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P
Achja: Und Singlebörsen sind dann gut, wenn man keine Erwartungen hat, denke ich, und allzu viele Erwartungen darf man auch nicht in eine Beziehung mit rein nehmen, sonst geht sie kaputt.
Ich hab in der Singlebörse manch komische Gestalt kennen gelernt.
Von Hei ich hab ein 20cm P. wie wärs willst mal probieren? bis Hallo! Ich bin ein lustiger Seebär (56) aus Hamburg! war alles dabei. Wohlgemerkt, damals war ich 18/19. Hat den Seebären net gestört
Es waren auch komische Typen dabei, aber auch ein Konditor, der mir eine Herzrorte gebacken hat, und ein Zivi, der mir jeden Tag Lieder auf dem Klavier vorgespielt und mich dabei angehimmelt hat.
Man weiß nicht, was einen da erwartet -drum ist es ja so spannend!
Und meinen Freund hab ich dort übrigens auch kennen gelernt

Ausgenutzt kam ich mir da nicht vor, ich war ja nicht auf der suche nach was Festem, ich wollte einfach jemanden kennen lernen und es mir gut gehen lassen, und das hab ich getan und dabei war die Börse echt hilfreich.

Aber für Menschen, die was Festes suchen, kann es vielleicht frustrierend sein.

24.06.2009 15:30 • #21


C
Hallo omegaman

Also, ich bin 42 J. alt. Im Grunde bin ich kein waschechter AB, ich hatte schon Beziehungen. Die sind aber alle schon nach wenigen Wochen oder Monaten gescheitert, aus den unterschiedlichsten Gründen. Zwischen diesen „Eruptionen“ meines Lebens liegen durchschnittlich 3 bis 4 partnerlose Jahre. Während dieser ganzen Zeit verfolgte ich ständig den Wunsch, eine Familie zu gründen, Kinder zu haben. So langsam verlässt mich die Hoffnung, dass daraus noch etwas wird.
Aus diesem Grund scheint es mir, dass ich den Beziehungslosen ziemlich nahe stehe.

So wie Du habe ich auch genügend Erfahrungen als Kumpel-Typ hinter mir. Die Frauen, denen ich nachgelaufen bin - monatelang, jahrelang - kann ich gar nicht mehr zählen. Doch davon habe ich mich zum Glück inzwischen frei gemacht. Ich durchschaue diese Psychofalle mittlerweile erheblich schneller als früher.

Eines meiner Hauptprobleme liegt wahrscheinlich darin, dass ich durch demütigende Erfahrungen in der Schulzeit darauf konditioniert wurde, stets den Anschein zu vermeiden, von der Frau etwas zu wollen, d.h. sie ero. anziehend zu finden. Ich will um jeden Preis vermeiden, dass die Frau mich für einen Anmachertyp hält, sich womöglich noch belästigt fühlt. Deshalb stolpere ich immer wieder in die Rolle des „netten“, harmlosen und verständnisvollen Typen, dem man als Frau alle Probleme mitteilen kann, weil man von ihm ja nichts zu befürchten hat.

24.06.2009 15:55 • #22


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Absolute Beginner-Singlepartys

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Hallo Calimero77

Das Vermeiden, dass die Frauen denken, ich könnte etwas von ihnen wollen, hat auch mein Leben bestimmt.
Bei mir war es eben nur nicht die Schulzeit, sondern die Erlebnisse aus der frühen und späteren Kindheit, die mich aus Angst so haben wirken lassen (Schutzverhalten, Vermeidung und auch Verbot).

Heute weiss ich es besser, und ich versuche an diesem Punkt gegenzusteuern.

Selbst in der Tatsache, bisher keinerlei sexuelle Erfahrung zu haben, sehe ich kein Makel mehr, sondern eher die Chance auf wundereschöne neue Erlebnisse (auch für die mögliche Frau). Es hat allerdings wirklich fast 50 Jahre gedauert, dies zu erkennen.

Nun ja, Kumpelfreundschaft sehe ich nicht unbedingt als Psychofalle, Freundschaften sind etwas sehr wichtiges und wertvolles. Natürlich möchte man bei irgend einem Menschen irgend wann im Leben auch einmal etwas anderes bekommen.

@Pilongo:

Dein ausführlicher Beitrag ist mir Sicherheit nicht falsch, er geht aber an der hier erörterten Problematik völlig vorbei.

LG, omega

24.06.2009 17:38 • #23


O
So, und wieder eine Nacht, in der all meine Liebe und Zärtlichkeit nur der TV Fernsteuerung zugute kommt, und irgendwo auf dieser Welt eine liebe Frau die Nacht ihres Lebens verpasst.

LG, omega

24.06.2009 20:25 • #24


P
Du kannst ja mal rausgehen, schauen, wo in den Häusern und Wohnungen der Fernseher läuft, und einfach ans Fenster klopfen und fragen, ob die Dame des Hauses nicht lieber was Anderes machen würde

Hat bei mir mal jemand gemacht, fand ich sehr romantisch.
(Allerdings wusste der, wo ich wohne, und war kein völlig Fremder.)
Aber Frauen lieben solche romantischen Sachen einfach.
Ein Mann, der plötzlich auftaucht wie ein Ritter in schimmernder Rüstung, gerade dann, wenn man ihn sich wünscht -das ist für uns das Höchste.

Alles Gute,
Pilongo

24.06.2009 20:35 • #25


Schlafkappe
Ach Omegaman,
da verpasst ja eine wirklich was. Mach doch an den Blumenstrauß mal eine Wegbeschreibung, und mach nen roten Kreis um dein Fenster. Vielleicht klopft sie ja mal an dein Fenster.
Schlaft gut!

24.06.2009 22:22 • #26


O
Hallo Schlafkappe

Danke für deine lieben Worte.

Manchmal, wenn ich so die Beziehungs- und Liebesgeschichten von anderen Leuten höre (Unzufriedenheit), dann denke ich für einen kurzen Moment wirklich so.
Natürlich kann ich bei mir nicht genau wissen, wie es wirklich wäre, dazu fehlt die reale Erfahrung.

Aber auch ohne Praxiserfahrung habe ich sehr viel Erfahrung. Ich habe viele Jahre, völlig ohne eigene Vorurteile, beobachtet. Und ich habe mich selber (mein Fühlen, Denken und auch meinen Körper) sehr gut kennengelernt.


@Pilongo:

Auch deine Worte sind sehr schön, und sie sprechen eine wahre Sache aus.

Es gibt bestimmt eine unmenge Menschen (Frauen wie Männer), die Abends alleine Zuhause vor dem TV sitzen, und sich nach anderen Menschen sehnen. Hinter vielen Fenstern, wo Abends das blaue Flackern des Fernsehers zu sehen ist, wohnt auch eine grosse Sehnsucht nach menschlicher Nähe.

LG, omega

25.06.2009 07:00 • #27


C
Hallo omega,

Freundschaften mit Frauen können sehr schön sein, man lernt auch viel von der unterschiedlichen Sichtweise des anderen Geschlechts. Als Falle betrachte ich aber den Zustand, wenn ein Mann dauerhaft eine Frau begehrt, die nur Freundschaft will, sich vor jeder Begegnung neue Hoffnungen macht und jedes Mal enttäuscht wird. Aus Angst, die Frau zu verlieren, spielt er für sie weiterhin den guten Freund und leugnet seine wahren Gefühle, während er immerzu auf Signale wartet, die ihm mehr als Freundschaft versprechen. Auf diese Weise geraten manche Männer an die Grenze ihrer Leidensfähigkeit und nicht selten darüber hinaus.

Ich bewundere Deinen Optimismus, und finde es gut, dass Du aus Deiner entbehrungsreichen Zeit hilfreiche Erfahrungen gewonnen hast, die Dich weitergebracht haben.


Hallo Pilongo,

an der Tür einer fremden alleinstehenden Frau zu klingeln und ihr Angebote zu machen, würde ich mit STALKING umschreiben. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass nahezu jede Frau dies so beurteilen würde. Wenn man die Straße durchgeklingelt hat, bekommt man bestimmt ein Rendezvous, aber höchstwahrscheinlich mit den grünen Männern.

25.06.2009 10:37 • #28


O
Hallo Calimero77

Die Situation mit einer Frau befreundet zu sein, für die man Gefühle entwickelt hat und von der man daher mehr als nur Freunschaft erwartet, kenne ich auch nur zu gut aus vergangenen Zeiten (Frustfaktor über ca. 30 Jahre = 100%).

Zu der Angst, die Frau als Freund zu verlieren, kam bei mir natürlich auch noch das Vermeidungsverhalten (die Beziehungsangst) dazu.

Meine letzte grosse Liebe war 2001 eine Mitpatientin im psychosomatischen Krankenhaus. Sie war wegen Missbrauchs dort und sexuell auf Frauen ausgerichtet (gleichgeschlechtlich), wir waren etwa 3 Jahre lang sehr gut befreundet und haben sehr viel zusammen unternommen.
Als ich ihr meine Gefühle eingestanden habe, war sie natürlich völlig überfordert.

Heute will ich eventuelle Zuneigungsgefühlen nicht mehr unterdrücken, ich will sie aussprechen. Den Satz: Ich liebe dich aus meinem Mund, kann ich mir aber irgendwie immer noch nicht (im Gegensatz zu Sex) wirklich vorstellen, ohne dabei vor Angst zu sterben.

LG, omega

25.06.2009 11:38 • #29


C
Hallo omega,

worin besteht im Wesentlichen deine Beziehungsangst? Fürchtest du, in einer Beziehung überfordert zu sein, so dass du sie gleich immer abwehrst, wenn sie sich anbahnen könnte? Wenn ja, was könnte in der Beziehung so Schlimmes passieren, was dich mehr belasten würde als dein Alleinsein?

Den Vorsatz, meine Gefühle verbal zu vermitteln, wenn ich sie schon nicht anders rüberbringen kann, hatte ich auch schon. Und ein paar Mal ist es mir auch gelungen. Hier ging es vorwiegend darum, meine Unsicherheit zuzugeben, was ja indirekt auch ein Hinweis auf ein Interesse ist.
Aber jetzt erinnere ich mich auch daran, dass ich einigen Frauen, die ich schon ein paar Mal getroffen hatte, ganz offen (im Brief oder auch eye-to-eye) gesagt habe, was ich für sie empfinde. Das ging von „Ich hab’ dich irgendwie gern“ bis zu „Ich weiß nun, dass ich dich liebe“. Und manchmal haben diese Sätze den entscheidenden Ausschlag gegeben zusammenzukommen. Die anderen Male, wo ich einen Korb bekam, wurde aber mit viel Verständnis und Mitgefühl reagiert. Also, es besteht eigentlich kein Grund, vor dieser Selbstoffenbarung Angst zu haben. Ich muss mir aber auch immer wieder selbst sagen, dass die Frau sich in Wirklichkeit schon längst entschieden hat, ob sie mit mir will oder nicht, auch wenn sie es noch nicht ausgesprochen hat. Es gibt also nichts dadurch zu retten, dass man weiterhin so tut, als wolle man von ihr gar nichts.

LG,
Calimero

25.06.2009 14:48 • #30


O
Hallo Calimero77

Ich möchte, aus persönlichen Gründen, hier im Forum nicht meine ganze Kindheitsgeschichte posten, mit ihr würde sich aber vieles fast von selbst erklären.

Meine Ängste sind natürlich keine wirklichen Ängste vor Frauen, ich liebe Frauen und meine besten Freunde waren Frauen.
Es ist die Angst vor emotionaler Abhängigkeit, und die Angst, zu viel für das auch geliebt werden geben zu müssen (als Kind war ich Spielball meiner Mutter und wurde emotional Missbraucht, bekam darüber hinaus jahrelang zu hören ich sei eine Missgeburt und Dreck).
Und dann ist da die grosse Angst, diese geliebte Person wieder zu verlieren, diese Angst überlagert alle natürlichen Triebe und menschlichen Sehnsüchte bei mir.
Meine ersten drei Lebensmonate habe ich völlig isoliert in einer Art Brutkasten zugebracht, möglicherweise bestehen da Zusammenhänge, ein Psychologe hat dies zumindest einmal vermutet.

Ich arbeite aber heute (soweit dies alleine geht) intensiv an dieser ganzen Problematik, und ich habe auch schon Fortschritte gemacht. 50 Jahre alte Strukturen und Ängste lassen sich aber nicht über Nacht umändern.

Ich habe dich gern und/oder Ich mag dich (auch du fehlst mir) kann ich übrigens heute schon laut sagen oder schreiben.
Das ist für die meisten Menschen selbstverständlich, aber für mich eine neue Welt.

LG, omega

25.06.2009 17:07 • #31


I
Zitat von Calimero77:
Ich weiß nun, dass ich dich liebe. Und manchmal haben diese Sätze den entscheidenden Ausschlag gegeben zusammenzukommen.

Und dann? *lechz*

Ich mein, wenn Du sie schon mal im Bett hast, dann kommt das Unvermeidliche und das wars im Wesentlichen auch schon auf der körperlichen Ebene.

Und dann ging die Beziehung aus verschiedensten Gründen *grübel* wieder auseinander. Aha. Ähä? Es gibt Paare die heiraten zuerst und dann gehts erst ins Bett, was eben einen wesentlichen Teil ihres Beziehungsklebstoffs ausmacht.

Mal unter uns Pfarrerstöchtern: Ich glaub, Du hast eher zuviel Erfahrung, als zu wenig. Manche Frauen merken am Verhalten, wenn einer sich bereits mit mehr als hundert Frauen getroffen hat. Irgendwie siebter Sinn, vielleicht weil die Performance auf neudeutsch zu professionell wirkt.

Ich hab den Verdacht, auch ein verdeckter Ermittler zu sein. *sonnenbrilleaufsetz* Ich werde es herausfinden... Mal Igor fragen...

25.06.2009 19:44 • #32


O
Hallo Ixmugl

Ich glaube, auch ohne grosse Eigenerfahrung, die Zeiten wo man verheiratet sein muss, um körperliche Liebe machen zu dürfen, sind vorbei.

Zum Sex mus auch nicht unbedingt die absolut grosse Liebe gehören, aber viel Vertrauen und ein mindestmass an menschlicher Zuneigung wären schön (bei mir sogar Bedingung).

In einem Punkt hast du aber absolut recht:
Frauen merken SOFORT, wenn ein Mann wenig (oder absolut keine) Erfahrung in diesen Dingen hat. Umgekeht wird es theorethisch wahrscheinlich genau so sein, aber das ist wie gesagt Theorie, oder kennst du eine 50 jährige Jungfrau?

LG, omega

26.06.2009 07:14 • #33


Schlafkappe
Hallo,
also noch einmal, Erfahrung hin oder her. Eine Frau, die euch mag, wegen eurer Art, eurem Humor, oder weil einfach die Chemie stimmt, für die mag es doch vielleicht auch mal eine Herausforderung sein, euch etwas schönes zu zeigen und zusammen glücklich zu werden. Laßt jetzt mal eure Nichterfahrung weg und seid einfach offen für was Neues.
Alles Gute dabei!

26.06.2009 13:45 • #34


S
Ich denke nicht das man den Männern oder Frauen anmerken kann ,ob oder wieviel erfahrung man hat .Es gibt auch ganz bestimmt Frauen die im hohen Alter noch keine erfahrung haben .lg sorpi

26.06.2009 14:23 • #35


P
Zitat von sorpi:
Ich denke nicht das man den Männern oder Frauen anmerken kann ,ob oder wieviel erfahrung man hat .Es gibt auch ganz bestimmt Frauen die im hohen Alter noch keine erfahrung haben .lg sorpi


Das glaub ich aber auch.

Und es gibt auch Männer, die Jungfrauen sind und mit denen frau besseren Sex hat als mit alten Hasen.

Man merkt die Erfahrung keinem Mann an.
Das Einzige, was man merkt, ist, ob ein Mann Selbstvertrauen hat oder nicht. Und da das wohl mit der Erfahrung einher geht, ändert sich bei Männern, die sich unerfahren fühlen, bestimmt auch die Ausstrahlung -und das merkt frau dann aber sofort.
Das ist es wohl, was ihr meint.

Die Erfahrung selber merkt man einem Mann nämlich gar nicht an.
Das Selbstbewusstsein aber sehr wohl.

Liebe Grüße,
Pilongo

26.06.2009 15:00 • #36


O
Hallo und Danke euch allen.

Seit einiger Zeit denke (und fühle) ich genau so.
Die Unerfahrenheit, die ich jahrelang als Manko erlebt habe, und die sehr viel mit dazu beigetragen hat, dass ich mich immer mehr von der Welt zurückgezogen hatte, die sehe ich heute sogar teilweise als positiv.

Mit dem heutigen Erwachsenengehirn lassen sich neue Freuden und Welten doch viel intensiver und kreativer ausleben und empfinden, wie mit einem flüchtigen Jugendgehirn.
Und so unterschiedlich sind die Körper von Mann und Frau nicht (bei der Sprache, da liegen die wirklich grossen Unterschiede), man muss nur etwas anatomisch umdenken (und meinen Körper kenne ich sehr gut), der Rest ist Achtsamkeit, Forscherinstinkt und ... kaputte Uhren (etwas Geduld am Anfang).

Und das bischen (wirklich nur ein bischen?) Angst, was mir da noch selbst im Wege steht, bekommt die Zähne gezeigt.

LG, omega

26.06.2009 15:53 • #37

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S
na dann wünsche ich dir ganz viel spaß beim Forschen.Du wirst dann merken das du keine Angst davor haben mußt .lg sorpi

26.06.2009 17:24 • #38


O
Dein Wort in Gottes Ohren sorpi

26.06.2009 19:15 • #39


S
besser in dein Ohr
es gibt auch Männer die Erfahrung haben und beim ersten Sex ,mit einer neuen Frau versagen (blödes Wort dafür ) hab ich schon erlebt .Die sind dann auch nervös ,dann schmust ,kuschelt man halt .Und dann geht von alleine oder halt nicht .In meinem Fall ging es dann doch und er hat sich bedankt ,das ich ihn nicht ausgelacht habe ,was ich geschmacklos und dumm halte.Also mach dir keine Gedanke und versuchs .lg sorpi

27.06.2009 07:51 • #40


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