierung hatte ich damals auch unter Trazodon alleine. Zwar schlafe ich unter 25 mg nicht direkt ein, aber ich merke (wenn ich darauf achte), wie es mich doch sediert und man nicht mehr so klar und schnell reagieren kann. Bei 50 mg merke ich es stark.

Der Effekt soll ab 150 mg irgendwann besser werden, das wurde er damals auch bei mir. Das Problem war aber, dass ich danach irgendwie immer unruhig wurde. Wer das alles nicht hat, dem wird Trazodon sicherlich helfen. Schade, dass es in Deutschland keine Retard-Form gibt wie in Österreich mit Trittico. Vielleicht würde das einige Nebenwirkungen abmildern.

26.07.2019 03:54 • x 1 #13



Dr. med. Andreas Schöpf


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