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I

isis-z
Gast

... ich muss zu diesem Beitrag Text eingeben, meint die Software, ich hatte es nicht vor.

Hier ist jedenfalls

PLATZ

für alles,

was wo anders nicht rein passt.
_______________________________________________________________

20.03.2009 #1


351 Antworten ↓
E

Ein-Freund
Mitglied

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Mitglied seit:
Hallo,

Eure Einstellung verstehe ich.
Hoffentlich begreift ihr, dass ich nicht wirklich irgendjemandes Adresse
haben will. Mir ging es nur darum, aufzuzeigen, dass ich eben auch
gewisse Grenzen habe.

Groß möchte ich mich nicht machen. Daher habe ich auch meine Person bisher immer in den Hintergrund gestellt, und einen anderen, "dem ich nicht wert bin, die Schuhriemen zu lösen!" in den Vordergrund gestellt.
Weil ihr die betreffende Person jedoch bisher nicht kennt, mutmaßt ihr, dass ich eigene Gedanken wälze.
Das stimmt aber nicht.

Okay, auf zu neuen Taten.
Ihr möchtet etwas über mein Leben wissen, wie es verlaufen ist.
Und ehrlichgesagt, habe ich wenig Lust dazu.
Es ist altes, totes Zeug, an das ich mich dann wieder erinnern muss.
Falsche Dinge, an die ich glaubte. Leiden, das ich mir vielleicht auch hätte ersparen können?
Aber es gibt auch Lichtschimmer in meinem Leben, von Anfang an...

Ich wuchs in einer katholischen Famlie auf.
Es war eine gute Kindheit, trotz der kategorischen Spannungen zwischen meiner Mutter und ihrer Schwiegermutter.
Mit 7 Jahren ging ich brav in den Kommunionunterricht und war ein kindlich gläubiges Kind. Weil ich keck und charmant war, wickelte ich auch gleich die Religionslehrerin um den Finger. Alle Kinder bekamen nur ein Kuscheltier bei der Tomobola - ich zwei!
Das war vielleicht der Auftakt dafür, dass bei mir immer alles anders verlief als bei anderen.
Mit 5 erlebte ich meine erste platonische Liebe. Sie war mir viel wert.
Mit 8 eine obeflächlichere, kürzere.
Mit 10/11 startete die Pubertät und nichts war mehr wie es sein sollte.
Die erste übel verlaufende Liebesgeschichte.
Mit 14 wiederholte sich das ganze, nur wesentlich intensiver und trauriger.
Mit 16/17 wiederholte sich das ganze wieder, diesesmal erwischte es mich ernsthaft.
Es war immer diese Sehnsucht nach Mädchen, die mich vorwärtstrieb.
Aber kein Mädchen ging auf mich ein, bzw. ich schaffte es mit meiner oberflächlich starken, innerlich eher scheuen Art, nicht, einen richtigen Kontakt herzustellen.
Die Jungs, die richtig cool und dabei so kalt waren, bewunderte ich ein wenig. Aber sie waren mir auch verhasst. So wollte ich nicht sein.
Kurz: ich war ein Romantiker und musste durch das Tal der Tränen.

Leider war alles nicht so harmlos, wie man denken könnte.
Mit 15 ließ ich die Firmung ("Festigung der Entscheidung, ein Leben im katholischen Glauben zu führen) über mich ergehen.
Mit 16 verlor ich den Glauben. Mit 17 suchte ich mir meine Welt:
moderne Literatur und vor allem: moderne Lyrik (Gottfried Benn, Nieztsche). Ich wurde Nihilist. Der Existenzialismus a la Sartre erschien mir zu schwach.
Meine Wissbegier führte mich an viele Ufer. Philosophen und ihre Ansichten interessierten mich, und ich entfernte mich immer weiter von der Vorstellung, es könne einen Gott geben.
Die Wissenschaft kam langsam auf. Sprachfähigkeit, Kritisches Denken, Problemanalyse, damit befasste ich mich intellektuell. Und ich war gut und erntete die entsprechenden Noten.
Gott war überflüssig geworden.
Und was sollte ich von einer steifen Kirche halten, in der Woche für Woche dasselbe hohle Zeug erzählt wurde.
Niemand interessierte sich für MICH. Niemand gab mir einen RAT, der von Herzen kam. Alles erschienen mir nur Phrasen und Traditionen zu sein.

Mit 20 kam die Wende. Die große Liebe meines Lebens begegnete mir.
Und aus der unmöglichen Vorstellung wurde Wirklichkeit.
Es war eine Liebe, die gegen alle Regeln lief. Eine Ehe zerbrach.
Auch Kinder aus erster Ehe wurden davon betroffen.
Aber ich sagte mir: wer stärker liebt, der ist im Recht. Und ich liebte leidenschaftlich.

Aber sie war viel älter als ich. Und das wurde von Jahr zu Jahr schwieriger.
Meine Freunde und Bekannten akzeptierten uns anfangs, aber wir waren nicht "gesellschaftskonform", und wir gerieten in Isolation.
Erstmalig erkannte ich, dass ich nicht immer mutig durchs Leben gehe, sondern auch feige sein kann.
Die Beziehung wurde mir hier und da peinlich.
Währenddessen ging ich dennoch ehrgeizig voran. Ich wurde
Reserveoffizier (mit einigen weiteren inneren Verrohungen) und später
studierte ich Naturwissenschaften.

9 Jahre kämpften wir mit extremsten Höhen und Tiefen um diese Liebe.
Im 8. Jahr bekam ich Todesahnungen. In meinem persönlichen Umfeld gab es Todesfälle (Krebs). Ein Mann starb mir an meinem Arbeitsplatz unter den Händen weg. Ich versuchte ihn durch Herzmassage wiederzubeleben. Wir rissen sein Hemd auf und die Knöpfe flogen über den Boden. Beim Pressen brach schließlich eine Rippe.
Er kam später noch einmal zu sich.
Verstarb aber einige Tage später.
Es war wie ein Omen.

Alles, was ich bereits erahnt hatte, geschah dann auch.
Ich verliebte mich noch einmal unglücklich. Die Situation eskalierte, so dass mein berufliches Umfeld es mehr oder minder deutlich mitbekam.
Ich verließ meine große Liebe, ich wagte einen Sprung, von dem ich vorher wusste, dass ich ihn nicht überleben würde.
Alles, woran ich geblaubt hatte, lag inzwischen in Scherben.
Mein gesamtes Weltbild, das ich naturgetreu in meinem Innern aufgebaut hatte, es stimmte nicht mehr.
Diese Frau gab mir sozusagen den Rest. Ich verlor den letzten verbliebenen Glauben daran, dass die Welt und die darin lebenden Menschen gut sind.
Als mein Herz brach, war ich auch körperlich am Ende. Lange Zeit blieb ich völlig geschwächt. Ich konnte kaum mehr arbeiten und entwickelte
düstere Gedanken.
Mein Eindruck war: ich hatte diese gefühlskalte Frau zum Leben erwecken wollen, aber ich war dabei selbst zugrunde gegangen.
Als dieses Opfer nicht nur missverstanden, sondern auch noch in den Dreck gezogen wurde, geschah etwas in mir.

Es war schleichend. Eine Latenzzeit. Doch nach und nach wurde es sichtbar. Ich hatte überlebt und war bösartig geworden.
Wenige sahen das, aber innerlich war es so.
Viele von Euch wissen, dass man im Angesicht des realen Bösen zwei Wege hat: zugrunde gehen. Oder aber das Böse inkorporieren.
Ich tat letzteres.
Die seelische Verletzung ließ eine neue Quelle der Energie in mir aufkommen: Hass. Groll.
Bestimmte Worte, bestimmte Dinge, bestimmte Menschen, bestimmte Verhaltensweisen brachten mich innerlich unter Feuer.
Die Psychologie nennt das übrigens "Krankhafte Arousal-Muster".
Es war recht merkwürdig, dass ich alles, was geschah, nebenbei auch zu verstehen suchte.

In dieser Zeit traten einige "nette" Bekannte und "Freunde" auf den Plan.
Eine Bekannte, die meine Situation erahnte, brachte mir ein Astrologiebuch. Weil meine Lebensgeschichte so verwüstet war, und kein happy end in Sicht, suchte ich dort nach Antworten.
Einige Zeit später lernte ich eine "Freundin" kennen, die mich in die Welt der Magie einführte. Schon meine Großmutter hatte früher Tarot gelegt.
Nun war ich an der Reihe.
Weil ich sehr intuitiv bin und in meinen Wegen fast immer furchtlos, stieß ich bald in die Tiefen der Esoterik vor.
Geistliche Wesen, Telepathie, Hellseherei, selbst entworfene Rituale.
Alles das erschloss sich mir recht schnell.

Nach außen hin war ich weiterhin relativ normal.
Aber innerlich ging es in dunklere Gefilde. Aber ich hatte den Eindruck, großartige Erkenntnisse zu gewinnen. Und der griff nach der Macht lockte schon bald.
Durch verschiedene Umstände entwickelte sich die unglückliche Liebesgeschichte noch weiter. Noch einmal hatte ich ein Klärungsgespräch versucht. Dabei waren Worte gefallen, die ich nicht hinnehmen konnte. Es kam zu offener Feindschaft. Ein Prozess drohte. Meine neue Freundin war mit solchen Situationen wohl vertraut, und ich zog mich aus der Affäre.
Alles in allem war sie mir wirklich eine Hilfe. Ich wäre sonst in allen Verstrickungen hängen geblieben.

Musik, Dro., und okkulte Literatur führten mich dann immer weiter in die Welt der Magie. Ich wurde zunehmend gefährlicher, was mir selbst bewusst war. Und ich stand dazu. Die Kräfte des Zorns schienen mir die rechten Verbündeten zu sein, um eine gerechte Ordnung nach meinem Geschmack wieder herzustellen.

Ich rief eine dunkle Macht an, die sich in Folge eines Rituals auch zeigte.
Als eine schimmernde, brennend heiße, durchsichtige Wolke nahm ich dieses "Wesen" wahr. Es war alt, wissend und mächtig.
Ein halbes Jahr später, zur Wintersonnenwende, stand ich dann vor der Entscheidung. Ich war mir sicher, dass ich diese Kräfte im vollen Ausmaß
haben könnte. Aber schon bei dem Ritual war es mir hinter her nicht gut gegangen. Ich war verletzt worden. Auch wurde mir immer mehr bewusst, dass ich von Süchten und Zwängen geplagt wurde.
Das weckte mein Misstrauen.
Als die Entscheidung anstand, spürte ich, dass im Unsichtbaren ein Kampf stattfand. Ohne mein Zutun erkannte ich plötzlich, dass ich möglicherweise in tödlicher Gefahr schwebte. Ich surfte im Internet und suchte nach mehr Informationen. Was war der so genannte "Teufelspakt". Kann man bestimmte "Kräfte" aufnehmen, und dabei sein Herz bewahren.
Langsam hob sich der Schleier und mich erfasste Grauen.
Ich war dabei, mein Leben zu zerstören.

Zuletzt bleibt nurnoch der Teil der Geschichte, der weder mit Verstand noch mit Gefühl nachvollziehbar ist.
Gott kam zu mir. Jesus kam, um mich zu retten.
In der Nacht der Entscheidung, ich rauchte ein Zig. nach der anderen und trank zur Beruhigung Wein (,was mir derzeit wenig ausmachte. Ich war gut trainiert), schlug ich in meiner Ratlosikeit die Bibel auf.
Ein blödes Buch, das ich jahrelang kritisch und ohne großes Interesse gelesen hatte. Oder schlimmer noch: ein Buch, dessen Botschaft ich zuletzt als falsch und verdreht angesehen hatte.
Und da war es anders. Ich las - und ich verstand.

An diesem Abend vertraute ich mein Leben dem Lamm Gottes an, das für mich unschuldig in den Tod ging. Ich sagte mich von allem los, was ich getan und gewollt hatte. Ich heulte vor Schuld und Scham.
Aber Gott nahm mich an, so wie ich war.
Es geschah etwas Wunderbares: in mein aufgepeitschtes Herz kam ein unbeschreiblicher Frieden. Nicht eine Art von Frieden, sondern der FRIEDEN an sich. Ich badete in Liebe. Und es war nicht eine Liebe, sondern die LIEBE an sich.

Ich muss zugeben, dass diese intensiven Gefühle sich so nie wiederholt haben. Viele Monate freute ich mich an dieser tröstlichen und intensiven Liebe, doch mit den Jahren wurde das "Gefühlsintenisve" auch durch nüchterne Elemente ergänzt.
Gott, so zeigte sich, ist nicht nur ein Tröster und Liebhaber der Menschen.
Er kümmert sich auch um das rechte Maß und hilft zu Wachheit und Nüchternheit, wo es angebracht ist.

Heute frage ich mich, warum mein Weg zu Gott so schwer sein musste.
Hätte es nicht einen leichteren Weg geben können.

Aber Gott kennt mich besser als ich selbst. Vermutlich war es der einzige Weg, mich zu erreichen.

Dies war mein Leben bis zu meiner "Bekehrung".
Ein ödes Wort für etwas Wunderbares.

Es grüßt Euch
Ein Freund

06.08.2008 09:17 • #72


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Gott. und die Welt

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E

Ein-Freund
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Hallo an Alle!

Schön, dass Ihr noch am Thema dran geblieben seid!

Leider habe ich wieder nur zwischen Tür und Angel Zeit, und werde nach diesem Eintrag auch bis nächste Woche ausgeklinkt/unterwegs sein.

Aber zuerst einige Gedanken:

für Helpness:
Du sagst
Zitat:
Es erklärt Naturvorgänge, die "damals" noch nicht erklärbar waren.
Es nimmt die Angst vor der Erkenntnis, dass der Mensch sterblich ist.
Es gibt die Möglichkeit, Verantwortung auf "andere Ebenen" abzuschieben.
Es wird zur Rechtfertigung für politischen Fundamentalismus verwendet.


In alledem gebe ich Dir recht. Aber einige wichtige "fundamentale" Fragen möchte ich Dir stellen. Fragen, die tiefer ansetzen.
1. Was sind "Naturvorgänge". Warum geht denn überhaupt etwas vor?
Wo liegt die Ursache für diese Vorgänge? Wie sollen diese Vorgänge zu etwas Sinnvollem, Strukturiertem geführt haben, wenn nicht etwas sinnvoll Strukturiertes beteiligt war? Warum ist nicht einfach nichts?
Jacob/Monod (ich erinnere mich wütend an die Lektüre, die ich während des Abis für den Bio-Unterricht gemacht habe) entdecken, dass die
Mikrotubuli der Zelle bei der Zellteilung sich selbst organisieren und zusammenfügen. Und dann (Dummheit aller Dummheit!) rufen sie aus:
die Materie organisiert sich selbst!! Die Materie kann alles selber!
Wir brauchen keinen Gott mehr! Ihr Lieben Leute, das ist Wissenschaft zweiter Klasse. Etwas empirisch untersuchen und es dann beurteilen sind doch zweierlei Schuhe. Aber viele Wissenschaftler werden im Aufwind "Ihrer Entdeckung" schlicht und einfach ein bisschen größenwahnsinnig.
Motto: ich habe die Doppelhelix gefunden. ICH sage, was es zu bedeuten hat. Meine Frage lautet: wer hat denn die Bedeutungshoheit? Die Doppelhelix hat lange ohne die Wissenschaft funktioniert...

2. Ja, die Bibel ist ein ernsthaftes Buch und sagt: "Bedenke, Mensch, dass Du sterblich bist". Und sie bietet einen Ausweg an. Die Frage lautet für mich aber: ist der Ausweg echt oder ein Selbstbetrug.
Wenn DU, Helpness, Leute beneidest, die einen "echten und tiefen Glauben haben", der Ihnen Halt gibst, dann ist das sehr, sehr fragwürdig.
a) wenn es keinen Gott gibt, dann gibt es auch keinen echten und tiefen Glauben. Der echte und tiefe Glaube, den Du dann bewunderst, ist die erstaunliche Gabe, sich selbst so sehr selbst zu belügen, dass man schon selbst daran glaubt. Das sind der Psychologie nach dann wohl die Psychotiker. Viel falsch machen und stets unschuldig bleiben.
BITTE (!) wirf mich nicht mit diesen Menschen in ein Boot.
Begreife doch bitte, dass ich früher so wie Du war und auch aus denselben Gedanken, die Du JETZT (noch?) hast, nicht an Gott geglaubt habe.
Und es waren nicht Menschen oder Ideologien, die mich zum (ich sage es einmal ironisch) "echten und tiefen" Glauben geführt haben.
Es war das Wort Gottes (die Bibel).
Und WIE BITTESCHÖN GEHT DAS? Nun, die Bibel sagt (und lügt hier nicht), dass das Wort Gottes LEBT. Es sind nicht einfach nur Worte!!
In diesen Worten steckt (irgendwie) LEBEN.
So, wie wenn ich zu jemandem strahlend sage: ICH LIEBE DICH! oder
ICH FREUE MICH, DASS ES DICH GIBT. So ist das Wort Gottes auch.
Es spricht das Innerste des Menschen an und gibt eine Hoffnung, die NIEMALS ent-täuscht wird.

3. Ja, mit Hilfe des "Glaubens", kann man Probleme und Verantwortung auf andere "Ebenen" abschieben. Auch hier bleibt aber die Frage:
ist das nur ein Extra-Fach, das ich hinterher irgendwann doch selber leeren und abarbeiten muss. Oder eine Art Rundordner des Lebens?
Oder ist jemand da, der diese Dinge, die mir zuviel und zu schwer sind,
wirklich bearbeitet?
Ich persönlich erlebe immer wieder Letzteres.
(Nochmal: sonst wäre es doch SELBSTBETRUG)

4. Ja, Religionen dienen oft als Basis oder Zubringer für eine fundamentalistische Politik. Das Wort "fundamentalistisch" hatte aber früher einmal (ich glaube vor 130 Jahren oder so) eine positive Bedeutung. Es hieß: in grundlegenden Glaubensfragen nicht modern, sondern konservativ. Denn der Glaube war in Auflösung, und man glaubte zwar noch an Gott, aber nurnoch einen minderbemittelten, der weder Wunder noch Großes tun kann und konnte.
Schaut Euch die Welt an, und Ihr werdet irre daran: "Konservative, die Kriege führen (unter dubiosesten Motiven) und zugleich gegen Abtreibung sind."
Es geht nur EINS: keine dubiosen Kriege mehr führen UND gegen Abtreibung sein. Das Geld, das man aus dem Rüstungssektor eingespart hat, kann man dann für tiefgreifende und wirklich gute Reformen verwenden. Wer ein ungeborenes Kind retten will, der muss GELD (ich wiederhole: GELD) zur Verfügung stellen, damit die Mütter Zuversicht (oder Hoffnung?) für sich und das Neugeborene haben.
SO durchbricht man einen Teufelskreis.
In einem solchen Land, bin ich auch bereit, zur Waffe zu greifen, wenn ein Aggressor von außen angreift. Denn dann habe nicht ich die Aggression in die Welt gebracht, und ich darf mich wehren.
Es mag nicht immer einfach sein, als Christ politische Entscheidungen zu treffen. Aber der Lebenswandel JESU sollte darin immer wieder sichtbar werden, und nicht in einem Wust aus Staub und Unrat, Intrige und Verrat verschwinden.

Zu vielen Menschen wird Jesus am Tag der Beurteilung sagen:
Ich kenne euch nicht. Weg von mir!

Nur, wer die tatkräftige Liebe Jesu in seinem Leben sichtbar hat, der kommt in das (unsichtbare) Reich Gottes. Die Liebe eines Christen muss
sichtbar werden, denn: "an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!"

Damit hoffe ich, Euch ein wenig Klarheit über meine Ansichten und die Sicht Jesu Christi gegeben zu haben.

Helpness! "Wach auf, Du Schläfer, und steh auf von den Toten. Und Jesus wird Dein Licht sein!"
(das als ein geistlicher Impuls!)

Ich empfehle Euch: lest einmal mit allem Euch verbliebenen Rest-Vertrauen die Texte, die ich empfohlen habe.
Wenn Ihr bei Euren eigenen Gedanken verbleibt, könnte Ihr Gott wirklich nicht finden und dreht Euch nur im Kreis.
Lest einmal in der Bibel und ruft ins (vielleicht?) Leere: wenn es Dich gibt, Gott, dann rede jetzt zu mir durch diese Worte in Deinem (seltsamen) Buch!
Gebt Gott eine Chance, mit Euch zu reden!
Und seit nicht allzu erschrocken, wenn er Euch auf Dinge hinweist, die
bei EUCH nicht in Ordnung sind. Das Reich Gottes ist NICHT in Euch, sonst ginge es in Eurem Leben göttlicher zu. ABER: das Reich GOttes beginnt in Euch, wenn Ihr es wollt.
Es ist immer nur Eure Entscheidung. Nur der Mensch selber kann sich zu Gott hinwenden. Von außen ist da nichts zu machen.

Euch GOttes Segen!
LAsst mich doch einmal hören, was Ihr für Erfahrungen gemacht habt!

Bis nächste Woche
Ein Freund

06.03.2009 10:39 • #209


Zum Beitrag im Thema ↓


Fallen-Angel
Ich stell jetzt gleich zum Anfang mal eine provokante FRage:

Glaubst du an Gott/Glaubt ihr an Gott?
Meint ihr, er bestimmt unseren Weg ähnlich wie das Schicksal.

Gruß Fallen Angel

#2


I
... wenn DU uns besuchst, MÜSSEN wir wohl daran glauben.

Für meinen Weg durchs Leben hätte ich gerne jemand anderen verantwortlich gemacht, geht leider nicht. Es gibt kaum Möglichkeiten gegen das Schicksal oder Gott bei der Staatsanwaltschaft was ins Rollen zu bringen.

Schade eigentlich... von der Entschädigung hätte man sich eventuell ein schönes Leben machen können!



Ansonsten lautet meine Antwort JA

#3


H
Hallo !

Ich habe mich lebenslang mit dieser Frage beschäftigt, habe Gott aber nie für mich selbst gefunden.
Mein Wissen über die Naturwissenschaften sagt mir auch, dass es keinen Gott geben muss. Auch will ich die (meine) Verantwortung für mein Leben und alles Andere, nicht an ein höheres Wesen abgeben, es wäre ein zu einfacher Weg und einfach falsch.

Viele Grüsse,

Helpness

#4


S
Ja, man kann die Schuld immer bei sich selbst oder den Menschen suchen.
Aber Gott gehört auch mal auf eine Anklagebank - wegen unterlassener Hilfeleistung.

#5


H
Ich gebe dir ja nur sehr ungern Recht Solitärbaum, aber hier stimme ich dir zu, wie man ja auch aus meinen früheren Beiträgen ersehen kann.

Gottlose Grüsse, aber mit menschlichem Herz,

Helpness

#6


I
Solitär, schau:

§ 323c
Unterlassene Hilfeleistung

Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Das passt irgendwie nicht... Oder liegt es vielleicht an dem zu geringen Strafmaß, dass es so lachhaft aussieht?

#7


M
Gott sind wir selbst, "er" ist in uns und wir sind "er". Klingt jetzt schrecklich spirituell, ist es wohl auch

Der Glaube an ein Überwesen ist ja sehr schön, ich glaube hingegen jeder von uns trägt es in sich, einen Teil davon wenn man so will. Eingebungen und Prophezeiungen, das alles kommt in meinen Augen nicht von Gott, sondern von Personen die tief in sich hinein hören können, durch Meditation, durch Begabung oder durch beten(auch ne art der Meditation genaugenommen).

Überhaupt sollte man sich einmal eine Frage stellen, also alle die wirklich glauben da oben oder unten wäre ein Gott, wie würde dieser Gott denken, aussehen und handeln? Ich glaube er wäre ein Forscher, er würde uns beobachten, wie wir uns entwickeln und verhalten, wie wir unser leben leben und was wir erreichen. Und er würde nicht einschreiten in unser Leben, es nicht manipulieren und uns freien Lauf lassen, wir sind sein Experiment und sollen tun und lassen was wir wollen. Ob wir nun an ihn glauben oder nicht, ist ihm höchstwahrscheinlich absolut egal, ihm wäre es wohl sogar lieber wir würden nicht an ihn glauben, da das unser Verhalten beeinflussen könnte.

Große Bibelverfechter sehen mich vielleicht als Frevler, ich sehe diese aber auch als naive gutgläubige Menschen, die nichts hinterfragen wollen an, insofern gleicht sich das aus

#8


H
Hallo an alle !

@ isis-z :

Mein Herz funkt nun schon seit Tagen hier im Forum SOS (ruft also um Hilfe). Niemand hilft mir aber, und so stelle ich mir nun die Frage, ob nun das ganze Forum für ein Jahr ins Gefängnis muss ?

@ Marcus :

Der Mensch als Laborratte Gottes, diesen Gedanken hatte ich auch schon einmal.
Es gibt die sogenannte Heissenberg-Unschärfe, diese besagt, dass wenn ein Experimentteilnehmer weiss, dass es sich um ein Experiment handelt, sich durch dieses Wissen, das Experiment (Ergebnis) schon verändert. In diesem Sinne müsste Gott eigentlich eher wünschen, dass wir nicht an ihn glauben.

Viele liebe Grüsse,

Helpness

#9


C
Hey Helpfull,

Ich komponierte mit Deinem Herz elfchen,

also bitte meine Strafe zur Bewährung aussetzen.

Liebe Grüße

Chris

#10


M
@Helpness: Ja das leuchtet auch ein, dass wir besser nicht an ihn glauben sollten, aber das ist sowieso schon der Fall, wir "erfinden" dann sogar Geschichten und richten nach einem Propheten unsere Jahreszahl aus...

Faszinierend muss das für so einen Gott sein oder nicht? Aber die größere Frage die ich mir immer stelle, wenn ich an so ein Szenario denke ist doch wohl, wie die Welt aussieht in der Gott lebt und wie er zu existieren begann(was er wohl höchstwahrscheinlich selbst nicht beantworten wird können so wie wir im dunklen tappen?)

Wir Menschen nehmen vielleicht 1% der Realtität wirklich wahr. Unser Hirn verarbeitet Tausende Informationen die Sekunde, zu unserem Bewustsein dringen immer nur wenige, wichtige durch, wir werden nichteinmal unsere Welt so erleben wie sie ist, das können wir garnicht, dann würden wir wohl verrückt oder ohnmächtig umfallen. Also filtert unser Unterbewustsein unwichtige(was es für unwichtig hält ist dann auf die eigenen Erfahrungen bezogen, zB fahren nicht aufeinmal endlos viele Leute den gleichen Wagen wie man selbst auf der Straße, sondern noch immer gleich viele, man nimmt sie nur eher wahr[und filtert die andren eher aus], weil das lymbische System sie für uns wichtig und interessant erachtet...). Dieses Beispiel wendet sich dann auf unser ganzes Leben an. Wenn wir nur Leute getroffen haben die wir nicht ausstehen können, werden wir nach ihnen suchen und dabei die guten Freunde übersehen.

Man sieht eben nur, was man sehen will, selbst wenn man es nicht "will"...

#11


I
@ Marcus & Helpness:

Es ist schon mancher Schwachsinn im Namen der Religion in die Welt gesetzt worden, von der Idee der Laborratte bis zur Massenvernichtung war so ziemlich alles dabei.

#12


I
@ Markus:

Der Glaube unterscheidet sich aber vom "Denken" und "Wahrnehmen", er ist eine endere Bewußseinsebene.

Bei der Meditation werden Gedanken beiseite gelegt, nicht beachtet, um eine Wahrnehmung zu mobilisieren, die mit unseren Denkweisen absolut nichts gemeinsam hat.

#13


H
@ Markus :

Jesus hat real existiert (als Mensch, nicht als Sohn Gottes), damit beruht unsere Zahreszeit auf einer wirklichen Grundlage.
Jeder Mensch filtert seine Wahrnehmung nach seinen Erfahrungen (wozu auch der Glaube gehört), es geht ja auch gar nicht anders, sonst brauchten wir ein völlig leeres, und Informationsfreies Gehirn, um absolut objektiv Denken und Handeln zu können.

@ isis-z :

Die Laborratte ist doch nur ein Denkmodell (Vermehret euch und machet euch die Erde untertan, mal sehen was dann so passiert).
Die Kreuzzüge und die Hexenverbrennungen (u.v.m.) waren dagegen wirkliches Handeln von verblendeten Menschen, welches viele (zu viele) Opfer gekostet hat. Man sollte also diese Dinge nicht in einen Topf werfen.

Viele liebe Grüsse,

Helpness

#14


I
Der Laborratten-Versuch, die Kreuzzüge und die Hexenverbrennungen haben einen gemeinsamen Nenner, und zwar die Unbarmherzigkeit des Menschen, mit der er sich in spekulative Bereiche begibt um sich der Destruktivität zu bedienen. Destruktivität ist der Gegenpol zur Konstruktivität, weil es in der Natur niemals ein Vakuum geben kann. Ebenso ist "Das Böse" ganz einfach zu erklären, es ist die Nicht-Gegenwart "des Guten".

Zu diesen mangelhaften Denkweisen ist der Mensch in der Regel nicht fähig anzuerkennen, dass er zwar das bestentwicklelte Säugetier ist, das als Gattung über zusätzliche, vorher nicht da gewesene Gehirnfunktionen verfügt, eber sicher nicht imstande ist größere Zusammenhänge zu verstehen. Ob seine intelektuelle Wahrnehmungsfähigkeit 1% oder 10% ist, wer will das messen, wenn keiner die 100%-Marke kennt... (hat nichts mit der messbaren Gehirnkapazität zu tun) ... mehr würde ich uns übrigens auch nicht zutrauen.

Jesus kam und sagte laut, was schon vorher über Hunderte von Generationen weiter vermittelt wurde, ihr seid zwar klein, aber euer Herz kann groß sein. Wenn ihr darauf hört, werdet ihr alles verstehen und nichts mehr in euerem Leben falsch machen. Die gleiche Botschaft gibt´s in lila im Buddhismus. Such das Verstehen in dir selbst, dort findest du die Erlösung von jeglichem Irrtum.

Jeder hat die Freiheit daran zu glauben oder danach zu handeln. Das finde ich absolut menschenwürdig und das hat für mich mit einem Rattenversuch nichts gemeinsam. Dass er von euch nur als Beispiel erwähnt wurde und ihr diese Meinung nicht unbedingt vertritt, habe ich verstanden. Nur sage ich dazu, dass sich dieser Gedanke in seiner Perversität von dem Denken der mittelaterlichen Kirche kaum unterscheidet.

#15


C
Hallo Isis,

vielleicht finde ich ja hier eine Antwort.

Mein Problem im Umgang mit Gott ist, das sobald ich anfange seine Existenz zu ergründen sich rasend schnell immer neue Fragen entwickeln. Man komt schnell in den Bereich, wo man wohl nicht mehr Fragen soll, sondern nur noch die Wahl hat zu glauben oder halt nicht zu glauben.

Mich beunruhigt hierbei sehr die Frage wem ich eigentlich Glaube. Glaube ich einem Gott oder nur denen die mir seit 2000 Jahren etwas über einen Gott erzählen. Und das sind nur die Menschen, die aus einem in jeder Kultur vorhandenen "Gott" etwas anderes machen.

Manchmal befällt mich der Verdacht, das man schon früh in jeder Kultur merkte, das man das Leid in dieser Welt mitunter nur durch den Glauben an ein Überwesen ertragen kann. Im Sinne von in einem sogenannten "Danach" wird alles zur allgemeinen Zufriedenheit geregelt, wenn man die Spielregeln einhält. Auch mir fällt es schwer, die Schicksale der Menschen mit einem Göttlichen Plan zu Verechnen. An diesem Punkt komt man wohl mit dem Verstand nicht mehr weiter.

Und dennoch bin ich nicht bereit der Logik zu folgen und zu sagen, es kann keinen geben. Ich glaube auch nicht das sich alle Fragen in dieser Welt mit Naturwissenschaftlichen Erklärungen lösen lassen, Helpness.
Zwei Fragen werden immer bleiben. Was war vor dem nichts und wo ist das Ende.

In diesen Gedankenüberlegungen bleibt "MIR" immer nur die Konsequenz meine Überlegungen darüber einzustellen. Ein "Wunder" könnte dann als sehr hifreich empfunden werden....

Liebe Grüße

Chris

#16


H
Hallo !

@ isis-z :

Da ich nicht an einen bewusst und gezielt handelnden Gott glaube, gibt es in meinem Denken natürlich auch diesen Rattenversuch nicht wirklich. ES IST UND BLEIBT NUR EIN DENKMODELL (einzig und alleine um sich viele Seiten Text für die Umschreibung zu ersparen) !
Nur weil ich diesen Begriff von Chris übernommen habe, habe ich (weder in meinem Denken noch in meinem Handeln) morgen vor, einen mittelalterlichen Kreuzzug zu beginnen und Hexen zu verbrennen.

@ Chris :

Natürlich kann die Wissenschaft nicht alles erklären. Viele ernsthafte Wissenschaftler, sind durch die Grenzen ihrer Forschungsarbeiten, erst zu dem Glauben an einen Gott gekommen.
Irgend etwas kann es da schon geben. Nur den Gott, der bewusst alles erschaffen hat und alles steuern und überwachen kann, der das Gute belohnt und das "Böse" bestraft, der alte Mann mit einem weissen Bart also, an den glaube ich eben nicht.

Gott ist das Leben, das "Ding" in uns, das uns Sehen, Hören, Denken und Fühlen lässt. Der uns das Leben als wertvoll achten, und uns anderes Leben lieben lässt (u.v.m.).
In diesem Sinne glaube auch ich an Gott.

Viele liebe Grüsse,

Helpness

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

I
@ Helpness:

... letzteres wäre nach dieser öffentlichen Diskussion ganz schön unvorsichtig. Kreuzzüge verstoßen gegen das Versammlungs- und Waffengesetz. Es war NICHT dein Kopf gemeint.


@ Chris:

... du kommst leider ein paar Tage zu spät, unser Bekehrungs-Experte ist nicht mehr anwesend. In Sachen WUNDER kannst du ja selbst daraufhin arbeiten - wie wäre es z. B. mit dem PC-Auschalten? Ich habe es heute probiert, ging nicht. Wunder geschehen eben nicht alle Tage!

#18


H
Hallo isis-z !

Ich muss doch meine Kreuzzüge alleine machen, weil ich so einsam bin, und meine Waffen habe ich auch schon im Kampf gegen mich selbst verbraucht.
Mit dem Hexenverbrennen würde ich aber gerne heute Abend einmal klein anfangen. Zum Beispiel mit einem schönen Stück Fleisch auf dem Grill im Garten. Dazu einen selbstgemachten Nudelsalat.

Leider habe ich aber keinen Garten und daher auch keinen Grill, werde mich also erst einmal mit der Mikrowelle (gabs die schon im Mittelalter?) begnügen müssen.

Viele liebe Grüsse,

Helpness

#19


I
Hi Helpness,

das mit dem Grillen kenne ich, wohne ja auch in der Stadt. Aber einmal im Jahr werden doch auf dem Land Hexenfeuer geschürrt, da könnte man eventuell sein Stück Fleisch mitbringen, dann sind ja gleich zwei gute Taten auf einmal vollbracht: Die Hexe weg und dabei lecker Fleisch entstanden...

Einen Kreuzzug im Alleingang schaffst du nicht, da bist du wieder die Herausforderung für die GSG 9... weiß nicht ob der Therapeut dann noch was ausbügeln kann...

Ich wünsch´dir einen gesegneten Samstagabend und bon appétit!

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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