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1

J

jujumaus
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Wenn ich mich hier durchlese dass graust es mir ja total.

Ich bin total gegen Medikamente. Ich leider zwar unter schrecklichen Schlafproblemen aber ich würde nie anfangen son Teufelszeug zu nehmen wo man dann nachher gleich noch ne Therapie braucht um von dem Mist loszukommen.

Ganz davon abgesehen dass viele Psychopharmaka einen ja auch richtig aufgehen lassen wie nen Hefeteig.

Und der wichtigste Grund für mich gegen Mittel ist, dass sie ja nur die Symptome unterdrücken aber keine Heilung bieten.
Also gar keine gescheite Lösung sind.

Sieht das hier noch jemand so wie ich oder nehmt ihr alle Mittel??

04.03.2011 #1


99 Antworten ↓
Christina

Christina
Mitglied

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Zitat von jujumaus:
Christina hast du dir eigentlich eine der Sachen die ich geschrieben habe mal mit nem klaren Kopf durchgelesen.
Durchaus, neben haltlosen Verallgemeinerungen standen da zwei kleine Sätzchen zu den "Ausnahmen" (siehe weiter unten). Kleiner Tipp am Rande für dich als angehende Lehrkraft: Schau dir mal die Axiome zur Kommunikationstheorie von Watzlawick an...

Zitat von jujumaus:
Ich schrieb einige Seiten vorher dass es z.B. bei Depressionen etwas ganz anderes ist und Medikamente zur Herstellung einer Therapiefähigkeit auch ok!
Das hast du geschrieben:
Zitat von jujumaus:
Das mit den Medis ist ja auch bei Depressionen auch noch mal was ganz anderes als bei Panikattacken usw.

Bei Depressionen, die nur Phasen sind ist es auch ok wenn man dann mal was nimmt.

Aber bei ner GAS oder Hypochondrie... Da ist halt die Auseinandersetzung damit das wichtigste... Sonst wird mans ja nie los!
Mal ganz abgesehen davon, dass es zu Beginn einer Behandlung schwer ist, das differentialdiagnostisch zu trennen, ist Hypochondrie eng verwandt mit Zwangsstörungen und mitunter ein guter Grund, zusätzlich medikamentös zu behandeln. Und bei Depressionen ist man mit der Medikamenteneinnahme i.d.R. länger dabei als bei Angststörungen, wenn psychotherapiebegleitend ADs gegeben werden. Es kommt eben auf die differenzierte Betrachtung an - nicht einmal des einzelnen Krankheitsbildes, sondern des einzelnen Falles.

Zitat von jujumaus:
Und Alter hat auch nichts mit fundierter Meinung zu tun.
Absolut nicht. Man kann auch 40 sein und trotzdem sich absolut nicht gescheit argumentieren können.
Eine Meinung kann, muss aber nicht fundiert sein und ob man gescheit argumentieren kann, hängt nicht einmal davon ab, ob die Meinung fundiert ist oder nicht... Aber ich meinte mit deinem Alter sowieso deinen möglichen Erfahrungshorizont - wie viele Menschen unter (welchen?) Psychopharmaka kannst du kennengelernt haben, wie (korrekt) kannst du deine (vermutlichen wenigen) Beobachtungen einordnen, wie viel Therapieerfahrung kannst du haben, wie viel Lebenserfahrung kannst du haben? Normalerweise fände ich das nicht wichtig, aber da du dich auf Erfahrungen/Beobachtungen berufst statt auf recherchierte, belastbare Informationen...

Zitat von jujumaus:
Ich begründe jede Meiner Aussagen. Ob diese DIR persönlich passen oder nicht das ist MIR egal. Es ist MEINE Meinung. Du hast eine andere aber mich dazustellen als ob ich nur falsche Ansichten habe ist total subjektiv.
Schließlich teilen hier viele Nutzer auch meine Meinung.
So what? Eine Meinung ist immer subjektiv, Aussagen können wahr oder falsch sein. Deine Aussagen zu Medikamenten sind falsch, weil sie zu sehr verallgemeinert sind (Bsp.: "Alle Vögel können fliegen." ist auch eine falsche Aussage). Wenn du dir deine Meinung aufgrund dieser falschen Aussagen bildest, ist doch klar, was dabei herauskommen muss... Du kannst deine Meinung natürlich behalten, du kannst auch für dich zu dem Schluss kommen, nach einem oder zwei Negativbeispielen das Risiko einer Medikamenteneinnahme nicht eingehen zu wollen. Ist ja alles legitim. Nur tu bitte nicht so, als hättest du dich sachlich und gründlich mit der Frage der Medikation auseinandergesetzt.

Liebe Grüße
Christina

01.03.2011 18:48 • #42


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A


Absolut GEGEN Medikamente

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B

belle1975
Mitglied

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Wow, hier ist ja ganz schön was los!

Also, ich muß auch noch was zu dem Thema beitragen.

Meine PA´s haben vor knapp 11 Jahren angefangen und waren damals sooooo schlimm, dass ich nach ca. 3 Wochen Dauerpanik in eine psychiatrische Klinik gekommen bin und auf Tabletten (damals Seroxat und Alprazolam) eingestellt worden bin.
Ich war damals extrem dünn, wog 55 Kilo bei 185cm und es ging nichts mehr. Ich konnte nicht mehr aufstehen, nicht mehr essen, mich nicht mehr um mein Kind kümmern, nicht mehr arbeiten, einfach nichts mehr. Ich bin mit knapp Mitte zwanzig bei meiner Mutter im Bett gelegen, habe den ganzen Tag nur geweint oder geschlafen. Mehr ging nicht.
Bis ich dann wie gesagt in die Klinik gekommen bin und dann auf Antidepressiva und Benzodiazepine eingestellt wurde.
Nach knapp 4 Wochen konnte ich wieder Auto fahren, wieder am Leben teilnehmen und nach einem halben Jahr habe ich sogar einen ganz neuen Job angenommen.
Ohne Medikamente hätte ich das alles nicht geschafft, da muß ich ganz ehrlich sein.
2009 habe ich dann zusammen mit meinem Arzt das erste Mal versucht die Antidepressiva abzusetzen, schön langsam ausschleichen über ca. 5 Monate, usw. Und die Moral von der Geschichte war, es ging mir genau 2 Monate super ohne Medikamente, und dann hat es mich plötzlich soooo umgehauen mit Depressionen und Ängsten, unglaublich. Es hat sich immer mehr gesteigert, ich wollte stark sein, war stolz ohne Medikamente zu sein, aber es hat nicht geklappt. Das Resultat war ein 3 monatiger (!!!) Klinikaufenthalt in einer psychosomatischen/psychiatrischen Klinik, also nochmal ne ganze Ecke schlimmer als 9 Jahre zuvor!

Also wurde ich wieder mit meinen Antidepressive eingestellt und nach ein par Monaten war alles "wieder gut".
Trotz allem bin ich gerade wieder dabei, mit meinem Arzt einen erneuten Absetzversuch zu starten, denn ich will endlich ein Leben OHNE Medis!! Auch weil ich mit den Medis über 30 Kilo zugenommen, dann abgenommen und dann wieder zugenommen habe. Das ist ein elendiger Teufelskreis und ich habe es satt!

So, nun habt Ihr mal ein Statement von jemandem der einerseits für Medikamente, andererseits auch gegen Medikamente ist! Auch nicht schlecht, oder?

Jeder muß aber für sich selber entscheiden, ob er Hilfe durch Medikamente möchte oder nicht, aber glaubt mir, wenn der Leidensdruck sooo groß ist, dann nimmt man was, weil man nach jedem Strohhalm greift!
Gute Nacht Ihr Lieben und bis bald,

LG Eure Belle

01.03.2011 01:49 • #34


Zum Beitrag im Thema ↓


trostlos
ich find deine meinung ganz nett, aber du solltset das JEDEM selber überlassen, ob mit oder ohne medis

#2


J
Tu ich doch auch?

Ich wollte nur fragen ob es hier auch welche gibt die so denken wie ich oder lieber Medis nehmen?

Da musst du nicht gleich dich angegriffen fühlen oder sagen dass ich dass jedem überlassen soll, denn das tue ich doch.

#3


trostlos
es gibt hier SEHR viele user , die KEINE medis nehmen.

#4


J
Ja und genau von denen will ich ja auch wissen, warum sie sich GEGEN Medis entschieden haben etc pp!

#5


F
Hey,für einige sind medikamente wirklich der lezte ausweg um aus diesen teuefelskreis auszubrechen,aber schön das du keine brauchst......ich hab vier monate insidon genommen,aber fand ich net so gut,standig müde,viel abgenommen, in 4 monaten 8 kg,und andere nebenwirkungen.........

#6


J
Mir wurden ja auch welche angeboten, vor allem gegen die Schlafstörungen (Einschlaf- und Durchschlafprobleme).

Aber wo ich gelesen habe wie schnell der Mist abhängig macht hab ich mich dagegen entschieden.
Ich hatte schon mal Probleme mit Schmerzmitteln und das brauche ich nicht noch mal...

Klar manchmal denke ich mir auch "einfach ne Pille einwerfen und wunderbar schlafen können - das wär doch was"... Aber dann schlaf ich zwar vllt gut, aber nicht weil ich meine Probleme im Griff habe sondern nur weil sie durch das Mittel unterdrückt werden...

Ich versuche es dann eher mit Homoöpathie oder Entspannungsübungen, mal abzuschalten.

Hat da jmd Erfahrungen mit?

#7


F
ja ich nehme zu zeit homopatische mittel,und es hilft mir...hab eine sehr gute Heilpraktikerin gefunden die keene ich schon sei 2 jahren,bei ihr merkt mann es geht nicht nur ums geld...sie ist immer für mich da wenn ich was habe...das ist selten heut zu tage.....

#8


J
Ich war auch überrascht wo mir in meiner Praxis gesagt wurde dass sie zwar anbieten was aufzuschreiben aber das generell eher ungerne tun sondern lieber schnell mit ner Therapie beginnen.

Und mir wurde auch gesagt, dass viele Patienten erst mal Medis bekommen, um überhaupt eine Therapiesituation MÖGLICH zu machen.
Ich bin ja selber losgegangen weil cih gemerkt habe es geht nicht mehr und sie sagten dass ich dadurch schon eine Therapiebereitschaft habe.

Ich bin auch froh dass ich nichts nehme, weil ich habe ein sehr straffes Leben und ich könnte es nicht "brauchen" in irgendeiner Art benebelt zu sein...

Wenn ich in der Schule eine Klasse betreue muss man geistig halt voll da sein.

Das ist nicht immer einfach und im MOment würde ich mich auch viel lieber einfach im bett verkriehcen, aber das ist nicht das wahre Leben... Und zu arbeitne und zu lernen bietet auch zum Teil Ablenkung....

Nur schlafen können würd eich sehr gerne mal wieder...

Kommt hatl nicht so gut wenn man vor 1, 2 Uhr nicht einschläft dann 5 mal die Nacht wachwird, aber um 6 schon wieder aufsstehen muss!!

#9


J
Ich war auch überrascht wo mir in meiner Praxis gesagt wurde dass sie zwar anbieten was aufzuschreiben aber das generell eher ungerne tun sondern lieber schnell mit ner Therapie beginnen.

Und mir wurde auch gesagt, dass viele Patienten erst mal Medis bekommen, um überhaupt eine Therapiesituation MÖGLICH zu machen.
Ich bin ja selber losgegangen weil cih gemerkt habe es geht nicht mehr und sie sagten dass ich dadurch schon eine Therapiebereitschaft habe.

Ich bin auch froh dass ich nichts nehme, weil ich habe ein sehr straffes Leben und ich könnte es nicht "brauchen" in irgendeiner Art benebelt zu sein...

Wenn ich in der Schule eine Klasse betreue muss man geistig halt voll da sein.

Das ist nicht immer einfach und im MOment würde ich mich auch viel lieber einfach im bett verkriehcen, aber das ist nicht das wahre Leben... Und zu arbeitne und zu lernen bietet auch zum Teil Ablenkung....

Nur schlafen können würd eich sehr gerne mal wieder...

Kommt hatl nicht so gut wenn man vor 1, 2 Uhr nicht einschläft dann 5 mal die Nacht wachwird, aber um 6 schon wieder aufsstehen muss!!

#10


jadi
jepp ich nehme auch keine und teile deine meinung.......

#11


F
ja, klar es ist viel schöner ohne medis...so bekommt mann wenigstens was von leben mit

#12


J
Ja so sehe ich das auch.

Ich habe durch meien Derealisationen ohnehin schon oft das Gefühl nicht richtig da zu sein.

Dann muss ich nicht noch durch Medis neben der Spur hängen.

Und mehr Gewicht will ich auch nicht haben! Hab genug !

#13


F
ja,Gewicht das ist dann schon ein anderes Thema.........

#14


C
Es gibt aber auch Menschen hier, die nur mit Medis ihren Alltag bewältigen können und dann finde ich das in Ortnung...es gibt ja auch Medikamente die eine aufhellende Wirkung haben und nicht müde machen...
Zum schlafen würde ich allerdings auch nix nehmen obwohl ich manchmal schlecht schlafe....das hat dann meistens auch seinen Grund bei mir...

lg.Eva

#15


J
Ich habe ne Freundin, die war früher wirlich bildhübsch...

Dann hat sie wegen Bulimie ne Therapie begonnen udn wurde mit Medis vollgepumpt. Habe sie dann 2 Jahre nicht gesehen. Und wo ich sie dann wiedersah... Ich wär beinahe rückwärts umgekippt. Sie war einfach nur noch fett, aufgequollen...
Ganz schrecklich!

Das mit den Medis ist ja auch bei Depressionen auch noch mal was ganz anderes als bei Panikattacken usw.

Bei Depressionen, die nur Phasen sind ist es auch ok wenn man dann mal was nimmt.

Aber bei ner GAS oder Hypochondrie... Da ist halt die Auseinandersetzung damit das wichtigste... Sonst wird mans ja nie los!
Und ich will es einfach nur loswerden und wieder ganz frei leben können....

#16


C
ich nehme ja auch nix....würde ich es aber tun und würde davon zunehmen...dann wäre ich erst recht Depri...

#17

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jadi
genau so sehe ich das auch medis gegen panik und angstzustände sind völliger quatsch...man muss der angst mit klaren verstand ins auge blicken....und so hat man einen längeren weg...man unterdrückt nur..man muss erst mit medis lernen aus der angst und dann muss man nochmal lernen ohne medis zuleben....ich find es für mich persönlich quatsch und lehne es ab.....

#18


J
Meine Worte.

Das meinte ich ja damit dass man dann nachher noch ne Therapie braucht um von den Medis wieder loszukommen...

Und die Medis unterdrücken ja auch nur die Probleme aber lösen sie nicht...

Und langfristig hilft ja nur die Konfrontation und Verhaltensänderung...

Wobei ich auch sagen muss das Medis echt das Mittel des geringsten Widerstandes sind, was?

Weil sone Therapie... Ist schon sehr zermürbend. Da ist es natürlcih toll, sich einfach ein Paar Pillen einzuwerfen udn alles ist rosig...

#19


F
das schlimme ist das manche medis abhanig machen und dann braucht mann zeit und wieder viele nerven bis mann von denen los kommt...aber wie gesagt für manche ist es wirklich lezte ausweg oder auch das mann sich selba was vormacht,weil wenn ich bestimmten medikament absetze und dann ohne durchs leben gehen muss denke ich es wird schwirieger in dem sinne,das ich nicht gelernt habe der angst ins auge zu sehen ohne medis....und mann wird denke ich schneller rückfallig..ich möchte damit nimanden angreifen,auf keinen fall,ist nur meine meinung....

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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