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Luna-Mila
Hallo Alle,

mich belastet meine aktuelle Situation sehr.

Ich habe vom 17.11.-23.11.20 Insidon Tropfen genommen 25mg(6Tropfen).
Am 24.11.20 habe ich die dann abgesetzt weil ich Herzrasen bekommen habe und habe vom Psychiater Escitalopram bekommen( habe ich bereits 2x mal in der Vergangenheit eingenommen, einmal über 3 Monate 8mg und das zweite mal 1,7 Jahre mit 12mg ausschleichend).

Ich habe also das Insidon am 24.11.20 weggelassen und direkt mit 1mg Escitalopram eindosiert( Anweisung Arzt ). Zwischen der letzten Einnahme von Insidon und der ersten Einnahme Escitalopram lagen ca. 25 Stunden.

Ich habe jetzt allerdings panische Angst vor einem möglichen Serotonin Syndrom.
Ich habe kein Fieber , aber Benommenheit, Unruhe, Darmgeräusche, leichte Übelkeit, und halt verstärkte Angst und Panik. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass das damals auch so war.
Ich bin total verunsichert weil ich nicht weiß ob das die Nebenwirkungen sind oder vielleicht doch das S-Syndrom .

Nehme seit heute 3mg (3 Tropfen) Escitalopram und soll bis Samstag auf 5mg erhöhen. Danach dann 12mg anpeilen.

Würde mich sehr über antworten freuen
LG
Luna-Mila

26.11.2020 11:05 • 13.12.2020 #1


82 Antworten ↓


Lottaluft
Hallo Luna Mila

Das sollte alles nur von der Eingewöhnung kommen
Isidon (opipramol) hat eine sehr kurze hwz und baut keinen richtigen Spiegel im Körper auf weswegen du sofort von einem Arzt das escitalopram bekommen hast
Vor einen Serotoninsyndrom musst du keine Angst haben zumal soweit ich weiß opipramol auch nicht im serotoninstoffwechsel andockt
Ich kenne deine angst sehr gut ich hatte sie selbst als ich vor 1,5 Jahren hier ins Forum gekommen bin weil ich ein Medikament eingeschlichen habe
Versuche durchzuhalten und halte Rücksprache mit deinem Arzt wenn es zu heftig wird
Ich wünsche dir alles gute

26.11.2020 11:17 • x 1 #2



Insidon und Escitalopram- Angst vor Serotonin Syndrom

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Luna-Mila
Liebe Lottaluft,

ich danke dir für deine Antwort ! Das beruhigt mich schon sehr.

Die andere Angst, dass das Escitalopram nicht wirken wird ist jedoch noch da .
Bin mir so unsicher weil ich es schon zwei mal genommen habe und habe Angst das ich es dieses Mal nicht vertrage oder es nicht wirkt.
Das macht mich echt fertig.

LG

26.11.2020 11:28 • #3


Lottaluft
Zitat von Luna-Mila:
Liebe Lottaluft, ich danke dir für deine Antwort ! Das beruhigt mich schon sehr. Die andere Angst, dass das Escitalopram nicht wirken wird ist jedoch noch da . Bin mir so unsicher weil ich es schon zwei mal genommen habe und habe Angst das ich es dieses Mal nicht vertrage oder es nicht wirkt. Das macht mich echt fertig. LG



Deine Symptome die du gerade von der Eingewöhnung hast sprechen aber eher dafür das es gut anschlägt
Versuche einen kühlen Kopf zu bewahren dir wird es sehr bald besser gehen

26.11.2020 11:45 • x 2 #4


Angor
3mg Escitalopram ist nicht viel, richtig was bringen tun nur mindestens 10 mg (eigene Erfahrung)
Escitalopram gehören zu den leicht verträglichen AD.

26.11.2020 12:26 • x 1 #5


dirkfonso
Bei mir hat Escitalopram schon bei 2-3mg pro Tag gewirkt, bei 10mg wurde es schon schlimm, aber
es ist eben jeder anders

26.11.2020 12:43 • x 2 #6


Luna-Mila
Ich danke euch für die Antworten.

Bei meinem ersten Einsatz habe ich auch die Zieldosis von 8mg genommen und die haben mir raus geholfen.
Beim zweiten Mal habe ich dann schon 12mg genommen. Auch das hat mir geholfen aus dem Loch raus zu kommen.

Jetzt weiß ich halt nicht, ob ich weniger als 12mg nehmen soll oder genau so viel wie letztes Mal. Mein Psychiater meinte nur ich soll bis 5mg hochdosieren und dann die 12mg anpeilen. Wie genau ich vorgehen soll hat er mir aber diesbezüglich nicht gesagt.

Hab halt Angst, dass wenn ich 8mg mir als Ziel setze oder 10mg oder 12mg, dass das nicht mehr wirkt

LG

26.11.2020 13:16 • #7


Luna-Mila
Wann bemerke ich eigentlich eine Besserung ? Ist das schon während der täglichen Steigerung möglich oder erst wenn ich die zieldosis erreicht habe + - 2 Wochen ?

26.11.2020 16:21 • #8


Eine Wechselwirkung oder gar ein sog. 'Serotonin-Syndrom' ist in deinem Fall völlig ausgeschlossen.
Das kann und wird nicht passieren, unmöglich. Selbst wenn die Zeitabstände zwischen beiden Medis
geringer wäre. Erstens beeinflußt Opipramol den Serotoninhaushalt nur sehr geringfügig bis gar nicht
und zweitens bei dieser Dosis von Medikamenten ist das unmöglich. Brauchst keine Angst zu haben..

26.11.2020 21:51 • x 1 #9


Luna-Mila
Danke für die Antwort!

Jetzt habe ich eine andere Frage. Habe eben eine ibu400 genommen weil ich so starke Kopfschmerzen hatte. Habe gedacht die darf ich nehmen , nur kein Aspirin.
Hab jetzt aber gelesen, dass man nicht ibu nehmen darf mit Escitalopram
Jetzt kommt der Angsthase aus mir raus.

26.11.2020 23:00 • #10


Auch hier kann man dich nur beruhigen. Bei dieser Kombination spielt es keine bedeutende Rolle.
3mg Escitalopram und nach einigen Stunden Ibuprofen kann bedenkenlos eingenommen werden.

26.11.2020 23:05 • x 1 #11


Angor
Stimmt, 3mg Escita sind wirklich nicht viel, und wenn Du sie morgens genommen hast, kannst Du jetzt unbesorgt eine Ibu nehmen.

26.11.2020 23:08 • x 3 #12


Luna-Mila
Hallo Alle,

Heute habe ich 5mg eingenommen.
Habe vermerkt wieder negative Gedanken (S-Gedanken) hab richtige Angst davor mal zu so einer Tat fähig zu sein. Bin dann wieder total unruhig und weinerlich. Diese Gedanken wollen einfach nicht aus meinem Kopf. Schrecklich

28.11.2020 11:34 • #13


Hast gut gemacht mit 5mg Tropfen. Es wäre vermutlich besser, wenn du morgen 7mg nimmst, Montag 8mg und Dienstag 10mg. Denn dein Zustand scheint doch ziemlich 'instabil' zu werden. Daher ist es unbedingt ratsam, dass man da auf die normale Dosis kommt sprich 10mg oder halt 12mg. Wann hast du eigentlich wieder einen Termin bei deinem Psychiater?

28.11.2020 17:29 • x 1 #14


Luna-Mila
Zitat von orion:
Hast gut gemacht mit 5mg Tropfen. Es wäre vermutlich besser, wenn du morgen 7mg nimmst, Montag 8mg und Dienstag 10mg. Denn dein Zustand scheint doch ziemlich 'instabil' zu werden. Daher ist es unbedingt ratsam, dass man da auf die normale Dosis kommt sprich 10mg oder halt 12mg. Wann hast du eigentlich wieder einen Termin bei deinem Psychiater?


Ich denke das werde ich auch tun.

Ich meine ich weiß das ich niemals so etwas tun würde (S)...aber ich hab halt vor dem Gedanken selbst schreckliche Angst.

Erst am 7.12.20... :/

28.11.2020 18:02 • #15


Luna-Mila
Kann es vielleicht auch eine Erstverschlimmerung sein ?
Ich hatte diese Angst schon vor paar Wochen aber dann war sie weg. Sie ist erst heute wieder extrem aufgetreten. Mit Unruhe etc.

28.11.2020 18:09 • #16


Gut, sehr gut dass du am 07.12. den Termin hast. Denn bis dahin kannst du Erfahrungen sammeln mit dem Medikament.
Ich würde wirkllich morgen 7mg nehmen, Montag 8mg und Dienstag 10mg und vorerst auch bei dieser Dosis bleiben. An
eine Erstverschlimmerung habe ich auch schon gedacht. Ich meine, solche Nebenwirkungen können! durchaus auftreten
und ob das bei dir nun zutrifft, ist schwierig zu sagen. Diese klingen aber meist wieder ab und deshalb sollte man auch in
der ersten Woche die halbe Dosis nehmen und ab der zweiten Woche die normale Dosis sprich 10mg. Das Escitalopram
ist wirklich ein gut verträgliches und wirksames Medikament. Dein Termin ist ja bald und kannst dann ja erzählen, wie es
dir damit geht. Ich bin mir sicher, dass sich deine negativen Gedanken bald auflösen werden. Lass dem Medi etwas Zeit.

28.11.2020 18:36 • x 1 #17


Luna-Mila
Meinst du denn die 10mg werden mir dann reichen obwohl ich schon damals 12mg genommen habe ? Ich meine im Sinne von ,,das Gehirn gewöhnt sich an eine Dosis und braucht dann die selbe wenn nicht sogar eine höhere Menge?
Aber ich weiß - schwierig zu sagen, seufz.

Ich reagiere ziemlich empfindlich auf Medikamente muss man dazu sagen... das erste ins zweite mal wo ich Escitalopram eingeschlichen habe , war ich kurz davor mich einweisen zu lassen weil ich so krasse erstverschlimmerungen hatte. Aber da Bin ich anders vorgegangen beim Eindosieren. ( die ersten beide Tage 2mg und dann alle zwei Tage um 2mg erhöhen bis ich bei 8mg war) War wohl zu schnell für meinen Körper.

Das zweite mal habe ich bis 8mg erhöht, dann 4 Tage dieses Dosis beibehalten und dann auf 10 erhöht. Zwei Wochen später dann auf 12mg erhöht. Warum weiß ich nicht mehr. Ich glaube weil ich noch Schwierigkeiten mit dem Schlafen oder Grübeln hatte.

Ich bin einfach froh , wenn das Medi anfängt zu wirken, dass ich wenigstens nach Luft schnappen und wieder Kraft tanken kann, soll ja nicht heißen das alles sofort gut sein muss, sondern wenigstens die depressiven Symptome langsam verschwinden.
Hatte auch schon zwei mal eine Therapie die mir aber irgendwie wenig gebracht hat.
Dazu muss ich auch noch sagen, dass solche Krisen bis jetzt (vermutlich) immer durch eine Unterfunktion der Schilddrüse ( hab seit Geburt an keine ) ausgelöst wird. Das traf bis jetzt jedesmal zu wenn ich in einer Krise steckte.

28.11.2020 19:26 • #18


Das ist bei Escitalopram nicht der Fall, dass man immer mehr benötigt. Sowas ist eher bei sog. Benzodiazepinen der Fall
und deshalb besteht dort das Risiko der Abhängigkeit. Sowohl bei Escitalopram als auch bei Opipramol braucht man sich
da keine Sorgen zu machen. Es wird eine Besserung hervorrufen u. die negativen Gedanken sich bald verflüchtigen. Dazu
ist es halt wichtig, dass man es wirklich auch regelmäßig nimmt und auch auf die normale Dosierung kommt. Ja gut, 12mg
kann man schon nehmen und das ist in deinem Fall vielleicht gar nicht verkehrt. Man kann wirklich nicht sagen, ob es sich
bei dir um Nebenwirkungen oder um die Erkrankung selbst handelt. Äußerst schwer zu sagen. Könnte sogar beides sein..

28.11.2020 20:00 • x 1 #19


Luna-Mila
Zitat von orion:
Das ist bei Escitalopram nicht der Fall, dass man immer mehr benötigt. Sowas ist eher bei sog. Benzodiazepinen der Fall und deshalb besteht dort das Risiko der Abhängigkeit. Sowohl bei Escitalopram als auch bei Opipramol braucht man sichda keine Sorgen zu machen. Es wird eine Besserung hervorrufen u. die negativen Gedanken sich bald verflüchtigen. Dazuist es halt wichtig, dass man es wirklich auch regelmäßig nimmt und auch auf die normale Dosierung kommt. Ja gut, 12mg kann man schon nehmen und das ist in deinem Fall vielleicht gar nicht verkehrt. Man kann wirklich nicht sagen, ob es sich bei dir um Nebenwirkungen oder um die Erkrankung selbst handelt. Äußerst schwer zu sagen. Könnte sogar beides sein..


Was das angeht bin ich extrem penibel, nehme die Tropfen immer zur selben Zeit jeden Tag ( morgens um 9:20 Uhr ) .
Ich weiß auch nicht ob NW oder Grunderkrankung. Fühlt sich eher wie Nw an aber wer weiß.

28.11.2020 21:14 • #20



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Dr. med. Andreas Schöpf