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Hi,
ich bin neu in diesem Forum, obwohl ich auch schon seit Jahrzehnten mit diesem Thema zu kämpfen habe. Vielleicht sind meine Fragen daher nicht neu, aber ich wäre trotzdem froh, Antworten zu bekommen:

Gab es bisher schon mal Versuche, Dating-Partys o.ä. nur für ABs zu organisieren? Vielleicht ist es für Menschen, die an denselben Problemen leiden, ja leichter, aufeinander zuzugehen und Verständnis und Vertrauen füreinander zu entwickeln.

Oder hat die Praxis gezeigt, falls es derartige Treffen oder Veranstaltungen bereits gab, dass die Aussichten für die Partnersuche dadurch nicht besser wurden? In dem Fall würden mich Erfahrungswerte sehr interessieren.

Gruß
Calimero

23.06.2009 15:18 • 05.08.2009 #1


131 Antworten ↓


Hallo Calimero77

Von solchen Treffen habe ich einmal in einem AB-Forum gelesen, hier ist mir nichts davon bekannt.

Ich selber bin ein Betroffener, 50 Jahre alt, noch niemals eine Liebesbeziehung oder Sex gehabt.
Wahrscheinlicher Grund: Beziehungs- und Verlustängste wegen prägender negativer Kindheitserlebnissen.

Das allgemeine Verständnis für diese Problematik ist aber leider auch hier im Forum kaum vorhanden, es betrifft einfach zu wenige.
Die meisten setzen absolut null Erfahrung mit wenig Erfahrung gleich, dabei sind dies völlig verschiedene Dinge mit entsprechenden Problematiken.

LG, omega

23.06.2009 17:13 • #2



Absolute Beginner-Singlepartys

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Schlafkappe
Hallo ihr Zwei,
ich glaube ihr macht euch einfach zu viele Gedanken. Wenn ihr mal an die Richtige kommt, gibt sich bestimmt alles von alleine. Einfach locker bleiben und offen auf die Frauen zugehen. Ihr müßt ja nicht gleich von Anfang an sagen, dass ihr keine Erfahrungen habt. Ich denke, dass es keiner Frau etwas ausmacht, wenn mal das Vertrauen da ist.
Also locker bleiben.

23.06.2009 20:10 • #3


Hallo Schlafkappe

Du bist gut, eine Frau merkt doch sofort, wenn ein 50 jähriger absolut keine Erfahrung hat.

Ansonsten hast du aber absolut recht, ich sehe das heute auch nicht mehr so eng, Vertrauen ist notwendig (das ist es sowieso, egal mit wie viel Erfahrung), und etwas Humor kann am Anfang wohl auch nicht schaden.

Es ist aber schwierig den richtigen Menschen dafür zu finden. Wenn man mit offenen Karten spielt (und das muss man), dann bekommen scheinbar die Frauen Angst sie könnten etwas kaputt machen.
Ich kenne eine (ganz liebe), und sie glaubt, ich würde zu Staub zerfallen (wie ein Vampir) wenn ich ihre Brüste berühren würde.

LG, omega

23.06.2009 20:33 • #4


Schlafkappe
Jaaaaa, Humor ist absolut wichtig bei einem Mann. Ich meine ja nur, dass ihr nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen müßt, wenn ihr eine Frau kennenlernt.
Omegaman, sie wird schon noch merken, dass nichts passiert, wenn du ihre Brüste streichelst. Das gibt sich. Hast ihr die Blumen geschickt?

23.06.2009 20:58 • #5


Danke Schlafkappe

Ich wollte damit auch eigentlich nur sagen, dass Frauen in dieser Sache wohl mittlerweile mehr Ängste als ich selber habe.

Ja, und mit dem Humor hast du recht.
Heute, wo ich anders über diese Sache denke (und fühle) als noch vor vielen Monaten, da denke ich manchmal, so etwas könnte (für beide) sogar wunderschön sein.
Nicht jedes leichte Schwindelgefühl, Kribbeln und Händezittern muss auch Angst sein, es kann auch ein schönes und neues Abendteuer werden.

(Die Blumen sind in Arbeit, aber Schweigen ist Gold )

LG, omega

23.06.2009 21:27 • #6


Zitat von omegaman:
Hallo Schlafkappe

Du bist gut, eine Frau merkt doch sofort, wenn ein 50 jähriger absolut keine Erfahrung hat.

Ansonsten hast du aber absolut recht, ich sehe das heute auch nicht mehr so eng, Vertrauen ist notwendig (das ist es sowieso, egal mit wie viel Erfahrung), und etwas Humor kann am Anfang wohl auch nicht schaden.

Es ist aber schwierig den richtigen Menschen dafür zu finden. Wenn man mit offenen Karten spielt (und das muss man), dann bekommen scheinbar die Frauen Angst sie könnten etwas kaputt machen.
Ich kenne eine (ganz liebe), und sie glaubt, ich würde zu Staub zerfallen (wie ein Vampir) wenn ich ihre Brüste berühren würde.

LG, omega


Das gefällt mir - Ein Sexpir also quasi

Ist nicht böse gemeint, hoffe, du verstehst es auch nicht falsch.

Vielleicht ist sie aber auch einfach selber ein bisschen unsicher und hat wenig Erfahrungen und ist deshalb so zurückhaltend?
Oder, sie denkt, dass dein erstes Mal jetzt besonders toll sein muss und macht sich deshalb selber Druck.
Frauen können da ganz kompliziert sein, gerade beim Sex, aber meistens auch einfach so.

Wobei, Sex mit Jungmännern ist nicht immer einfach, das kann ich bestätigen.

Aber du wirkst so liebenswert und nett hier, ich glaub, du bist auf einem guten Weg, dass es wirklich endlich mal klappt, sowohl mit der Liebe als auch mit dem Sex

Ich wünsch es dir jedenfalls von Herzen, denn du hast es verdient.

Alles Gute,
Pilongo

23.06.2009 21:48 • #7


Zitat von Calimero77:
Grundsätzlich würde ich dir zu einer Selbsthilfegruppe raten, allerdings muss ich zu bedenken geben, dass diese manchmal von verdeckten Ermittlern unterwandert werden, die die Möglichkeit, sich frei zu äußern, gleich wieder einschränken.

Zitat von Calimero77:
Gab es bisher schon mal Versuche, Dating-Partys o.ä. nur für ABs zu organisieren?

Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja. Aber es kamen nur verdeckte Anrufbeantworter und die konnten sich für eine Unterhaltung irgendwie nicht begeistern. Es fehlte einfach der Anschluss.

Frage nie, wer Igor ist.

Edit: Vielleicht solltest Du mal Igor treffen!

23.06.2009 22:28 • #8


Tausendfachen Dank Pilongo

Irgendwie scheine ich das grosse Abendteuer, was andere heute schon mit 14 oder 15 Lebensjahren erleben, noch vor mir zu haben.

Ich versuche es nun positiv zu sehen, und die vergangenen 50 Jahre als schöne Vorfreudezeit (wie etwa vor Weihnachten) und nicht als Zeit der Entbehrung zu betrachten.

LG, omega

24.06.2009 08:00 • #9


Also, das geht mir jetzt in eine ganz andere Richtung, als ich erwartet hatte. Im Grunde bezogen sich meine Fragen auf die Erfahrungswerte von ABs mit gruppenspezifischen Singletreffen.

Schlafkappe, deine Ratschläge sind sicher gut gemeint, aber als Außenstehender verstehst du nur wenig von der Situation der Menschen, die trotz wiederholter Kontaktversuche jahrzehntelang allein bleiben.

Ich bin schon seit 25 Jahren auf der Suche nach der Richtigen und habe mich mit Hunderten von Frauen zu Treffen verabredet, die in fast allen Fällen ergebnislos blieben. Seither frage ich mich, ob die Frauen mit bestimmten Merkmalen meiner Persönlichkeit nicht zurechtkommen. Vielleicht bin ich zu unsicher, zu wenig männlich, ohne ero. Ausstrahlung oder was auch immer. Sie sagen es einem ja leider nicht, wenn man mit ihnen am Tisch sitzt. Und sie darauf anzusprechen fällt mir eben auch sehr schwer. Daher würde ich mir wünschen, eine Frau mit ähnlichem Hintergrund zu treffen, eine, die meine Schwierigkeiten versteht. Und solche Frauen gibt es, irgendwo da draußen.

24.06.2009 08:20 • #10


Hallo...
Ich finde es mutig von Dir hier davon zu schreiben das Du noch nie Sex hattest...für viele von uns undenkbar.

Von deinem schreiben hier, denke ich das Du ein interessanter und ganz besonderer Mensch bist.
Die Frau die Dich mal bekommt kann sich glücklich schätzen....

In der heutigen Zeit wo Gefühle und Liebe auf der Strecke bleiben, denke ich ist es nicht wichtig wie ehrfahren man ist...sondern was man im Herzen trägt.

Lg.Eva

24.06.2009 08:22 • #11


Zitat:
Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja. Aber es kamen nur verdeckte Anrufbeantworter und die konnten sich für eine Unterhaltung irgendwie nicht begeistern. Es fehlte einfach der Anschluss.


Ha, ha, sehr witzig, Ixmugl! lol

Übrigens bezieht sich das erste Zitat auf ein ganz anderes Thema.

24.06.2009 08:25 • #12


Hallo Calimero77

Deine Aussagen und Fragen kenne ich nur allzugut von mir selber.

An Frauenfreundschaften und Treffen hat es in meinem Leben auch niemals gemangelt. Ich bin auch alles andere als Schüchtern oder Verklemmt. Und an Selbstbewustsein fehlt es mir auch absolut nicht.
Habe auch keine körperlichen Makel oder Ähnliches.

Aber den Satz:
"Du bist ein ganz lieber Kerl und ich mag dich und vertraue dir, könnte mit dir Pferde stehlen gehen aber niemals auch nur Händchen halten", den habe ich nun auch schon 50 Jahre lang gehört, er tut mir nur noch in den Ohren und im Herzen weh.

Mir ist aber heute auch klar, dass ich diese weiblichen Reaktionen durch mein Schutzverhalten (wegen meiner Beziehungs- und Verlustangst), selber ausgelöst habe.

Darf ich dich bitte fragen, wie alt du heute bist?

@ Schlafkappe und Chaosfee (an alle Frauen dieser Welt):

Natürlich finden wir irgendwann einmal eine liebe Frau, die uns sagt, dass wir liebe Menschen sind, und irgendwann einmal eine liebe Frau finden werden, die uns sagt dass wir liebe Menschen sind und irgendwann eine liebe Frau finden werden ...

LG, omega

24.06.2009 10:05 • #13


Ja, bei diesem Thema sind schnell alle weg ...

24.06.2009 11:44 • #14


Nene...
mich macht das Thema sehr nachdenklich.....


lg.Eva

24.06.2009 11:59 • #15


Hallo Chaosfee

Mich als Betroffener natürlich auch, es war mit ein Grund, warum ich vor etwa einem Jahr anfing, in Foren Hilfe zu suchen.

Wir hatten dieses Thema hier auch im vergangenen Jahr schon öfter.
Meistens gab es Ratschläge wie "Zeitungs/Internetinserate, Singleclubs, Fitnessstudio oder Kloster, diese sind natürlich alle gut gemeint, gehen aber an der eigentlichen Problematik des Betroffenen völlig vorbei.

Die Threads endeten dann meistens im Nirgendwo.

LG, omega

24.06.2009 12:25 • #16


Finde ich schade...
hast Du Dir denn mal schon Gedanken gemacht warum es so ist?
Du bist ja nicht Kontaktscheu oder gehst den Frauen aus dem Weg.

lg.
Von Singlebörsen und so halte ich nicht viel,da ist so viel Müll unterwegs.
Ich denke mal es ist Schicksal wann der richtige Mensch in unser Leben tritt,man darf und kann es nicht erzwingen und dannach suchen sollte man auch nicht...

24.06.2009 12:35 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Liebe Vorschreiber,

auch ich bin auf der Suche nach einem Partner, der mich und meine Problematik zumindest im Ansatz verstehen könnte. Leider ist dies mir seit nunmehr 9 Jahren nicht geglückt, wodurch ich mich auch noch immer mehr isoliert habe und nun die meiste Zeit im Haus verbringe. Natürlich wird niemals ein "Prinz" an meine Tür klopfen. Von Online-Dating und Single-Börsen halte ich allerdings nichts viel. Diese Plattformen sind für uns psychisch vorgeschädigten Menschen das reine Gift, da das Vertrauen sehr oft missbraucht wird. Nun überlege ich, ob ich mich einem kirchlichen Kreis anschließen sollte, obwohl ich nicht überzeugt gläubig bin. Ich erhoffe mir dort ein wenig mehr Menschlichkeit und Zuspruch, auch ohne Job und mit dem Stigma: Psycho!

Hat in dieser Richtung jemand von Euch bereits Erfahrungen gesammelt?

Euch einen guten Tag

Elsa

24.06.2009 13:01 • #18


Hallo Chaosfee

Ich habe von den Ursachen/Gründen bereits etwas in Kurzform geschrieben.
Es sind Beziehungs- und Verlustängste, die durch eine Kette von traumatischen Kindheitserfahrungen bei mir angelegt wurden.
Diese führen bei mir zu einer Ausstrahlung (Vermeidungs-Verhalten), welches mich als Liebespartner für Frauen ausschliesst.

Heute arbeite ich an dem Erkennen und Verändern dieses Musters.

Aber eine Internet oder Zeitungsanzeige (oder Ähnliches) wäre, selbst bei vollem Erfolg, immer noch so, als ob ein Blinder einen Farbfernseher in einer Verlosung gewinnt. Daher ist auch dieses Thema für Nichtbetroffene so gut wie nicht zu verstehen.

LG, omega

24.06.2009 14:13 • #19


Ich sehe, Viele von euch träumen wohl davon, dass es den oder die einzig Richtige gibt.
Ich glaube, von dem Gedanken muss man sich lösen.

Ich hatte auch lange Zeit die Hoffnung, dass es den Mister Perfect gibt, aber das ist einfach Schwachsinn.
Es gibt alleine in Deutschland 82 Mio. und ein paar zerquetschte Menschen. Da genau den Einen Menschen zu finden, der zu einem passt, das geht nicht. Den Einen gibt es auch nicht.
Das deken wir uns nur so gerne.

Viele denken auch, Beziehungen müssten romantisch und kitschig sein, wie im Film. Ich wollte auch immer Filmbeziehungen, aber auch das geht nicht.

Hab mich inzwischen von diesen Gedanken gelöst und eine ganz neue Theorie entwickelt:

Man kann nie vorher wissen, ob eine Beziehung funktioniert oder nicht. Es nutzt also nichts, sich vorher schon darüber Gedanken zu machen, es nutzt auch nichts, zu planen, wie es weiter geht.
Ob es klappt oder nicht, findet man nur raus, indem man eine Beziehung anfängt. Alles andere zeigt dann die Zeit.
Und ja, es ist wie als würde man ins trübe Wasser springen in der Hoffnung, dass da keine spitzen Felsen sind und in der Ungewissheit, ob man überhaupt schwimmen kann.
Aber so ist es. So ist die Liebe

Das Springen wird wohl schwerer, je öfter man sich schonmal an den Steinen gestoßen hat. Ich hatte auch etliche schlechte Erfahrungen mit Männern, aber ich hab die Hoffnung nie aufgegeben, dass es doch mal klappen kann. Denn jeder Tümpel ist Anders, also nutzt es nichts, sich an alte Narben und alte Tümpel zu erinnern, denn man springt ja immer wieder in einen Anderen.
(Es ist keine schöne Metapher, aber für mich reicht es.)

Meine zweite Theorie ist, dass es nicht die Menschen sind, die die Beziehung ausmachen, sondern die gegenseitige Toleranz.

Ich bin seit zwei Jahren mit einem Mann zusammen, der nie mehr als zwei Tage die Woche Zeit für mich hat. Früher hab ich mich dann zurückgewiesen gefühlt, so, als müsse ich hinter seiner Arbeit zurück stehen. Heute ist das nicht mehr so, denn heute weiß ich, dass er einfach viel arbeitet und dazwischen viel Zeit für sich braucht. Das hab ich zu akzeptieren und zu tolerieren gelernt, und seitdem bin ich glücklicher als jemals zuvor

Wären wir beide von anfang an so gelieben, wie wir waren, dann hätte es nie geklappt. Aber wir haben usn beide weiter entwickelt, einander angepasst, und viel Toleranz gelernt, für den jeweils Anderen.
Und dann geht es auch.
Drum macht es wenig Sinn, vorher schon den potenziellen Partner abzuchecken, denn in einer Beziehung verändern sich Beide im Laufe der Zeit.

Ich bin jetzt ein völlig andrer Mensch als vor 2 Jahren, und einen Großteil meiner Entwicklung verdanke ich dieser Beziehung und da bin ich auch echt froh drüber.
Auch mein Freund kriegt oft von Anderen zu hören, dass er viel ausgeglichener und ruhiger ist, seit er mich kennt, und mir geht es genau so.

Ich glaub, man muss sich den Sprung ins kalte Wasser, in den trüben Tümpel der Liebe, einfach trauen. Manchmal tut's weh, manchmal gelingt's, manchmal länger, manchmal kürzer, dann geht man wieder auseinander.. so ist das.

Man muss da einfach lernen, nicht zu planen, nicht die Zukunft zu fürchten und nicht mehr in die Vergangenheit zu schauen.
Die Beziehung ist jetzt und heute.
Ich weiß nicht, wie lange ich mit menem Freund zusammen bin, ich plane nicht, ihn zu heiraten, ich plane keine kinder, nichtmal eine gemeinsame Wohnung. Das Einzige, was wir mal Beide haben wollen, ist eine Katze. Mehr nicht. Unsere einzige Zukunftsplanung ist eine Katze, und auch da weiß ich nicht, wann, ob Männlein oder weiblein, welche Farbe, welches alter.. ist auch ganz egal

Wenn wir uns einmal die Woche treffen, dann zählt für mich dieses eine Treffen. Ich erinnere mich nicht an die ganzen Kerle, die ihre Wut an mir ausgelassen oder mich wie eine Trophäe behandelt haben und nicht an die, für die ich nach einmal Sex quasi gestorben bin. Denn jede Beziehun ist neu, und jeder Mensch ist anders.
Und das einzige, was dann zählt, ist, dass man beisammen sein kann und glücklich ist. Mehr nicht. Nur das.

Das ist ein ganz krasses Jetzt-Denken, das ich entwickelt hab, wohl auch durch den plötzlichen Tod meines Papas. Denn keiner kann mir garantieren, dass mein Freund Morgen noch lebt oder nicht ich den Löffel abgeben muss. Wir sind jung, klar, aber das schützt auch nicht.
Für mich hab ich durch das Jetzt-Denken viele Probleme und Zwänge und viel Druck einfach ablegen können, und ich glaube, wenn man versucht, die Vergangenheit so weit wie möglich ruhen zu lassen, dann kann man auch den Schritt nach Vorne wagen und eine schöne Beziehung führen.

So, ich möchte nicht altklug erscheinen, denn ich verstehe wohl nicht wirklich, was in euch vorgeht, wieso ihr so lange alleine geblieben seid, obwohl ihr doch so viele Kontakte geknüpft habt.
Aber vielleicht hilft euch ja die Metapher mit dem Tümpel

Ich weiß übrigens nicht, ob es gut ist, wenn man als arg sensibler Mensch mit einem ebenso sensiblen Menschen zusammen ist. Da gibt es, glaube ich, mehr Reibefläche als in einer normalen Beziehung.
Ich z.B. bin froh, dass mein Freund so ein Kopfmensch ist, das hat mir mit meiner Panikstörung sehr geholfen. Da trafen echt zwei Welten aufeinander, teilweise, aber das war auch gut so.
Denn mit Menschen, die noch keine großen seelischen Dramen hinter sich haben, kann es einem auch nicht passieren, dass man sich gegenseitig runter zieht oder in eine Spirale aus Problemen kommt.
Also, meine Meinung wäre das.
Muss freilich jeder für sich entscheiden.
Aber ich täte nicht mit jemandem zusammen sein wollen, der genauso emotional ist wie ich - das wär die Hölle

Alles Gute,
Pilongo

24.06.2009 15:23 • #20



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