39

Cortez

Cortez

117
2
101
Wie der Titel schon sagt, befinde ich mich in einer extrem unangenehmen und nahezu unaushaltbaren Situation in der alles negativ und schlecht ist, vor allem ich selbst. Ich schaffe nichts mehr und hasse mich dafür. Will Ruhe und es nicht so ernst nehmen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wieso kann das nicht mal aufhören, das habe ich schon mein Leben lang, aber es wird ja nur noch schlimmer und die Hoffnung an alles Gute wofür es sich lohnt zu leben ist nicht mehr erlebbar, Glück und Zufriedenheit ist verboten, gerade beim schreiben frage ich mich selbst warum ich hier diesen Text schreibe, bringt doch sowieso nichts, was sollte es ändern? Ich fühle mich so leer und psychisch am Abgrund. Jede noch so kleine Sache erscheint mir unüberwindbar und unmöglich zu schaffen. Ich sehe überall nur das schlechte und ich komme aus diesem Teufelskreis nicht mehr raus. Habe auch überlegt mich - das erste mal überhaupt- einweisen zu lassen bevor noch etwas nicht revidierbares geschieht. Ich habe die Lust am Leben die letzten Jahre nach und nach verloren, wie gesagt depressiv war ich wohl schon als Kind, spätestens ab der Pubertät wurde diese dann mein ständiger Begleiter. Durch gewisse Ereignisse in der Familie und im Privaten habe ich die letzten 5-6 Jahre immer weiter an Boden verloren und habe nur noch funktioniert und jetzt geht nichts mehr. Nicht mal duschen, Haushalt, einkaufen.. will mich abschotten und isolieren und irgendwie zur Ruhe kommen, aber ich reite mich immer weiter in die Sche***e ich weiß nicht mehr wie es weitergehen soll und ob ihcn icht endlich aufgeben sollte.

24.01.2019 23:04 • 20.05.2019 x 1 #1


39 Antworten ↓


aldia249

aldia249


1466
11
759
Zitat von Cortez:
Wie der Titel schon sagt, befinde ich mich in einer extrem unangenehmen und nahezu unaushaltbaren Situation in der alles negativ und schlecht ist, vor allem ich selbst. Ich schaffe nichts mehr und hasse mich dafür. Will Ruhe und es nicht so ernst nehmen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wieso kann das nicht mal aufhören, das habe ich schon mein Leben lang, aber es wird ja nur noch schlimmer und die Hoffnung an alles Gute wofür es sich lohnt zu leben ist nicht mehr erlebbar, Glück und Zufriedenheit ist verboten, gerade beim schreiben frage ich mich selbst warum ich hier diesen Text schreibe, bringt doch sowieso nichts, was sollte es ändern? Ich fühle mich so leer und psychisch am Abgrund. Jede noch so kleine Sache erscheint mir unüberwindbar und unmöglich zu schaffen. Ich sehe überall nur das schlechte und ich komme aus diesem Teufelskreis nicht mehr raus. Habe auch überlegt mich - das erste mal überhaupt- einweisen zu lassen bevor noch etwas nicht revidierbares geschieht. Ich habe die Lust am Leben die letzten Jahre nach und nach verloren, wie gesagt depressiv war ich wohl schon als Kind, spätestens ab der Pubertät wurde diese dann mein ständiger Begleiter. Durch gewisse Ereignisse in der Familie und im Privaten habe ich die letzten 5-6 Jahre immer weiter an Boden verloren und habe nur noch funktioniert und jetzt geht nichts mehr. Nicht mal duschen, Haushalt, einkaufen.. will mich abschotten und isolieren und irgendwie zur Ruhe kommen, aber ich reite mich immer weiter in die Sche***e ich weiß nicht mehr wie es weitergehen soll und ob ihcn icht endlich aufgeben sollte.

Nein.! Das sollst du nicht. Du gibst nicht auf. Auch wenn alles manchmal beschissen und hoffnungslos erscheint, gibt es immer irgendwo auf dieser manchmal noch so beschissenen Welt, für dass es sich lohnt zu leben. Für mich klingt es so, als ob du noch nie richtig behandelt würdest. Was hast du bereits unternommen?
Ich würde dir raten, dir um eine Reha Gedanken zu machen, wenn es zeitlich geht. Wenn es zu akut ist, eher Einweisung.
Egal welchen Weg du wählst, Es ist nie zu spät anzufangen! Du bist nicht allein. Fühl dich gedrückt.

24.01.2019 23:56 • x 3 #2


Cortez

Cortez


117
2
101
Danke Dir @aldia249

Das Problem ist, dass es keine Phase oder Episode ist, auch wenn es wohl eine schwere depressive Phase ist. Das Problem ist, dass es konstant ist. Diese Leere kommt früher oder später.

Ich war in einer Reha und die war gelinde gesagt und damit habe ich gerechnet für den Ars... ich hatte mehrere Behandlungen suche gerade nach einem Platz frühestens ab April wäre da was frei und in einer Tagesklinik bin ich auch angemeldet seit über 2 Monaten, obwohl ich mich dafür auch nicht gut fühle.

25.01.2019 00:21 • #3


aldia249

aldia249


1466
11
759
Hallo lieber Cortez,

ohne eine passende Behandlung ist auch nicht zu erwarten, dass es besser wird.. Leider. das ist der Mist an der Sache.
Tut mir Leid, dass deine Reha für den A.. war. Das hört man ab und zu (muss aber ischer nicht der Regelfall sein)
vielleicht bist du aktuell nicht mal therapiefähig, weil du noch nicht stabil genug bist. könnte auch das ein Grund sein?
Nimmst du Medikamente?! Ich denke, für den Übergang könnte das eine gute Lösung sein. LG

25.01.2019 00:35 • x 1 #4


Cortez

Cortez


117
2
101
Ja ich fühle mich wenn dann nur gesprächstherapiefähig, obwohl das auch schon anstrengend ist. Ich nehme seit vielen Jahren ADs, angstlindernd waren/sind sie, denn Panikattacken hatte ich seitdem sogut wie nie, aber die Depris sind unerträglich. Eine graue Wolke über mir, Erschöpfung und Antriebsloskeit sind keine Seltenheit.

25.01.2019 01:36 • x 1 #5


petrus57

petrus57


14322
158
8073
Moin Cortez

Hast du es schon mal mit Bewegung versucht? Du reicht schon einfaches zügiges spazieren gehen. Ich mache dies 4 mal am Tag.

Bei mir war es ja auch so, dass mir alles schwer fiel. Jetzt geht es wieder einigermaßen. Bin zwar kein Ausbund von Motivation geworden aber es sieht nicht mehr alles so finster aus.

25.01.2019 09:05 • x 2 #6


aldia249

aldia249


1466
11
759
Zitat von Cortez:
Ja ich fühle mich wenn dann nur gesprächstherapiefähig, obwohl das auch schon anstrengend ist. Ich nehme seit vielen Jahren ADs, angstlindernd waren/sind sie, denn Panikattacken hatte ich seitdem sogut wie nie, aber die Depris sind unerträglich. Eine graue Wolke über mir, Erschöpfung und Antriebsloskeit sind keine Seltenheit.

Vielleicht könntest du auch das noch mal checken lassen. Klingt einfach überhaupt nicht danach, als ob du richtig eingestellt wärst. Das wäre ein erster möglicher Anlaufpunkt. Dann könntest du auch noch mal nach deiner Ernährung schauen, ob da alles passt.
Wie Petrus schon meinte, Bewegung hilft auch.
Wenn die therapiefähigkeit dann besser funktioniert, dann kann man nach einer passenden Therapie suchen. Bist du aktuell krank geschrieben?

25.01.2019 09:45 • x 1 #7


Miami

Miami


3383
3596
Hallo,

Du hörst Dich wirklich akut an.
Hast Du einen Facharzt?
Mach einen Notfalltermin aus.
Oder geh direkt mit gepackter Sporttasche in die Klinik und sag Du kannst nicht mehr.

Du brauchst JETZT sofort dringend Hilfe!

Das alles schlecht ist, schlecht war und nie besser wird sagt Dir die Depression.
Die färbt alles ein, was Du siehst, fühlst und Deine Erinnerungen und sagt das das die Wahrheit ist.
Das ist das tückische daran!

Bitte tu was um Hilfe zu bekommen.
So wie es Dir jetzt geht kannst Du dabei nur gewinnen.

Liebe Grüße
Miami

25.01.2019 09:58 • x 6 #8


Cortez

Cortez


117
2
101
Ich war am Freitag bei einer Therapuetin, die zwar ziemlich jung ist (glaube so Mitte-Ende 30), aber glaube ich echt gut ist. Da habe ich nochmal in 1 Woche den Termin, sie wird eine Akuttherapie bei meiner KK anfordern, mal sehen ob es bewilligt wird. Muss für meinen Hausarzt einen Kurzbericht bei meiner Psychiaterin besorgen, da ich jetzt schon einige Monate AU geschrieben bin.

Zitat:
Das alles schlecht ist, schlecht war und nie besser wird sagt Dir die Depression.
Die färbt alles ein, was Du siehst, fühlst und Deine Erinnerungen und sagt das das die Wahrheit ist.
Das ist das tückische daran!


genau das ist es @Miami

Ich versuche 2-3x die Woche Sport zu machen, aber es wird irgendwie die letzten Monate immer schwieriger und ich merke wie mir die Kraft fehlt.

Die ADs nehme ich schon lange und die Psychiaterin hat mir noch Mirtrazapin zusätzlich verschreiben, das ich abends nehmen soll, aber habe Angst davor NOCH ein Mittelchen zu nehmen. Muss demnächst dringend zu ihr alleine schon wegen dem Kurzbericht für den HA, das überfordert mich auch total und ich fühle diese Hemmnis und Blockade dort anzurufen respektive dort hinzugehen bisher.

Meine Ernährung ist eigentlich gut, glaube ich ernähre mich überdurchschnittlich gesund, darauf achte ich schon lange.

28.01.2019 02:17 • x 1 #9


petrus57

petrus57


14322
158
8073
Zitat von Cortez:
Die ADs nehme ich schon lange und die Psychiaterin hat mir noch Mirtrazapin zusätzlich verschreiben, das ich abends nehmen soll, aber habe Angst davor NOCH ein Mittelchen zu nehmen.


Nimm die mal ruhig. Dann kommst du nachts gut zur Ruhe. Bis 15 mg sind die eher zum Schlafen gedacht, ab 30 mg wirken die auch antidepressiv.

28.01.2019 08:25 • #10


Miami

Miami


3383
3596
Ich bin erleichtert was von Dir zu hören!

Vielleicht ist es das falsche AD für Dich.

28.01.2019 17:15 • x 1 #11


Plopp

Plopp


1546
2
1273
Zitat von Miami:
Du brauchst JETZT sofort dringend Hilfe!

Richtig, das finde ich auch lass dich Einweisen...hat mir in den schlimmsten Zeiten auch geholfen...
Die peppeln dich wieder auf...
Tasche packen ab in die Klinik!

Liebe Grüße

06.02.2019 12:52 • x 1 #12


petrus57

petrus57


14322
158
8073
Zitat von waage:
Hier braucht keiner eure Hilfe...und tschüss!


Wenn die mir eine Reise sponsern, nehme ich die Hilfe dankend an.

06.02.2019 13:31 • x 1 #13


waage

waage


5632
2668
Schon weg

06.02.2019 13:32 • #14


Cortez

Cortez


117
2
101
mir geht es irgendwie immer schlechter, am Montag habe ich einen Termin bei meiner Psychiaterin, mal sehen, ob sie diesmal mehr Verständnis für meine Situation hat. Der Hausarzt will einen Kurzbericht bezüglich einer Prognose wie lange ich noch AU sein werde. Ich bin antriebslos, lustlos, müde und das eigentlich jeden Tag, die einfachsten Dinge fallen mir teilweise sehr schwer. Wie als würde ich eine Riesenlast mit mir herumschleppen. Ich sehe nicht, dass das irgendwie besser werden wird und das ich ein normales Leben führen könnte. Die Vergangenheit und mein Leben liefert genügend Belege für diese Annahme.

10.02.2019 02:22 • #15


Frühlingsblume


Zitat von Cortez:
mir geht es irgendwie immer schlechter, am Montag habe ich einen Termin bei meiner Psychiaterin, mal sehen, ob sie diesmal mehr Verständnis für meine Situation hat. Der Hausarzt will einen Kurzbericht bezüglich einer Prognose wie lange ich noch AU sein werde. Ich bin antriebslos, lustlos, müde und das eigentlich jeden Tag, die einfachsten Dinge fallen mir teilweise sehr schwer. Wie als würde ich eine Riesenlast mit mir herumschleppen. Ich sehe nicht, dass das irgendwie besser werden wird und das ich ein normales Leben führen könnte. Die Vergangenheit und mein Leben liefert genügend Belege für diese Annahme.


Das ist die Tücke der Depression.

Die eigentlich ganz selbstverständlichen Sachen fallen so schwer, dass man sie nicht schafft.

Man macht gute Mine zum bösen Spiel. Grad so, dass man überleben kann, muss.

Mir gehts wie dir.

Nur hab ich noch dazu Angst vor den ADs.

Meine Psych ist zwar superlieb, aber mehr als das AD verschreiben, macht sie halt auch nicht.

Ich hoffe, es gibt bald mal eine Lösung bzw Heilung für diese dämliche D.

Die braucht kein Mensch.

Alles Gute dir!

LG

10.02.2019 03:15 • x 2 #16


Cortez

Cortez


117
2
101
Danke! Lösung oder Heilung wäre gut ist nur schwer vorstellbar, wenn man gefühlt das ganze Leben seit spätestens Pubertät damit zu kämpfen hat und diverse Vorkommnisse in den darauffolgenden Jahren (sei es Familie, Beziehungen, Freundschaften, Schule, Studium, Arbeit) sich nicht zum guten hin gewendet haben und überall ein Schatten herrschte. Vieles ist gescheitert bzw. ich bin trotz des ganzen nicht in der Lage aus dem ein stückweit zu schöpfen. Wie als wäre ich zu dumm ein normales Leben zu führen, obwohl ich weiß, dass es nicht an Dummheit liegt. Es ist eine Unfähigkeit. Ich bin nicht lebensfähig.

10.02.2019 03:47 • x 3 #17


Frühlingsblume


10.02.2019 03:53 • #18


Cortez

Cortez


117
2
101
sitze im Wartezimmer meiner Psychiaterin und überlege abzuhauen bzw. was ich ihr sagen kann. Ich bilde mir immer weiter ein das sie mich nicht versteht und mir nicht helfen kann. Arbeit ist gut für mich für sie Struktur und Alltag, ich solle nicht vermeiden, egal ob mir dir Arbeit an sich sehr zu schaffen macht oder nicht ich muss es weiter versuchen und mir einen neuen Job suchen, so schwer kann es ja nicht sein (etwas überspitzt aber so in etwa reagierte sie mal).

Könnte weinen und will mich in mein Loch verkriechen.

11.02.2019 10:04 • x 1 #19


Miami

Miami


3383
3596
Und, wie lief es?

11.02.2019 13:50 • #20




Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser

Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag