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Hallo ihr Lieben,

wollte mal wissen, ob ihr, wenn ihr ein ständiges Angstgefühl über Stunden/ Tage habt, auch so wahnsinnig schlapp seid und jeder Schritt anstrengend ist und euch außer Puste bringt? Zudem ist es so, dass ich mich gar nicht richtig konzentrieren und anderen zuhören kann weil sich meine Gedanken im Kreis drehen und ich darin gefangen bin.

Das bremst mich immer total aus und ich komme mir vor wie eine alte Frau.

Nach 4- wöchigem Gefühls- Hin- und- Her bin ich mir ziemlich sicher, eine generalisierte Angststörung mit Panikattacken zu haben. Alles deutet eigentlich darauf hin.

Diese Zeit ist so intensiv und ein absolutes Wechselbad der Gefühle- echt krass!

Geht es euch auch so?

Liebe Grüße
rotezora

19.08.2010 20:47 • 09.07.2019 #1


24 Antworten ↓


Ja ich kenne das.
Bin seid dem ich das habe auch sehr vergesslich geworden.
Wenn ich mit anderen im Gespräch bin, weiss ich nach kurzer Zeit manchmal nicht mehr worum es ging.
Müde, schlapp bin ich dauerhaft, ich habe zu nichts Lust (Haushalt, Essen kochen, einkaufen usw.) mache eigentlich nur das nötigste.
Wenn ich keine Kinder hätte, würde ich glaube ich nicht mal raus gehen, weil selbst dazu habe ich Null Lust.

20.08.2010 08:29 • #2



Absolute Schlappheit

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Ich kenn das auch , wenn mein Kreislauf dann nicht schlapp machen würde und meine Tochter nich wär würd ich vermutlich den ganzen Tag im Bett bleiebn .
Als ich die Panikattaken das erste mal hatte, hatte ich unwarscheinliche Probleme mit dem Bügeln, klingt komisch ich weiß. Hab das voll nicht merh auf die Reihe bekommen. Bin normalerweise voll penibel was das angeht aber es ging nicht, hat mich voll rasend gemacht.

20.08.2010 08:59 • #3


Danke für die Antworten!

Wie wahrscheinlich kann es denn sein, dass man an einer Depression leidet?
Wenn dieses Angstgefühl nämlich da ist bekomme ich ganz schreckliche Gedanken, dass ich so nicht mehr will, auch besser tot sein könnte als das Gafühl zu ertragen. Und dass ich nie wieder glücklich sein kann und das Gefühl einen einfach krank und fertig macht.

Ist das normal?? Gehört das zu der Angst? Oder eher zu Depression?

Danke!
rotezora

20.08.2010 10:53 • #4


Schattenbraut
Zu Anfang meiner Erkrankung ging mir das auch so, da hab ich auch oft gedacht ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr. Erst als ich eine Therapie angefangen habe und gesehen habe, dass es ja doch wieder besser gehen kann, wurden diese Gedanken weniger.

Solche Gedanken sind ein krasser Ausdruck davon, dass du aus der Situation mit der Angst raus willst, d. h. du möchtest wieder normal sein. Zumindest sagt das mein Therapeut immer und es kommt mir auch so vor, als hätte er Recht damit.

Depressionen sind bei einer Angsterkrankung nicht unwahrscheinlich, wobei die Angststörung im medizinischen Sinne auch eine Form der Depression zu sein scheint, daher sind Depri-Phasen und -Gedanken nichts Ungewöhnliches.
Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

20.08.2010 11:05 • #5


Je länger ich darüber nachdenke desto eher habe ich das Gefühl, dass es vielleicht auch Burnout sein könnte?
Ich habe nun entschieden mir nen neuen Job zu suchen und den alten zu kündigen. Mich belastet das nämlich sehr.

21.08.2010 14:04 • #6



Oja das kenn ich fast jeden Tag dieses Gefühl als ob man gerade eine 24Stunden Schicht im Bergwerk hinter sich hat, heut ist es besonders schlimm hab das Gefühl ich brech in der Mitte durch ,immer so ein innerliches Zittern, oder beim gehen ,wie ein Ertrinkender der sich zum anderen Ufer retten muss um sich festzuhalten,weil ich denke jeden Moment in Ohnmacht zu fallen . Man kann es nicht immer so genau beschreiben aber ich denke ihr wisst wie sich das anfühlt. LG katwes

21.08.2010 14:30 • #7


So,

nun habe ich RICHTIG den Entschluss gefasst: ich werde mir eine neue Stelle suchen. Habe heute schon meinen Lebenslauf und ein Anschreiben formuliert.

Werde morgen mit meiner Vorgesetzten reden und ihr alles erklären.
Aufgrund der langen Betriebszugehörigkeit denke ich dass es nur fair ist, mit offenen Karten zu spielen.
Allerdings bin ich schon mega nervös deswegen....

Und natürlich hoffe ich, dass es mir dann besser geht, wenn das alles rum ist.
Einen neuen Job zu finden wird nicht allzu schwer sein, ich habe gute Referenzen und eine Zusatzqualifikation, außerdem ist der MArkt gerade gut.

Nichts desto trotz mache ich mir natürlich nonstop Gedanken wie ich was wie wann mache- ihr kennt das ja. Ich hoffe so sehr, dass bald alles wieder unbeschwerd laufen wird und ich wieder rundum glücklich sein kann.

Wochenlang versuche ich schon rauszufinden, was mit mir ist. Ich schwanke zwischen Angststörung, Depression, Burnout, Hochsensibilität und verzweifel fast. Sagen kann mir keiner, was es ist. Vielleicht ist auch nicht wirklich was und ich bin nur überlastet- das Rätseln bringt mich um. Mir fallen tausend Sachen aus meinem Leben ein, die ich in Verbindung mit einer psychischen Störung bringe....kennt ihr das? Wahrscheinlich sind das aber nur ganz normale Marotten, die jeder irgendwann mal hat und mit sich rumträgt.

Wenigstens ist das schlechte Gefühl heute weg- abgelöst von Nervosität

Haltet alle die Ohren steiff, irgendwann wird alles gut!

Danke fürs Lesen!
rotezora

22.08.2010 17:10 • #8


Hi..

ich fühle mich schon nach dem Aufstehen schlapp müde, nervös, schreckhaft, schwindlig benommen. Ich mag eigentlich garnicht aufstehen..aber ich stehe auf..jeden verdammten Tag.

Und ja es ist so ermüdend!
Manchmal hab ich das Gefühl ich brech erschöpft zusammen.

Ich denke den ganzen tag ich kann nicht mehr..ich halte das nicht aus..was hab ich nur..wann geht das weg...wer könnte mir helfen usw. usf.

Aber irgendwie geht es immer weiter..mal besser mal schlechter

LG

26.08.2010 20:46 • #9


Hallo liebe Leut,

ich bin wieder hier.

Nachdem ich im Sommer das Schlimmste überstanden hatte kommen trotzdem ab und zu diese SCHLIMMEN Phasen, in denen ich echt auf dem Zahnfleisch gehe.

Und mir gelingt es nicht, damit umzugehen und diese Zustände unbeschadet zu überstehen.

Wenn diese Zustände weg sind, ist alles normal, außer die Gedanken an diese Zeit.

Ich weiß nicht, wie ich mit diesen Phasen umgehen soll, ist das Angst? Sind das Depressionen? Ich komm einfach nicht klar. Fühle mich hilflos. Gott sei Dank habe ich einen sehr lieben, verständnisvollen Freund, der mir beiseite steht.

Was tut ihr während dieser Zustände??

Was habt ihr für Symptome?

Viele Grüße

rotazora

24.11.2010 17:43 • #10


Hallo,
meine Symptome sind genau die gleichen wie Du sie bei dir beschreibst!
Nicht falsch verstehen, aber es tut richtig gut sowas auch von anderen zu lesen.
Mein Problem besteht auch darin , das ich garnicht beurteilen kann was ich habe.
Angstzustände und Zwangsgedanken habe ich auf jeden fall. Dazu kommen noch Symptome wie völlige Erschöpfung, Lustlosigkeit, nicht aufraffen können, negative Gedanken usw.
Ich plage mich auch immer mit der Frage ob ich vielleicht depressiv bin?? Habe sehr viel Angst davor.
Wenn ich keine akkute Angst habe, bin ich innerlich so unruhig und kann mich über nichts freuen! Das ist zur Zeit das schlimmste für mich, das ich keine Freude empfinden kann. Überstehe den Tag irgendwie automatisch, wie ein Roboter!
Wie kann man sich wieder über das Leben freuen?? Ich will ja wieder normal werden!
LG

24.11.2010 20:14 • #11


Hallo zusammen,

also alle beiträge die geschrieben wurde, passen auch sehr gut auf mich. Zwar ist es nicht jedentag so, aber jedentag wechselt die Angst und ja auch die Depression, sein Gesicht, mal total unruhig, als würde mein Körper auf Vollpower laufen, ich kann ihn aber nicht anhalten.
Alle Symptome sind mir sehr gut bekannt. Vorallem ja auch grad das Schlappheitsgefühl, brutal daran ist, wenn noch Angespanntheit und innere Unruhe hinzukommt, was selbstverständlich bei einer GAS gang und gebe ist.

Das Gefühl nichtmehr zu wollen, auch das, gerade wenn diese Angstgefühle intensiv werden, kommen mir jedentag!

ABER:
Mir geht es teilweise auch etwas besser. Medikamenten auf der einen Seite (wobei die alle nicht so wirken, wie sie eig. sollen) aber auch Therapie auf der anderen Seite. Ich bekomme oft Rückschläge, aber genau genommen geht es eigentlich etwas bergauf. Ich bin immer vorsichtig das zu schreiben, weil vielleicht bin ich in 2 Tagen wieder hier im Forum und sag ich kann nicht mehr.

Wenn jeder für sich, der hier schreibt, seine Geschichte mal zurück überlegt, weiss jeder, dass es lange gedauert hat, bis sich diese Störung anbarnt. Also wird es auch langsam gehen bis sie wieder Rückgängig gemacht wird.

Wovor ich Angst habe vorallem, ist das es NIE wieder besser wird und das mir keiner mehr helfen kann. Ich kann mir ja nicht mehr vorstellen, was es heisst komplett gesund zu sein. Aber: Eine Freundin die ebenso an Depressionen erkrankt ist sagte zu mir (auch wenns logisch ist aber ich fands in dem moment sehr hilfreich): Früher hat man auch nicht so gedacht und sich so gefühlt, also wieso soll es nicht wieder rückgängig gehen?


Grüße

André

PS: Du bist nicht alleine

24.11.2010 20:32 • #12


Danke für eure Beiträge!

Bei mir war es ja ein heftiger Beginn im Sommer, in der Nacht hat es mich überfallen.

Die Jahre vorher, eigentlich ziemlich zeitnah seit meine Eltern sich getrennt haben (Auslöser?), hatte ich ein paar Marotten, nichts was mich im Alltag gestört oder beeinträchtigt hätte.

Seit dem Zusammenbruch im Sommer ist nichts mehr wie es war. Ich fühle mich als wäre mein Körper fehlprogrammiert, als spielen die Hormone verrückt. Ich habe das Vertrauen in meinen Körper verloren.

Mit leichten Symptomen könnte ich ja leben.
ABER: dieses schlechte Gefühl, wie krasse Angstzustände, so nenn ich es jetzt mal, sind unerträglich, ich könnte daran verzweifeln. Das geht dann mal ein paar Tage so oder auch nur ein paar Stunden am Tag immer wiederkehrend. Dann ist es wieder für mehrere Wochen weg. Wenn es weg ist iist wie gesagt alle ok. Wenn es da ist bin ich wieder ganz unten, von jetzt auf nachher.
Und wenn dieses starke Angstgefühl da ist, denke ich immer, dass dies eine Depression ist. Und davor graut es mit total, weil ich dies furchtbar finde. Habe dann immer wahnsinnige Angst, dass es ganz schlimm wird und ich nicht mehr aufstehen kann, mich duschen, usw..
Sind Depressionen so sprunghaft? Sprich ein Tag da, anderer weg? Oder ist das die Angst?

Ich gehe arbeiten, die Tage sind anstrengend aber ich bekomme die Tage rum. Habe allerdings Angst, dass das irgendwann immer geht.
Medikamente nehme ich keine, gehe 14-tägig zu einem Depressionsprogram bei einer Psychotherapeutin.

Könnt ihr arbeiten und wie sieht das bei euch aus?

Kennt ihr dieses Gefühl, von dem ich spreche?

rotezora

24.11.2010 21:06 • #13


Geschrieben und sofort abgemeldet?

24.11.2010 23:14 • #14


Hallo,
bei mir ist die Angst am schlimmsten wenn ich mir vorstelle das es NIE wieder weggeht und ich mein ganzes Leben so leiden muß. Dann kommen noch so Gedanken wie: ich werde irgendwann sowieso in der geschlossenen Abteilung vor mich hinwegvegetieren und werde nie wieder normal! Das macht mir dann so Angst!
Deswegen hilft es mir wenn ich über jemanden lese, der es aus diesem Teufelskreis geschafft hat.
Wenn man jedoch so schlapp und kaputt ist, ist es schwierig gegen die Angst zu kämpfen.
Aber: Kopf hoch, es kommen auch wieder sonnige Tage! Das haben wir doch schon alles mehrmals durch

25.11.2010 08:16 • #15


Zitat von GastB:
Geschrieben und sofort abgemeldet?

Was meinst du damit?

25.11.2010 19:25 • #16


hey ihr lieben,

glaube, dass jeder mal an dem punkt kommt (besonders durch äußere einflüsse, die man langsam nur abbauen kann), an dem man nicht kann.

was mir schonmal geholfen hat, mein guter hausarzt. bin nach meiner überweisung zum radiologen und er hat einen knoten an meiner schilddrüse diagnostiziert. wie, ein knoten von nur 1,9 cm durchmesser kann mich so umhauen? jo, kann er! ich war total durcheinander gefühlsmäßig, aufbrausend, obwohl ich nie so war, schlafstörungen ohne ende! nehme seit gut nem jahr hormone dagegen. zwar ist mein knoten von der größe her gleich geblieben, kann sein, dass ich noch nicht richtig eingestellt bin von der dosis (hab noch nicht nach den neuen blutwerten gefragt), aber es wäre eine möglichkeit, weswegen man sich schlappi fühlt. in meinem arbeitsumfeld (nur frauen) ist es so, dass sehr viele probleme mit der schilddrüse haben.
selbst wenn man mal ins mittelalter schaut, gab es ganz oft die so genannte melancholia, hätte man das mit der schilddrüse früher gewusst.... würden vielen leuten schon geholfen worden.
wäre eine möglichkeit, woran es liegen könnte.

25.11.2010 19:48 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

hab das wichtigste vergessen, verdammt viele meiner symptome sind unheimlich besser geworden! oha, so positives ist so selbstverständlich

25.11.2010 19:52 • #18


Hallo rotezora,
ich meine damit, daß ich eine absolute Pessimistin bin und alles gleich Schwarz sehe! Das ist mein größtes Problem!
Habe jetzt im Internet was über positives Denken gelesen. Dort heißt es, das jeder Pessimist ein Optimist werden kann. Es ist wohl ein Lernprozess. Werde mal versuchen ob es bei mir auch klappt!

25.11.2010 20:50 • #19


Zitat von rotezora:
Zitat von GastB:
Geschrieben und sofort abgemeldet?

Was meinst du damit?
Jetzt bin ich doch leicht verwirrt ...

Du wirst in der Übersicht - und am Anfang dieses Threads als gelöschter User angezeigt ( Nick wird in schwarzer Schrift angezeigt und in deinem Anfangspost gibt es auch kein Profil und keine PN mehr),

aber jetzt bist du doch da?
Hattest du dich zwischendurch mal abgemeldet und dann wieder angemeldet?

25.11.2010 20:53 • #20



x 4


Pfeil rechts


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