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Zitterchen

02.11.2009 22:27 • 12.01.2020 #1


125 Antworten ↓


Christina
Zitat von Zitterchen:
...vor allem hat mich jetz beunruhigt das es tödlich sein kann.
Kann! Das kann jede x-beliebige Grippe auch sein, ist es aber normalerweise nicht. Beim Serotoninsyndrom kommt es schon noch auf die Begleitumstände, die Dosis und meist noch andere Medikamente an...

Zitat von Zitterchen:
Wer kann mir das mal erklären, wann das auftritt, wie lang nach einnahme(regelmäßiger) das auftretten kann? Wer hatte sowas schon mal?
In der harmlosen Variante der sog. Einschleichwirkungen hatten das wohl fast alle, die ein SSRI nehmen. Wenn es (in ausgeprägterer oder sogar bedrohlicher Form) auftritt, dann meist zu Beginn der Behandlung, d.h. in den ersten wenigen Wochen. Der Klassiker für ein Serotoninsyndrom ist aber die Behandlung mit zusätzlichen Medikamenten, bei deren Einnahme nicht an das SSRI gedacht wurde: ganz besonders Opiate (als Hustensaft mit Codein oder als Schmerzmittel), Triptane (gegen Migräne), Tryptophan (als Nahrungsergänzungsmittel), Johanniskraut, Mirtazapin (als Schlafmittelersatz), evtl. überhaupt andere ADs (als Ersatz für Beruhigungsmittel) und (bei Übelkeit noch interessant) MCP. Größere Mengen Alk. können die serotonerge Wirkung m.W. auch verstärken.

Zitat von Zitterchen:
Es standen dann nämlich wenn man 3 von 10 Symptomen (Liste)hat hätte man dieses Syndrom.
Aber Sympome wie übelkeit durchall unruhe zittern usw hab ich ja auch immer wenn ich nen schlechten tag habe!!
Deshalb gehört zur Diagnostik mehr als nur Symptome aufzuaddieren... Selbst wenn man dir mit 3, 4 oder 5 der Symptome ein Serotoninsyndrom zu Recht diagnostizieren würde, heißt das nichts. Es kommt nur darauf an, welche Symptome es sind und ob sie bedrohlich oder einfach nur inakzeptabel sind. Übelkeit in der Einschleichphase z.B. ist i.d.R. aushaltbar und geht vorbei. Sich tagelang ständig zu übergeben ist etwas Anderes. Unruhe und Zittern spielen in einer anderen Liga als Halluzinationen, Krämpfe und pathologische Reflexe. Und bis ein Serotoninsyndrom tödlich sein kann, muss man die letztgenannten Symptome gehabt haben (die Reflexe und der Muskeltonus sind dann das Problem), ansonsten ist es nur unangenehm. Und das entwickelt sich nicht von jetzt auf gleich, man ist nicht eben noch zittrig mit ein bisschen Übelkeit und fällt in der nächsten Sekunde (oder Stunde) tot um.

Liebe Grüße
Christina

03.11.2009 11:16 • #2


Zitterchen
Liebe Chrisina

VIelen Lieben Danke für deine Antwort!!!
Alles was ich wissen wolte!!

GLZ zitterchen

04.11.2009 15:35 • #3


13.01.2010 10:36 • #4


de.wikipedia.org/wiki/Serotonin-Syndrom -

13.01.2010 10:56 • #5


Zitat von Chaosfee:
de.wikipedia.org/wiki/Serotonin-Syndrom -


Vielen Dank!!

13.01.2010 11:03 • #6


Christina
Und bevor du angesichts der Beschreibung in Panik gerätst, guckst du

13.01.2010 12:48 • #7


Oh danke Christina
Momentan mache ich mich wirklich nur verrückt.
Ich fühle irgendwie krank und fröstel schon mal und habe eigentlich zu nichts recht Bock und die Müdigkeit macht mich auf fertig.
Deshalb denke ich gleich an dieses Syndrom!

13.01.2010 14:04 • #8


Tini74
Hey

nach langem hin und her habe ich nun heute morgen mit Citalopram angefangen. Wollte es eigentlich ohne schaffen...

Nun habe ich wie schon woanders geschrieben den Beipackzettel gelesen und sitze hier nun und habe eine PA nach der anderen weil ich Angst vor dem Serotonin syndrom habe.

Muss dazu sagen das ich im Jan. schonmal starten wollte und das Medk. von meinem Arzt an einem Freitag bekommen habe. Nachdem ich dann zu Hause den Beipackzettel gelesen hatte, war ich unsicher da dort Johanneskraut als Wechselwirkung erwähnt wurde. Hatte meinen Arzt garnicht erzählt das ich das schon seit einiger Zeit genommen habe. Die Ärztin beim kassenärztlichen Notdienst meine Johanneskraut ist prima....kann ich ruhig nehmen.

Gesagt getan...ich hatte die schwersten Stunden überhaupt... starker Durchfall, Herz rasen fast einen ganzen Tag, schwere Unruhe, Übelkeit....habe keine 2. mehr genommen

meine Vermutung jetzt das das mit dem Johanneskraut zusammen hing...

da meine Situation sich aber so verschlechter hat, hat mir meine Therapeutin heut geraten Citalopram zu nehmen....

mein Arzt ist leider im Urlaub, kann heute abend zur Vertretung....

meine Frage: nehme schon seit Wochen kein Johanneskraut mehr, ist meine Unruhe jetzt nur von der Angst vor dem Medikament oder hat schonmal jemand erlebt das er so massiv mit Angstattacken allein auf das Citalopram reagiert hat (2 h nach der einnahme )..

21.03.2013 13:20 • #9


Liebe tini,

sei völlig beruhigt! Es kann ncihts passieren, der Wirkstoff von Citalo baut sich laaangsam auf, würdest du jetzt Johanniskraut nehmen und gleichzeitig schon seit Wochen! Citalo, dann wäre es ungünstig. Das Johanniskraut hat sich längst abgebaut bzw. ist, wenn überhaupt nur noch rudimentär da.
Ich habe auch Johanniskraut genommen, habe mich damit beschäftigt.

Die Unruhe rührt mit Sicherheit von der Einnahme, kommt zeitlich auch gut hin (2h). Bleib´ruhig.....leichter gesagt als getan, ich weiß......ist auch definitiv nicht mein Tag, nachdem es gestern wirklich sehr positiv war.
Kopf hoch!

21.03.2013 13:38 • #10


Tini74
Hey charly

was meinst du die unruhe kommt von der Einnahme...bleibt das jetzt so die ganze Zeit ? also 4 Wochen bis es ganz wirkt ? Wie war das bei dir ? nimmst du das auch und falls ja wie lange ?

21.03.2013 13:59 • #11


Tini,

es wird solche und solche Tage geben. Der Anfang, sprich die ersten Tage sind wirklich blöd, aber es haben so viele vor dir durchgemacht. Du weißt ja woher es kommt, lass dich nicht irritieren.
Ich nehme es jetzt genau 14 Tage, gestern war ein echt guter Tag, heute wieder nicht so toll. Geduld ist gefragt, auch nicht meine größte Tugend....aber ich vertraue darauf, dass es stetig besser wird.
Lies dir noch mal den "14-Tage-Cital....."-thread durch, ist bestimmt hilfreich.

Erst einmal alles Liebe!

21.03.2013 15:07 • #12


Hallo Tini,

viel spielt auch die Angst vor dem Medi eine große Rolle, jedenfalls war es bei mir so. Ich hatte in den ersten Tagen schon blöde Nebenwirkungen, die dann aber deutlich nachgelassen haben. Heute habe ich den ganzen Tag über mit leichter Übelkeit zu kämpfen, dafür kann ich aber wieder gut schlafen und die Unruhe hat auch nachgelassen.

Zu Johanniskraut und Citalopram: ich habe bis einen Tag vor der Einnahme von Citalopram Johanniskraut genommen und das meinem Arzt auch so gesagt. Er hatte aber keine Bedenken, wenn ich ab sofort das Johanniskraut weglasse. Ich habe in den ersten Tagen von Citalopram Baldrian genommen, wenn ich ganz unruhig war oder habe am Abend einen Beruhigungstee getrunken, das klappte dann ganz gut

21.03.2013 15:34 • #13


Tini74
Danke charly + Tamara

ok...wieder das böse Wort mit G...Geduld....

Ich glaube langsam auch das die innere Unruhe und Beklemmungsgefühle heute etwas selbst gemacht sind wegen dem Angstgefühl vor dem Medi....versuche grad mich selbst zu beruhigen...klappt leider nicht

hoffe ich hab mich morgen an den Gedanken gewöhnt...

war grad beim Arzt... EKG war ok...ich soll es nehmen und 4 ! Wochen warten

das kommt mir grad eeewwwiiiggg lang vor... lese mal wie es euch so ging im empfohlenen thread


Übrigens sagt der Arzt das es im Jan. tatsächlich nicht ganz unwahrscheinlich ist das es am Johanneskraut lag. Es wirkt wohl an gleicher Stelle...naja nehme es nicht mehr....mir war immer so schwindelig, da hab ich alles weg gelassen... es soll nicht sooo harmlos sein wie allgemein angenommen...

21.03.2013 16:41 • #14


Tini74
MMMAAAANNNOOOO ich dreh gleich durch.....die innere Unruhe macht mich irre.....

hab schon alles versucht....werde sie einfach nicht los.....weis nicht wie ich gleich schlafen soll ? und das soll noch 2 Wochen in diesem Maße weiter gehn ?

21.03.2013 20:59 • #15


Tini, was beunruhigt dich so sehr? Mit wieviel mg hast du begonnen?
Dein Körper holt sich den Schlaf und es ist auch nicht so schlimm, wenn du mal weniger schläftst. Es gibt z.B Studien, dass es Depressiven bei Schlafentzug sogar besser geht.....
Ich würde mich ins Bett legen, davon ausgehen, dass ich nicht schlafen werde, lesen, lesen, lesen...und du wirst sehen, du kannst schlafen.

Ich wünsche dir eine gute Nacht!

21.03.2013 21:33 • #16


Tini74
charly,

ich hab gleich mit 20 mg gestartet....habe gefragt ob es nicht besser ist langsam zu steigern (hab mich ja gestern informiert hier im Forum), aber es würde dann zu lange dauern bis ich eine gute Wirkung hätte war die Antwort...irgendwie war mir das logisch...zumal ich auch gelesen habe das die NW nach jeder Steigerung wieder kamen.

Bin noch überfordert mit dem Medi., etwas zu nehmen was meinen eh schon schwer auszuhaltenen Zustand noch verschlechtert.Hatte ja schon seit 3 Wochen Unruhe ohne Pause..und dann bin ich noch eine Woche mit meinen beiden kleinen Kindern allein zu Haus...

Wünschte mal eine andere NW wie trockener Mund oder Verstopfung...leide nämlich auch noch an Appetitlosigkeit, trockenem Würgereiz, Durchfall...hab schon viel Abgenommen... aber alles wünschen hilft nicht...muss da durch...ihr habt es doch auch geschafft...nur 2 WOCHEN scheint mir echt nicht schaffbar...oder war mal ruhe oder leichte Besserung?

21.03.2013 21:47 • #17


Ich hatte auch anfangs eine starke innere Unruhe und wusste gar nicht wieso. Zum Abend hin wurde es dann aber immer besser.
Wenn du ins Bett gehst und merkst, dass du nicht einschlafen kannst, dann mach dich nicht verrückt. Dann lese ein wenig oder steh wieder auf und schau ein wenig TV. Ich bin die ersten beiden Tage beim Fernsehschauen auf der Couch eingeschlafen )

Es ist leider wirklich so, dass man Geduld haben muss mit dem Medi. Mein Arzt meinte auch, ich solle dem Medikament mindestens 4 Wochen geben, um dann zu entscheiden, ob es was für mich ist. Ich dachte die ersten Tage, dass ich es nieeeeeeeeeeemals schaffen werde, zumal ich eine ablehnende Haltung dem Citalopram gegenüber hatte. Da ich aber krankgeschrieben wurde, konnte ich mich mit allem besser abfinden und habe es auf mich zukommen lassen. Wahrscheinlich hat diese "Warten wir einfach mal ab was passiert"-Haltung auch dazu beigetragen, dass die innere Unruhe nachließ.
Es pendelt sich so langsam alles wieder ein, bei mir sind momentan die leichte Übelkeit und hin und wieder leichte Unruhe geblieben. Aber wenn man nicht drüber nachdenkt, kann man sogar das vergessen

Ich hoffe, es geht dir zwischenzeitlich wieder etwas besser und wünsche dir auch eine gute Nacht

21.03.2013 21:54 • #18


Tini74
Ach Tamara, es tut immer so gut sooo aufmunternde Worte zu hören...

Bin eben auch sehr negativ dem Medik. gegenüber da ich schlechte Erfahrung damit gemacht habe (hab ich oben beschrieben) aber werde wirklich versuchen durch zuhalten.

Wie lange nimmst du es jetzt... blöde Frage weis das es bei jedem anders ist, aber trotzdem (so als Hoffnungsschimmer und Einbildung hilft ja auch bei Angsterkrankung): ab welchem Einnahmetag war den irgendwas besser, die Unruhe zB. wann war sie etwas weniger ?

Wünsche dir auch alles Gute auf deinen Weg und eine gute Nacht...

21.03.2013 22:15 • #19


Ich habe den Fehler gemacht, dass ich auch sehr viel nach Citalopram gegoogelt habe und dann auf Seiten kam, wo Erfahrungsberichte mit Nebenwirkungen standen. Das hat mich ja um so nervöser gemacht. Im Nachhinein hätte ich das lieber gelassen, wahrscheinlich hätte ich dann nicht eine ganz soooo heftige Unruhe und Ablehnung gehabt.
Klar, wnen man schon mal schlechte Erfahrung damit gemacht hat, ist es natürlich verständlich, dass man da negativer eingestellt ist.

Also, das ist heute mein 16. Einnahmetag. Ich muss zugeben, die ersten 3-4 Tage waren bei mir recht heftig, da ich auch schnell mit "Magen-Darm" reagiere. Die Unruhe war auch stark, aber das war dann nicht den ganzen Tag über, sondern eher phasenweise. Die Unruhe-Phasen wurden mit den Tagen immer weniger. Ich hatte z.B. heute Morgen eine halbe Stunde ziemliche Unruhe, habe dann etwas im Haushalt erledigt und danach war sie weg und kam auch nicht mehr wieder.
Ich merkte halt nach den 3-4 Tagen, dass die Nebenwirkungen jeden Tag immer etwas weniger wurden.
Nun warte ich auf die stimmungsaufhellende Wirkung

21.03.2013 22:40 • #20




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Dr. med. Andreas Schöpf