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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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M

marian
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Sammelthema
Hallo!

Ich habe eigentlich keine Angst vor anderen Menschen...solange sie auf Abstand bleiben. Mein Problem besteht "nur" darin, dass ich sofort blockiere, wenn ich merke, jemand will etwas von mir. Also im Sinne von Intimität. Ich mag es nicht, wenn man mich anfasst. Händeschütteln geht noch, aber auch nur kurz. Umarmungen werden schon äußerst unangenehm und zu mehr lasse ich es aus Angst davor gar nicht erst kommen.
Also bei ärztlichen Untersuchungen oder z. B. bei einer Mass. ist mir das relativ gleich, da das eher "mechanisch" abläuft. Aber wenn wirkliche Nähe sich anzubahnen droht, werde ich eiskalt. Ich kann dann auch wirklich gemein werden um mir mein Gegenüber vom Hals zu halten. Eigentlich will ich das ja gar nicht. Schließlich macht das ja auch jede Beziehung unmöglich. Ich bin mit fast 24 immer noch Single und Jungfrau. Bin ich normal? Mein Umfeld bekommt das nicht so richtig mit, da ich gelernt habe eine entsprechende Maske zu präsentieren. Aber innerlich fühle ich mich wegen dieser Sache oft so schrecklich leer und einsam.
Mich graust es auch abends weg zugehen, wie es Gleichaltrige machen. In Kneipen, Discos, etc. weil ich dort ja Gefahr laufe, von Leuten umgeben zu sein. Und ich fühle mich dann nicht wohl, bzw. bekomme echte Beklemmungsgefühle und Angstattacken. Ich fühle mich beobachtet, so als wenn alles darauf wartet, dass ich mich blamiere, jeder schätzt mich ab. Ich komme mir immer als Außenseiter vor. Jemand, der zu keinem passt. Jemand, den auch keiner dabei haben will, den keiner sehen will, weil er nicht liebenswürdig ist.
Ich glaube ihr wisst wovon ich rede.
Bitte meldet euch, wenn es euch auch so geht und wenn ihr Tipps für mich habt wie ich mit der Sache umgehen soll.
marian

04.04.2021 #1


67 Antworten ↓
Idefix13

Idefix13
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Deine Wohnung ist und sollte auch für die nächste Zeit noch eine Tabu-Zone bleiben. Gib dir Zeit, du hast es nötig und du hast es auch verdient, dass das jeder respektieren sollte. Selbst du!
Du sprichst von Täterstimmen, aber auch Stimmen die dir sagen, was du tun sollst, was du sagen darfst und was nicht. Hier wäre es für dich erstmal wichtig herauszufinden, bzw. jene Stimmen voneinander zu trennen, welche, welche sind. Benenne sie, bezeichne sie, damit du sie unterscheiden kannst.
In der Traumabewältigung oder besser in der Vorbereitung sprechen die Therapeuten gerne von einem Safe oder ähnlichem. In den du "gedanklich" all jene Dinge die dich belasten sperren sollst. Versuche erstmal jene Täterstimmen dort hinein zu kriegen, damit du bei deinen Gedanken von ihnen befreit bist. Es wird einige Zeit brauchen, um dies zu schaffen, nimm dir soviel du brauchst und vergiss nicht, dass du es dir Wert bist. Das wird wohl auch eine deiner ersten Aufgaben sein, so wie ich deinen anderen Text gelesen habe. Du musst wieder lernen, dass du dir selber am wichtigsten bist, dass du Wertvoll bist und das nur weil du am Leben bist.

Und jene Stimmen die übrigbleiben und dich hindern wollen, mit irgendwem zu reden, gehören zu dir, es ist deine Psyche die durch die Prägungen gelernt hat, wie sie sich am besten schützen kann. Weil du es nicht konntest, weil du selber gesagt hast, du sehr naiv gewesen bist, weil es ein Traum von dir gewesen ist, eine Familie haben zu wollen und geliebt zu werden. Deine Vorstellungen, deine Sehnsüchte prallten nur auf die harte und grausame Realität unserer Gesellschaft. (Halte deine Wünsche in dir fest, deine Sehnsüchte, womöglich werden sie sich doch noch verwirklichen lassen, eines fernen Tages..)
Die Einsamkeit und das Abblocken jeglicher Hilfe deiner Mitmenschen hat nichts mit deiner liebenswürdigen Art zu tun. Wie schon gesagt, kämpfe nicht gegen deine Psyche an, nur weil es dir zulange dauert. Erkenne an, was deine Psyche leistet, unterstütze sie und dadurch wird es dir möglich sein sie zu beeinflussen. Das dies Zeit kosten wird, ist wohl klar, aber vertraue darauf, dass du es schaffst und zusammen werdet ihr finden, wonach ihr sucht.

09.03.2020 19:54 • x 2 #52


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A


Angst vor Nähe

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fourofour

fourofour
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Zitat von StefStef:
Zum ersten Mal fühle ich mich irgendwie verstanden. Es fühlt sich gut an etwas zu lesen wo nicht nur Mitleid steht sondern wirklich Wörter die mir hilfreicher erscheinen.
Mitleid würde dir helfen dein Leid zu verringern
Das das jemand versteht zeigt dir aber auch das Du nicht alleine mit dem bist. Das dir jemand den roten Faden zeigt, welcher dich da heraus führen kann.

Zitat:
Ich versuche meine Grenzen zu verstehen. Früher konnte ich nicht einmal nein sagen und jetzt sage ich es leider zu oft.
Das ist wirklich normal und zuerst auch gut. Denn das zeigt das grundlegende Schutzmechanismen bei dir vorhanden sind, was eine wichtige und hilfreiche Sache ist.
Nur ist dieser Mechanismus quasi auf Alarmstufe Rot - und das ist das was Du spürst. Ich halte es für wichtig das Du dies erst einmal für dich so versuchst zu akzeptieren. Der Weg geht nicht über deinen Willen weil es dich belastet, sondern er geht über das Unterbewusstsein was Schutz sucht und diesen von dir haben will.

Zitat:
Wegen meiner Wohnung kläre ich alles wie davor auch, denn ohne meine Wohnung hätte ich meinen sicheren Ort nicht mehr.
Deine Wohnung ist deine Basis, dein sicherer Ort. Ich halte es für wichtig das Du nur Menschen da hineinlässt, wo es sich frei anfühlt. Wenn Du ein ungutes Gefühl oder Blockaden hast jemand bestimmten hinein zu lassen, dann solltest Du auf dieses Gefühl hören. Weil für dein Unterbewusstsein ist deine Wohnung die letzte Rückzugsmöglichkeit. Wenn Du ihm Menschen aufzwingst, kann es sein das es sich nicht mehr in der Wohnung sicher fühlt. Sicher ist es ein Ziel der Therapie wieder Menschen hineinzulassen, aber da ist viel Geduld notwendig.

Zitat:
Ich bin allerdings zu vorsichtig geworden und kann nicht einmal Menschen die mir helfen wollen in mein Leben lassen. Da sind die Gedanken in meinem Kopf noch zu groß.
Dann akzeptiere den Stand wie es ist und versuche in kleinen, dosierten Schritten, mit viel Geduld daran zu arbeiten.

Zitat:
Die gedanklichen Grenzen sind mir leider noch nicht gelungen. Ich lass mir noch zu viel von diesen Tätern einreden obwohl sie nur stimmlich da sind und nicht persönlich.
Kennst Du den Begriff "Introjekt"?

Zitat:
Und weil mich keiner versteht bilde ich mir ein, dass diese Stimmen recht haben. Allerdings wünsche ich mir irgendwie jemanden der da ist und mich einfach mal anhört.
Ich drücke das mal lapidar aus um den Kern besser zu beleuchten.
Das was dir passiert ist, kann man sicher nicht als alltägliche Situation beschreiben. Dadurch entstehen in einem Mechanismen die man auch nicht alltäglich nennen kann. Dadurch wurde dein Blick und Verständnis verändert.

Ein gesunder, symtomfreier Mensch, der keinerlei Ausbildung in der Thematik hat, der so was nicht erleben musste, kennt diese Mechanismen nicht. Er ist auch nicht wirklich in der Lage die Welt mit deinen Augen zu sehen oder gar in deinen Schuhen zu laufen.
In dem Moment wo das passiert ist hat deine Psyche dich aus der Welt abgekoppelt um dich vor Leid zu schützen.

Kurz und wirklich grob vereinfacht - Menschen die Traumatiesiert sind nehmen die Welt komplett anders wahr als Menschen die symptomfrei sind.

Man sollte es versuchen ihnen nachzusehen und nicht ein komplettes und vollständiges Verständnis erwarten. Denn das wird all zu oft enttäuscht.

Kennst Du die Therapieformen Zen, PITT nach Louise Reddemann oder EMDR?

09.03.2020 21:08 • x 1 #53


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R
kenn ich so ähnlich.

Zu erst solltest du dir bewusst werden, das dir keiner was böses will.
Vermutlich verhältst du dich halt nicht a-typisch wie alle anderen. Finde raus, was du anders machst als andere. Es muss nichts negatives sein. Es kann auch gut sein, das wenn du denkst jemand beobachtet dich um etwas negatives zu finden, dieser jemand nur ernst gemeintes Interesse an dir hat, dich heiß findet.
Das Leben spielt uns allen fiese Tricks. Lass dich auf die Situation ein, zieh dich nicht gleich zurück, wenn du nicht weiter weist, dann grins dein Gegenüber einfach freundlich an und wart ab.
Unsicherheit ist doch keine schwäche, sie zeigt nur, dass du etwas anderes besser kannst.

gibt es Momente von denen du sagen kannst, ja genau hier wurde ich ausgelacht oder eben das bestätigt, was du in dir fühlst?

Mein tipp renn nicht mit dem Kopf gegen die Wand, das heißt nicht alles ist schlecht. Such dir ganz gezielt Situationen, stell dich ihnen oder beobachte andere, wie sie sich in diesen Situationen verhalten.

#2


Z
Ich habe in letzter Zeit ziemlich heftige Beziehungsprobleme und mich in diesem Zusammenhang gefragt, ob ich vielleicht Angst vor Nähe habe? Hat jemand in diesem Forum vielleicht Erfahrungen damit und kann mir sagen, wie genau sich dieses äußern kann und wie man damit umgehen bzw. wie man dagegensteuern kann?

Für Meinungen und Ratschäge wäre ich sehr dankbar!

Gruß
Zicke

#3


Schmetterling1968
Hy, also ich weiß nicht, ob ich da richtig liege. Aber ICH kann keine Nähe ertragen, wenn es mir nicht gut geht. Da brauche ich einen großen Wohlfühlkreis

Nähe muss ja nicht immer posotiv sein. Hattest Du mal ein "Problem", dass jemand in Deinen Wohlfühlkreis ohne dein Wollen rein ist? Die Oma die sich die Küßchen erzwingt oder sowas ?

#4


S
wenn es mir nicht gut geht, kann ich nähe auch nicht ertragen. war schon von kindheit an so. soweit ich weiss, hat das mit fehlendem urvertrauen und frühkindlichen schlechten erfahrungen zu tun.

auch die sonstige nähe eines menschen ist für mich ein problem. bei mir ist das so eine vertrauensgeschichte. ich liebe jemanden, ich möchte ihm nahe sein und plötzlich wird mir alles zuviel. damit ich jemanden emotional an mich ran lasse, braucht es meinerseits sehr, sehr viel vertrauen. dieses aufrecht zu erhalten ist für mich sehr schwierig. ständig funkt mir mein mangelndes selbstwertgefühl dazwischen, da ich nicht nur mir sondern der situation auch nicht traue.

meine beziehungen waren alle recht schwierig. sei es, dass ich mir männer gesucht habe, die mir nicht zu nahe kommen können (aus der verheirateten kategorie) oder sei es, dass ich in der beziehung den geliebten partner immer wieder weggeschubst habe.


frage @ schmetterling: was genau versteht man unter einem wohlfühlkreis?

#5


Schmetterling1968
Ich laße keinen näher als ein bestimmtes Maß ran, weil ich sonst das Gefühl habe, zu verletzlich zu sein...

#6


S
darf ich fragen wie gross der radius ist, und ob er sich je nach vertrauen ändert?

#7


Schmetterling1968
Hm... schwer zu beantworten...

Je älter ich werde, desto mehr Raum brauche ich für mich

Es gibt niemanden - absolut niemanden, der weiß wie ich denke und fühle. Und das ist ja aich schon Rückzug. Aber damit fühle ich mioch sicherer - wenn auch oft einsam - trotz Ehemann

#8


S
so traurig es ist, kann ich das sehr gut verstehen.

#9


Schmetterling1968
nee nee nee - immer diese Tippfehler..... Aber ich übe noch

#10


Z
Habe eben erst mitbekommen, dass ich tatsächlich ein paar Rückmeldungen zu meiner Frage bekommen habe. Danke!!

Ich habe das gleiche Problem wie Leaina, was mir aber erst vor kurzem bewusst geworden ist. Ich hatte lange Jahre eine Beziehung zu jemandem, der mich immer auf Distanz gehalten hat und ich diejenige war, die immer bemüht war, ihn zu halten. Und jetzt habe ich jemanden, bei dem ich das Gefühl habe, er kommt mir zu nahe und den schubse ich auch immer wieder weg. Weil ich mich mit diesem Gefühl der Nähe unwohl fühle, das geht hin bis zum Gefühl, keine Luft zu kriegen und zur Panik.

Ich habe mir Lektüre zu diesem Thema besorgt und das war sehr interessant, ich habe mich in vielem wiedergefunden und weiß jetzt zumindest, dass ich nicht verrückt bin, obwohl ich nach meinem Verhalten in der letzten Zeit schon an meinem Verstand gezweifelt hatte.

#11


S
nein, verrückt bist du weiss gott nicht.

ich weiss nicht, wo die ursache deines problems liegt, aber bei mir liegt es eindeutig in lieblosen frühkinderfahrungen. fühlte mich nie geborgen, geliebt beschützt oder nur akkezptiert, daher war das gefühl, das von einem mann zu erfahren, wunderbar und gleichzeitig hat es mich überfordert.

#12


Z
Ich glaube, der Ursprung meines Problems liegt darin, dass ich von meinen Eltern eine absolut ungleiche Beziehung vorgelebt bekommen habe. Mein Vater war der absolut dominante Part und meine Mutter hatte nie etwas zu sagen. Das hat mich wohl ziemlich geprägt und unfähig gemacht, ausgewogene Beziehungen einzugehen. Ich war immer entweder die Überlegene oder die Unterlegene und mit beiden Rollen im Endeffekt nicht glücklich.

Schlimm ist nur, dass man mit seinem Verhalten andere verletzt, obwohl man es eigentlich nicht will. Und deshalb habe ich mittlerweile ziemliche Schuldgefühle.

#13


S
ja, die schuldgefühle kenne ich auch...

ich war damals nicht in psychiatrischer behandlung. hätte ich gewusst, was ich da eigentlich veranstalte, hätte ich mir sofort einen therapeuten gesucht, um zu retten, was zu retten ist. ich alleine war ja nicht in der lage mein verhalten zu ändern bzw. denn es zu verstehen. das habe ich erst jahre später.

#14


Z
Verstehen tue ich mein Verhalten mittlerweile, aber es zu ändern, habe ich noch nicht hinbekommen. Wie hast du das geschafft??

#15


S
oh.. ich will dir jetzt nicht den mut nehmen, aber ich habe es nicht mehr geschafft. er hat mich verlassen.

der unterschied ist nur, heute kenne ich meine mechanismen und kann hoffentlich eingreifen, bevor sie zu rattern beginnen.

aber wenn du es dir jetzt schon bewusst bist, bist du einen gewaltigen schritt weiter als ich damals. du hast also gute chancen, damit umgehen zu lernen.

#16


Z
bei mir ist es anderes herum, ich bin mal wieder gegangen, weil ich anfing, mich wieder zunehmend unwohl zu fühlen und mir alles zu eng wurde.
Ich glaube, ich darf jetzt nur nicht den Fehler machen, wieder meiner mit Sicherheit wieder auftretenden Sehnsucht nachzugeben und wieder die Annäherung zu suchen, weil ich im Grunde weiß, dass es nicht gut geht. Dafür habe ich dieses Spiel schon zu oft gespielt. Und weitere Verletzungen kann ich ihm einfach nicht mehr zumuten.

Und in Zukunft, bei einer etwaigen neuen Beziehung, kenne ich die Mechanismen von vorn herein und kann hoffentlich gegensteuern.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

S
naja, so ganz umgekehrt ist es nicht.. ich bin in unserer beziehung auch zwei, dreimal gegangen... bis dann er gegangen ist.

das waren eben meine "spielchen". sie waren nicht böse gemeint, aber nicht überlegt, nur impulsiv und aus dem gefühl von zuviel nähe heraus. hätte ich mich einmal vorher gefragt, ob ich wirklich gehen und ihn wirklich nie mehr sehen will, hätte ich nein gesagt.

Zitat:
Und in Zukunft, bei einer etwaigen neuen Beziehung, kenne ich die Mechanismen von vorn herein und kann hoffentlich gegensteuern.


ich bin fest überzeugt, dass dir das gelingen wird.

#18


D
ich verstehe dich gut...bei mir ist es nicht ganz so ausgeprägt aber ähnlich. ich hatte ein paar "freunde", die ich aber niemals an mich herangelassen habe. ich empfinde eine engere beziehung als puren stress, wenn männer mir näher kommen wollen bin ich innerlich völlig erstarrt und reagiere meistens mit abwehr. ich bin 20, habe mich mit 18 einmal gezwungen sex zu haben, um "normal" zu sein, aber es war für mich ungefähr so wie ein zahnarztbesuch... ich verliebe mich eigentlich auch nicht.
ich bin seit über einem jahr allein und damit zufrieden. im moment bin ich sehr verwirrt, weil mich an der uni ein anderer student, den ich sogar irgendwie anziehend finde, angesprochen hat. mir macht das aber eher angst. ich habe angst vor dem kontrollverlust und vor nähe, natürlich auch vor ablehnung, das kennst du wohl auch. ich würde am liebsten immer allein bleiben, wenn das nur die anderen nicht seltsam fänden.
meine mutter zum beispiel, die kommt imme damit dass sie enkelkinder will O.o meien güte, ich liebe kinder aber ich habe zu viele probleme mit mir selbst als dass ich mir jemals vorstellen könnte eins zu kriegen...
warum erwarten nur alle dass man einen partner hat? ich kann es nicht nachvollziehen dass man keine probleme damit hat sich jemandem so zu öffnen. ich bin eigentlich auch nicht extrem schüchtern, habe auch freunde, aber zu große nähe...da gerate ich fast in panik

#19


B
Hi DarkPutzi,

das, was du geschrieben hast (und auch die Beiträge davor) ist mir sehr vertraut.

Bei mir ist im Gegensatz zu deiner Schilderung das große Problem da, dass ich das nicht wahrhaben will zum Einzelgänger verdammt sein zu müssen und in den Momenten ohne den Kontakt mit Menschen (was meist der Fall ist, weil ich abends auch nie weggehe weil ich mich extrem unwohl in Discos, Kneipen, Bars etc. fühle) mir nichts Größeres wünsche, als z.B. ein Mädchen an meiner Seite zu haben, das mich bedingungslos liebt. Also auch wenn ich an sich den Umgang mit Menschen als sehr anstrengend empfinde, weil ich irgendwie zu selbstfixiert bin, habe ich den ebensostarken Drang, diese Barriere nicht zu haben.

Dazu muss ich erwähnen, dass ich schon 23 Jahre alt bin, noch niemals eine Beziehung (geschweige den Sex) hatte wg. meiner extremen Schüchternheit und Angst, näheren Kontakt aufzubauen.
Das macht mich auch echt wahnsinnig, denn wenn es darauf ankäme, würde ich nichts zustandebringen, weil ich eine Riesenangst habe, jemanden zu enttäuschen. Ich sehe quasi in der Liebe vor allem auch den Riesendruck und die Veranwortung, dem geliebten Menschen genügen zu müssen.
Dabei stelle ich es mir als etwas so unglaubliches Schönes vor, wenn zwei Menschen sich lieben. Ich weiß nicht, ob es jemals ein Mädchen auf dieser Welt geben wird, die das von alleine mit mir aushält und der diese Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit nicht auf den Geist fallen. Ich glaube schon fast nicht daran, weil ich auch nicht weiß, wie ich dieses Mädchen jemals finden soll.

Das Internet ist ja riesengroß und umspannt die ganze Welt, aber dass sich die passenden zwei Seelen anziehen und zusammenfinden, habe ich schon sogut wie aufgegeben, leider.

Lieben Gruß,

Sebastian
Blackeyedboy

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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